Sonntag, 24. Februar 2013

Dies und Das....und auch so

kann man auf den Frühling (oder Lenz) warten. Mascha Kaleko ist seit eh und je eine meiner Lieblingsautorinnen. Schon ganz früh bekam ich  "Das lyrische Stenogrammheft"  geschenkt. Dieses Büchlein begleitet mich bis zum heutigen Tage. Allerdings ist es total vergilbt und es fällt auseinander. Vorsicht ist angesagt.




Die Heckenrose greift nicht zum Kalender,
Um festzustellen, wann der Lenz beginnt.
Die Schwalben finden heim in ihre Länder.
Ihr "Reiseführer" ist der Maienwind.

Der kleinste Käfer rüstet sich im Grase


Und weiß auch ohne Weckeruhr Bescheid.
Die Frösche kommen pünktlich in Ekstase.
Und auch die Schmetterlinge sind bereit.
Im Stalle blöken neugeborene Schafe,


Und junge Entlein tummeln sich im Bach.
Der Wald erwacht aus seinem Winterschlafe
Ganz ohne Kompaß oder Almenach.

Ein Badehöschen flattert von der Stange.


Es riecht nach Maitrank, Bohnerwachs und Zimmt.
Die Kaffeegärten rüsten zum Empfange.
Der Lenz beginnt. Es dauert ziemlich lange,
Bis ihn das Menschenherz zur Kenntnis nimmt.
Und Blüten treibt. (Sofern das Datum stimmt.)
(Mascha Kaleko)

Kommentare :

  1. Ein schönes Gedicht von Mascha Kaleko, aber eigentlich sind sie ja alle schön von ihr. Wenn's dann langsam auch schon so weit wäre und der Mai seinen Einzug halten würde, denn so langsam habe ich auch genug von der Kälte und dem Regen. Schnee haben wir hier ja leider nicht.

    Einen schönen Sonntag
    und liebe Grüsse
    Brigitte

    AntwortenLöschen
  2. Liebe Irmi,

    das ist ein wunderschönes Gedicht von Mascha Kaleko. Dein Foto dazu ist sehr schön. Ich mag ihre Gedichte sehr, sie berühren allesamt, ihr lyrische Sprache ist einzigartig.

    Liebe Grüsse von Rosanna

    ...verbunden mit eine grossen Dankeschön füe Deine wunderbaren Kommentare zu meinen Werklein!

    AntwortenLöschen
  3. Liebe Irmi,

    gute Bücher tragen Gebrauchsspuren. Am schlimmsten sieht mein Duden aus.
    Bild und Text sind wieder ein Gedicht bei dir.

    In Liebe
    Elisabeth

    AntwortenLöschen
  4. ein wunderschönes gedicht liebe irmi. herzliche gruesse

    AntwortenLöschen
  5. Bild und Text sind wunderbar,
    das genießt ein Tiger gar!

    ;-)))

    Liebgruß zu Dir!
    Tiger
    =^.^=

    AntwortenLöschen
  6. ...das gefällt mir gut, liebe Irmi,
    durch das fotografieren ist es bei mir ein bisschen besser geworden...ich nehme viel mehr in der Natur wahr, achte besser darauf...

    wünsch dir noch einen guten Sonntag,
    lieber Gruß Birgitt

    AntwortenLöschen
  7. Ich mag die Texte von Mascha Kaleko unwahrscheinlich gern. Auch dieses Gedicht ist wieder zauberhaft.
    LG Sabine

    AntwortenLöschen
  8. Liebe Irmi,
    bei mir würde es nicht lange dauern, bis ich zur Kenntnis nehmen würde, dass es Frühling wird. Ich registriere jede Veränderung da draußen mit Argusaugen *gg*. Irgendwann wird er ja kommen, der Frühling.
    Ja, ich habe auch solche Bücher, die schon bald zerfleddern, weil ich sie immer wieder zur Hand nehme. Der Gedichtband von Eugen Roth ist z. B. eines dieser Bücher.
    Auf Mascha Kaleko bin ich erst durch Dich aufmerksam geworden. Schön, immer wieder solche Anregungen in Blogs zu lesen. Danke Dir!
    Ich habe mich auch gefreut, von Dir einen Kommentar auf meinem Blog zu lesen. Ich bin ja nicht mehr regelmäßig bei Dir zu Besuch, was ja nicht böse gemeint ist, sondern einfach ein Zeitproblem ist. Ich habe es mir aber vorgenommen, wenigstens einmal wöchentlich bei meinen Lieblingsblogs vorbeizuschauen.
    Ich schicke Dir liebe Sonntagsgrüße, alles Liebe, Irmgard

    AntwortenLöschen
  9. Auf Mascha Kaleko wurde ich aufmerksam auf einer Beerdigung, dort hat die Mutter des verstorbenen Kindes das Gedicht

    "An mein Kind"

    vorgelesen. Es war eine sehr feierliche Beerdigung und sehr berührend.
    Seither mag ich die Gedichte von Mascha Kaleko sehr.

    Liebe Grüßle Eva

    AntwortenLöschen
  10. die Gedichte von Mascha Kaleko mag ich auch sehr gerne.
    Und so ein vergilbtes Büchlein ist Gold wert :-)

    lieber Gruß von Heidi-Trollspecht

    AntwortenLöschen
  11. Ich bin hier auf den Netz das erste Mal "über sie gestolpert".Jetzt lese ich gerade ihre Biographie.
    Ich bin sonst nicht wirklich ein Gedichteliebhaber, aber ihre Zeilen schleichen sich ganz einfach ein und dann dann lassen sie eine/n nicht mehr los...
    Ich wünsche Dir/uns einen baldigen Frühlingsbeginn(hier im Süden siehts schon hin und wieder danach aus, hört sich so an und riecht auch so...bis der Schnee wieder einen Zwischenstop einschiebt)
    Liebe Grüsse Irmi!
    bea

    AntwortenLöschen

Ich freue mich über jeden Kommentar und möchte mich auf diesem Weg recht herzlich dafür bedanken. Kommentare sind wie das Salz in der Suppe. Ohne fehlt sehr viel.