Sonntag, 15. April 2012

Dies und Das und Wilhelm Busch

Bevor ich auf den 180. Geburtstag von Wilhelm Busch eingehe,möchte ich


Carola Bartz


begrüßen, die aus dem fernen Kalifornien an den Neckarstrand gefunden hat. Nimm Platz und fühle dich wohl hier.


Johann Wolfgang Goethe starb im März 1832. Wilhelm Busch erblickte drei Wochen später in einem kleinen niedersächsischen Dorf das Licht der Welt. In der Kaiserzeit war Busch unbestritten der bekannteste und beliebteste deutschsprachige Schriftsteller. Auch in der Jetztzeit stehen seine Werke in unseren Bücherschränken. Wer von uns kennt nicht die Streiche von Max und Moritz oder die ergötzliche Geschichte der Frommen Helene? Busch´s Werke bleiben verblüffend zeitlos.
Busch wollte sein Leben lang frei und unabhängig sein und bleiben. Deshalb war das Briefeschreiben seine Art, mit der Welt in Kontakt zu bleiben. Er lebte 35 Jahre lang im Haushalt seiner früh verwitweten Schwester Fanny, die sich auf den Grübler bestens einstellte.
Die letzten Jahre seines Lebens verbrachte er bei seinem Neffen in Mechtshausen, wo dieser als Pfarrer tätig war.

Der Weise, welcher sitzt und denkt
und tief sich in sich selbst versenkt,
um in der Seele Dämmerschein
sich an der Wahrheit zu erfreun, 
der leert bedenklich seine Flasche, 
hebt seine Dose aus der Tasche,
nimmt eine Prise, macht Habschieh!
Und spricht:
"Mein Sohn, die Sach ist die!
Eh man auf diese Welt gekommen
und noch so still vorlieb genommen.
da hat man doch bei nichts was bei;
Man schwebt herum, ist schuldenfrei,
hat keine Uhr und keine Eile
und äußerst selten Langeweile.
Allein man nimmt sich nicht in Acht,
und schlupp! ist man zur Welt gebracht!"
(Wilhelm Busch)

Kommentare :

  1. Liebe Irmi,

    diese Worte von Wilhelm Busch kannte ich bislang noch nicht, hab Dank dafür... Wunderschön...

    Liebe Grüsse in dein Wochenende, Sichtwiese

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  2. ...sehr erfreulich, liebe Irmi,
    die Werke von Hern Busch...muss direkt mal wieder nachlesen...

    wünsch dir einen erfreulichen Sonntag,
    lieber GRuß von Birgitt

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  3. da habe ich mal wieder was gelernt über denn herren busch :) ich hab die bücher als kind geliebt und liebe diese immer noch :)
    liebe gruesse!

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  4. Ja ja der Busch! Der zaubert einem immer ein Laecheln ins Gesicht!

    Meine Enkelin hat Max und Moritz auf Hebraeisch und kann ganze Seiten auswendig! Also auch hier beliebt, der Wilhelm!

    Danke Irmi! :-)

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  5. Da schliesse ich mich an. Auch ich kannte diese Worte nicht. Aber die Geschichten ( Streiche) von Max und Moritz. Als Kind habe ich sie geliebt. Dir liebe Irmi einen schönen erholsamen Sonntag;)

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  6. Hallo liebe Irmi, immer wieder schön, wie du uns Dinge nahebringst. Da ich sBusch mag, freut es mich diesmal besonders, vor allem da Wilhelm Busch ja so viel mehr als Max und Moritz geschaffen hat. Aber durch diese beiden haben wir wohl alle ihn kennen- und liebengelernt. Dir noch einen schönen Sonntagabend. Lieben Gruß

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  7. "...und schlupp! ist man zur Welt gebracht!"
    Jaja, so ist es. Man kann gar nichts dafür, dass man da ist und hat trotzdem zeitlebens Ärger.
    Pardon, das stimmt nicht ganz, denn man hat auch oft viel Freude im Leben.

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  8. Buschs Werke sind einfach großartig! Und Du, liebe Irmi, hast ein wirklich herrliches Gedicht herausgesucht!

    Viele liebe Grüße,
    Sonja

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  9. Hallo Irmi,

    danke dafür, welche Menge von Kleinigkeiten man bei dir lernen kann. Klar, die Märchen von Wilhelm Busch schauen wir im Kinderkanal rauf und runter. Das Gedicht von Wilhelm Busch kannte ich so noch nicht. Wegen Gründonnerstag hatte ich zuletzt bei dir herumgestöbert. "Grün" stammt wahrscheinlich von dem Wort "greinen", hast du herausgefunden. Ich blogge ja auch mit ausländischen Bloggern. In Belgien ist es der "witte donderdag" (=weiß). Weiß kommt von der Fußwaschung her. Weiß, rein sind die Jünger nach der Fußwaschung vor dem Abendmahl geworden, daher ist der Gründonnerstag in Belgien ein "weißer" Donnerstag.

    Gruß Dieter

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  10. Als unser letzter Sohn klein war, mußten mein Mann und ich jeden Abend W. Busch vorlesen. Wir hatten etliche Bücher von ihm, er nahm sie mit. Aber diese Worte kannte ich nicht von ihm.
    Lieben Dank und Grüße
    margit

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  11. die Wilhelm Busch - Gedichte lese ich immer wieder sehr gerne :-)
    danke wieder für die Informationen

    lieber Gruß von Heidi-Trollspecht

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  12. Liebe Irmi,

    Das mag ich an dich so gerne, diese alte Kultur die soviel Wert hat wie die Geschichten von den Schriftstellern.
    Ganz lieber Gruss, ich mache mal schnell eine späte Runde nach 4 Tagen abwesigkeit. Ein neues Modem für's PC und nu nachholen.
    Mariette

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  13. Liebe Irmi,
    Wilhelm Bush habe ich oft in meinen Blogs zitiert.
    Er trifft oft den Nagel auf den Kopf. Hier ist eines seiner Gedichte,
    das so passend auch für unsere Zeit ist.

    Durchweg lebendig!

    Nirgend sitzen tote Gäste.
    Allerorten lebt die Kraft.
    Ist nicht selbst der Fels, der feste,
    Eine Kraftgenossenschaft?
    Durch und durch aus Eigenheiten,
    So und so zu sein bestrebt,
    Die sich lieben, die sich streiten,
    Wird die bunte Welt gewebt.
    Hier gelingt es, da mißglückt es.
    Wünsche finden keine Rast.
    Unterdrücker, Unterdrücktes,
    Jedes Ding hat seine Last.
    LG Gisela

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Ich freue mich über jeden Kommentar und möchte mich auf diesem Weg recht herzlich dafür bedanken. Kommentare sind wie das Salz in der Suppe. Ohne fehlt sehr viel.