Sonntag, 10. Oktober 2010

Dies und Das über das Wäsche waschen

Ich weiß, heute ist Sonntag, aber Madame hat trotzdem eine Waschmaschine angeschmissen.
Ich war mit ihr im Keller und habe geholfen. Sie erzählt immer so schöne Geschichten, wenn wir allein sind. Heute hat sie mir Einiges über das Wäsche waschen erzählt:

Waschmittel gibt es nicht erst seit der Erfindung der Waschmaschine. Seit Jahrtausenden schon haben die Menschen Mittel und Wege gefunden, um ihre Kleidung von Schmutz zu befreien. Eines der ersten Waschmittel zum Beispiel bestand wohl aus Fett und Asche, sagen Fachleute. Auf einer Tontafel von vor mehreren tausend Jahren steht nämlich geschrieben, wie die Menschen daraus so was wie Seife zubereiteten.
Die alten Römer wuschen ihre Wäsche auf ganz besondere Art und Weise: Sie nutzten dazu menschlichen Urin! Aus heutiger Sicht scheint das ziemlich eklig, aber tatsächlich war das sehr schlau und sehr Umweltverträglich. Denn die Römer nahmen Urin, den sie auf besondere Weise bearbeitet hatten: Sie nutzten vergorenen Urin. Beim Verfaulen des Urins entsteht eine chemischen Substanz, die gut Schmutz entfernt. Die Wäscher verdienten mit dieser Waschmethode so viel Geld, dass der damalige
Kaiser Vespasian eine Urinsteuer erhob! Wenn also jemand aufs Klo musste, musste er diese Urinsteuer bezahlen.
Heute kann man Waschmittel ganz einfach im Supermarkt kaufen - und das riecht auch viel besser als früher. Allerdings sollte man nicht zu viel davon verwenden und auch nicht zu heiss waschen: Das schont nämlich die Umwelt.
(erzählt von Prinzeß Hulda: Quelle: Römische Geschichte)

Kommentare :

  1. Urin? Echt?
    Diese interessante Neuigkeit hebe ich mir beim gemeinsamen Essen auf... ich freue mich schon auf die Reaktionen :D
    Liebe Grüße

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  2. Hmmm lecker...ich glaube ich bleibe lieber modern, aber deine Berichte sind immer sehr lehrreich und interresant.Woher weißt du das bloß alles immer Frau Lexika??.
    Gruß Mummel

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  3. Moin liebe Irmi, das ist ja interessant mit dem vergorenen Urin.
    Bin gespannt, ob das mal jemand nachmacht und uns dann Bescheid gibt, ob das funktionier:-). Das ist wie mit dem Urin trinken. Manche schwören drauf, andere ekeln sich davor. Aber wie heisst es so schön? Wenn's hilft oder heilt, ist es egal nach welcher Methode es funktioniert.
    Wieder etwa dazugelernt. Vielen Dank und eine schönen Sonntag.

    lieben Gruss
    Brigitte

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  4. Bin ich froh, dass ich nicht auch noch Urinsteuer bezahlen muss. Ohne meine WaMa wäre ich mit 4 erwachsenen Personen heute völlig aufgeschmissen.
    Einen schönen Sonntag und liebe Grüße
    Sabine

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  5. Hulda, oh du holde Prinzessin, passe nur gut auf, nicht dass auch Du eines Tages in solch einer Trommel verschwindest und hin und her gewirbelt wirst...

    Servus und Ahoi
    Kvelli

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  6. ... ehrlich, mir sind die heutigen Waschmittel auch lieber...

    Ich finde die Infrastruktur und Organisation des Stadtlebens der antiken Römer allerdings auch sehr interessant und die freien Römerinnen haben bestimmt gern einen Wäscher mit dem Waschen ihrer Wäsche beauftragt.

    liebe Grüße Stephanie

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  7. Ach nee, das brauch ich jetzt nicht, bei uns kommt gleich das Essen auf den Tisch *lach*.
    Schönen Sonntag noch und liebe Grüße
    Elke

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  8. Also meinste, wenn ich aus Verseh'n in die Hose pischer, dann macht dat nix, weil wenn's dann ordentlich mieft, es wieder sauber wörd?

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  9. Also Huldchen....da hat dir deine Irmi aber wieder was ganz Tolles geflüstert!!!
    Gehe gleich auch eine Maschine anwerfen... habe nur noch etwas gewartet bis das Wasser von den Sonnenkollektoren aufgewârmt ist!! Habe nämlich eine neue Maschine, die ich mit Sonnenwasser speisen kann!!
    Wünsche euch einen gediegenen Sonntag!!
    herzlich und bbbb

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  10. Oh, das wusste ich auch noch nicht... klingt aber nicht nach nachmachen... Mit Urin kann man ja vieles machen - ich hab gerade beschlossen, dass wir weiterhin ins Klo machen, für die Wäsche die Angebote der Discounter nutzen und uns freuen, dass wir nicht mehr im römischen Reich leben!

    Danke für den lehrreichen Artikel,liebe Hulda! Und grüß mir mal die Irmi,

    *winke Summer

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  11. igitt... ich wasch grad handtücher - riecht gut :-) schönen sonntag!

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  12. Liebe Irmi,

    falls die Zeiten noch schlechter werden, werde ich mich daran erinnern. Wer weiß schon, aus welchen Chemikalien oder Zusammensetzungen unsere heutigen Waschmittel gemacht sind und was sich hinter diversen Namen verbirgt.
    Bei "Quarks & Co." hab ich mal gesehen, wie altes Wasser wieder trinkbar wird. Man hatte es in durchsichtige Flaschen gefüllt und in der Sonne liegen lassen. Weiß allerdings nicht mehr, wie lange.
    Aber es ist schon erstaunlich.

    Einen schönen Restsonntag wünscht dir Andrea

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  13. hallo liebe irmi,
    und wo war carlotta als du mit prinzesschen im keller auf kultur reise warst?
    wie geht es mein kleines geteiltes patenkindchen?
    interessant was es alles zu lernen gibt in euren unterirdischenwissensaula...
    ist aber garnicht so abwegend. wenn ich endlich mein pc habe, dann habe ich so viel von damals zu schreiben. auch wie bei uns der waschtag verlief oder wozu wir als kinder die fuesse unter den frischen urinstrahl einer kuh halten mussten.
    liebe gruesse und einen dicken, fetten druecker!
    ela

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  14. ...jetzt hast du mich an meinen übervollen Schmutzwäschekorb erinnert, liebe Irmi, weshalb ich ausnahmsweise deinen Post ganz schnell verdränge...
    Wünsche dir noch einen schönen Sonntag, liebe Grüße von Birgitt

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  15. Das war sehr interessant! Man soll ja sogar mit Eigenurin gurgeln, wenn man Halsweg hat.

    Liebe Grüße von Inge aus HH

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  16. Irmili! Also mit Pippi waschen, bäh, nä! Da binnich ja froh, datt die Tante Persil un der Onkel Beckmann da annere Sachens erfunden ham, nä? Ham wir ein Glück gehabt.

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  17. Weil wenn ich Urinsteuer zahlen müßt, wär ich schon längst bettelarm nämlich...

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  18. Liebe Irmi,

    dabei erinnere ich mich, wie meine Großmutter früher Wäsche wusch. Das war immer ein ganzer Waschtag. Es gab noch Wasch-Blau und es wurde auch nicht täglich gewaschen so wie heute. Die Menschen waren wohl noch nicht sooo geruchsempfindlich wie heute, man trug auch noch keinen Kunststoff, denn der verursacht ja erst die unangenehmen Gerüche in der Kleidung.

    Es gab noch ein Waschbrett und einen großen Waschbottich. Mittagessen wurde an den Waschtagen nicht gekocht, weil es zuviel Arbeit gemacht hätte. Und im Winter ließ man die Wäsche trockenfrieren. Sie war dann bretthart. Wo sollte sie auch trocknen ?? Das waren noch Zeiten ...

    Die Wäsche kam früher auch auf die Bleiche, so erzählt es meine Mutti. Draußen am Fluss auf der Wiese ;-)

    Puhh, aber Urin, das ist dann doch zu eklig, diese Vorstellung! ;-)

    Aber da schließe ich mich der Waldameise an - wir wissen auch nicht immer, was woraus gewonnen wird und was die Fabriken so mauscheln. Habe erst gestern aus aktuellem Anlaß etwas von vergammelten Lebensmitteln gelesen. Himbeeren in Gefrierpackungen sind oft schimmelig, man pflückt sie nicht sorgfältig genug (wäre auch viel zu teuer! Wer will das bezahlen? Oder diese Arbeiten tun?) oder behandelt sie von vornherein mit Anti-Pilz-Mitteln, was ebenso ungesund ist. In der Schokoladen-Industrie wurde Kakaobutter aus verschimmelten! Kakaobohnen erzeugt und in 60 % der Schokoladen findet man Schimmel - das ist schon mehr als bedenklich!

    Danke auch für Deine lieben Zeilen! Im Gutenberg-Museum ist es bestimmt sehr interessant, da würde ich auch mal hinfahren, wenn sich die Gelegenheit mal ergeben sollte.
    Ja, und den Specht-Tintling habe ich erst jetzt auch zum ersten Mal in meinem Leben gesehen.

    Liebe Sonntagsgrüße
    Sara

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  19. Huhu Irmi, was es nicht alles so gibt?! Bin jetzt gut informiert.
    Das Urin viel kann wußte ich schon, aber zum Wäschewaschen.
    Hab einens schönen Abend
    liebe Rosinengrüße

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  20. Obrigada pela sua visita, gosto de recebê-la, o seu blog é legal. :)

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  21. na ich mußte das erste halbe Jahr in Paraguay die Wäsche noch mit der Hand und einem Rubbelbrett waschen, wegen des Containers. Außerdem Danke für Deine tolle Information

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  22. Liebe Irmi,

    gesagt ist alles.
    Wir wünschen dir noch einen
    abwechslungsreichen Abend.

    Liebe Grüße
    Angela und Elisabeth

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  23. .... und wieder einmal habe ich etwas dazugelernt. Da soll noch einmal jemand sagen, dass Bloggen nicht bildet ;O)

    Ich wünsche Dir noch einen schönen Sonntagabend,
    LG Susanne

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  24. uiii ..das hab ich aber auch nicht gewußt, liebe Irmi. Daran werd ich jetzt bei den nächsten Wäschen ganz sicher immer wieder denken müssen :) Faszinierend .. und einfach toll, was für spannende Informationen du immer wieder für uns raussuchst :)

    Viele liebe Grüsse und hab einen sonnig-schönen Tag :)
    Ocean

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  25. Ich lach mich immer wieder kaputtt, sobald es um Pipi geht...
    Kommt daher nicht auch der Spruch "Geld stinkt nicht"?
    Auch die Gerber haben es immer gebraucht. In Indien wird auch heute nich sehr viel damit kuriert, mit großen Erfolgen. Ich empfehle Carmen Thomas unvergessenes Buch zu diesem Thema.
    Mehr schreib ich mal nicht.
    LG, Petra

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  26. uuuiii.....wirklich interessant - aber ich bleibe bei meinem Waschmittel :-)))

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Ich freue mich über jeden Kommentar und möchte mich auf diesem Weg recht herzlich dafür bedanken. Kommentare sind wie das Salz in der Suppe. Ohne fehlt sehr viel.