Montag, 30. April 2012

Dies und Das über die Nacht zum 1. Mai

Es ist Tradition, dass am Vorabend zum 1. Mai der Maibaum aufgestellt wird. Und dann beginnt anschließend der Tanz in den Mai.
Die Ursprünge des Maibaumbrauchtums sind immer noch ungeklärt bzw. umstritten. Eine durchgängige Tradition zu den heutigen Maibäumen lässt sich nicht herstellen, wird von einigen Volkskundlern sogar bestritten.
Eine untergegangene Maibaumtradition in Rom dokumentiert ein Gemälde von il Tassi (1580-1644) aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Es zeigt einen stattlichen Maibaum auf dem Kapitolsplatz, an dessen blankem Stamm junge Männer hochklettern. Interessant ist, dass der Maibaum in einigen Gegenden auch Marienbaum genannt wird, denn bei den Germanen stand der Kultbaum in enger Verbindung mit der Erdmutter.
Die Nacht vom 30.04./01.05 ist bekannt als die Walpurgisnacht, die Nacht der Hexen.




Hexen treffen sich nachts auf dem Brocken zu einer wilden Fete. Sie tanzen ausgelassen auf dem Hexentanzplatz. Und auch der Teufel ist dabei! Diese Geschichte erzählen sich schon Generationen von Menschen. In dieser Nacht geht es im Harz besonders rund. Menschen verkleiden sich als Hexen und Zauberer und feiern. Sie tanzen in den Mai. Besonders schön sieht das aus, wenn dazu ein Lagerfeuer brennt.
Doch nicht nur im Harz  - eigentlich feiern Menschen in ganz Deutschland in den 1. Mai hinein. In manchen Gegenden hecken Jugendliche  Streiche aus, z.B. wickeln sie Klopapier um Gartenzäune und Laternen. Man hängt Gartentüren aus und manchmal findet man diese auf den Dächern wieder.
Die Walpurgisfeier ist schon uralt: Ursprünglich feierten die Menschen in dieser Nacht das Ende des Winters und den Beginn der warmen Jahreszeit.
Benannt ist diese Nacht nach der Heiligen Walburga. Diese Frau lebte vor mehr als 1000 Jahren und leitete ein Kloster in Heidenheim. Zuvor lebte sie in dem Kloster in Tauberbischofsheim

Kommentare :

  1. Hallo liebe Irmi,

    ich habe michs chon gewundert, wo Du gesteckt hast, aha in der Maibaumforschung also...

    Liebe Grüße Rainer

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  2. ...ja liebe Irmi,
    ich habe meinen Besen auch gerade erst wieder in die Ecke gestellt...bin schon zu müde, um noch weiter ums Feuer zu tanzen...
    in den letzten Jahren fliegen bei uns vermehrt rohe Eier an die Hauswand, das ist dann nicht mehr lustig und hat auch keinen traditionellen Ursprung, das ist einfach nur dumm und ärgerlich...

    wünsch dir einen guten Start in einen schönen Mai,
    lieber Gruß von Birgitt

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  3. Danke liebe Irmi, das war wieder einmal sehr interessant!
    Ich hoffe sehr es geht Dir gut und Du bist wohlauf! Alles Liebe! :-)

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  4. Liebe Irmi,

    Ich kenne es natürlich nicht ganz so gut wie ihr aber wo ich am Samstag, 21 Mai, 1988 zu hause kam in Rechterfeld (im Norden) wo ich arbeitete für die Gebrüder Wesjohann, da hatte man einen Maibaum gestellt. Also stimmt das? Nicht am ersten sondern am 21sten. Am Sonntag hiess es dann den Meibaum giessen...
    Ganz lieber Gruss,

    Mariette

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  5. Liebe Irmi
    mein Besen hat diese Nacht brav geruht... werde vielleicht heute eine Runde drehen - on verra ; )
    Wünsche dir einen sonnigen Tag
    ♥-lich Brigitte

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  6. ...es sol aber sehr viele Hexen geben, die ihren Besen verloren haben und das ganze Jahr und nicht nur in der Walpurgisnacht ihr Unwesen treiben...

    Wieder ein grossartiger Post von Dir liebe Irmi!

    Ganz liebe Grüsse aus der Schweiz

    Hans-Peter

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  7. Liebe Irmi,
    ich habe schon wieder etwas neues gelernt... Ich wusste schon fast alles aus diesem Post, aber die Streiche, die du geschildert hast, die brauche ich mir jetzt nicht mehr ausdenken ;-) Danke!

    *lach*
    Fühl dich kräftig geknuddelt
    dein Mialein

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  8. Ich möchte unbedingt mal in den Harz zum Brocken - immerhin bin ich doch eine echte Hexe ;)

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  9. Liebe Irmi,

    manche Hexen fliegen ganzjährig ;-)... danke für diesen schönen Post...

    Liebe Dienstaggrüsse, Sichtwiese

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  10. Endlich komme ich dazu, eine ausgiebige Blogrunde zu machen und meine Grüsse zu hinterlassen.
    Uj, mein Fahrzeug steht vor der Türe - sieht genauso aus, wie von deinem Hexlein.
    Liebe Frühlingsgrüsse aus dem Salzkammergut

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  11. wow toll und mal wieder was gelernt :) liebe gruesse!

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  12. danke für die erinnerung an die walpurgisnacht.
    LG und schönen maienanfang!

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  13. Bei uns hier nimmt das regelrecht überhand. Und entartet mittlerweile auch. Das Aushängen der Gartentüre finde ich nicht sehr witzig. Es gelingt nicht immer, diese dann wieder aufzufinden. Das ist außer, dass es ärgerlich ist, dann auch noch teuer.

    Ansonsten - ich nehme immer den Besen, denn schließlich stehe ich auf alte Traditionen *ggg*.

    Lieben Gruß, Brigitte

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  14. Clopapier ect. ist hier out. Die Kids haben heute besseres vor und es gab auch immer sehr schnell Ärger mit der Polizei. Maibäume werden auch bei uns überall aufgestellt und private Bäumchen in den Gärten - kleine, schön geschmückte Birken für die Liebste :)

    Grüßle

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  15. Hallo Irmi,

    danke für die Informationen. Einige Tage schleppe ich schon die Idee mit mir herum, über die Walpurgisnacht und den Hexentanz und den Hexentanzplatz in Thale im Ostharz, wo ich einmal war, und über das Buch "Die Kleine Hexe" von Ottfried Preußler einen Blog zu schreiben. Vielleicht gelingt es mir mit deinem Hintergrundwissen ...

    Gruß Dieter

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  16. Liebe Irmi,
    danke für die Informationen zum 1. Mai. Vor allem, dass der Maibaum auch Marienbaum genannt wird, ist interessant. Wahrscheinlich ist der Ursprung in der germanischen Religion darin zu sehen, dass der Mai der Marienmonat ist - wahrscheinlich um, ähnlich wie bei Weihnachten, den heidnischen Feiertag zu überlagern.
    Bei uns im Dorf waren nur vereinzelt Streiche zu sehen, äußerst harmlose.
    Ich schick Dir wieder mal liebe Grüße am 1. Mai, wir hatten herrliches Wetter die letzten Tage!
    Irmgard

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  17. Also hier bei uns gibt es natürlich in jedem Ort einen Maibaum. Aber Kids die Streiche spielen in der Walpurgisnacht, das kenne ich von hier noch nicht einmal von Halloween.
    Puh, hoffentlich schwappt das nicht über
    Gruß vom Frollein

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Ich freue mich über jeden Kommentar und möchte mich auf diesem Weg recht herzlich dafür bedanken. Kommentare sind wie das Salz in der Suppe. Ohne fehlt sehr viel.