Sonntag, 21. April 2013

Dies und Das über die Angst

 Wenn die Angst, etwas zu verlieren, größer ist als die Freude, etwas Neues zu entdecken, dann ist es an der Zeit, die alten Träume und Visionen neu zu beleben. Es gab eine Zeit, da hatte ich vor nichts Angst. 
Ich bin voller Vertrauen in meine Kraft auf einen Baum geklettert. Beim Wettrennen mit den Jungen von nebenan habe ich mehr als nur einmal auf der Nase gelegen - bin wieder aufgestanden und weitergelaufen.

 Und dann später in der Schule. Alles war möglich. Das ganze Leben lag vor mir. Ich fühlte eine unbändige Kraft in mir und das Einzige was wirklich gestört hat, waren die vielen Dinge, die verboten waren. Ich hatte Träume, Visionen und Ziele. Wie oft musste ich mir anhören: "Du bist ja verrückt. Das wird nie etwas. Versuch es erst gar nicht. Du solltest nach einem sicheren Weg (Beruf, Ziel, Ausbildung etc.) für die Zukunft suchen."
Mit der Zeit erkannte ich, dass Träume, Visionen und Heldentaten etwas für die anderen war, nichts für mich.

Im Verlaufe der Zeit wurde ich ängstlich. Fing an zu überlegen. Konnte nicht mehr so spontan reagieren. Aber eines steht fest: mein Rückgrat hat man mir nie brechen können. Auch wenn ich Angst vor manchen Dingen hatte, so habe ich mich langsam herangetastet. Aber ich habe mich von einigen Träumen verabschiedet. Habe sie als unerfüllbar abgetan. Heute weiß ich, dass das falsch war. Man muss sich von der Angst verabschieden und zu den Träumen und Visionen zurückfinden. Dazu ist es nie zu spät und selten zu früh! Wenn ich ganz tief in mich hineinhorche, kann ich meine unerfüllten Träume wiederfinden, oder zumindest einen. Wenn er noch lebendig ist, dann sollte ich mich fragen, welcher Traum auch heute mein Herz noch schneller schlagen läßt. Alle Ängste abstreifen - und versuchen, den Traum zu realisieren. Wenn auch in abgeschwächter Form. Denn der jugendliche Drang ist längst vorbei und es ist eine gewissen Ruhe in mein Leben eingekehrt.

Man braucht nichts im Leben zu fürchten, 
man muss nur alles verstehen. 
(Marie Curie)
/x/details.png

/x/details.png

Kommentare :

  1. Liebe Irmi,

    deinen Worten stimme ich zu.

    Sonnige Sonntagsgrüße

    Elisabeth

    AntwortenLöschen
  2. Liebe Irmi
    was für ein wunderbares Posting, es ist so passend mit meinem Sehnsuchsttraum der in Erfüllung gerade geht... dass ich ihn laut ausgesprochen habe und er erhört wurde von meinem Schatz und so konnten wir zusammen es an gehen um ihn zu wirklichen..
    Ich wünsche dir liebe Irmi Träume deine Träume und lass einiges wahr werden wenns nur ein Funke wäre von dem was wäre wenn du es machen würdest!
    Das Leben wird immer bunt und lebendig sein mit unseren Träumen, Wünschen, Sehnsüchten es ist wie Magie erinnert mich an jemand aus der Bloggerwelt!
    Schönen Sonntag!
    Lieben Gruss Elke

    AntwortenLöschen
  3. Ich glaube, dass eine gesunde Angst durchaus normal ist und die hat auch jeder Mensch.
    Wünsche haben wir auch Alle und ich finde es schlimm, wenn wir diese nicht mehr hätten.

    Irgendwo habe ich - glaub gestern im Krankenhaus - gelesen, dass es gar nicht menschlich ist, keine Angst zu haben.

    Einen wunderschönen Sonntag wünsche ich dir
    liebes Grüßle Eva

    AntwortenLöschen
  4. Guten Morgen, liebe Irmi (◠‿◠)
    Du hast wieder ein sehr interessantes Thema aufgegriffen. Mir ging es von der Entwicklung her ähnlich. Allerdings sehe ich auch heute eine konträre Erziehung oder auch ein Herumzerren an mir durch Elternhaus und Pädagogen im Auftrag unseres Staates. Ich finde, wir bekommen in Deutschland Flausen in den Kopf gesetzt, Lügen die zu Träumen und Visionen führen sollen... Eltern dagegen - zumindest einige - versuchen dem Kinde eher etwas Angst zu machen, es wieder auf den Boden der Realität zu ziehen und sagen Dinge wie: Mach erst mal eine Ausbildung, suche dir etwas sicheres, auch wenn es langweilig erscheint....
    Danke für deinen Cmt.: Mir ging das genauso mit diesem Vorfall. Schon als ich das erste Video von Zoltan, dem Initiator der Wärmestube, gesehen habe, kamen mir die Tränen. Ich finde auch, es ist keine Erziehung, kein Anstand, kein Respekt so über eine Tote her zu ziehen. Dazu kommen noch die vielen Widersprüchlichkeiten, als wären wir Medienkonsumenten alle komplett verblödet.... Aber heute versrprühe ich wieder bessere Lauen in der Blogosphäre, und gehe tierisch ab. hihi Ich sende dir liebe Grüße zum Sonntag, Wieczora (◔‿◔) | Mein Fotoblog
    ….。☼ ♥ ☼ 。
    ….☼.\|/☼
    …❤..(◠‿◠)…❤
    ….☼./|\☼
    …. 。☼ ♥ ☼ 。

    AntwortenLöschen
  5. Ängste begleiten uns ein Leben lang.Als wir noch Klein waren kannten wir keine Angst,mit dem Alter und der Erfahrung im Leben wird man ängstlicher.
    LG
    Nicole

    AntwortenLöschen
  6. Die Angst vor der Angst macht uns Angst.

    Einen Sonntag ohne Angst wünsche ich uns,
    egal in welcher Form nun.


    Liebgruß,
    Tiger
    =^.^=

    AntwortenLöschen
  7. Es ist nie zu spät !!! Es gibt ein Zitat : ...Lieben heißt die Angst verlieren... !
    Liebe deine Träume und hole sie wieder hervor... egal wie alt man ist. So ist das, nur wir haben es vergessen... die meisten jedenfalls. Als Kind gehört dir die Welt, nur die Erwachsenen formen sie für dich... so ist das nun mal. Man muss nur gestärkt werden von den Menschen die einen umgeben, dann geht man immer weiter... und wenn man hinfällt, egal wie oft, aufstehen, aufstehen, aufstehen...
    Einen schönen Sonntag und er wird schön... immer.
    Liebe Grüße
    Rita

    AntwortenLöschen
  8. hallo liebe irmi,
    gefahren erkennen und daraus lernen. als kind sieht menschlein keine gefahr.
    realen ängsten kann ich mich stellen, meine übersteigerte höhenangst trainiere ich durch langsames herantasten, regelmässiges herantreten an das balkongeländer in der 3. etage und es reicht und gelingt mir. eine gondelfahrt wäre gewiss noch der reinste horror...
    lieber erfreue ich mich nun an der sonnenwärme als über das abschmelzen der polkappen zu denken :).
    alles hat seine zeit!
    lg kelly

    AntwortenLöschen
  9. Liebe Irmi, das ist wieder ein Post zum nachdenken. Ich stimme dir voll zu. Liebe Grüße von Margarethe

    AntwortenLöschen
  10. Liebe Irmi, das ist ein Post, der mich ins Denken bringt.
    Hatte ich Wünsche? Eher weniger, glaube ich.

    AntwortenLöschen
  11. liebe irmi,
    lebe deinen traum.
    du schaffst es, glaub mir.
    liebsten gruß
    dieter

    AntwortenLöschen
  12. Liebe Irmi, dank dir nochmal für deinen lieben Kommentar. Ein schöner Post von dir. Mit Ängsten beschäftige ich mich auch schon seit langem und ja, sie lähmen uns oft und hindern uns am Verwirklichen unserer Träume. Gesunde Angst schützt uns allerdings auch oft. Ich wünsche dir alles Gute für die kommende Woche. Lieben Gruß Doris

    AntwortenLöschen
  13. Liebe Irmi,
    nur zu wahr! Wenn wir uns von der Angst beherrschen lassen, wird unser Leben grau und fad und wir zu ihren Marionetten. Das heißt nicht, dass ich nicht auf meine innere Stimme höre. Wenn sie mich warnt, bin ich vorsichtig. Vorsicht kann der Angst die Flügel stutzen.
    Lieben Gruss von Sabine

    AntwortenLöschen
  14. Eben habe ich gelesen "ohne alte Ufer zu verlassen wird man keine neuen entdecken". Jede Änderung beinhaltet ein gewisses Risiko, und das sollte man schon eingehen, denn sonst wird es irgendwann sehr öd. Änderungen sind spannend, auch wenn man älter ist.

    Lieben Sonntagsgruß, Brigitte

    AntwortenLöschen
  15. Ehrliche offene Worte zu dir selber...schau mit Freuden nach vorn.
    Liebe Grüße, Uwe-Jens

    AntwortenLöschen
  16. Angst - eines der menschlichen Grundgefuehle - ist etwas ziemlich unangenehmes. Berechtigte Angst kann uns aber auch schuetzen. Sie kann uns helfen richtige Entscheidungen zu treffen, manchmal sogar durch einen Adrenalinstoss ausgeloest, der uns sofort handeln laest. Wenn Angstzustaende aber klinisch werden und die Kontrolle verloren geht, ist das eine Angststoerung und Hilfe muss in Anspruch genommen werden.
    Ich denke, dass Angst vor Krankheiten, oder vor dem Alter, oder vor finanzieller Not und solchen Dingen, uns allen bekannt snd, und diese Aengste muss man halt bewaeltigen, was nicht immer ganz einfach sein mag.

    AntwortenLöschen
  17. Brilliant cloud formations Irmi. And I learnt to live with it.

    AntwortenLöschen
  18. Viel zum Nachdenken, aber in meiner Jugend war ich auch nicht ängstlich, da habe ich alles durchgezogen und auch heute noch bin ich so, wenn auch mit einigen Einschränkungen, denn das ist vielleicht nicht die Angst, eher eine Befürchtung und das könnte massiv zur Angst werden.
    Das Zitat ist sehr gut, daran kann man sich halten.
    LG Mathilda ♥

    AntwortenLöschen
  19. Liebe Irmi,
    Sehr schöner Post! Ich mag es so zu philosofieren (ob ich es richtig schrieb?) und es stimmt über die Sturm und Drang Periode wenn man jung ist. Wirklich Traumen soll man die Hand reichen und sich wieder mitführen lassen!
    Ganz lieber Gruss,
    Mariette

    AntwortenLöschen
  20. Hallo Irmi,
    ich habe erfahren, dass fleißig daran gearbeitet wird, alle Träume, Visionen, Wünsche usw. zu zerstören. Das kann der Alltag sein, der Arbeitgeber, der Staat, ja, selbst die eigene Familie. Dieser Zustand wäre für mich schrecklich, wenn all dies zerstört wäre. Dann hätte ich keine eigenen Antriebe mehr. Ich würde mich nur noch bevormundet fühlen und in einem Gefängnis eingesperrt fühlen.

    Gruß Dieter

    AntwortenLöschen
  21. Meine liebe Irmi, wie schön Du das beschrieben hast.
    Ich habe auch dieses Thema oft behandelt.
    Ich schrieb für eine Freundin das Buch: Keine Angst mehr. Sie starb an Blasenkrebs. Hatte darüber auch ein Buch geschrieben, als sie glaubte, sie sei geheilt.
    Zu gerne hätte sie noch ihre Gedichte veröffentlicht. Ich erfüllte ihr mit ihrem Mann diesen Wunsch posthum.
    Ihr Leitsatz war:
    Angst begleitet uns unser ganzes Leben lang, nur die Toten sind ohne Angst.
    Sie hieß Andrea Seyfferth. Auf meiner Bücherseite steht mehr über sie.

    Entschuldige, dass ich so ausschweifend kommentiere, aber Dein Gedanke berührte mich.
    Liebe Grüße
    Flo

    AntwortenLöschen
  22. der Spuch Irmi ..genau SO ist es wenn man hinter die Kulissen schauen darf ist man schon anders drauf
    einen LG in den Tag vom katerchen

    AntwortenLöschen

Ich freue mich über jeden Kommentar und möchte mich auf diesem Weg recht herzlich dafür bedanken. Kommentare sind wie das Salz in der Suppe. Ohne fehlt sehr viel.