Donnerstag, 16. Februar 2012

Dies und Das und die Weiberfastnacht

Mit der Weiberfastnacht beginnt heute im Rheinland der Straßenkarneval. Die Frauen übernehmen das Regiment und stürmen die Rathäuser. In Amtsstuben und Chefetagen tragen Männer in der Regel nur alte Krawatten, da diese von den "Wievern" gekürzt werden. Dieser Brauch hat aber nach Meinung einiger Forscher eigentlich seine Berechtigung verloren: Er entstand zu einer Zeit, da die Männer noch uneingeschränkt das Sagen hatten.
Der  "Wieverfastelovend" (Kölsch) geht bis ins Mittelalter zurück. Besonders in den Nonnenklöstern soll es dabei hoch hergegangen sein. So wurde aus dem Benediktinerkloster St. Mauritius (Tholey) berichtet, dass man die Fastnacht  "in voller Lust" gefeiert habe und alle Nonnen verkleidet gewesen seien. Am Tag wurde  "getanzt und gesprungen"  und des Nachts, als die Äbtissin schlafen gegangen war, Karten gespielt. Aber auch Ehefrauen verweigerten ihren Männern in dieser  "verkehrten Welt"  den Gehorsam: die Weiberfastnacht muss damals etwas sehr Befreiendes, geradezu Revolutionäres gehabt haben und war vor allem in Köln oft von Ausschweifungen begleitet.
In Aachen spricht man vom  "Fettdonnerstag". Andere Regionen führen den Tag auch als schmutzigen  (schmotziger)  Donnerstag in ihrem Kalender, wobei der Begriff  schmotzig für das letzmaliget Schlemmen mit deftiger Kost vor der Fastenzeit steht. Der Brauch, dass die Frauen den Männern die Krawatten abschneiden, kam dagegen erst nach 1945 auf. Männliche  "Opfer"  werden mit einem Bützchen (Küsschen) entschädigt.
Die Weiberfastnacht markiert den Übergang vom Sitzungs- zum Straßenkarneval vor Aschermittwoch. Das Ereignis wird manchmal auch als Altweiberfasching, Altweiberfastnacht oder einfach Altweiber bezeichnet. Im Rheinland ist heute inoffizieller Feiertag: An den meisten Arbeitsplätzen wird ab mittags nicht mehr gearbeitet. Die Feiern beginnen meist um 11:11 Uhr. Im Unterschied zum Rosenmontag und den anderen Tagen gibt es keine Umzüge. Es wird in den Kneipen und auf den Straßen  gefeiert.
(Quelle: Brauchtum und RNZ)

Kommentare :

  1. Helau, Allaf, ich bin ne Norddeutsche und nicht karnevalgeeignet.

    Es is so wies is!

    LG Rosine ♥♥♥

    AntwortenLöschen
  2. Liebe Irmi,

    wir feiern den 'Schmudo' (schmutziger Donnerstag), der um fünf Uhr morgens beginnt. Strassenfasnacht und Umzug ist Tradition. Da ich ein Fasnachtsurgestein bin, freue ich mich immer wieder an ihr, wenn auch nicht mehr aktiv, dann doch immer wieder hinsehend und hörend ob der Kreativität der vielen Maskierten.

    Wünsche dir einen sonnig-närrischen Tag, weiterhin gute Besserung dir, liebe Grüsse, Sichtwiese

    AntwortenLöschen
  3. Wie schön, dass du uns wieder mit solchen interessanten Artikeln erfreust. Ich habe wieder etwas bei dir gelernt. Über die Weiberfastnacht hatte ich mir bisher noch gar keine Gedanken gemacht.

    LG, dieMia

    AntwortenLöschen
  4. Danke fuer die gruendliche Information Irmi!

    AntwortenLöschen
  5. Liebe Irmi, du bist wieder "da". Wie schön. Habs nicht mit Fastnacht, aber interessant ists. LG Margarethe

    AntwortenLöschen
  6. ich freue mich und sehe immer wie das ein unterschied ist zwischen Fasching und Karneval.. ich mag alles zwei und heute würde ich auch mit tanzen und schunkeln, singen doch ohne mein Schatz habe ich keienn Spass dazu deswegen verfolge ich huete im Fernshen das treiben gerne!

    Lieben Gruss Ellke

    AntwortenLöschen
  7. Diese Beiträge haben mir schon lange gefehlt, schön das es nun wieder losgegangen ist, liebe Irmi.

    AntwortenLöschen
  8. Hallo Irmi,

    in der Nähe von Köln stecken wir mittendrin. Meine Frau macht Köln unsicher und ich kann mich zu Hause um unser kleines Mädchen kümmern.

    Gruß Dieter

    AntwortenLöschen
  9. Hallo Irmi,
    leider laufen bei uns keine Krawatten rum,dabei hätte ich sogar eine Schere parat gehabt. Aber in Franken wird man dafür warscheinlich mehr als nur schief angesehen.
    Schön, dass du wieder bloggst. Weiterhin gute Besserung!
    Gruß vom Frollein

    AntwortenLöschen
  10. Liebe Irmi, zuerst einmal willkommen zurück, große Freude für Alle hier.
    LG Flo

    AntwortenLöschen
  11. Liebe Irmi ,schön das es dir wieder besser geht und du wieder da bist !!LG Ina

    AntwortenLöschen
  12. Liebe Irmi,
    wie schön, dass du uns immer so gut aufklärst.
    Hier bei uns im Norden fällt der Fasching nämlich so gut wie unter den Tisch.

    Ich wünsch dir ein schönes Wochenende
    Michaela

    AntwortenLöschen
  13. schön, dass du wieder da bist und deine posts schreiben kannst.
    ich wünsche dir einen guten faschingsausklang.
    liebe grüße
    ingrid

    AntwortenLöschen
  14. Ja liebe Irmi, du hast gefehlt und all deine Leser freuen sich, dass es dir gut geht.
    ..danke, dass du gleich wieder einen interessanten Beitrag geschrieben hast.
    Liebe Grüße von Zaunwinde

    AntwortenLöschen
  15. Super, liebe Irmi, dass du wieder deine Berichte zum Tagesgeschehen schreibst, hast wirklich gefehlt.
    Liebe Grüsse aus Wien

    AntwortenLöschen
  16. Liebe Irmi,

    wie schön, dass Du wieder am Bloggerleben teilnimmst. Darf ich fragen, was Dich auf's Krankenlager geworfen hat?

    Mit Alaaf und Helau habe ich nichts "am Hut". Ich bin ein Karnevalsmuffel, aber sowas von . . . ! Trotzdem habe ich Deinen Eintrag mit Interesse gelesen.

    Liebe Grüße, auch an Deine kleine Nachbarin, von
    Jürgen

    AntwortenLöschen
  17. Ganz spannend liebe Irmi!
    Schön, dass es dir wieder besser geht!
    In der Schweiz heisst es auch schmutziger Donnerstag... aber woher der Begriff kam, wusste ich nicht!!
    Wünsche dir einen schônen Sonntagabend!
    Liebe Grüsse Brigitte

    AntwortenLöschen

Ich freue mich über jeden Kommentar und möchte mich auf diesem Weg recht herzlich dafür bedanken. Kommentare sind wie das Salz in der Suppe. Ohne fehlt sehr viel.