Mittwoch, 15. Dezember 2010

O Du fröhliche

Zunächst möchte ich meine neuen Leserinnen

Rosenfee
Lo
Grischu

hier am Neckarstrand begrüßen und hoffe, dass sie sich wohlfühlen werden.

Über die Herkunft des Liedes  "Stille Nacht, heilige Nacht"  wissen wir alle Bescheid. In jedem Jahr kann man die Geschichte nachlesen.
Zur Entstehungsgeschichte eines der bekanntesten deutschsprachigen Weihnachtslieder, "O du fröhliche"  ist zu sagen:
Dichter der ersten von drei Strophen ist der Weimarer  "Waisenvater"  Johannes Daniel Falk  (1768-1826),
die beiden folgenden wurden von Heinrich Holzschuher  (1798-1847)  aus Wunsiedel in ihre heute gebräuchliche Form  umgeschrieben. Bereits 1816 dichtete Falk das  "Allerdreifeiertagslied". Je eine Strophe ist den drei christlichen Hochfesten Weihnachten, Ostern und Pfingsten  gewidmet. Hier das ursprüngliche Original:
O du fröhliche, o du selige
gnadenbringende Weihnachtszeit!
Welt ging verloren, Christ ist geboren:
Freue, freue dich, o Christenheit!

O du fröhliche, o du selige,
Gnaden bringende Osterzeit!
Welt lag in Banden, Christ ist erstanden:
Freue, freue dich o Christenheit!

O du fröhliche, o du selige,
Gnaden bringende Pfingstenzeit!
Christ unser Meister, heiligt die Geister:
Freue, freue dich, o Christenheit!

Als Melodie diente ein Marienlied, das mit dem Text  "O sanctissima, o purissima"  bis heute in Italien gesungen wird.
Falk fühlte sich früh für die Unterstützung notleidender Mitmenschen verantwortlich. In Folge der napoleonischen Kriege, der Völkerschlacht bei Leipzig sowie des daraus resultierenden Elends strebte Falk gemeinsam mit anderen Bürgen Weimars die Gründung der  "Gesellschaft der Freunde in der Not"  an. Seit der schweren Weimarer Typhusepidemie von 1813, der auch vier seiner sieben Kinder zum Opfer fielen, engagierte er sich in besonderem Maße auch für die Waisen. Dazu errichtete er den sogenannten Lutherhof, der als Rettungshaus dem berühmten Hamburger  "Rauen Haus"  als  Vorbild gedient haben soll.  "O du fröhliche"  soll ursprünglich für die gefährdeten Weimarer Kinder verfasst worden sein, denen sich Falk und Holzschuher intensiv annahmen und denen mit der Gestaltung christlicher Bräuche und Feste Strukturen zur Orientierung angeboten wurden.
Das Lied fand Eingang in das Evangelische Gesangbuch, in das katholische Gotteslob, in das freikirchliche Feiern & Loben und in das Mennonitische Gesangbuch. In den evangelischen Kirchen Deutschlands wird das Lied traditionell am Heiligen Abend zum Abschluss des Gottesdienstes gesungen. dazu erklingt das volle Geläut, also alle Glocken der Kirche.
Quelle: Wikipedia, Lars Winterberg, Evang. Gesangbuch

Kommentare :

  1. und wieder sind wir dank dir ein stückchen schlauer geworden!
    liebe irmi, ich wünsch dir noch eine angenehm nacht, ganz liebe grüße und einen festen drücker!
    ela

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  2. Liebes Irmili ...ja du hast Recht ...die Entstehung des Liedes "Stille Nacht" ist wohl fast jedem Bekannt! Die Geschichte um das "oh Du fröhliche" Lied ist mir völlig neu ...erstrecht auch das es eine Oster und Pfingsstroophe dazu gibt!
    Es mag Zufall sein ...aber auch in meiner Krichengemeinde ist "Oh du fröhliche" immer das Abschlusslied, also nach einem Weihnachtsgottesdienst meinte ich!
    Irmili ...das war sehr interessant ....werde das am Weihnachten mal so beim Essen erzählen und dabei an DIch denken!
    Nachti
    Dein
    Kroeti

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  3. Liebe Irmi,
    es lohnt sich immer wieder Deinen Blog zu besuchen, wo man wieder etwas Interessantes heraus findet.
    Ja, wir wissen alle um das Lied "Stille Nacht, Heilige " und es wird auch bei uns mit dem englischen Text "Silent Night, Holy Night" gesungen. Jetzt müsste ich nur herausfinden, wer den Text ins Englische übersetzt hat.
    "Oh du fröhliche" kenne ich aber nur in deutsch.
    Übrigens habe ich einen neuen Blog angefangen, wo ich die Einträge mal in deutsch und mal in englisch schreiben werde, damit sie auch von den hiesigen Verwandten gelesen werden können. Ausserdem versteht die Mehrheit der Deutschen die englische Sprache. Ich werde hier schon mal die neue URL eingeben, damit Du leichter zu mir finden kannst. Ich hatte in der letzten Zeit immer mehr Schwierigkeiten bei myblog - eigentlich schade.
    LG KH.

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  4. Liebe Irmi,

    interessant ist, dass sich in den
    verschiedenen christlichen Kirchen
    die alten Traditionen gehalten haben.

    Schön, dass man im Blog immer
    nachlesen kann.

    Herzliche Grüße
    Angela und Elisabeth

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  5. Das wußte ich auch noch nicht, allerdings hab ich es auch nicht so mit Weihnachtsliedern (und die deutschen gehen mir meistens auf die Nerven)...
    Liebe Grüße und eine gute Zeit, Petra

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  6. Siehste ma jetzt weiß ich das auch.Hab mich jedes Jahr gefragt warum unser Pfarrer jedes Jahr immer dieses Lied zum Abschluß möchte(dachte es wäre sein Lieblingslied)Also wieder mal schlauer.
    Danke Gruß Mummel

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  7. Mal wieder eine interessante Geschichte.
    LG
    Nicole

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  8. Liebe Irmi,
    wieder ein klein wenig schlauer.
    Ich habe für diese Menschen, die sich so für andere einsetz(t)en eine große Hochachtung. Und es ist schön, daß Du immer wieder von ihnen berichtest und so habe ich schon manches dazugelernt.
    Und da Du das Raue Haus hier erwähnst...habe ich nicht von Dir erfahren, daß der Begründer des Rauen Hauses auch den Adventskranz einführte?

    Hab einen schönen Tag
    Liebe Grüße von Birgit

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  9. Mich graust es manchmal bei den ganzen Kirchenliedern. Ich bin nun eben kein Kirchenmensch. Wenn ich mit dem Chor zusammen probe und wir dann solche Lieder singen, dann könnte ich echt schreien. Für mich persönlich ist es der größte Krampf überhaupt. Aber wenn andere Menschen darin ihr Seelenheil finden, dann ist es ja in Ordnung. Jeder soll für sich das tun, was ihm wirklich gut tut!!!


    LG aus Stetten a.H.

    Ute

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  10. Hallo Irmi
    dache es ist NUR ein Lied zur Weihnachtszeit..DANKE
    mag dieses Lied SOO gerne.

    LG vom katerchen

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  11. Hallo Irmi, erst mal vielen Dank für deine Zeilen in meinem Blog...ich hab mich sehr gefreut. Dann danke ich dir für deine Begrüßung hier bei dir. Ich finde das sehr aufmerksam und werde das auf meinem Blog auch so übernehmen.
    Deinen Artikel über das Weihnachtslied "Oh du fröhliche..." finde ich auch sehr interessant, ich mag solche Berichte und komme schon alleine aus diesem Grund gerne bei dir vorbei.
    Mein liebstes Weihnachtlied ist "Tochter Zion, freue dich"....dieses spiele auch gerne auf dem Klavier und singe dazu.
    Ich wünsche dir und deinen Lesern einen schönen Tag! Liebe Grüße von Lo

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  12. ...was du so alles erzählen kannst, liebe Irmi, bei dir werd ich immer schlauer.
    Nie wäre ich auf die Idee gekommen, daß "O du fröhliche" nicht schon immer so war, wie ich es kenne.
    Wünsche dir einen schönen Tag,
    liebe Grüße von Birgitt

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  13. Liebe Irmi, ich habe als Kind schon mit meiner Mutter und Großmutter am Kamin gesessen und die ganzen Weihnachtslieder rauf und runter gesungen. Kann sie alle auswendig. Das war bei uns wohl Familientradition. Jetzt sitze ich Abends mit meinen Kindern da und singe und beide haben Spaß daran, Lukas(9) begleitet uns am Keyboard.Über die Entstehung der Lieder bei dir zu lesen ist sehr schön, danke.

    Liebe Grüße, Ilse

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  14. Vieles ist bekannt über die Herkunft der Lieder, doch wenig bekannt ist, warum sie in heutiger Zeit in den Medien immer weniger Platz finden. Wenn nicht jetzt, wann sollen sie dann zu hören sein...

    Sei lieb gegrüßt
    Kvelli

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  15. Danke für die Aufklärung, liebe Irmi. Mit der Entstehung dieser Lieder habe ich mich wohl nie so befaßt oder es inzwischen vergessen ;-)

    Liebe Grüße
    Sara

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  16. Liebe Irmi,

    na, wenn das kein Glück bringt, weiß ich auch nicht. Ich meine die drei Pilzchen auf deinem Sofa. Richtige Farbtupfer bei all dem Weiß, was uns umgibt.
    Die Erzählung über das schöne Lied hab ich neulich schon irgendwo gehört. Immer wieder erstaunlich. Frau lernt nie aus.

    Liebe Irmi, ich werde nicht nochmal vorbeikommen können vor Weihnachten. Deshalb möchte ich dir jetzt schon schöne, besinnliche Weihnachtstage wünschen und hoffe, du kannst sie auch genießen. Ich wünsche es dir von ganzem Herzen.

    Ganz liebe Grüße an dich,
    Andrea

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  17. Da wirds einem gleich ganz warm ums Herz, wenn man datt liest, nä? So richtige Weihnachtsgefühle. Ach, Irmili, Du bist einfach unschlagbar! Ich muß Dich ma drücken.

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  18. Liebe Irmi

    Ich kann mich da einfach nur ganz vielen Kommentaren anschliessen: wieder klüger geworden, hast Du genial gemacht - wie immer.
    Und ja, unschlagbar!

    Ganz liebe und ♥liche Lächelgrüesslis
    Fränziu Sternenzauber

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  19. Oh Du fröhliche Neckarstrandzeit,
    die die Irmi hält bereit!

    Danke!

    Liebgruß,
    Tiger
    =^.^=

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  20. Liebe Irmi, das war aber interessant!! aaaaber ich bin glaub die EINZIGE die die Geschichte von "Stille Nacht..." googeln muss!! Hast mich gerade richtig gwunderig gemacht!!
    Herzliche Grüsse und bbbbb

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  21. Hallo Irmi,

    na wieder was gelernt.

    Deine Pilzkissen sehen übrigens zum Wegklauen aus.

    Liebe Grüße

    Melanie

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  22. Bei uns ist es auch das Abschlusslied des Weihnachtsgottesdienstes, und wir singen dazu einen Überchor, viele mögen das, manche meckern.

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Ich freue mich über jeden Kommentar und möchte mich auf diesem Weg recht herzlich dafür bedanken. Kommentare sind wie das Salz in der Suppe. Ohne fehlt sehr viel.