Mittwoch, 30. Juni 2010

Dies und Das und Romeo


Nein, nein - ich habe keinen neuen Verehrer.
Das ist Romeo, der Hund meiner Nachbarn.
Ich hatte mich freundlicherweise bereit erklärt, auf diesen Rüden aufzupassen.
Kein Problem, dachte ich. Er mag mich, freut sich immer ein Loch in den Bauch, wenn er mich sieht. Will sofort gestreichelt und gekrault werden. Wo also liegt da das Problem? Alles easy und ich kann auch einmal davon mitreden, wie es ist nicht nur eine Blogrunde - ne auch eine Hunderunde zu drehen.. Also ich lasse Romeo heute Morgen in den Garten. In Nachbars Garten versteht sich. Es ist gerade mal 5,30 Uhr. Ich will schnell meinen Kaffee trinken und dann ab mit ihm an den Neckar. Aber da hatte ich die Rechnung ohne dieses Energiebündel gemacht. Bevor ich es richtig realisieren konnte, hatte er ein Loch gefunden, was gar nicht mehr so einfach ist, und weg war er. Mir blieb vor Schreck bald das Herz stehen. Eine alte Frau ist ja kein D-Zug: Wo sollte ich ihn suchen, ihn wieder einfangen? Schon einmal war er abgehauen (eigentlich tut er das immer, wenn er Gelegenheit dazu hat - aber dann sind alle Familienmitglieder auf Achse). Also er ist schon einmal abgehauen und dann fand man ihn in Mörtelstein wieder, ein kleiner Ort, etwa 10 km entfernt. Neee, das schaffe ich nicht! Oder wenn er sich mit anderen Hunden am Neckar streitet. Oder wenn er vor ein Auto läuft. Über eine Stunde bin ich herumgelaufen - nichts. Dann bin ich wieder nach Hause gegangen. Vielleicht ist er ja zurückgekommen. Nichts. Und dann flitzt ein langgestrecktes Etwas mit fliegenden Ohren an mir vorbei. Am Ende der Straße bekam er gerade noch die Kurve, um die andere Straße wieder runterzusausen. Wäre ein Auto um die Ecke gebogen - es gäbe keinen Romeo mehr. Also, ich wieder hinterher. Ihr müßt Euch das so vorstellen: ein Goggomobil hinter einem Ferrari her. Oh nein - es war wieder nichts mehr von ihm zu sehen. Mittlerweile war ich kaputt, nassgeschwitzt und kurzatmig bis zum geht nicht mehr. Am liebsten hätte ich mich in die Ecke geschmissen. Kurz vor halb acht ging ich wieder Richtung Heimat. Und ich traute meinen Augen nicht: Romeo lag hechelnd vor meiner Haustür. Ein kurzes Stoßgebet zum Himmel, daß er liegenbleiben möge - und dann war er drin - im Haus. Da ich gestern vor lauter Romeo nicht zu meiner Blogrunde gekommen bin, werde ich das heute Nachmittag nachholen, wenn ich meinen Logiergast wieder los bin. Jetzt gehe ich unter die Dusche und dann Frühstücke ich. Nicht nur 50 g Brot - wie ich es dürfte - nein heute gibt es mindestens 2 Schnitten. Habe ich mir doch verdient, oder? Also, bis später - wenn ich bei Euch wieder zu Besuch bin.

Kommentare :

  1. Hallo!!
    eine Frage was ist Romeo denn für eine Rasse?Sieht aus wie ein Kromfohrländer.
    Der is ja voll süß und hats ja anscheinend faustdick hinter den Ohren.
    Gruß Mummel

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  2. Irmi, ein hübscher Schnappschuß!Romeo's Haltung auf dem Foto signalisiert schon seine Einstellung: "kuckuck hier bin ich, fang mich doch!" aber er ist so gewitzt und schon beim Ausstrecken der Hand nach ihm ist er weg. Und seine Augen, Filou durch und durch, eben ein Terrier. Aber sonst ganz lieb und anschmiegsam. Wenn er Dich sieht, das schreibst Du Irmi, freut er sich ein Loch in den Bauch. Das heißt als Rüde ist er auch Kavalier und verehrt Dich als weibliches Wesen von der anderen Seite des Zauns. Paß gut auf ihn auf! Das meint Peter der Fremde.

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