Samstag, 20. August 2011

Dies und Das und Spuren und Vorbilder

Gestern musste ich eine neue Eier- sprich Sanduhr kaufen. Als ich sie auspackte und den feinen Sand rieseln sah, dachte ich zurück an einen Meeraufenthalt. Im Sand hinterließ man Spuren, die das Wasser dann wieder wegspülte. Beim Durchrieseln des Sandes dachte ich an Menschen, die ich mal kannte, die mir wichtig waren.
"Es gibt Menschen, die vergisst man nie", singt Wolfgang Niedecken von BAP. " Nach langer Zeit fällt mir sogar mein Vorbild wieder ein." Und dann verabschiedet sich der Sänger von seinem Vorbild - mit einem wunderbar schlichten, unverschnörkelten Dank:  "Eh, Vorbild, dank dir schön! Ich glaub´, ich krieg´es langsam selber hin."
Vorbilder haben sich ihre Rolle meist nicht ausgesucht. Sie wissen gar nichts davon. Und doch sind sie in bestimmten Phasen des Lebens wichtig. Meist legen diese Vorbilder eine Spur, der wir für eine Weile folgen können. Diese Vorbilder prägen oftmals unsere Jugend. Später benötigt man sie nicht mehr. Mit den Eltern ist das anders. Es sind unsere ersten Vorbilder und bleiben es in mancher Hinsicht auch. Einige Dinge machen wir anders - aber das ist auch richtig so.
Wahrscheinlich gibt es wirklich in jedem Lebenslauf solche Spurenleger. Wir folgen den Zeichen eine Weile und biegen dann ab, um einer neuen Spur zu folgen. Bei näherer Betrachtung haben uns unsere Vorbilder reicher gemacht: Sie haben uns Erfahrungen ermöglicht, die wir sonst nie kennengelernt hätten. Und auch Enttäuschungen, die uns gestärkt haben.

Kommentare :

  1. Liebe Irmi,

    Welch ein schöner Post finde ich hier wieder...
    So wahr was du schreibst hier! Ich habe auch solche Vorbilder gehabt, oder Role Models wie man hier sagt. Ja, ja die vergisst man nie aber es fühlt gut das man selber so weiter leben kann.
    Lieber Gruss und ein schönes Wochenende,
    Mariette

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  2. Liebe Irmi,
    manche Vorbilder nimmt man selbst gar nicht als solche wahr und trotzdem sind sie es für einen. Die ersten Vorbilder, die uns im Leben begegnen, sind wohl die Eltern. Jeder, der sie später im Leben auch bewusst als Vorbild wahr nimmt, kann sich, meiner Ansicht nach, wirklich glücklich schätzen...

    Ich wünsche dir ein zauberhaftes Wochenende!
    LG; dieMia

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  3. Stimmt, ohne gute Vorbilder hätte ich oft die falsche Richtung genommen, unbeschreiblich wie wichtig sie mir waren und noch sind.
    Liebe Grüße

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  4. solange wir keinen SCHLECHTEN Vorbilder nacheifern ist das doch einfach wunderbar, Vorbilder zu haben.
    Ich hoffe, ich bin auch irgendjemandem eines, und zwar ein gutes :-)

    Ein schöner Post, der einem ein bisschen zum Nachdenken anregt. Dankeschön!
    Ein schönes Wochenende wünscht dir
    Alice

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  5. Eltern, ja, meine waren mir als Kind Vorbilder, als Jugendlicher wollte ich NIE so werden *grien* un später dann wieder Bewunderung und die Kenntnis, datt man ihnen ähnlicher is, als man denkt...
    Trotzdem geht man den Weg irgendwann selber, und kriegt sein eigenes "Markenzeichen".
    Ich wünsch Dir watt, Irmili!

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  6. danke für den tollen post, macht immer sooo viel spass bei dir zu lesen, ein sonniges wochenende wünsche ich dir!

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  7. Auch Deine "Überleitungen" zu den jeweiligen Themen finde ich immer klasse! ;-)

    Liebgruß,
    Tiger
    =^.^=

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  8. liebe irmi,
    ja, da ist was dran.
    ich sage immer; das leben ist eine schule und jeder mensch ist ein lehrer. so oder so, man kann von jedem was lernen und sei es etwas nicht zu tun.
    herzliche grüße, ein schönes w-ende und einen dicken drücker!
    ela

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  9. He is a brilliant guitar player/singer.

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  10. Es ist richtig, es gibt Zeiten, da hat man Vorbilder. Ich weiß noch ganz genau, wer das bei mir war. Niemand, der berühmt gewesen wäre, es war eine nette, freundliche Dame aus dem Bekanntenkreis meiner Eltern. So wie sie wollte ich immer werden. Und teilweise habe ich sehr viel von ihr lernen dürfen.

    Schönen Abend, Brigitte

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  11. Mhh, irgendwie hatte ich nie richtige Vorbilder und an meine Eltern konnte ich mich auch nicht orientieren, das ging mein Leben lang so und dadurch habe ich auch immer Ängst, unerklärliche Ängste, die immer mal zu Tage treten, denn ich mache immer alles allein mit mir aus. Trauer, traurigsein, Enttäuschungen.
    Freude teile ich gerne, bei allen anderen Dingen bin ich lieber für mich und ich denke, dass ich das nicht mehr in den Griff bekomme, denn es fehlt mir auch Vertrauen zu Menschen, kann mich nicht bedingungslos mit jedem einlassen, außer mit meinem Mann...aber vielleicht reicht das.

    GLG Marianne ♥

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  12. Du schreibst so wundervoll ich lese gerne bei dir mit!!!
    LG.♥-Doris

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  13. Meine Eltern waren mir tatsächlich lange Vorbild, dann mein Bruder. Meine Schwester nur bedingt.
    Aber dann musste ich mir meinen weiteren Weg allein suchen und ihn gehen. Gemeinsam mit meinem Mann.
    Vorbilder glaube ich nicht, dass ich noch welche habe.
    Liebe Grüße

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  14. Ich hoffe, ich bin ein Vorbild für meine Kinder.
    LG Sabine

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Ich freue mich über jeden Kommentar und möchte mich auf diesem Weg recht herzlich dafür bedanken. Kommentare sind wie das Salz in der Suppe. Ohne fehlt sehr viel.