Donnerstag, 6. Januar 2011

Dies und Das und mal wieder das Wetter

Überall herrscht Chaos: Da fällt sehr viel Schnee, dort herrscht Blitzeis und bei uns ist Glatteis, wie ich es noch nie erlebt habe, bedingt durch gefrierenden Regen.
Und wie sollte es anders sein, es fällt mir ein altes Gedicht ein, das ich schon in der Schule auswendig lernen mußte:


Der Winter ist ein rechter Mann,
Kernfest und auf die Dauer;
Sein Fleisch fühlt sich wie Eisen an,
Und scheut nicht süß noch sauer.
War je ein Mann gesund wie er?
Er krankt und kränkelt nimmer,
Er trotzt der Kälte wie ein Bär
und schläft im kalten Zimmer.
Er zieht sein Hemd im freien an
und läßt´s vorher nicht wärmen
und spottet über Fluß im Zahn
und Grimmen in Gedärmen.
Aus Blumen und aus Vogelsang
weiß er sich nichts zu machen,
Haßt warmen Drang und warmen Klang
und alle warmen Sachen.
Doch wenn die Füchse bellen sehr,
wenn´s Holz im Ofen knittert,
und um den Ofen Knecht und Herr
die Hände reibt und zittert;
Wenn Stein und Bein vor Frost zerbricht
und Teich und Zehen krachen:
Das klingt ihm gut, das haßt er nicht,
dann will er tot sich lachen.-
Sein Schloß von Eis liegt ganz hinaus
Beim Nordpol an dem Strande;
Doch hat er auch ein Sommerhaus
im lieben Schweizerlande.
Da ist er denn bald dort, bald hier;
gut Regiment zu führen;
und wenn er durchzieht, stehen wir
und sehn ihn an und frieren
von Matthias Claudius

Kommentare :

  1. Ich weiß nicht, ob die Kinder heute noch solche Gedichte lernen. Vielleicht sollte man das auch den Vetretern in Städten und Gemeinden als Hausaufgabe geben, dann würden die sich nicht wundern, dass jedes Jahr doch der Winter kommt. Eben mal mit mehr oder weniger Schnee und Eis, aber doch mit solchem. Bei uns klappt der Winterdienst im Gebirge eigentlich gut, nur ab und an liegt eben auch Schnee in den unteren Lagen. Da geht dann immer das große Staunen los, dass man doch einen Winterdienst braucht und ist wie immer nur unzureichend darauf vorbereitet. Und plötzlich fällt dann auch der DB ein, das Computer keine Weichen frei halten und nicht Schnee schippen.

    AntwortenLöschen
  2. Du ahnst nicht wie mühsam heute mein Weg ins Büro war. Mit dem Auto war es gar nicht so schlimm, aber die kurzen Fußwege haben mich wirklich das Fürchten gelehrt...

    Ach, Amtthias Claudius :) Da fällt mir doch direkt "Der Mond ist aufgegangen" ein. Lustig, was man sich im Leben so merkt...

    Viele Grüße und fall bloß nicht hin!

    AntwortenLöschen
  3. Heute morgen habe ich mir beim Gassigang wahrscheinlich den Fußknöchel gebrochen. Mein Vater fährt mich dann ins Krankenhaus zum röntgen. Entweder sie behalten mich da oder ich logiere mich die nächsten Wochen bei meinen Eltern ein. Irgendwann im Frühling wirst Du wieder von mir lesen.

    Heike Hamsterbacken

    AntwortenLöschen
  4. Der Winter hat uns fest im Griff - seit Anfang Dezember schon. Jetzt taut das weiße Zeugs endlich weg und man sieht schon Australiens Fluten auf uns zu kommen. Uns bleibt nur, Vorkehrungen zu treffen, wenn man kann - und durch. Wenns im Sommer dann wieder heiß und trocken ist, stöhnen wir weiter ;)
    Liebe 3-Königs-Grüßlis, bine

    AntwortenLöschen
  5. Liebe Irmi,

    das Gedicht gefällt mir sehr. Matthias Claudius sowieso. Es ist mir sehr bekannt und doch wusste ich den Text bei Weitem nicht komplett.
    Dennoch wird der kernfeste Mann in den nächsten Tagen schwächeln. Dann muss ich er sich wohl vorrübergehend in sein Schweizer Sommerdomizil zurückziehen.

    Es war ein Glück heute, dass Feiertag ist. Das ganze Land war heute morgen eine Eisfläche.

    Ich hoffe, es geht dir wieder gut, liebe Irmi. Ich schick dir einen lieben Gruß und wünsch noch eine angenehme Restwoche,

    Andrea

    AntwortenLöschen
  6. Durch dieses Gedicht bringst du mich
    wieder auf die Schulbank, herrlich!!

    Liebe Gruesse,
    Monika

    AntwortenLöschen
  7. Hör mir auf mit dem blöden Eis. Wollte nur meinen Papiermüll weg tragen und hab mich sauber auf den Allerwertesten gepackt. Zum Glück nicht so schlimm wie eine Schreibern weiter oben, aber...
    AUA

    Gedichte mussten wir kaum lernen. Irgendwie schade, wenn ich seh, wieviel die ältere Generation noch so davon weiß. Meine Mutter hat auch so einige davon im Kopf behalten.

    AntwortenLöschen
  8. Die Kinder lernen solche gedichte auch heute noch. Allerdings muss man ganz schön ackern, den Sinn zu erschließen. Ich finde die Sprache ja herrlich aber bei "kernfest" scheitern die ersten Kinder.
    Ich bin heute früh wie auf Eiern zur Arbeit gelaufen. Inzwischen gab es eine neue Fuhre Schnee, die die Glätte etwas überdeckt.
    Liebe Grüße

    AntwortenLöschen
  9. Das Gedicht kenne ich noch gar nicht...

    Servus und so long
    Kvelli

    AntwortenLöschen
  10. Liebe Irmi, was Du nicht wieder alles hervor kramst - passend zum Wetter. Auch bei uns heut Vormittag Blitzeis, alles hat einen dicken Eispanzer. Weiß nicht, wie ich jetzt mit Johnny raus soll - er muss aber.
    Bleib schön daheim und setz keinen Fuß vor die Tür!
    Liebe Grüße von Kerstin.

    AntwortenLöschen
  11. Poetisch und auf Platt hört sich eben alles etwas lieblicher an.
    Liebe Rosinengrüße

    AntwortenLöschen
  12. Liebe Irmi,
    wie gut das wir heute Feiertag haben.Und Blitzeis ist bei uns auch nicht.Aber totale Stille,denn
    es ist nicht ein Auto unterwegs.
    Liebe Grüße ganz aus dem Süden von Baden Württemberg,Christa

    AntwortenLöschen
  13. Ach, dieses Gedicht habe ich auch schon länger nicht mehr gehört. Schön ist es!
    Zum Glück haben wir hier "nur" Regen...kein Blitzeis oder Glatteis in Sicht. Aber wir haben auch 6 Grad...Plus.

    Liebe Grüße von Birgit

    AntwortenLöschen
  14. Hier ist Werktag, aber der Tiger muß nicht raus zum "Angeln", hat ja "Trockenfisch" im Blog gebunkert. *g*

    Danke fürs Gedicht,
    das kenn ich auch noch nicht.

    Liebgruß,
    Tiger
    =^.^=

    AntwortenLöschen
  15. Der Winter macht nur Verschnaufpause. Habe mal in meinem Mondkalender geschaut, Jahr der Venus, also ein eher feuchtes Jahr, mancherorts aber auch Dürre und im 100 jährigen Kalender sieht es auch nicht so prall mit diesem Jahr aus.
    Schnieeef...

    Herzlichst ♥ Marianne

    AntwortenLöschen
  16. Bei uns sind es nun 5 Grad Pus, und es regnet. Aber unsere Nebenstraßen sind noch lange nicht frei. Und glatt ist es auch noch, und WIE!!

    Danke für dieses tolle Gedicht.

    AntwortenLöschen
  17. Liebe Irmi,
    ja wir sehn den Winter an und frieren. Hier ist das schlimmste Chaos glücklicherweise ausgeblieben. Heute morgen schneite es und dann fing es an zu regnen. Jetzt taut es. Mal sehen wie es noch wird.
    LG Sabine

    AntwortenLöschen
  18. Bei uns hatten die Kinder schulfrei.Es gab eine Unwetterwahrnung,mn sollte am besten zuhause im Bett bleiben,da wäre man am sichersten.Es war eahnsinnig gltt wir kamen nicht aus dem Haus.
    LG
    Nicole

    AntwortenLöschen
  19. Mir kommt das Gedicht auch sehr bekannt vor. Ich glaube, ich musste das auch lernen. Was ich immer gerne tat.

    Ein Glück war, dass heute bei uns Feiertag war! Auch wir hier haben noch nie ein solches Glatteis gesehen. Laufen unmöglich, selbst der rote Kater ist mit den Hinterpfoten ausgerutscht.

    Ich hoffe, dass sich nicht zu viele verletzt haben. Hier war heute auch die A8 beidseitig gesperrt. Wegen Glatteisunfällen.

    Wünsch dir einen schönen Abend, Brigitte

    AntwortenLöschen
  20. Lang, lang ist's her...
    Aber ich erinnere mich an dieses wunderhuebsche Gedicht! Danke Irmi, fuer's Hervorholen!!

    AntwortenLöschen

Ich freue mich über jeden Kommentar und möchte mich auf diesem Weg recht herzlich dafür bedanken. Kommentare sind wie das Salz in der Suppe. Ohne fehlt sehr viel.