Montag, 27. September 2010

Dies und Das über EUROPA

                                                                                                                                                                                                                                                     

Europa, eine Gestalt der griechischen Mythologie, ist die Tochter des phönizischen Königs Agenor.
Zeus verliebt sich in sie. Er verwandelte sich wegen seiner argwöhnischen Gattin Hera in einen Stier. Sein Bote Hermes trieb eine Kuhherde in die Nähe der am Strand von Sidon spielenden Europa, die der Zeus-Stier auf seinem Rücken entführte. Er schwamm mit ihr nach Matala auf der Insel Kreta, wo er sich zurückverwandelte. Aufgrund einer Verheissung der Aphrodite wurde der fremde Erdteil nach Europa benannt.


Entsprechend der alten Legende soll Zeus Europa unter diesem alten Olivenbaum geschwängert haben.
Der Verbindung mit dem Gott entsprangen drei Kinder: Minos - Rhadamanthys und Sarpedon.



Antike Erzählungen des Europa-Mythos finden sich in der "Europa" des Moschos und in den "Metamorphosen" des Ovid. Es gibt viele verschiedene Sagen von der Entführung Europas. Hier eine davon, die ich persönlich am schönsten finde.
"Europa war, wie meist, mit ihren Gefährtinnen aus dem Haus gegangen. An der Mündung des Flusses lief Europa mit ihrem goldenen Korb zwischen den Rosen umher. Plötzlich sahen sie sich von einer Herde von Stieren umzingelt, die von dem Boten Hermes angetrieben wurden. Darunter einer aus blendendem Weiß, mit kleinen Hörnern, die wie leuchtende Edelsteine aussahen. Nichts Drohendes ist in seinem Ausdruck. Dieser besondere Stier war Zeus, der sich unsterblich in Europa verliebt hatte. Er versuchte mit allen Tricks, seine Untreue vor seiner argwöhnischen Gattin Hera zu verbergen, so dass Europa, die am Anfang furchtsam war, diesem weißen Maul ihre Blumen hinstreckt. Der Stier stöhnt vor Lust, wirft sich wie ein Hündchen ins Gras und bietet seine kleinen Hörner den Kränzen dar. Die Prinzessin wagt es, auf seinen Rücken zu steigen, die Beine seitwärts gewendet. Nun bewegt die Herde sich unauffällig vom trockenen Flussbett zum Strand. Scheinbar unentschlossen nähert der Stier sich dem Wasser. Dann ist es zu spät: Schon stürzt sich das weiße Tier in die Wellen, mit Europa auf dem Rücken. Sie wendet sich um: Mit der rechten Hand hält sie sich an einem Horn fest, mit der anderen stützt sie sich auf das Tier. Sie versuchte den Stier zurück zu treiben und rief um Hilfe, da sie nicht wusste, dass der weiße Stier Zeus war. Doch es gelang ihr nicht. Der Luftzug ließ ihre Kleider flattern, und der Stier schwamm mit ihr auf die Insel Kreta, wo er sich in Zeus zurückverwandelte."
(Quelle: Griechische Sagen)

Kommentare :

  1. Was für eine tolle Geschichte Irmili ... ich kenne mich da leider überhaupt nicht gut aus ...hatte Aphrodite nicht noch zwei Schwestern? Psyche und nochwer oder schmeiss ich nu alles durcheinander? Nuja ..is ja auch noch früh ....hast du nen neuen Rhytmus oder warum der frühe Post heute hm? ;-)
    alles Liebe (GuteNacht sag ich später)
    Dein
    Kroeti

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  2. Ich sag ja...hier lerne ich immer wieder etwas neues, das gefällt mir. Danke dafür.
    Momentan kann ich nur sehr, sehr wenig kommentieren, da ja mein Rechner ausgefallen ist und ich am Abend den Lap meines Mannes habe....muß ich mich in Geduld üben, denn da schaffe ich nicht viel und höchstens 5 Blog.

    GLG Marianne ♥

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  3. Sooo Irmili ....bin Dachboden ja ..heute mal bischen früher als sonst!
    lieben
    Gute-Nacht-Gruss
    Dein
    Kroeti

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  4. Hallo Irmi
    Kannst Du glauben, dass wir praktisch keine grieschische oder römische Mythologie in der Schule studierten? Ich fühle mich beraubt!
    Wann ich ungefähr 10 Jahre alt war, besuchten wir Malta. Auf der Nachbarinsel Gozo gibt es Tempelruinen, die etwa 6000 Jahre alt sind. Dein Foto erinnert mir daran
    :-)

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  5. Liebe Irmi,

    deine Texte und Fotos sind für
    mich und viele Leser geradezu
    ideal. Wir werden sehr gut informiert.
    Es ist auch in einem solchen Stil,
    dass wir freudig "lernen".

    Herzliche Grüße
    Angela und Elisabeth

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  6. oh, das habe ich jetzt nicht erwartet :-)
    kenne mich eher mit der ägyptischen götterwelt aus...
    liebe grüße
    bluhnah

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  7. wo die LIEBE hinfällt..oder was dem Herren dann einfällt..grins

    schön erzählt Irmi
    LG vom katerchen

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  8. "Der Stier stöhnt vor Lust, wirft sich wie ein Hündchen ins Gras und bietet seine kleinen Hörner den Kränzen dar. Die Prinzessin wagt es, auf seinen Rücken zu steigen..." klingt irgendwie noch moderner pornografgischer Schrift und beweist uns damit, dass die Antike nichts verloren hat, was nicht auch heute noch bedeutsam ist.

    LG Shoushou

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  9. Der Baum sieht toll aus.
    Liebe Grüße

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  10. Viel göttliches hat uns die liebliche Europa auf unserem Kontinent leider nicht hinterlassen...

    Sei lieb gegrüßt
    Kvelli

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  11. Du gehtst ja heute so richtig weit zurück...
    Noch einen schönen Tag, liebe Grüße, Petra

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  12. Hallo Irmi, ich liebe die griechischen Sagen und so kannte ich die Geschichte schon; sie fasziniert mich immer wieder aufs Neue - und der Schwerenöter Zeus sowieso ;)

    Lieben Gruß, Summer

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  13. Ich habe die Sage so nicht gekannt und finde sie schön! Wenngleich ich finde, dass der Zeus ein Schlimmer war!

    Lieben Gruss, Brigitte

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  14. Jaja, der olle Zeus, der Schwerenöter. Da hatter uns watt eingebrockt mit der Europa, nä? Hömma *schrei*, is ja nu kein Wunder, wenn der da so lustig inner Gegend sich rumverwandelt un die Frauen reihenweise, äh, betören tut. Ich war ja da mal auf Kreta in dem Minotaurus Dingen. Datt war spannend. Ich muß mal die ganzen Sachen nochma zusammensuchen. Griechenland is super!

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  15. Hallo Irmi,
    sehr witzig, gerade jetzt bei Dir darüber zu lesen, da mein Großer gestern in Sachkunde eine Arbeit über Europa geschrieben hat, in der er auch die Geschichte aufschreiben musste...
    Liebe Grüße, Bianca

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  16. liebe irmi,
    sagen sind die märchen der erwachsenen.
    hierzu sage ich mal ganz kindlich; "schöne märchen".
    vielleicht bin ich zu sehr realist und sehe es eher wie kvelli...
    was hat es uns hinterlassen?
    oder, lesen wir gerne diese "erwachsenen märchen" um die realität zu verschönern?
    und doch... es hat was mystisches, faszinierendes, leicht gruselig angehaucht und zieht uns immer wieder an.
    herzliche grüße und drückerle
    ela

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  17. Liebe Irmi,
    mal schauen, ob ich jetzt kommentieren kann. Die Blogger-Probleme sind derzeit wirklich arg. Ständig diese Meldung Service unavailable ...
    Aus Sagen habe ich mir auch nie sooo viel gemacht, da ich auch mehr Realist bin. Ich hab' da nie so den Sinn drin gesehen, da für mich auch die Bibel Richtschnur ist und nicht all diese Götter ....
    Wenngleich es schon interessant ist, was des Menschen Phantasie alles so erdacht hat ...

    Liebe Grüße
    Sara

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  18. Irmi, das ist aber schön erzählt! Jetzt weiß ich, was meine nächste Lektüre sein wird, wenn ich mit meinem Buch fertig sind. Mal wieder was aus der Mythologie, von Göttern und Fabelwesen. Danke dir!

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  19. Liebe Irmi,
    das ist eine sehr schöne Geschichte. Auf Kreta gibt es so viele Sehenswürdigkeiten aus der Antike zu bewundern. Ich werde hier an meinen letzten Urlaub in Chersonissos erinnert.
    Liebe Grüße Sabine

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  20. Liebe Irmi, bei Dir heut also auch so schöne Geschichte! Es liest sich mystisch, romantisch, sehr schön.
    Danke für den Beitrag, liebe Grüße von Kerstin.

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  21. Liebe Irmi,
    will nicht nerven, aber bekomme ich eine Mail von Dir wegen der Wichtelei?
    Liebe Grüße
    Karoline

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  22. Hä? was denn fürn Gewichtel? IRMILIIIIIIIIIIII klähr mich ma auf ja? (büdde) :-)

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  23. Liebe Irmi,
    deine Geschichten sind ja immer köstlich.

    LG
    Nicole

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  24. Liebe Irmi!

    Habe den Text förmlich verschlungen - da fühle ich mich doch gleich zu Hause. :-)

    Liebe Lächelgrüesslis
    Franziska Sternenzauber

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Ich freue mich über jeden Kommentar und möchte mich auf diesem Weg recht herzlich dafür bedanken. Kommentare sind wie das Salz in der Suppe. Ohne fehlt sehr viel.