Dienstag, 26. März 2013

Dies und Das und die heutige Zeit






Wenn ich zurückdenke, dann  war ich damals so beschäftigt, dass ich darüber fast vergessen habe zu leben.
Termine, Veranstaltungen, Treffen, Kurse, Freizeitstress - und wo blieb der Mensch? Mir ist bewusst, dass die Technik unsere Welt immer schneller macht. Aber macht sie uns auch schneller?
Unsere  Welt ist ein Dorf. Die Finanzmärkte sind auf Gedeih und Verderb miteinander verbunden. Internationale Verflechtungen diktieren unser Leben und wenn wir heute in einen Supermarkt gehen und noch einen Apfel finden, der von einem Baum in unserer Umgebung stammt, dann herzlichen Glückwunsch.
Aber bei aller Verflechtung und aller Verbindung: Im tiefsten Innern unserer Seele werden wir unserem Nächsten immer fremder. Weil wir vor lauter Geschäftigkeit gar nicht mehr dazu kommen, mehr als das Nötigste auszutauschen.
Was wissen wir wirklich von unserem Nachbarn.Von unserem besten Freund? Und was wollen wir wirklich wissen? Denn wissen wollen, was die Welt unseres Nächsten im  "Innersten zusammenhält" heißt, dass wir unsere Geschäftigkeit unterbrechen. Dazu bedarf es in der heutigen Zeit schon eine gehörige Portion Mut.
Ich in froh, dass ich die Hektik des Alltags nicht mehr an mich heranlassen muss. Dass ich mein Leben nach meinem Gusto gestalten kann. Und ich  mich auch von Menschen fernhalten kann, die mir nicht guttun.

Spruch des Tages:
Fürchte dich nicht, langsam vorwärts zu gehen.
Fürchte dich nur davor, stehen zu bleiben.
(Chinesische  Weisheit)

Kommentare :

  1. Liebe Irmi,
    das sind wahre Worte! Auch der Spruch des Tages!
    Ich wünsch Dir einen wunderschönen und glücklichen Dienstag!
    ♥ Allerliebste Grüße Claudia ♥

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  2. Liebe Irmi,

    oft fehlt die Kraft zum Widerstand.

    Sonnige Grüße und einen guten Dienstag

    Elisabeth

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  3. Liebe Irmi
    Da hast Du recht .Oft haben wir schon wieder vergessen was Gestern,Vorgestern und erst recht vor einiger Zeit war.
    Liebe Grüße Christa

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  4. Liebe Irmi,

    eine sehr tiefe Frage, denn trotz Technik, Erleichterungen oder Forschung bleibt doch die Frage welche Zeit wir wirklich für uns so nutzen, dass wir damit zufrieden und im Gleichgeicht sind. Ein hohes Ziel - aber wenn man sich dem bewusst ist und danach handelt, hat man vielleicht schon etwas für sich gefunden.

    Ein sehr interessanter Dekansto´und Post!
    Liebe Grüße von Senna

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  5. Hallo Irmi,
    das sind ganz viele Gedanken auf einmal. 1. Stress mit vielen Terminen usw. betrachte ich grundsätzlich positiv, da ich Antriebe brauche. Auf Terminen, Veranstaltungen und unter Menschen bekomme ich durchaus solche Antriebe. Wichtig sind Ruhephasen, so dass ich in einen Rhythmus des Einatmens (erleben) und Ausatmens (reflektieren) komme. 2. Ich bin wenig Technik-affin und mit der technik habe ich so meine Probleme, a) weil ich sie nicht immer richtig bedienen kann und b) weil eigentlich der Mensch das Maß aller Dinge ist (Sokrates) 3. Ja, wir leben in einer globalisierten Welt. Warenflüsse und Finanzmärkte gehen rund um die Welt. Aber wir bewegen uns auch selbst globalisiert durch die Welt: wir fahren Auto, wir fahren in Urlaub, wir trinken spanischen Rotwein, wir essen in der nächsten Imbißbude italienische Pizza usw. 4. Ja, diese Entfremdung berührt mich auch. Egoismus ist unser Zeitgeist. Jeder denkt zuerst an sich selbst. Niemand fühlt sich mehr einer Gemeinschaft verpflichtet. In Vereinen usw. habe ich dies aber ungefähr seit meiner Kindheit kennen gelernt. 5. Was wir von unseren Nachbarn wissen, hängt auch von uns selbst ab, wie weit wir uns gegenüber anderen öffnen. Da wird jeder seine eigene Grenze ziehen, was er preisgibt und was nicht. Letztlich wird jeder irgendwelche Geheimnisse für sich behalten. Und selbst in Köln in einer Mietskaserne habe ich die Nachbarn so kennen gelernt, dass man sich freundlich grüßt, ein Schwätzchen hält und vom Umgang her durchaus vertraut miteinander ist. Das finde ich O.K. 6. Hektik des Alltags ist natürlich ein Problem. Die Entschleunigung schaffe ich nicht immer, da prasselt zu oft am Arbeitsplatz und auch zu Hause zu viel auf mich ein. Ausgleich sind sicherlich meine Rennradtouren, wozu ich aber auch relativ viel Zeit benötige. Jedenfalls bin ich anschließend ein komplett anderer Mensch.

    Gruß Dieter

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  6. Liebe Irmi,
    wohl dem, der von sich sagen kann, seinen Weg gefundenzu haben. Für schließt sich nach der Frage: Aber macht sie uns auch schneller?
    ein zweite Frage an: "... und macht sie uns dadurch glücklicher?"

    Im Moment des Erfolgs glaubt man fälschlicherweise daran, doch die wahre Erkenntnis erschließt sich später. Wann das später sein wird und wie sich die Erkenntnis einstellt ist so unterschiedlich wie der individuelle Weg zu dem, was du vielleicht mit Gusto meinst.

    herzlichst,
    egbert

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  7. Ein schöner Post. Ja, manchmal ist diese Hektik, die Verflechtung, das Nicht-Lebensnahe nicht so toll. Andererseits kann man auch bei der Arbeit und Kursen viel Spaß haben und so viel Befriedigung aus dem Leben ziehen. Ich denke, wichtig ist, die richtige Balance zu halten, doch das ist nicht immer einfach.

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  8. Alles hat zu seiner Zeit seine Berechtigung. In einer neuen Lebensphase ankommen, bedeutete mir auch immer die vergangene Zeit in Frage zu stellen. Nach einer Weile sah ich es so an: Das Alte war gut so, ich habe es gemeistert, jetzt gebe ich dem Neuen die gleiche Chance. Auch Wegbegleiter/Innen, die nur für eine Weile das Leben bereicherten, haben ihren Wert und ich möchte diese gemeinsame Zeit nicht missen, aber neue Erkenntnisse sollen zum eigenen Wohle umgesetzt werden, auch wenn es den/die Lebenszeitabschnittsgefährten/Innen schmerzt.

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  9. ...ich bin froh, liebe Irmi,
    mehr Zeit für mich zu haben und zur Ruhe kommen zu können...wenn ich nicht die Arbeitsstelle vor ein paar Jahren gewechselt und die Arbeitszeit reduziert hätte, wäre das viel schwieriger...aber ich weiß auch, dass das nicht selbstverständlich ist, dass ich das tun konnte...

    wünsch dir einen guten Tag,
    lieber Gruß Birgitt

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  10. Menschen, die noch im Arbeitsprozeß eingebunden sind, die haben es schwer sich aus all diesen Verpflichtungen zu lösen. Aber - es geht und zwar ganz einfach, man muss nur Prioritäten setzen.

    Seit ein paar Jahren muss ich gar nichts mehr, ich habe die letzte Möglichkeit angenommen und bin mit Abzügen in Rente gegangen. Und seitdem habe ich entschleunigt, d. h. ich habe auch das Internet ganz erheblich für mich reduziert. Denn das Hauptübel und die Überbeanspruchung liegt auch bei vielen im unmäßigen und unnötigen Gebrauch von Phones aller Art, PC, TV usw.

    Was ich mache, ich kümmere mich in erster Linie gerne um die Menschen, die um mich sind. Das ist mir das Wichtigste. Und dann gibt es viele Bücher, lange Spaziergänge, ab und zu eine Handarbeit, ein liebevoll gepacktes Päckchen.

    Außerdem - erinnerst du dich noch, wie lange unsere Arbeitszeiten waren, ich weiß noch 48 Stunden die Woche, nebenher Familie, Kinder, Hausarbeit. Das haben wir alles geschafft. Wir Frauen in diesem Alter wurden dafür auch mit einer geringeren Anrechnung unserer Kindererziehungszeiten belohnt. Aber trotzdem, wir hatten Zeit, denn wir hatten noch nicht so unendlich viele unwichtige Dinge zu tun.

    Nachbarn: Wir haben liebe Nachbarn, die wir gerne sehen. Wir haben aber auch Nachbarn, die uns z. B. Schwarzbauten vor die Nase gesetzt haben. Da sagt man dann auch nicht einfach "danke" und freut sich.

    Liebe Grüße und ein schönes Osterfest, Brigitte

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  11. Liebe Irmi ,wir wachen jeden Morgen auf und sagen uns "Gott sei Dank müssen wir uns dieser Hektik nicht mehr aussetzen" .Haben wir alles hinter uns .Nur unsere Kinder tun mir oft leid .Die Hetzte und Hektik wird immer schlimmer .Ich wünsche dir geruhsame und schöne Osterfeiertage .Liebe Grüße Ina

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  12. Das stimmt irmi, ich habs heute am eigenen leib erfahren, soviel menschen auf einmal.
    auch ich bin froh, dass ich mein leben gestalten kann wie ich will. ich kann machen was ich will, bin keinem rechenschaft schuldig und mache das was ich will.
    aber machen wir uns alle nicht auch ein bisschen abhängig von handys, mail usw.?
    Sind wir nicht ständig auch auf dem handy zu erreichen. ich habe ein ganz einfaches handy und das ist meist nicht angeschaltet. höchstens, wenn ich mal weggehe.
    aber ich muß doch nicht dauernd zu erreichen sein. früher ging das doch auch.
    ich schreibe mal schnell ein mail heisst es doch immer. wäre es nicht besser, wenn wir uns mal hinsetzen würden und einen brief schreiben? ich habe eine liebe freundin, mit ihre schreibe ich immer und zwar von hand, das sind manchmal schon
    ein paar seiten. aber man setzt sich hin und überlegt. ich finde sowas viel schöner, als ständig mails zu beantworten.
    doch, meine nachbarn kenne ich, wir hocken zwar nicht ständig zusammen, aber wir borgen uns auch mal etwas aus, wenn wir was vergessen haben einzukaufen. auch die
    leute im stock unter mir kenne ich und noch ein paar menschen. man begegnet sich im hausflur und redet miteinander und da ich in der nachbarschaftshilfe tätig bin, biete ich auch hilfe an, auch bin ich in erster hilfe ausgebildet. ich muß das einmal vor jahren in anspruch nehmen und seither nicht mehr. ich bin aber auch der meinung, dass jeder in punkto erste hilfe bescheid wissen sollte und notfalls auch helfen kann.
    in diesem sinne ein schönes osterfest

    lg eva

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  13. Liebe Irmi,
    Gerade durch Krankheit lernt man auch was wirklich WICHTIG IST! Wie du schreibst: auch von Menschen fernhalten kann, die mir nicht guttun - auch dass ist sehr wichtig!
    Wir sollen ja positiv bleiben und unsere weitere Tagen, Wochen,Monate und Jahre wenn man Glück hat, so einteilen das wir auch Freude geben können und empfangen von diejenigen die uns wirklich nah sind. Weswegen immer anstrengen um es 'jeder' nach dem Sinne zu machen...?
    Ganz lieber Gruss,
    Mariette

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  14. Ähnliches hab ich heute bei uns in der Zeitung gelesen, liebe Irmi, und hatte mir dazu auch meine Gedanken gemacht. Ich kann deinen Worten nur beipflichten. Zum Glück bin ich ein Mensch, der sich viel Ruhe sucht. Deshalb liebe ich ja den Wald und meine Wanderungen, ich brauche das sehr. Das ist es auch, was ich den Menschen vermitteln will, nur gelingt es mir nicht bei jedem. Aber so muss sich jeder das aussuchen, was er meint, für sein Leben zu benötigen.

    Ein lieber Abendgruß
    von der Waldameise

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  15. Liebe Irmi,
    gerne habe ich Deinen Post gelesen und kann Dir in Vielem beipflichten. Ich bin auch froh, dass ich nun den ruhigeren Weg gehen darf, nachdem ich im Ruhestfand bin! Ich beneide die älteren Menschen, die noch im Berufsleben stehen keinesfalls; auch den Jungen wird ganz viel abverlangt. Stress ist an der Tagesordnung!
    Ich bin auch froh darüber, dass ich für mich zu der Erkenntnis gelangt bin, dass ich mich nur mit den Menschen auseinander setzen darf, die mir gut tun. Früher hatte man unnötigerweise oft viel geschluckt und Dinge hingenommen, die man besser gelassen hätte. Aber dazu sind wir ja auf unserer Erde, dass wir immer und immer wieder dazu lernen! Wir werden nie schlau genug sein!
    Liebe Irmi, ich wünsche Dir eine schöne Osterwoche und ein frohes, vielleicht auch sonniges OSTERFEST!

    Liebe Grüße an DICH - Renate - ♥

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  16. Ich glaube das Leben ist ein immerwährender Lernprozess und jeder Mensch ist anders, fühlt anders, denkt anders...Ich merke die letzten Jahre immer mehr wie gut mir Ruhe tut, einfach nur Zeit für mich, ein gutes Buch, eine Tasse Tee...
    Es sind die kleinen Dinge die man lernt zu schätzen in einer Welt voller Trubel und Chaos.

    Lieben Dienstagsabend Gruss, Michaela

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  17. Liebe Irmi, ich spreche ab und zu sogar fremde Menschen an. Da kenn ich nix, lach.
    Ab und zu nehme ich mir Zeit, wenn ich unterwegs bin. Oh ja.
    Und es ergeben sich dann oft interessante Gespräche.
    Liebe Grüße
    Bärbel

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  18. Ruhe brauche ich immer wieder und immer mehr, der Trubel überall tut mir nicht gut und ich bin froh, dass ich oft genug Gelegenheit habe,in der Natur zu sein.

    LG Mathilda

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  19. Liebe Irmi,
    es ist immer ein Gewinn, auf Deiner Seite zu lesen. Zu diesem Beitrag kann ich sagen, dass es mir ähnlich geht. Allerdings igle ich mich gerne selber ein, bin privat nicht der gesellige Typ. Aber ich gehe auch auf andere Leute zu und rede mit ihnen, lächle sie an. Ist schwierig, da eine Balance zu finden.
    Die Geschichte von Andersen kannte ich noch nicht, danke dafür. Aber sein Werk ist ja auch so vielfältig, dass es noch Neues für mich zu entdecken gibt. Aus seinen Geschichten klingen sehr oft wehmütige und melancholische Gedanken. Er war aber auch ein guter und scharfer Beobachter.
    Danke Dir auch für die anderen Recherchen, die wieder lesenswert waren. Mir gefällt die Bescheidenheit des neuen Papstes. Abzuwarten bleibt, ob sich endlich etwas Richtung Ökumene verändert und sonst frischer Wind in die Kirche kommt.
    Ich wünsche Dir von Herzen noch schöne vorösterliche Tage und ein Frohes Osterfest. Das Wetter wird wahrscheinlich nicht so, wie wir wollen, aber schöne Stunden können wir uns ja trotzdem machen :-)
    Liebe Grüße, Irmgard

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  20. Guten Morgen, Irmi (◠‿◠)
    Da hast du dir ein sehr tiefggehendes Thema ausgesucht, in dem viele Einzelstränge von Themen stecken. Unser Pfarrer sagt immer wieder: "Alles hat seine Zeit!" Was machen wir damit? Was können und was wollen wir damit machen? Unsere Welt ist so hektisch und von Informationen sowie Manipulationen überflutet, dass die Menscheheit ganz wuschig wird. Schnell schnell, um alles zu schaffen... aber hat man dadurch mehr Zeit oder weniger? Mehr vom Leben oder weniger? Was ist das Leben...? Ein Mann aus meinem Bezirk ist seit 3,5 Monaten zum Schutz seines Lebens im Krankenhaus eingesperrt und weiss nicht, wann sie ihn da wieder heraus lassen. Er lebt, sein leben ist geschützt, aber was hat er jetzt von seinem Leben?
    Danke für deinen Cmt: Ich lebe von Geburt an in Berlin, und mir geht es genau andersherum, also auch seltsam, wenn ich auf ein Dorf oder noch ländlichere Gegenden komme. Das ist ein sehr sehr befremdliches Gefühl.
    Ich sende dir liebe Grüße zur Karwoche, Wieczora (◔‿◔) | Mein Fotoblog

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  21. Liebe Irmi
    wie wahr du es ansprichst... es ist schade dass jeder aneinander vorbei geht und nur noch stressig schaut und rennt!
    Selbst im hohen Alter wenn sie in Rente sind sehe ich immer mehr solche Menschen.
    Ruhe, sich besinnen auf die Natur und sich nicht an zu passen sondern seine Oase zufinden um aus der Hektik zu entfliehen macht sehr viel aus.
    Sich zu besinnen was ist eigentlich Leben und wie kann ich Ruhe hinein bringen in meine Freizeit das wäre so sinnvoller wie vollstopfen bis in die Nacht hinein! Du hast deinen Weg gefunden das finde ich sehr gut!Ich hoffe den finde ich auch wenn ich umgezogen bin!
    Ich wünsche dir einen schönen Tag
    Lieben Gruss Elke

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  22. Danke Irmi der Spruch ist wirklich gut.und das was du da schreibst hat mir auch gefallen.
    einen LG vom katerchen

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Ich freue mich über jeden Kommentar und möchte mich auf diesem Weg recht herzlich dafür bedanken. Kommentare sind wie das Salz in der Suppe. Ohne fehlt sehr viel.