Freitag, 28. Januar 2011

Sind wir in der Lage, alles zu tun?


Wir kennt sie nicht, die Sätze:
Nein, lass das, das ist zu schwer für dich
Lass das bitte, das verstehst du nicht. Dazu bist du noch zu jung.
Vielleicht darfst du nächstes Jahr dabei sein.
Siehst du, das kommt davon, wenn man nicht hört.
Strafe muss sein, du wolltest ja nicht auf mich hören.


Ich habe schon lange festgesellt, dass diese Sätze die inneren Verhinderer sind und man sollte sie in die Wüste schicken.Vermutlich hat mein Erinnerungsvermögen mich in die Vergangenheit geführt.. Zurück zu Vater und Mutter oder gar Großvater und Großmutter. Ich habe mich schon vor längerer Zeit bedankt und laut und deutlich gesagt: Bisher habe ich es gemacht, wie ihr es mir gesagt habt. Sicher habt ihr es gut mit mir gemeint.
Jetzt bin ich erwachsen und mache es so, wie ich es für richtig halte.
Aber das ging erst, als ich alle alten "Verhinderer"  wirklich in die Wüste schickte. Als ich mich abgenabelt und mein Leben selbst in die Hand genommen habe. 

Überlass es der Zeit
Erscheint dir etwas unerhört,
bist du tiefsten Herzens empört,
bäume nicht auf, versuchs nicht im Streit,
berühre es nicht, überlass es der Zeit.
Am ersten Tag wirst du feige dich schelten,
am zweiten lässt du dein Schweigen schon gelten,
am dritten hast du´s überwunden;
alles ist wichtig nur auf Stunden.
Ärger ist  Zehrer und Lebensvergifter.
Zeit ist Balsam und Friedensstifter.
(Theodor Fontane)

Kommentare :

  1. Sehr mutig und sehr wahr Irmili ...Du hast (wie immer) die richtigen Worte gefunden!
    Gute Nacht sagt nu
    Dein
    Kroeti

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  2. guten Morgen Irmi,
    Ich glaube jeder trägt die Worte der Vergangenheit in sich- doch manche schaffen es das dies sooooo leise werden das sie gar nicht mehr gehört werden. Manchmal kurz huschen Diese irgendwie nach oben, scheinbar? Ich bemerke obwohl ich weiß "was ich kann...." das eben wohl doch mal diese alten Worte rumblöken. Wenn mir heutzutage jemand sagt: hey stell dein Licht doch nicht so unter den Scheffel.... wieso solltest gerade du das denn nicht können.... ?

    Dann bemerke ich - die Stimme meiner Kindheit scheint mich doch immer mal wieder denken/handeln zu lassen. Doch dann Brust raus- Kopf hoch getragen.... griiins. (nene ich bin nicht eingebildet! Nur gerade stehend- scheint die Stimme (diese aus der Vergangenheit) besser ab zu prallen.


    hübsche Grüsse und ein schönes WE
    Steffi

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  3. Liebe Irmi,
    das kenne ich ebenfalls.
    Und es ist richtig und gut, wenn man die Dinge, die in der Kindheit und Jugend galten, irgendwann hinterfragt. Sollten sie nicht (mehr) richtig sein oder passen, dann ist es gut sie abzulegen...wenn auch nicht immer einfach. Es kommt auch immer auf die Lebensphase an, in der man sich befindet. In manchen Zeiten gelingt es besser als in anderen.

    Liebe Grüße von Birgit

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  4. „Mensch, bin ich doof!“ sollte man sich auch unbedingt abgewöhnen zu sagen oder zu denken nur weil etwas nicht gleich klappt… sonst glaubt man es noch.
    Liebe Grüße

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  5. Ja, die Vergangenheit tippt einem oft auf die Schulter.
    Und auch ich ertappe mich, wie ich solche Worte und Sätze bei meinem Kind verwende und es hinterher bereue.

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  6. Irmi der HINTERGRUND..Erziehung kling wohl in uns ALLEN ..nach.
    Befreien von Vorurteilen müssen wir uns selbst..es ist so wie Du es sagst.
    LG vom katerchen

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  7. Ja liebe Irmi, diese Worte kennt denke ich jeder. Genau das habe ich mir damals auch anhören dürfen. Aber bei mir war das dann so eine Art neugier und ich habe diese Dinge dann trotz allem gemacht, bin sehr oft auf die Fresse gefallen. Aber im Leben gibt es nicht nur die süsse Seite. Man muss auf die Fresse fallen und dann wieder selbst aufstehen und weiter gehen. Aber ich denke auch das man nicht immer sagen sollte "Das kannst du nicht", "es ist zu schwer". Man sollte selbst ausprobieren lassen um herauszufinden. Dir ein schönes Wochenende.

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  8. Stimmt genau, liebe Irmi. Was gestern richtig war, muss es heute nicht mehr zwangsläufig sein. Verschiedene Generationen haben da oft Verständnisschwierigkeiten. Manchmal unüberwindbar. Ich wünsche dir ein schönes Wochenende!

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  9. Meine Eltern haben so etwas nie zu mir gesagt.

    Ich bin selber ein übervorsichtiger Mensch und traue mir nicht sehr viel zu. Das wird aber jetzt nach und nach besser. Ich werde immer mutiger!

    Es kommt immer darauf an, um was es sich zu kämpfen lohnt...

    Ich wünsche dir ein wundertolles Wochenende!!!

    LG aus Stetten a.H.

    Ute

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  10. Vielen Dank Irmi für diesen Beitrag, der wunderbar zum Denken anregt.

    Erziehung ist Vorbereitung zum Umgang mit sich selbst und anderen Lebewesen. Erziehung ist Vorleben von all dem, was Sinn macht. Erziehung soll auf menschliches Handeln und Leben vorbereiten. Erziehung ist...

    Es gibt so viele Bilder über sie Erziehung, wie es Menschen auf dieser Welt gibt. Eines ist aber unverkennbar, heute wird Erziehung klein geschrieben. Erziehung, wenn überhaupt findet nur noch nach Vorbildern statt, die meist gegen das Leben, gegen die Natur sprichen. Kinder und Jugendliche werden sich selbst überlassen, sie können tun und walten was und wie sie wollen. Natürlich sollen diese Argumente nicht für alle gelten, zum Glück gibt es auch noch viele Andere, aber in der Gesamtheit betrachtet, gehen diese unter.

    Erziehung ist nicht mit Verboten gleichzusetzen, mit Abmahnungen oder gar Drohungen. Erziehung soll behutsam auf das Leben vorbereiten, auf positives wie auch auf negatives aufmerksam machen. Auf ein Leben in Harmonie mit sich selbst, der Umwelt und anderen Lebewesen vorbereiten.

    Und genau das fehlt heute in den meisten Familien. Kinder werden zur Ware degradiert, werden missbraucht, werden zu kriminellen Handlungen animiert, sei es durch die Eltern selbst oder dann durch andere Kinder, Medien wie Film und Fernsehen, wo sich solches völlig legal und mit dem Segen der Politik abspielt.

    Abschließend noch eines meiner Zitate:

    Die Menschheit wird nie verstehen,
    was Friede und Harmonie bedeuten,
    sonst wäre es ihr ja möglich, dies zu Leben.

    Herzlichst

    Hans-Peter

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  11. Hallo Irmi,

    ja, das Leben ist eben eine Reise und der Weg ist einfach das Ziel, was man auch immer auf ihm erlebt, bewältigt und verändert.

    ein schönes Wochenende und liebe Grüße von Betty

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  12. Eine Maus wächst nämlich an ihren Aufgaben!

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  13. du auf meinen blog kannst du ein bild gewinnen das du alleine aussuchst motiv und farben ;) wenn du nur ein kommentar hinterlässt.

    http://rabenflugsanderswelten.blogspot.com/

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  14. Genau, liebe Irmi,

    überlaß es der Zeit!
    Ich kann es nur empfehlen. ;-)

    LG, Rita

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  15. Das Fontante Gedicht ist eines meiner Lieblingsgedichte :)

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  16. Aloa meine Liebe,
    immer alles anhören und dann für sich entscheiden, was man tun will und was einem gut tut!

    Ich traue mir heute zu diesen Tag zu genießen. Die Sonne scheint, es ist Freitag, nach und nach werden Mr. Big, Sultanine, Bini und ihr Mann eintudeln. Alle werden in Wochenendstimmung sein und es ist noch Torte da, weil gestern alle nur ein ganz kleines Stück von jeder wollten. Mir eher unverständlich. Naja, ich bin ja auch sehr groß, da paßt eben mehr rein.

    Liebe Grüße und einen schönen Freitag!
    Rosine

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  17. Solche Sätze kennen wir wohl alle...
    unsere Erfahrungen sollten wir allerdings alle selber machen dürfen.
    Versuch mach kluch!

    Lieben Gruß. Bina

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  18. Wie Recht Du hast "Ärger ist Zehrer und Lebensvergifter"
    Ich kenn es auch aus der Familie, besonders vom älteren Bruder komandiert zu werden, meine Eltern gaben gute Ratschläge aber er wollte herrschen, seitdem meine Mutter nicht mehr da ist.
    Bin froh, dass ich diesen Post gelesen habe, Du hast völlig Recht, jeder muss selbstständig werden und prüfen, was richtig ist, Gott hat ja jedem einen eigenen Verstand gegeben, man darf auch gegen den Strom schwimmen, wenn man das richtige tut.
    GLG
    Taty

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  19. Oh, wie ich das kenne, aber meinen Kindern habe ich immer Mut gemacht und sie konnten dann so vieles.
    Dir ein wunderschönes Wochenende und lieben Gruß
    margit

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  20. Hallo Irmi,
    Eltern versuchen sicher, das Beste für Ihr Kind zu geben - das ist manchmal bestimmt nicht einfach.
    Gut, dass wir irgendwann alle unsere eigenen Erfahrungen machen und sehen im Nachhinein, dass die Eltern nicht immer Unrecht hatten ;-)

    Liebe Grüße
    Katinka

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  21. Liebe Irmi,

    ja, solche Sätze kenne ich auch und sie galten für meine Eltern noch lange lange Zeit, als selbst meine Kinder schon erwachsen wurden. In den letzten Jahren vernehme ich sie nicht mehr. In manchen Dingen hat sogar ein Rollentausch stattgefunden.
    Nur, dass ich meine Worte dazu wähle und die etwas anders lauten.

    Hab ein schönes Wochenende, liebe Irmi,

    ich grüß dich herzlich,
    Andrea

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  22. Mei, ist das ein weiser Spruch.
    Ob man auch weise genug ist, diese Worte zu beherzigen?

    Gruß
    Barbara

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  23. Guter Beitrag! Und nachdenkenswert! Irgendwann ist Schluss mit den Verhinderern, und man muss auch auf sich selber schauen! Ist sehr heilsam!

    Lieben Gruss, Brigitte

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  24. Liebe Irmi,
    wohl wahre Sätze. Es ist aber nicht immer so einfach, dies bei seinen Kindern umzusetzen.
    LG Sabine

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  25. Liebe Irmi,
    ich selbst "kenne" diese Sätze eigentlich nicht so. Obwohl meine Mutti dieser Elterngeneration ja auch angehörte - im Gegenteil war ich eher immer ziemlich früh sehr selbständig und meine Kinder habe ich ebenso erzogen - oft mit den Worten "Du kannst das schon!" Und dann haben sie es tatsächlich meist auch gekonnt. Darüber hin ich sehr froh. Erspart viel Kummer im Alter!
    Es liegt manchmal aber auch ein wenig an der Persönlichkeit des Menschen. Meine Schwester, die eher das Nesthäkchen war, war da doch etwas zaghafter und hat sich selbst schon nicht so viel zugetraut. Da neigen leider manche Erwachsenen dann auch dazu, zu sagen, laß mal ... usw. ;-)

    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende
    Sara

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  26. ...Ärger ist Zehrer und Lebensvergifter.
    Wie wahr. Aber nur die Zeit walten lassen? Du hast es ja richtig gesagt, der eigene Entschluss gehört dazu.
    Danke für dein Schreiben bei mir, herzliche Grüße,
    Uwe-Jens

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Ich freue mich über jeden Kommentar und möchte mich auf diesem Weg recht herzlich dafür bedanken. Kommentare sind wie das Salz in der Suppe. Ohne fehlt sehr viel.