Mittwoch, 21. Dezember 2011

Dies und Das über die Thomasnacht am 21. Dezember

Thomas war derjenige der Apostel, der am längsten am Wunder der Auferstehung zweifelte. Man nennt ihn deswegen auch den "ungläubigen Thomas". Weil er nun sozusagen in der dunklen Nacht des Unglaubens verharrte, soll ihm der kürzeste Tag des Jahres als Gedenktag zugewiesen worden sein. Seit 1969 hat man diesen Tag auf den 3. Juli verschoben, dennoch blieb der 21. Dezember im Volksglauben mit ihm verbunden.
Viele merkwürdige Bräuche gehören zum kürzesten Tag des Jahres, die vermutlich noch aus heidnischen Zeiten stammen und dann von den Christen übernommen wurden. Wie auch an Silvester sind es vor allem Orakelbräuche, und die meisten davon betreffen die Liebe:
Es gab Bleigießen, bei dem man aus den Formen den späteren Beruf oder den späteren Ehepartner erkennen sollte.
Sehr beliebt war auch das Schuhwerfen: Die Teilnehmer stellten sich mit dem Rücken zur Tür auf und warfen mit Schwung die Schuhe von den Füßen nach hinten. Je nachdem, ob die Schuhe mit den Spitzen zur Tür oder ins Zimmer zeigten, blieb man im folgenden Jahr daheim oder verließ das Haus.
Mädchen schauen um Mitternacht ins Wasser oder in den Spiegel, um das Gesicht ihres Zukünftigen zu erspähen, dieses kann man auch im Traum sehen, oder mittels Apfelorakel. Das Gerstenkornorakel gewährt Ausblick auf die Ernte im kommenden Jahr.
Die Ähnlichkeiten mit den Silvesterbräuchen sind wohl darauf zurück zu führen, dass die Wintersonnenwende für die Menschen immer ein wichtiger Neubeginn war. Seit Alters her war es die Wiedergeburt der Sonne, die Aussicht auf neues Leben verhieß.
In den USA feiert man heute den "Pilgrims Day", man gedenkt der glücklichen Landung der Pilgerväter.
(Quelle: Feier- und Gedenktage)

Kommentare :

  1. Ich wusste gar nicht, dass die Thomasnacht "verschoben" wurde, bei uns ist der 21. Dezember eine "starke" Rauhnacht.
    Liebe Grüsse in deine Winterlandschaft aus dem noch schneefreien Wien

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  2. Guten Morgen liebe Irmi, eigentlich müßte mein Mr. Big auch Thomas heißen, heißt er aber nicht. Aber sein Bruder. Also Mr. Big glaubt auch nicht alles und das ist immer ein ganzes Stück Arbeit für mich.

    Hab es schön. Hoffe dir geht es gut!

    LG Rosine ♥

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  3. Es ist immer interessant, deine aufklärenden Beiträge zu lesen. Schöne Weihnachten dir. LG Margarethe

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  4. ja - interessant was es alles so an Bräuchen gibt ... vielleicht werfe ich nachher noch einen Schuh ;-)

    lieber Gruß von Heidi-Trollspecht

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  5. Hallo Irmi,
    ich hab gedacht ich schau schnell mal rein und siehe da, so viel Wissenwertes,
    ich hoffe bei dir ist alles bestens,
    mit Grüßen
    Martina

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  6. Liebe Irmi,

    die Wintersonnenwende finde ich total schön und werde dieses Fest ein wenig für mich feiern, ist eine ganz tolle Sage.

    *drückdich* ♥ Marianne

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  7. Du vermittelst uns immer wieder interessante Aspekte.
    Ich lese sie sehr gerne.

    LG
    Barbara

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  8. Ich habe es auch gerne gelesen und neue Erkenntnisse gewonnen!

    Liebe Grüße, Brigitte

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  9. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  10. Hurra,ab heute werden die Tage wieder länger. Das hättest du ruhig ein wenig dicker drucken können, grins.
    Statt ins Wasser oder den Spiegel schau ich lieber auf den Thomas-Schatz neben mir ;o)
    Liebe Grüße
    Ute

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  11. Unseren totgeborenen Sohn wollten wir Thomas nennen. Unsere Tochter war an seinem Grab in Indien.
    Schön, dass du an den Heiligen, Thomas den Zweifler, erinnerst.

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Ich freue mich über jeden Kommentar und möchte mich auf diesem Weg recht herzlich dafür bedanken. Kommentare sind wie das Salz in der Suppe. Ohne fehlt sehr viel.