Mittwoch, 8. Mai 2013

Dies und Das über Türen

 

Wenn ich durch die Straßen gehe, frage ich mich manchmal, was sich hinter den Türen so alles verbirgt. Vielleicht möchten wir es gar nicht wissen. Nicht umsonst heißt es doch: "Ein jeder fege vor seiner eigenen Tür." Und so ist es auch. Da kommt ein kleiner oder großer Haufen zusammen. Keiner kann sich davon freisprechen.


Gute Nachrichten gehen  durch geschlossene Türen - aber  auch die schlechten.
Aber  leider wissen immer die die Menschen am meisten über Nachbarn, die wirklich zuerst vor ihrer Tür fegen sollten.

.

In unserer Straße  - genau bei mir gegenüber -  steht ein Haus zum Verkauf an. Da wird unter fremden Namen angerufen, um den Kaufpreis zu erfahren. Warum? Sie wollen das Haus doch gar nicht kaufen. Da wird über Interessenten gesprochen - sie haben sich vielleicht noch gar nicht entschieden und wollen das Haus  nicht kaufen. Die Türen sind geschlossen - und doch gehen wilde Gerüchte herum. Das ist mir unverständlich.

Türen sagen manches aus
über den, der wohnt in einem Haus.
Es ist, als hätten sie ein Gesicht,
dessen Mimik zu uns spricht,
ob dieser Mensch einem zugetan,
oder ob´s besser, man klopft nicht an.

Manche Türen haben den Schein,
als riefen sie: "Komm´nur herein,
Gäste stets willkommen sind,
egal, ob alt, ob jung, ob Kind."

Manche sind auch abweisend stolz:
"Wir sind nicht aus gewöhnlichem Holz!"
Bei etlichen steht Eitelkeit vorne dran,
weil aus Kupfer und Gold und anderem Kram.

Ein Blick auf die Türe sich immer lohnt,
ein wenig zeigt sie, wer da wohnt.
© Irmgard Adomeit

Kommentare :

  1. Türen Irmi ,die Visitenkarte des Hauses..glaube da ist schon etwas dran.
    einen schönen Beitrag mit wunderbaren Bildern hast du eingesetzt es hat mir sehr gefallen Irmi

    einen lG zum Mittwoch vom katerchen

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  2. Dazu antworte ich mal mit einem Gedicht, nein, eher mit einer Frage -

    Türen

    Hinter einer
    wohnt das Lachen
    hinter einer
    wohnt ein Schrei
    hinter einer
    wohnt die Stille
    hinter einer
    wohnt die Hast
    hinter einer
    wohnt die Traumzeit
    hinter einer
    wohnt das Licht
    hinter einer
    wohnt die Kälte -
    hinter welcher
    wohnt das ICH ?
    (Mascha)

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    1. sebstgeschrieben? gefällt mir, Mascha!

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  3. Die blog, liebe Irmi, ist für mich auch so etwas wie eine Tür bzw. verfügt über so eine Funktion. Gern schaut man darauf und gern lässt du uns mit dir gemeinsam dahinter schauen. Immer gibt es eine neue Erkenntnis, einen AHA Effekt und fast immer ein Lächeln.

    Schön, dass du deine Tür so pflegst.

    herzlichst,
    egbert

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  4. Schöne Türen zeigst du hier, liebe Irmi .. und wie wahr, dass man zuerst vor der eigenen Türe kehren sollte, symbolisch gesehen. Warum Menschen sich so verhalten, wie du es erzählst in Bezug auf das zum Verkauf stehende Haus - ich werde das niemals begreifen!

    Sonnige und ganz liebe Grüße schick ich dir ..einen schönen Feiertag wünscht dir
    Ocean

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  5. ...ja manche Menschen, liebe Irmi,
    wissen sich einfach nicht besser zu beschäftigen, als andere zu beobachten und zu beurteilen...eigentlich können sie einem nur leid tun, denn sie verpassen so viele schöne Kleinigkeiten, die auch ihr Leben bereichern könnten...

    wünsch dir einen guten Tag,
    lieber Gruß Birgitt

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  6. Liebe Irmi,

    nur die unklaren Menschen haben mit anderen Probleme.
    Wenn ich meine Wohnung verkaufen möchte, dann schreibe ich den Preis.

    Liebe Grüße
    Elisabeth

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  7. Ja, so sind die Menschen nun einmal und ob wir uns von diesen Neugierigen und tratschenden Mitbürgern unterscheiden, das entscheiden wir ganz allein. Andererseits, möchte ich den Menschen kennenlernen, der noch nie getratscht hat. Wenn es gar kein Getratsche gäbe, wäre die Welt wahrscheinlich um einiges langweiliger und die Boulevardzeitungen hätten nichts mehr zu schreiben. Ich denke, es kommt immer auf das Maß an. Es gibt Leute, die haben den ganzen lieben Tag nichts anderes zu tun und kümmern sich um jeden Mist, der sie nichts angeht und es gibt Leute, die ab und zu im Gespräch oder in einer Gruppe tratschen und die gibt es überall. Und wie Du schon sagst liebe Irmi, wir sollten alle erst vor unserer eigenen Tür fegen und da nehme ich keinen aus. Übrigens gefällt mir das Gedicht von Mascha weiter oben sehr gut.

    liebe Grüsse
    Brigitte die Weserkrabbe

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  8. Liebe Irmi,

    ja was geschieht so hinter mancher Tür, das fragt man sich wirklich oft, aber eigentlich muss man es gar nicht wissen......

    Geschlossene Türen im eignen Umfeld, geben einem auch eine gewisse Sicherheit und halten vielleicht so manches Schlimme fern....

    Ich wünsch dir noch einen schönen Tag und dass hinter deine Türe immer nur Gutes kommt.

    LG Mela

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  9. Das größte Werk bei manchen Menschen ist das MundWERK!
    Eine Tür kann da eine Grenze sein, wie angenehm!

    Liebgruß,
    Tiger
    =^.^=

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  10. das ist eine schöne idee, es gibt so faszinierende türen. nun habe ich wieder eine neue motividee ;-)
    LG und einen schönen feiertag liebe irmi!

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  11. Das ist schön, liebe Irmi, wie du das erklärst. Ich fotografiere auch gerne Haustüren mit dem Gedanken an die Geschichte der Menschen, die hier schon durchgegangen sind, danke für die Inspiration, ich sollte das wieder aufnehmen.
    Liebe Grüsse und schönen Tag wünsche ich dir

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  12. Liebe Irmi,
    wieder ein toller Post, diesmal über Türen ... ich liebe gerade solche alten Türen und frage mich oft, was sie so erzählen würden, wenn sie könnten!
    Ich wünsch Dir einen tollen und sonnigen Feiertag!
    ♥ Allerliebste Grüße,Claudia ♥

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  13. Liebe Irmi!
    Dazu fällt mir eine Kirchentür in Ostfriesland ein (muss nochmal genau nach googlen). Dort ist die Tür so niedrig, dass die Besucher sich den Kopf neigen müssen. Damit soll sozusagen (sollte) der Respekt vor Gott erzwungen werden.

    Danke für die vielen, interessanten Beiträge.

    Herzlichst .... Jaris♥

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  14. Ich glaube ich möchte gar nicht wissen was hinter so manchen Türen ist...
    Das wichtigste ist wohl das die Türen des Herzens immer einen Spaltbreit offen bleiben...

    Ganz lieben Gruß, Michaela :-)

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  15. Liebe Irmi,
    manchmal , ich gebe es zu, bin ich auch manchmal neugierig, was hinter einer Tür steckt ;o), das ist so, wenn die Tür mich irgendwie "anspricht", oder sie mir besonders gut gefällt.Ich finde Türen sind wundervolle Fotomotive ;o)!Ganz viele, liebe Grüße Petra und herzlichen Dank, für den tollen post ;o)

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  16. Liebe Irmi (◠‿◠),
    ich kenne auch so eine Redewendung: Hinter verschlossenen Türen... heisst ungefähr: Da kann alles geschehen. Die Tür von aussen würde ich von daher nicht beurteilen, weil der Schmuck bewusst aufgesetzt ist, wie auch die Maske/Schminke einer Frau. Für mich bedeutet das immer: Aha, so will sich dieser Mensch darstellen. Nicht: Aha, so ist dieser Mensch. Genau so ist es auch mit den Vorgärten und Zäunen bei kleinen Häuschen. Bei Hochhäusern sind eigentl alle Wohnungstüren gleich. Das bunte Leben beginnt erst dahinter, als in den Wohnungen. Dennoch findest du in jedem Hochhaus Bewohner, die es nicht lassen können, etwas an ihrer Tür zu verändern. Da reicht kein individueller Fussabtreter , ein Hinweisschild oder eine eigene Klingel, sondern es wird etwas Auffälliges an der Tür angebracht. Da denke ich mir dann meistens: Aha, da hat es mal wieder jemand nötig, sich aus der Masser hervor zu heben. ;/
    In der Weihnachtszeit habe ich vom lebendigen Adventskalender in der Stadt oder so ähnlich gelesen. Da werden 23 Türen besonders geschmückt und an jedem Tag ist eine der Türen die hinter der ein Beisammensein stattfindet. Leider weiss ich nicht mehr aus dem Kopf, wo und was das genau war. Werde aber im Herbst noch mal danach suchen.
    Ansonsten ist das Gedicht sehr schön, was du ausgewählt hast.
    Hast du bei dem Post auch etwas an das Türen-Projekt von Kalle gedacht? Dieses Fotoprojekt fiel mir als erste Assoziation ein, weil ich seitdem auch mehr auf Türen achte.
    Ich wünsch dir einen vergnüglichen Feiertag morgen und sende ♥liche Spätabendgrüße, Wieczora (◔‿◔) | Mein Fotoblog

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    1. Ich sag jetzt mal ehrlich: wenn ich in einem Hochhaus wohnen würde, hätte ich garantiert auch irgendein besonderes Merkmal an meiner Tür angebracht. Denn ich stelle es mir schrecklich vor, in einem Hochhaus zu wohnen, wo alle Türen gleich aussehn. - Ja, das habe ich dann wirklich nötig!
      Wenn ich mal müde nach Haus komme, würde ich sonst womöglich meine eigne Tür nicht wiederfinden und mich nur irgendwo wundern, warum der Schlüssel nicht paszt...
      Aber zum Glück wohne ich nicht in einem Hochhaus :-)
      Liebe Grüsze
      Mascha

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  17. Hallo Irmi,
    ungefähr diese Idee hatte ich auch für einen Post. Ich habe aber effektiv nicht so viele schöne Türen bei uns gesehen. Ich hatte mehr an Verzierungen gedacht oder an Sprüche über den Eingängen. Finde ich schön, dass Du dies mit Deiner Neugierde verbunden hast, was hinter den Türen so steckt.

    Gruß Dieter

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  18. Liebe Irmi,
    Ja, es ist fast wie die Tür zum Herzen... es gibt offene, warme und einladende Türen und auch dicke Festigungstüren die nur fern halten.
    Ganz lieber Gruss - tut mir gut zu wissen das dein Schützengelchen funktioniert!
    Mariette

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  19. Zunächst einmal oute ich mich als einen großen Türenfan und deine mitgebrachten Fotos sind einfach sehenswert.:-)
    Es ist die Neugierde des Menschen, gerne mal einen Blick hinter die Tür zu werfen, um zu wissen, wie es dort ausschaut oder mit wem man es zu tun hat. So ist auch das Verhalten zu begründen, warum Leute anonym anrufen, um den Kaufpreis eines Hauses zu erfahren, obwohl sie es selbst nicht kaufen wollen. Selbst in der Anonymität bleiben, aber möglichst viel über andere erfahren.....das erlebt man immer wieder.

    Liebe Grüße
    Christa

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Ich freue mich über jeden Kommentar und möchte mich auf diesem Weg recht herzlich dafür bedanken. Kommentare sind wie das Salz in der Suppe. Ohne fehlt sehr viel.