Montag, 20. Mai 2013

Dies und Das um unser Wissen




Sei dir bewußt, was du weißt.
Was du hingegen nicht weißt, das gib zu.
Das ist das richtige Verhältnis zum Wissen.
(Konfuzius)



Dieser, von Konfuzius vor mehr als 2500 Jahren geprägte Ausspruch hat auch heute - und ich finde mehr denn je -seine volle Gültigkeit. Viele prahlen mit ihrem  "oberflächlichen"  Wissen. Verstehen es sogar zu beeindrucken. Wer hakt schon nach oder versucht tiefer zu gehen? Ich habe z.B. eine Nachbarin, die alles weiß. Wenn man etwas sagt, so kommt wie aus der Pistole geschossen:  "Weiß ich, weiß ich." Aber sie weiß gar nichts. Mit dieser Aussage vermeidet sie aber, dass sie sich auf ein Gespräch einlassen muss, wo sie nicht unbedingt mitreden kann. Ich für meinen Teil bin immer froh, wenn ich aufgeklärt werde oder etwas erfahre, was von Belang ist. Tratsch gehört da aber keinesfalls zu.
Ich bin nicht diejenige, die das  "Früher" glorifiziert. Es war früher nicht alles besser - aber eines steht fest:
Ein besseres Allgemeinwissen hatten wir. Wir kannten unsere alten Dichter und Denker  -  konnten Gedichte heruntersagen, die Generationen vor uns schon gelernt hatten. Klar, das gehört nach heutiger Auffassung nicht unbedingt zum Wissensstand. Aber es kommen noch viele andere Dinge hinzu. Heute spezialisiert man sich viel zu sehr auf ein Gebiet. Man spricht nicht umsonst von  "Fachidioten". Es ist schade, dass man andere Ressourcen brachliegen läßt und sich kaum darum kümmert. Sicher,  auf diesem einen Terrain ist man Top - aber was nützt es, wenn man nur Mitläufer ist und nicht den Job bekommt, den man eigentlich angestrebt hat, weil es zu viele Bewerber gibt?
Mein Wissensdurst ist auch heute noch nicht gestillt. Ich bin auch heute noch offen für Neuerungen und versuche zumindest in etwa, an den heutigen technischen Fortschritten teilzunehmen. Ich muss natürlich nicht alles haben. Vieles halte ich für überflüssig bzw. ich kann es nicht optimal nutzen. Davon lasse ich dann die Finger. Erklärt haben möchte ich es dennoch!
Ich möchte mit diesen Zeilen niemanden persönlich angreifen - ich achte das Wissen und Tun von jedem Menschen. Es ist nur meine persönliche Feststellung.

Kommentare :

  1. Liebe Irmi,
    ich habe festgestellt, dass es sich viel entspannter leben lässt, wenn ich zugebe, dass ich etwas nicht weiss, nicht kann. Kaum jemand scheut sich, mir etwas zu erklären oder mich aufzuklären. Außerdem erfahre ich, wenn ich frage viel mehr, als wenn ich selber rede. Ich sehe das Leben als eine Reise, dazu gehört auch, dass ich Neues erfahre und lerne. Das geht nur durch hinterfragen und manchmal auch durch "sich dumm stellen".
    Dass wir heute über Vieles nur etwas und nix genaues wissen, liegt auch an der Flut der Informationen, die auf uns einströmen. Früher gab's halt die Bücher, die man zuhause hatte oder in der Bibliothek fand, die örtliche Tageszeitung und das Fernsehen. Und heute, eine Flut von Informationen aus der ganzen Welt online. Schon das Auswählen, was ich lesen, sehen, hören will kostet Zeit.
    Lieben Gruss + eine schönen Pfingstmontag!
    Sabine

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  2. hallo irmi,
    es ist das problem der zeit.
    was ist allgemeinwissen, wer legt fest, wer was weiss und was man weiss? alles kann man nicht wissen. viele menschen interessieren sich für dinge, die einen anderen nicht interessieren.
    man kann nicht davon ausgehen, dass jemand das weiss, was man selbst weiss. ich interessiere mich sehr für oper und geschichte lese gerne biografien. das ist jemand anderem egal. der mag was anderes.
    zu was gibt es denn diese sendungen im fernsehen, aus denen man doch auch was lernen kann.
    allgemeinbildung, ist so ein weit gefächertes gebiet, wenn man studiert, so legt man sich auf ein gebiet fest, muß ja sein und da es einen dann sehr in anspruch nimmt, wird man zum fachidioten.

    ABER, es ist auch eine sache des elternhauses,
    dass man den kinder wissen vermittelt. die lehrer haben einen lehrauftrag und was darüber hinausgeht müssen und können sie nicht vermitteln.

    also gedichte heruntersagen und auswendig lernen, gehört für mich nicht unbedingt zur allgemeinbildung. ich frage mich heute noch, welchen wert es denn hatte, dss wir die glocke auswenig gelernt haben, um vielleicht das merkvermögen zu fördern. kann sein und es kommt natürlich sehr gut, wenn man zu einem gewissen thema einen "spruch" drauf hat.

    mir ist übrigens noch nie passiert, dass jemand mit seinem wissen prahlt, wenn ich dazu etwas weiss, kann ich nachfragen, wenn nicht, dann höre ich interessiert zu. denn alles kann ich ja nicht wissen, aber vielleicht auch draus lernen.

    einen schönen montag
    grüße eva-maria

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  3. Liebe Irmi,

    du hast mal wieder besonders interessante Anregungen gegeben. - Bei dir kann man
    sich immer etwas "mitnehmen". Dafür danke ich heute eigens.

    Einen guten Pfingstmontag wünscht dir
    Elisabeth

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  4. Hallo liebe Irmi,

    da hast du ein Thema aufgegriffen, über das man Romane schreiben könnte.
    Es ist der Wandel der Zeit, den wir nicht aufhalten können, der andere Denkweisen mit sich bringt.
    Fachidioten gab es auch schon früher, zumindest kann ich mich noch an welche in meiner Schulzeit erinnern.
    Der Einzug von digitaler Technik in unser Leben hat Vieles verändert, aber ich bin deiner Meinung, man muss und sollte bestimmte Werte aufrecht erhalten, auch den Kindern die Natur nahe bringen und in punkto Schule auch wieder ein wenig mehr Wert legen auf Kopfrechnen und Gedichte lernen.

    Tja, leider ist es so, dass heute in vielen Berufssparten ein Allgemeinwissen nicht mehr unbedingt von Nöten ist und gerade wir hier in Deutschland reden doch immer vom Fachkräftemangel.

    Es gibt noch viel zu tun in unserer Gesellschaft, alles unter einen Hut zu bekommen.

    Liebe Grüße und dir noch einen schönen Pfingstmontag. :)
    Christa

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  5. Liebe Irmi, ich finde es auch schade, dass die alten guten Sachen nicht mehr vermittelt werden. Ich wünschte, man hätte uns wenigstens einen "Zettel" in die Hand gegeben, was man sich im Laufe des Lebens noch aneignen kann. Man hat so viel Zeit nach der Schulzeit (damals hat man einfach noch nicht verstehen können, worum es geht), die man sinnvoll füllen könnte und nicht weiß, womit. Einige Klassiker habe ich auf meinem Kindle, z. B. Goethes gesammelte Werke, aber es gibt doch so viel mehr Wissenswertes, darauf wird man wohl aber von alleine nicht kommen ... einfach traurig.
    Liebe Grüße

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  6. Liebe Irmi, genau so empfinde ich es auch. Aber die Zeiten ändern sich nun mal. Das kapiere ich so langsam.. Und nun nehme ich es, wie es ist und versuche "Dran zu bleiben". Sei herzlich gegrüßt von Margarethe

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  7. Ja liebe Irmi, die Kids gehen heut viel länger zur Schule, wissen aber viel weniger als wir und das Allgemeinwissen steht hinten an.
    Ich lerne auch immer noch und mein Wissensdurst ist lange noch nicht beendet.
    Aber so ist der Lauf der Zeit.

    Liebe Grüße
    Angelika

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  8. Na ja ich gebe Dir auch Recht, was die Allgemeinbildung angeht. Das läßt doch bei vielen, natürlich nicht allen Jugendlichen sehr zu wünschen übrig. Die wissen oft nichts, was nicht mit Apple & Co zu tun hat. Politik und Geografie sind böhmische Dörfer und Literatur,Dichtung und Geschichte ebenso. Andererseits gibt es natürlich auch viele junge Leute, die interessiert sind am Weltgeschehen und die in Sachen Umweltschutz viel mehr machen als wir Älteren. Ich bin immer wieder erstaunt wieviele Jugendliche auf dem Kirchentag sind. Bezüglich Ausbildung und Beruf haben sie es viel schwerer als wir damals und auch was Beziehungsführung angeht, haben ist es für sie nicht leichter. Es geht meistens nur noch über Fernbeziehungen und dass diese dann dem Alltag meistens nicht standhalten, ist auch klar. Ich möchte jedenfalls nicht mit der Jugend von heute tauschen und bin froh, dass ich mein bisheriges Leben so verbracht habe, wie es war. Aber wahrscheinlich sagen das die Jugendlichen von heute genauso, denn sie kennen es ja nicht anders. Wichtig ist in der Tat, dass wir "Alten" offen und tolerant bleiben und versuchen, uns mit Freude in der heutigen Zeit zurechtzufinden. Denn nur miesepeterich in die Zukunft zu gucken, bringt auch nichts. Aber da sind wir beide glaube ich auf einem guten Weg.

    liebe Grüsse
    Brigitte die Weserkrabbe

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  9. Liebe Irmi,

    täglich lernen wir einiges dazu, wenn wir es denn zulassen und uns interessieren. Ich versuche viele Dinge zu hinterfragen und mir auf diese Weise mehr Wissen zueigen zu machen. Es ist ein Abenteuer, das ich nicht missen möchte.
    Auch hier aus deinem Blog nehme ich immer wieder Anregungen mit, bekomme neue Impulse und Themen, die mich interessieren. Das finde ich prima!

    Herzliche Grüße
    Regina

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  10. Liebe Irmi,

    Wissen ist Macht, etwas nicht zu wissen macht auch nichts ;o)) Ich bin sowieso der Meinung man lernt im Leben nie aus.....Wie ich finde, lässt die Allgemeinbildung heute wirklich oft zu wünschen übrig, aber die lernen auch nicht wie man was hinterfragt oder wie man sich etwas, was man nicht weiß in seinen Kopf bringt. Chillen wir lieber mal ne Runde ;o)))

    Ich wünsch dir noch einen schönen Tag

    LG Mela

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  11. Liebe Elisabeth,
    auch ich muss dir recht geben,früher wurde uns viel mehr Allgemeinwissen vermittelt.
    Ich habe drei Enkelkinder im Alter von 15 bis 18 Jahren.
    Mein Mann und ich werden sehr oft über etwas gefragt,was sie nicht mehr vermittelt bekommen.
    Es freut uns,dass wir manches erklären können,aber über alles wissen wir auch nicht Bescheid.
    Liebe Grüße und einen schönen Sonntag.
    Tilla

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  12. Liebste Irmi,
    Genau wie du stelle ich mich auch her; immer offen um etwas zu lernen. Unser bester Freund aus Georgia/USA sagte am Ende des Tages immer: 'Na und was haben wir Heute dazu gelernt?' Immer lernt mann, so lange man lebt und es lohnt sich um zu fragen! In meinem Google+ habe ich ganz oben neben meinem Nahmen: Attends Ongoing School of LIFE! stehen. gplus.to/MariettesBacktoBasics (um dorthin zu gehen)...
    Wenn man nichts mehr lernen will dann ist man Tot. Und weswegen tun ob man alles weiss?
    Ganz lieber Gruss,
    Mariette

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  13. Hallo, meine liebe Irmi (◠‿◠)
    "Was du hingegen nicht weißt, das gib zu." Das wird nicht immer so einfach möglich sein, denn vieles was wir nicht wisse, davon ahnen wir auch gar nichts. Ebenso wissen wir nicht was wir vergessen haben, denn sonst würden wir uns ja noch daran erinnern. Aber wenn man im Gespräch feststellt, etwas nicht zu wissen/ erinnern, finde ich auch, dass man es zugeben sollte. Allerdings auch wieder nicht jedem gegenüber. Solche Zitate sind ja manchmal wirklich sehr anregnd, um darüber eine Weile zu diskutieren. Wieder ein schöner Post als Denkanstoss. Danke dafür und auch für deinen Kommentar. (≧◡≦) Eis geht immer, gelle? Es sei denn mir ist schon kalt. hahaha
    Ich wünsche dir einen guten Start in die kurze Woche, morgen, und sende liebe Grüße, Wieczora (◔‿◔) | Mein Fotoblog

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  14. liebe Irmi, ich finde deine Gedanken immer sehr interessant. Und ja - ich habe mir auch schon manchmal gedacht, dass nicht jeder so viel weiß wie er vorgibt. Bei Verkäufer-Beratungsgesprächen fällt mir das z.B. öfter auf. Da werden Fachwörter herumgeschleudert - und man möchte vor Ehrfurcht im Erdboden versinken. Und wenn man dann nachfragt stellt sich heraus dass das ganze Wissen gar nichts wert ist. Die Antwort bleibt einfach aus.

    lieber Gruß von Heidi-Trollspecht

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  15. *seufz* Fachidioten gab es früher, gibt es heute und ich selber bin wissensdurstig, aber alles kann ich nicht erfassen, das wäre zuviel, da ich Eindrücke und Wissen auch verarbeiten muß, es reicht nicht, es nur mal gehört zu haben und wenn ich etwas nicht verstehe dann frage ich nach und dann gibt es auch Dinge, davon will ich gar nichts wissen, weil es mich nicht interessiert...ich hoffe, dass auch das noch normal ist.
    Da gibt es neue Modewörter, die ich gar nicht kenne, auch ergoogeln bringt nichts....also immer weiter forschen.

    Sei lieb gegrüßt und hab noch einen schönen Abend...ist ja schon wieder so spät.
    LG Mathilda ♥

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  16. liebe irmi,
    darüber haben wir ja neulich gesprochen. ich finde es schlimm, wenn menschen nicht zugeben können von anderen was lernen zu können. bzw. nicht einmal zuhören.
    mir gefällt z.b. sehr gut was sich der alte w. shakespeare ausgedacht hat;
    "der narr glaubt sich weise. der weise weiß, dass er ein narr ist."
    einen lieben gruß
    ela

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Ich freue mich über jeden Kommentar und möchte mich auf diesem Weg recht herzlich dafür bedanken. Kommentare sind wie das Salz in der Suppe. Ohne fehlt sehr viel.