Montag, 25. April 2011

Dies und Das über den Ostermontag

Der  Ostermontag gehört mit dem 26. Dezember und dem Pfingstmontag zu den zweiten Feiertagen an den drei christlichen Hauptfesten. In zahlreichen Ländern wird er als gesetzlicher Feiertag begangen.
Man nennt den Ostermontag auch den Emmaustag. Zwei Jünger sind am dritten Tag nach der Kreuzigung Jesu aus Jerusalem fortgegangen, um wieder nach Emmaus zurückzukehren. Wie es im Lukas-Evangelium heisst, schließt sich ihnen ein dritter, unbekannter Mann an. Sie erzählen ihm von ihrer großen Trauer um Jesu. In Emmaus angekommen, laden sie den Fremden ein. Er bricht am Tisch das Brot, und in diesem Moment erkennen sie den auferstandenen Jesus, der aber vor ihren Augen verschwindet. Sie kehren sofort um und erzählen in der Nacht den in Jerusalem versammelten Jüngern von ihrem Erlebnis. So viel zu der liturgischen Bedeutung.
Dann gibt es noch eine Unzahl regionaler Bräuche.
In Traunstein der Schwertertanz und der Georgiritt.
In ländlichen Gemeinden in Oberbayern ist der alte Brauch  des österlichen Feldumgangs noch lebendig. Hier geht der Bauer in Begleitung aller Hausbewohner das Roggen- und Weizensaatfeld  - auch Winterfeld genannt, ab.
Seit 1720 ist in der Stadt Bern  der Ostermontagsumzug nachweisbar. Außerdem haben sich über die Jahrhunderte verschiedene Bräuche erhalten, so zum Beispiel der  "Traditionelle Remlinger Einerlauf" oder in der Eifel die  "Schönecker Eierlage".
Es gäbe noch weitaus mehr zu berichten. Aber das würde zu weit führen. Ich habe aber Spass daran gehabt, mir dies alles mal wieder in Erinnerung zu rufen.
Und da Ostern so gut wie vorbei ist, hier noch ein nettes kleines Gedicht von Eduard Mörike:


Ostern ist zwar schon vorbei,
Also dies kein Osterei;
Doch wer sagt, es sei kein Segen,
Wenn im Mai die Hasen legen?
 
Aus der Pfanne, aus dem Schmalz
Schmeckt ein Eilein jedenfalls,
Und kurzum, mich tät's gaudieren,
Dir dies Ei zu präsentieren.
 
Und zugleich tät es mich kitzeln,
Dir ein Rätsel drauf zu kritzeln.
Die Sophisten und die Pfaffen
Stritten sich mit viel Geschrei: 
 
Was hat Gott zuerst erschaffen
Wohl die Henne? Wohl das Ei?
Wäre das so schwer zu lösen?
Erstlich ward das Ei erdacht:
 
Doch, weil noch kein Huhn gewesen,
Schatz, so hat der Hase es gebracht.

Kommentare :

  1. Danke für den interessanten Rückblick. In unserer Gegend ist der Ostermontag wohl einfach ein freier Tag, ich wüsste jetzt nicht, was man heute hierzulande ausserdem noch anstellt.

    und danke für das lustige Gedicht. Jaja, das ist wohl eine Frage, über die man immer wieder diskutiert...was war zuerst..Ei oder Huhn???
    Schlussendlich ist ja egal ;-)

    ich wünsch dir einen schönen Ostermontag und schick dir einen lieben gruss
    Alice

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  2. Liebe Irmi,

    welch wunderbarer Eintrag passend zu diesem Tag. Und endlich weiß ich des Rätsels Lösung, warum der Hase die Eier bringt. Danke dafür.

    Einen schönen Ostermontag wünscht dir
    mit lieben Grüßen,
    Andrea

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  3. Das Gedicht ist klasse *freu*
    Liebe Irmi, wünsche dir noch einen richtig tollen Ostermontag und genisse ihn, ab morgen soll es kälter wereden.
    Wir werden gleich wieder unterwegs sein.

    Herzlichst ♥ Marianne

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  4. und ich dachte ich weiss die ostergeschichte, aber jetzt habe ich noch mehr dazu gelernt, danke!!!

    PS: viel glück im fotoshop, ich hoffe du findest die wand :)

    gglg Jenny.

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  5. Liebe Irmi, dein Gedicht hat mir grad ein fettes Lächeln ins Gesicht gezaubert - herrlich!
    Und zu deinem Beitrag kann ich nur sagen: ganz toll - da hab ich wieder was gelernt!

    Einen schönen Tag wünsche ich dir
    LG Loona

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  6. Bei dir tagesaktuell lesen erspart viel Recherchieren, danke für die Mühe, die dir machst.
    Und das Mörike Gedicht habe ich zuletzt in der Schule gelesen, das war eine feine Auffrischung
    Einen schönen Ostermontag noch!

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  7. ...ich muss mir tatsächlich mal wieder meinen gedichtband zu gemüte führen.......alles schon fast wieder vergessen!
    noch einen schönen osterabend!
    LG

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Ich freue mich über jeden Kommentar und möchte mich auf diesem Weg recht herzlich dafür bedanken. Kommentare sind wie das Salz in der Suppe. Ohne fehlt sehr viel.