Dienstag, 5. Oktober 2010

Die Kunst des Buchdrucks

Bevor wir Ihnen Teil 3 + 4 der Bilder vom Buchdruckermarkt zeigen, möchte ich mich, Professor StanislausSowatzky zu Wort melden. Ja glauben sie denn im Ernst, ohne Gutenberg würde es einen solchen Markt geben? Ich habe mal einige Fakten zusammengetragen, die wirklich von Interesse sein könnten.

Heute ist es um Einiges schwieriger und sehr aufwendig, alte Bücher zu restaurieren. 

Doch nun zu den Anfängen der Buchdruckerkunst.
Johannes Gensfleisch, genannt Gutenberg (geb. etwa um 1400 in Mainz, gestorben am 3. Februar 1468 in Straßburg) gilt als Erfinder des Buchdrucks mit beweglichen Metall-Lettern in Europa.
Die Verwendung von beweglichen Lettern revolutionierte die herkömmlichen Methoden der Buchproduktion und löste in Europa eine Medienrevolution aus. Gutenbergs Buchdruck breitete sich sich schnell in Europa und später in der ganzen Welt aus und wird als Schlüsselelement der Renaissance betrachtet. Insbesondere sein Hauptwerk, die Gutenberg-Bibel, wird allgemein für ihre hohe ästhetische und technische Qualität gerühmt.
Zu Gutenbergs zahlreichen Beiträgen zur Buchdruckerkunst gehören neben der Verwendung von beweglichen Lettern auch die Erfindung einer besonders praktikablen Legierung aus Zinn, Blei und Antimon, einer ölhaltigen Tinte und eines Handgießinstruments. Zudem erfand er die Druckerpresse. Das besondere Verdienst Gutenbergs liegt darin, alle Komponenten zu einem effizienten Produktionsprozess zusammengeführt zu haben, der erstmals die maschinelle Massenproduktion von Büchern ermöglichte.
1997 wurde Gutenbergs Buchdruck vom US-Magazin Time-Life zur bedeutendsten Erfindung des zweiten Jahrtausends gewählt, und 1999 kürte das amerikanische A&Network den Mainzer zum "Mann des Jahrtausends".
Über Gutenberg und sein Wirken ist wenig bekannt, da nur wenige Quellen erhalten sind. Das meiste muß Spekulation bleiben.
Es gibt die asiatische und die europäische Tradition des Buchdrucks, die sich voneinander unabhängig  entwickelt haben. Zwar waren die asiatischen Entwicklungen zeitlich früher. aber die später von Gutenberg eingeführte Technologie jedoch umso erfolgreicher. Die fernöstliche Tradition endete im 19. Jahrhundert mit der Übernahme westlicher Druckerpressen.
Um das Jahr 400, zur Zeit des Regierungsantritts Friedrich des Dritten, wurde in Straßburg die Buchdruckerkunst erfunden. Schon 1428 hatte der Harlemer Bürger, Lorenz Köster, Schrift auf hölzerne Tafeln eingeschnitten und abgedruckt, was aber noch treuerer und mühevoller war als das Abschreiben selbst.
Später (so etwa um 1445) zog Gutenberg nach Mainz. Hier verband er sich mit Johann Faust, einem Mainzer, Fausts Schreiber Schöffer, trat dazu und als erstes Werk erschien eine nun überaus seltene lateinische Bibel - wahrscheinlich im Jahre 1450 .Aber Gutenberg trennte sich von Faust, kehrte nach Straßburg zurück und starb dort1468 in Armut..
Faust betrieb das Geschäft mit seinem Schreiber, Peter Schöffer, weiter. Dieser erfand schließlich die richtige Kunst, Buchstabenbunzen oder Stempel aus Stahl zu schneiden, sie in Blei und Kupfer abzuschlagen und in diese Formen Buchstaben in Menge, von gleicher Stärke und Größe, abzugießen.
In Mainz wurde bald darauf die bessere Druckerschwärze aus Kienruß und Leinöl erfunden..
Die ersten so gedruckten Bücher erregten großes Erstaunen, sie wurden für sehr schöne Abschriften gehalten und wurden reißend aufgekauft. Die gewöhnlichen Abschriften der Mönche dagegen, fanden beinahe keine Abnehmer mehr. Sie rächten sich dafür an Faust dadurch, dass sie ihn als einen Schwarzkünstler anzeigten; und das war er durch seine Druckerschwärze tatsächlich. Doch hatte er dabei keinen Verkehr mit bösen Geistern. Dies soll der Ursprung des bekannten Märchens von Doktor Faust sein, der in vielen Schriften und Schauspielen als Zauberer vorgestellt wurde.
(Quelle: Der Buchdruck, Wikipedia)

Kommentare :

  1. Kroeti schläääft schon fast ja ...aber der Stanislaus is soooo süss, das wollte ich noch schnell gesagt haben;-)
    Nachti Irmili
    Dein
    Kroeti

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  2. Liebe Irmi,
    liebe Kroeti,
    ich freue mich, euch zu nächtlicher
    Stunde in gewohnter Ordnung hier
    zu besuchen.
    Schlaft weiter gut und fest.
    Alles Liebe für heute
    Angela und Elisabeth

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  3. Hallo Irmi,
    es ist schön, daß ich hier bei Dir Informationen über Dinge erhalte, deren Vorhanden sein einem so selbstverständlich ist, daß man oft gar nicht weiter darüber nachdenkt.

    Liebe Grüße von 2 B's

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  4. Ich hab das Gutenbergmuseum in Mainz schon gesehen, da war ich genauso beeindruckt, vieles wusste ich zwar jetzt nicht mehr, aber die großen Drucklettern sehe ich noch förmlich vor mir hängen.

    LG Shoushou

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  5. Kuhl! Da brauch ich ja einglich ga' nich' mehr schreiben lern', wenn maus au' drucken kann!

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  6. Eine schöne Ergänzung der vorhergehenden Berichte durch den ehrwürdigen Herrn Professor!

    Lieben Gruss, Brigitte

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  7. fein rausgesucht und erzählt..alles AUFGEFRISCHT..danke Irmi
    kann mich noch erinnern..mein Vater sagte damals Gutenberg gleich Gensfleisch...wie ich als Kind über diesen Namen gelacht habe...Kinder
    Gruß auch an den PROFESSOR..:D
    vom katerchen

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  8. gern dabei gewesen!!!

    Liebe Irmi einen schönen Tag für dich!
    Die Rosine

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  9. Wow Irmi; toll! Nun hab ich das alles nachgelesen und möcht dir sagen, dass ich die Buchdruckerserie total schön finde!

    Danke dafür!
    Lieben Gruß, Summer

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  10. Lieber Herr Professor. Ich danke ihnen sehr für ihre ausführlichen Erklärungen. Mit freundlichen Grüßen Inge

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  11. Ein handgeschriebenes Buch eines Mönches aus alter Zeit wäre schon was für mich, da kommt auch der Herr Gutenberg nicht mit, von Seiten der Kunst...

    Servus und so long
    Kvelli

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  12. Liebe Irmi, habe heute leider keine Zeit zum alles lesen. Möchte dir aber trotzdem einen lieben Gruß da lassen!

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  13. Hallo Irmi, herzlich willkommen als Leserin auf meinem Blog!

    Ich finde alte Bücher auch so schön. Wir haben hier eine gute Buchbinderin vor Ort, die auch Restaurationsarbeiten macht (meist für die Uni in Münster). Die hat mir den "Reinicken Fuchs, gedruckt in Franckfurt am Mayn M.D.LXXI." wieder schön gemacht und die "Feldgedichte in neun Tagzeiten gedruckt in Nürnberg A.MDCLXXIII" so restauriert, dass ich darin jetzt sogar lesen kann. Wunderschön.
    Liebe Grüße! N.

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  14. Liebe Irmi,

    wow, wieviel Interessantes zum Thema Buchdruck. Das wären so Einträge gewesen, wie ich sie meinem Mann gern vorgelesen habe. Solche Dinge haben ihn brennend interessiert, da er auch eine totale Leseratte war und auch sein persönliches Antiquariat gern auffüllte. Immer sprach er davon, die besonders lädierten einmal neu binden zu lassen.
    Im TV sah ich neulich eine Reportage über eine Buchbinderin. Das war höchst interessant zu sehen, wieviel Mühe dazu gehört. Kein Wunder, dass ihre Auftragsbücher gefüllt waren.

    Ganz liebe Grüße an dich,
    Andrea

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  15. Liebe Irmi. Wie schön, dass es damals jemanden gab, der die Erfindung machte. Wo wären wir sonst heut? Und wie sich alles weiter entwickelt hat.
    Ich wollte ursprünglich mal Schriftsetzerin werden in einer Druckerei. Da es aber nur eine einzige Lehrstelle im ganzen Kreis gabe, hab ich es gar nicht erst versucht. Und wäre heute arbeitslos.
    Liebe Grüße von Kerstin.

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  16. Sehr schön beschrieben, liebe Irmi. Da fällt mir ein, dass ich schon lange das Gutenbergmuseum in Mainz besuchen will. Ich kenn es bisher nur von außen :-( Aber ich geb ja zu, ich kenne noch nicht mal alle unsere Frankfurter Museen. Ist schon schlimm.
    Lieben Gruß
    Elke

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  17. Liebe Irmi,

    bei dir funktioniert sogar mein
    Computer. - Eben habe ich etwas
    Interessantes bei dir entdeckt:
    Zu deinen Lieblingsbüchern zählt
    Der kleine Prinz.

    Das erinnert mich an einen lieben
    Menschen, der uns dieses Buch
    wärmstens empfohlen hat.

    Jetzt sehe ich mal, ob mich
    der Computer auf die Seite von
    Kroeti lässt.

    Alles Liebe
    Angela und Elisabeth

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  18. ... und wieder jede Menge dazugelernt, liebe Irmi .. bei dir zu schauen ist doch immer wieder eine Bereicherung!

    Enorm, wenn man sich so überlegt, wie sich alles weiterentwickelt hat über die Jahrhunderte - und dann in den letzten Jahrzehnten.

    Als ich Schülerin war, gab's zum ersten Mal Unterricht in einer Computersprache (in Mathe): Basic. Ich fand's schrecklich - und hätte nie gedacht, dass ich mal völlig selbstverständlich einen PC daheim haben würde ..

    Was wohl Gutenberg gesagt hätte, wenn man ihn kurz in die Zukunft versetzt hätte?

    Liebe Grüsse zu dir :)
    Ocean

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  19. der professor ist ja herzallerliebst :-)

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Ich freue mich über jeden Kommentar und möchte mich auf diesem Weg recht herzlich dafür bedanken. Kommentare sind wie das Salz in der Suppe. Ohne fehlt sehr viel.