Freitag, 10. Juni 2011

Dies und Das und Der Nagel im Holz

Ein Nagel saß in einem Stück Holz.
Der war auf seine Gattin sehr stolz.
Die trug eine goldene Haube
Und war eine Messingschraube.

Sie war etwas locker und etwas verschraubt,

Sowohl in der Liebe, als auch überhaupt.
Sie liebte ein Häkchen und traf sich mit ihm
In einem Astloch. Sie wurden intim.

Kurz, eines Tages entfernten sie sich

Und ließen den armen Nagel im Stich.
Der arme Nagel bog sich vor Schmerz.
Noch niemals hatte sein eisernes Herz
So bittere Leiden gekostet.

Bald war er beinah verrostet.

Da aber kehrte sein früheres Glück,
Die alte Schraube, wieder zurück.
Sie glänzte übers ganze Gesicht.
Ja, alte Liebe, die rostet nicht!
Joachim Ringelnatz

Kommentare :

  1. Oh, oh Irmi ...
    und dies zur Nacht. Schluchz, heul, schnief, wo ich doch schon so Gedanken im Kopfe hatte.

    VG
    Oskar

    AntwortenLöschen
  2. boar Irmili ..wie schön das ist .....das ist so wie in manchem Menschenleben ...mache finden sich nach Jahren wieder zurück!!! wie schön....! Ob Ringelnatz "wusste" wovon er sprach?
    wie auch immer ...
    ganz lieben Nachtigruss
    Dein
    Kroeti

    AntwortenLöschen
  3. Liebe Irmi,

    So ein tolles Gedicht! Ja, ja bestimmt wusste Joachim worüber er schrieb...

    Lieber Gruss,

    Mariette

    AntwortenLöschen
  4. Liebe Irmi,

    ein super Gedicht. Danke, vielen dank auch für all deine wunderbaren Kommentare zu meinen Werken...

    Steine

    Ein Zürcher namens Peter Keller
    Meint er sei schlau und ein heller

    Er könne mit seiner Art und Weise
    Die Welt bereisen und das nicht leise

    Es ging nicht allzu lang so musste er erkennen
    Dass man mit Worten nicht sehr weit kann rennen

    Taten sind gefragt und nicht grosse Worte
    Dies musste er erfahren an so manchem Orte

    Lügen verbreiten und böse schimpfen
    Nur immer sein Ich mit Lob beimpfen

    So kehrte er um und das war gut und weise
    Geht nur noch in seinem Garten nun auf Reise

    Dort räumt er nun auf die vielen Steine
    Die er anderen gelegt hat zwischen die Beine

    © Hans-Peter Zürcher

    Herzlichst und alles Liebe Dir

    Hans-Peter

    AntwortenLöschen
  5. ein lustiges lebendiges Gedicht das mich sehr zum schmunzeln an getan hat!
    Toll liebe irmi
    Wünsch dir noch einen schönen Tag
    Herzgruss Elke

    AntwortenLöschen
  6. GRINS Irmi
    man das haut hin..
    LG vom katerchen

    AntwortenLöschen
  7. Ich mag deinen Blog sehr,wieder ein tolles Gedicht
    GGLG.Doris

    AntwortenLöschen
  8. Super wie du das schreibst,
    und ich wünsche euch allen ein par schöne feiertage!

    lg,witzli.

    AntwortenLöschen
  9. Huhu Irmi,
    das Gedicht ist ganz süß.
    Danke für's Einstellen.

    Hab einen guten Start ins Pfingstwochenende.
    Liebe Grüße von Birgit

    AntwortenLöschen
  10. hach, so süss.....

    fast wie im richtigen Leben...immer wieder schön, wenn zwei sich wieder finden, die sich verloren glaubten...

    Schönes Wochenende wünscht dir von Herzen Alice

    AntwortenLöschen
  11. Voll gut, ej!

    Viele Grüße aus'm Orlaub
    deine Mäc Pieps von unterwegs

    AntwortenLöschen
  12. Wie weise der Herr Ringelnatz doch war.... sehr sehr gut.

    Ein schönes Wochenende wünscht Shoushou

    AntwortenLöschen
  13. Das war einfach nur Klasse liebe Irmi *riesigschmunzel*

    AntwortenLöschen
  14. eine liebevolle geschichte, solches gibt es viel zu wenig im heutigen alltag! bis bald sei lieb gegruesst manfred

    AntwortenLöschen
  15. Liebe Irmi, herzliche Grüße und einen extra sonnigen Gruß zum Pfingstwochenende.
    Ich wünsche Dir eine erholsame und schöne Zeit zu Pfingsten.
    Alles Gute, tschüssi Brigitte.
    Ringelnatz-Gedichte sind einfach Spitze.

    AntwortenLöschen
  16. ...sehr erfrischend, liebe Irmi,
    gut, dass die alte Schraube sich besonnen hat...

    liebe Grüße von Birgitt

    AntwortenLöschen
  17. tjaaa, der ringelnatz! der hatz!!!

    *ringelnatz und morgenstern
    hören alle leute gern.
    morgenstern und ringelnatz:
    datz fatz!*
    (original granny aus alten tagen)

    AntwortenLöschen

Ich freue mich über jeden Kommentar und möchte mich auf diesem Weg recht herzlich dafür bedanken. Kommentare sind wie das Salz in der Suppe. Ohne fehlt sehr viel.