Donnerstag, 21. Juli 2011

Dies und Das

Woher stammt die Redewendung:  "Einen Kater haben", die das Leiden unter den Folgen eines Alkoholrauschs am nächsten Morgen beschreibt?
Sicher ist jedenfalls, dass darunter auf keinen Fall die männliche Katze gemeint ist, sondern vielmehr soll im 19. Jahrhundert über Studenten das sächsische Wort  "Katarrh", das soviel bedeutet wie Kopfschmerzen, in die deutsche Umgangssprache gelangt sein.
Da aber die Studenten, die einen Kater hatten, die laute Stimme des Professors nicht ertragen konnten, ließen sie sich von ihrem Arzt "Katarrh" diagnostizieren: eine Entzündung der Atemwegschleimhäute. Diese Krankheit berechtigte zum Fernbleiben von der Universität für meist 2 bis 3 Tage. Falls die Kommilitonen danach bei einem Feierabendbier nachfragten, sagte man, dass man einen "Kater" hatte. Eine zeitlang wusste kein Professor etwas mit diesem Begriff anzufangen und so wurde der "Kater" als scherzhafte Verballhornung von "Katarrh" zum schmunzelerregenden Codewort.Übrigens benutzte bereits 1792 der Schriftsteller Friedrich Laukhard in seinem  Werk  "Leben und Schicksale" die Floskel  ".... aber da warst du besoffen wie ein Kater."
(aus: "Wo liegt der Hund begraben" )

Kommentare :

  1. "lach" was man bei dir so alles erfährt und lernt :-)

    Ich habe mich noch nie wirklich mit diesem Wort befasst, weil ich noch nie einen Kater hatte, wohl aber auch schon einen "Katarrh". Im Sinne von Erkältung.
    Und einen echten Kater hatte ich auch noch nie, unsere Katze war ein Weibchen :-)

    Liebe Grüsse, liebe Irmi,
    Alice

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  2. Liebe Irmi,
    mir gehts so ähnlich wie Alice, ich kann leider überhaupt nichts vertragen, werde schon nach 1 Glas Wein müde und höre dann auf, weil ich sonst echt nichts mehr mitkriege, deswegen kenne ich so einen Kater auch nicht. Aber mal wieder interessant deine Geschichte.

    GGGGLG
    Angi

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  3. Das kannte ich heute ausnahmsweise schonmal, habe so um de Karnevalszeit die Begründung in einem Magazin gefunden, ist und bleibt aber witzig :-)

    Herzliche Grüße sendet Shoushou

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  4. Wieder was gelernt. Allerdings würde ich nie auf die Idee kommen, mich wegen Rotweinvergiftung krankschreiben zu lassen. Wer säuft, muss auch arbeiten können.
    Liebe Grüße

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  5. Interessant.Ich trinke kaum udn wenn dann nicht soviel das ich am nächsten Tag einen Kater habe.
    LG
    Nicole

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  6. Ich bin immer wieder begeistert, welche Themen du aufgreifst und zumindest mich damit erfreust. Jetzt steht der Kater ziemlich entblättert vor uns. Hauptsache er grieft nicht zum Glas.....


    ;-)

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  7. HalloIrmi,
    das ist ja interessant, da waere ich nie im Leben drauf gekommen! Ich mag schon mal gern ein Glas Wein, oder auch zwei und wenn's dann bei einer Feierlichkeit oder einem gemuetlichen Abend ausnahmsweise mal drei sind, hat das noch nie zu einem "Katarrh" gefuehrt, hoechstens zu einem kleinen Schwipps! :-)

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  8. ;-) Katerfreie Großkatze grüßt lieb und dankt für diese interessante Aufklärung, liebe Irmi!

    Liebgruß,
    Tiger
    =^.^=

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  9. Das ist ja raffiniert! *lach*
    So kannte ich das auch noch nicht.

    Liebe Grüße
    Sara

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  10. Das habe ich auch nicht gewußt...und früher hatte ich öfter einen Kater *g* jetzt mag ich nicht mehr !!

    Herzlichst ♥ Marianne

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  11. Ha ...endlich mal jemand der diese Redewendung aufklärt !!!
    schnurrige Grüsse
    dein
    Kroetenkater :-)

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  12. Na super!
    So einfach kann die Lösung sein.
    Die Krankheit mutierte zur männlichen Katze. Was für eine Karriere!
    Gut, dass ich mit sowas nichts zu tun hab....

    "Verkaterte" Grüße zu dir ♥

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  13. Hallo Irmi
    das kannte ich auch.. da kann man mal sehen..die Sprache lebt..
    LG vom katerchen...:D

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Ich freue mich über jeden Kommentar und möchte mich auf diesem Weg recht herzlich dafür bedanken. Kommentare sind wie das Salz in der Suppe. Ohne fehlt sehr viel.