Samstag, 4. Juni 2011

Dies und Das über die Wut und den Ärger (Teil 1)

Ärger und Wut schaden hauptsächlich uns selbst.http://2.bp.blogspot.com/_jX8hHb2dKLI/S8TJlE5bbzI/AAAAAAAAAJo/UanXOnkvAks/s1600/wut.jpgIm lateinischen auch Furor genannt. Es ist eine heftige, impulsive und aggressive Reaktion. Wut ist heftiger als der Ärger und schwerer zu beherrschen als der Zorn..
Wut kann wie eine Motor sein. Jeder kennt das Gefühl: irgendetwas ärgert oder kränkt einen so sehr, dass man vor Wut am liebsten platzen möchte. Was ist Wut genau? Sie ist eine Reaktion aus etwas, was uns geärgert, gekränkt. verletzt oder enttäuscht hat. Wir sind dann wütend auf uns selbst oder auf andere. Wenn wir wütend sind, können wir oftmals nicht mehr klar denken. Wir sind in großer Aufregung, das Herz klopft schneller. Wir spüren eine große Energie in uns und möchten vielleicht etwas kaputt machen - werden laut. Manche erstarren aber auch, ziehen sich zurück und sind insgeheim ganz böse.
Ein Wutanfall wird auch als Überreaktion bezeichnet und gilt deshalb in den meisten Kulturkreisen als Charakterschwäche. Analog gilt es oft als Charakterstärke, sich nicht aus der Ruhe bringen zu lassen, sondern die Contenance zu wahren und kühl zu bleiben. Letzteres ist viel, viel schwerer zu praktizieren und es bedarf schon einer gewissen Lebenserfahrung und Abgeklärtheit, das zu praktizieren.
Andererseits sind Wutanfälle aber auch typisch für einige psychische Störungen wie beim Hospitalismus, bei Autismus (Kanner-Syndrom oder Asperger-Syndrom). Hier treten Wutanfälle außergewöhnlich oft und langandauernd auf.
Auch bei Kleinkindern im Alter von ein bis zu vier Jahren sind Wutanfälle ein weit verbreitetes und normales Verhalten. Sie werfen sich auf den Boden, Weinen, Schreien, Treten und Schlagen. Elternratgeber  empfehlen, dieses Verhalten zu ignorieren und Ruhe zu bewahren.
Wissenschaftliche Studien zeigen, dass permanent unterdrückte Wut Krankheiten hervorrufen kann, vergleichbar mit ständiger Belastung durch Stress. Dennoch vermindert das ständige Ausleben von Aggressionen das Risiko nicht, einen erhöhten Cholesterinspiegel, Bluthochdruck oder das erhöhte Herzinfarkt-Risiko zu erleiden. Manche Psychologen gehen davon aus, dass unterdrückte Wut eine Ursache von Depressionen, Essstörungen und Alkoholismus ist. In der Ratgeberliteratur wird sehr häufig empfohlen, Wut angemessen auszusrücken oder zu kanalisieren, etwa durch Sport, Gespräche, Kreativität oder Entspannungsmethoden.
(Vortragsreihe an der VHS)

Kommentare :

  1. Liebe Irmi,
    sehr interessant, was man bei dir so alles erfährt. Ich versuche, mich nicht so viel zu ärgern, aber irgendwann ist schon jedem der "Kragen geplatzt" - so auch mir. Ich muss auch sagen, nachdem ich mir dann Luft gemacht hab, geht's mir meistens besser, aber auch wiederum schlecht, weil es mir unangenehm ist, dass ich "ausgebrochen" bin. Komisch, dass man sich manchmal (oder jedenfalls ich) für die eigenen Emotionen schäme, nicht wahr?
    Hab ein schönes Wochenende - ohne Grund wütend zu sein!
    LG; dieMia

    AntwortenLöschen
  2. Ja, mit Wut kenne ich mich aus...

    Meine Süße ist immerhin gerade 3 Jahre alt*gg*

    Danke für die Info. Es ist immer interessant, was Du so alles weißt!

    AntwortenLöschen
  3. also bewahre ich jetz ma ausnahmsweise die kongtenongz un hau meine geschredderte nähmaschine nich inne ecke. (is mir auch zu schwer ;o)) ohkeh... bin schon gaaaanz ruhich. ächt ma!!!!

    AntwortenLöschen
  4. Ich finde es immer wieder schön, auf bestimmte Dinge hingewiesen zu werden. So macht man sich doch mehr Gedanken über verschiedene Dinge.

    PS: Nach meinem Urlaub werde ich wieder Sport machen ;o)

    AntwortenLöschen
  5. diese Wut kann einen schon schwer zu schaffen machen udn deswegen fahre ich Fahrrad, bin kreativ, mache Gespräche, aufschreiben... so dass diese Wut raus kann und auch dasein darf...
    Wut gehört zu der Gefühlswelt wie all die andere Gefühle.

    Liebe Grüsse Elke

    AntwortenLöschen
  6. Wenn ich wütend bin, mache ich Hausputz. Apropos... ich stelle eben fest, ich war schon lange nicht mehr wütend ;)
    LG

    AntwortenLöschen
  7. Irmi..manchmal ist WUT rauslassen wie ein Gewitter..es reinigt..
    LG vom katerchen

    AntwortenLöschen
  8. ich mach mal einen Test, ob ich wieder mitschreiben kann

    AntwortenLöschen
  9. oh, ich kann!
    Sorry, ich habe alles gelesen, was du hier veröffentlicht hast seit meinem Urlaub, konnte aber leider keinen Kommentar schreiben. Anscheinend gehts wieder, was mich sehr freut.
    Denn ich hatte deswegen eine Mords-Wut! was ja zu diesem Thema passt.
    Also da hab ich ja einiges wieder gelernt. Mein Mann sagt mir oft: reg dich doch nicht so auf, du schadest nur dir selber. wo er recht hat....
    Bis bald wieder, meine liebe Irmi, ganz liebe Grüsse und einen schönen Sonntag
    Alice

    AntwortenLöschen
  10. Wenn ich wütend bin ... na dann gute Nacht ... geht mir blos aus dem Weg , Ich drehe die Anlage auf , dann schwinge Ich den Putzlappen , belästige den Staubsauger und grummele vor mich hin ... bis Ich wieder auf normalem Level bin ... aber das kommt nicht sooo oft vor ;o)

    Lg Kerstin

    AntwortenLöschen
  11. Liebe Irmi,
    das liest sich alles so schön abgeklärt, dass man es einfach abnicken könnte. Aber ich glaube, wir alle wissen, dass es sehr schwer ist mit Wut tatsächlich umzugehen. Kanalisieren klingt gut, wenn man weiß, wie und die Möglichkeiten dazu hat. Dass dies bei vielen Menschen nicht der Fall ist, lesen wir tagtäglich in der Zeitung. Deshalb glaube ich auch nicht, dass das grundsätzliche Ignorieren von Wutanfällen bei Kleinkindern, das einzig Wahre ist. Natürlich ist da nicht Bestrafung gefragt, aber ich denke, man sollte auch schon Kindern rechtzeitig klar zum machen versuchen, dass sie mit Wutanfällen nicht weiterkommen und das es andere Möglichkeiten gibt.
    Lieben Gruß
    Elke

    AntwortenLöschen
  12. Hallo Irmi,
    schöner Beitrag! Früher (als Kind anerzogen) konnte ich keine Wut spüren bzw. nicht rauslassen. Mit 25 kam mein Galle raus (mir läuft die Galle über) ich lernte Wut zu haben und auch raus zu lassen ist ok. Wenn man dabei den Respekt nicht verliert denke ich ist es ok. Um niemals nie wütend über gar nix zu werden ich glaube dazu müsste man erleuchtet oder gleichgültig sein?
    sonnige Grüsse
    Stefanie

    AntwortenLöschen
  13. Liebe Irmi,

    je älter ich werde, umso weniger ärgere ich mich wirklich und sehe meinen Anteil daran, wie ich in die Situation geraten bin...

    Schönes Bild, sehr treffend. Freue mich auf Teil 2...
    Liebe Grüße Rainer

    AntwortenLöschen
  14. wütend bin ich nicht so oft. dafür durchgeknallt...haha, ausgleichende gerechtigkeit, oder?
    http://tinnymey.blogspot.com/2011/06/schlimmer-gehts-nimmer-verruckter-gehts.html

    AntwortenLöschen

Ich freue mich über jeden Kommentar und möchte mich auf diesem Weg recht herzlich dafür bedanken. Kommentare sind wie das Salz in der Suppe. Ohne fehlt sehr viel.