Dienstag, 25. Juni 2013

So war es früher....



In unseren Bücherregalen stehen sie zwar noch, die Ausgaben des Brockhaus. Sie waren mein ganzer Stolz. Wie gern habe ich in ihnen geblättert, gesucht und gelesen. Im Jahr 2005 war man noch optimistisch. Im Mannheimer Capitol wurde die 21. Auflage der 30-bändigen Brockhaus Enzyklopädie vorgestellt. Eine 22.  Auflage wird es nicht geben. Bertelsmann. der die Marke Brockhaus übernommen hat, will das Geschäft mit Lexika aufgeben. Also verabschiedet sich eine Institution. Sie war edel, zuverlässig und hatte mit 300.000 Stichworten auf 224.500 Seiten den Anspruch, allen Wissensgebieten gerecht zu werden. Der gute alte Brockhaus kann in seiner Schwerfälligkeit nicht mehr mithalten. Schade eigentlich! Aber heute ist es ja so leicht, umfassend informiert zu werden. Man gibt den Begriff ein - und schon sagt,  Wikipedia z.B.,  uns alles.

Der Verlagsgründer Friedrich Arnold Brockhaus hatte sein erstes Lexikon 1810 vorgestellt. Seitdem galt:  Auf das, was im Brockhaus steht, ist Verlass. Und wer in den Brockhaus aufgenommen wurde, der hatte es auch wirklich verdient.
Wer der Erwähnung wert war, darüber entschied bei der 21. Auflage eine 60-köpfige Redaktion, die sich in Zweifelsfällen bei einer großen Expertenschar in den Universitäten rückversicherte.
Wikipedia ist mit 1,6 Millionen Stichworten in der deutschen Version einfach unschlagbar. Aber hundertprozentig sicher kann man sich bei den online recherchierten Fakten nicht sein. So wurde Wikipedia zum Sargnagel für den Urvater des Wissens, den Brockhaus! Schade! Schade! Schade!
(Quelle: RNZ, Wissenschaft)

 Zu wissen, was man weiß, und zu wissen, was man tut, das ist Wissen.
(Konfuzius)


Und jetzt möchte ich noch ganz herzlich

CUX-Nachtfalke

hier begrüßen. Ich freue mich, dass du aus dem hohen Norden hierher gefunden hast. 
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Kommentare :

  1. Liebe Irmi,

    ich schlage auch jetzt noch im Brockhaus nach.

    Einen guten Dienstag wünscht dir

    Elisabeth

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  2. Liebe Irmi,
    ja, das ist der Lauf der Zeit, aber ich muß gestehen, daß ich noch immer sehr gern im Brockhaus nachblättere und nicht jedesmal, wenn ich was suche, den Computer einhschalte ;O)
    Ich wünsch Dir einen wunderschönen Tag!
    ♥ Allerliebste Grüße,Claudia ♥

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  3. guten morgen irmi,

    mein vater hatte auch diese brockhausbände in gold eingebunden und und und.
    er hat diese bände handschriftlich oder mit zeitungsausschnitten versehen, wenn sich mal etwas geändert hat. so hatten wir, als wir den haushalt meiner mutter aufgelöst haben, eine tolle sammlung, die aber nicht weitergeführt wurde.
    schade eigentlich, dass sowas "den Berg" runtergeht. aber es ist ja auch nichtmehr zeitgemäß. wie schnell ändert sich etwas usw. im zeitalter von ipad und ebooks kauft man auch keine bücher mehr. es sei denn bildbände von malern usw., das mag ich ganz besonders. oder einrichtungsbücher oder ähnliches.

    wünsche dir einen schönen tag und sende dir einen ganz besonders lieben gruß eva

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  4. Stimmt früher standen sie zusammen gesammelt im Bücherregal.Ich kenne sie noch von meinen Eltern und Großeltern.

    LG
    Nicole

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  5. Irmi SCHADE ja und nein..
    das aus den Büchern ist oft schon überholt oder es steht nicht drinn was ich gerade gesucht habe.
    Aber wenn ich in den Büchern blätter..dann lese ich mich immer fest.OHNE ist auch nicht gut ,ich liebe sie auch :D
    LG in den Tag vom katerchen

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  6. Liebe Irmi,

    in meinen Anfangszeiten hatte ich diese wuchtigen Prachtexemplare
    verkauft, eine schwere Zeit und dennoch eine sehr LEHRREICHE Zeit
    hatte ich da erfahren. Ich liebe Bücher und sie werden bei mir durch
    nichts ersetzt.

    Liebe Grüße
    Birgit

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  7. Ja liebe Irmi, so ändern sich die Zeiten. Ich bin auch stolze Besitzerin des Brockhauses und bekomme jährlich das Jahrbuch geliefert. Ich blättere gerne in diesen eldlen Bücher und schlage nach. Das Internet ist hilfreich, kann aber kein Buch ersetzen.

    Liebe Grüße
    Angelika

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  8. Stimmt, das ist schade. Man kann zwar alles hier im Netz nachschlagen, aber welche der vielen Antworten dann die richtige ist ... tja.

    Liebste Grüße,
    Sonja

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  9. Ich liebe es, liebe Irmi, in den alten Lederbände zu blättern oder mich von den Bildern und Rezepten meiner vielen Kochbücher inspirieren zu lassen. Doch wenn es schnell gehen soll, greife ich zum Notebook und blättere im Internet.

    Selbst beim Wetterbericht vergleichen wir das Internet und Zeitung, beide sind sich für unsere Region einig, Regen, viiiiiiel Regen.

    Dir einen trockenen Dienstag,
    Egbert

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  10. Ja, es ist wirklich schade, dass das Internet die Lexika aus den Regalen verdrängt. Ich weiss noch gut wie stolz ich war, als Kind so eine Reihe geschenkt zu bekommen. Mein Sohn hat übrigens ein ganz dickes Lexikon im Bücherregal. "Das Buch in dem alles drin steht", heisst das bei ihm. Er blättert fleissig darin seit er 3 Jahre alt war und inzwischen fängt er an, darin zu lesen.
    Ja und jetzt noch Kindle und Co. Ich wehre mich dagegen, ich mag richtige Bücher in den Händen halten.

    LG Manuela

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  11. In vielen Haushalten meiner Generation wurden nicht nur die Lexika verdrängt :( Da stehen vielleicht ne Hand voll Bücher rum.
    Das ist ein Punkt, den ich absolut nicht verstehe...

    R.I.P. lieber Brockhaus! Selbst als Kind hab ich da schon manches nachgeschlagen.

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  12. Liebe Irmi,
    ich kann Dir nur zustimmen. Es ist so schade, dass auch Wissen inzwischen von der Schnelllebigkeit eingeholt und aufgefressen worden ist.
    Ich habe die 19. Komplettausgabe des Brockhaus und es macht mir immer wieder Freude, darin zu blättern, mich vom Wissendurst auf "Abwege" leiten zu lassen, zu spüren, wie "gewichtig" gesammeltes Wissen ist.
    Klar, im WWW geht es schneller, aber ist Schnelligkeit wirklich schon alles???

    Dies ist mein erster Besuch bei Dir und Deine Artikel machen mir Freude. Also....ich werde ab jetzt regelmässig reinschauen. :-)

    Einen angenehmen Dienstag und liebe Grüße
    moni

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  13. Liebe Irmi,

    ich bin mit dem Brockhaus aufgewachsen, der stand bei uns auch im Bücherregal, ich selber habe den Brockhaus in einem Band von A - Z, den habe ich mal bei einer Abschlussprüfung bekommen und in dem blättere ich auch sehr gerne. Für so manchen Jungen, wäre es vielleicht mal hilfreich sein Wissen im Brockhaus aufzufrischen ;o)))

    Leider können wir alle nicht den Lauf der Zeit aufhalten und Wikipedia ist, je nachdem wer den Beitrag geschrieben hat, auch nicht zu verachten ;o)))

    Ich wünsch dir noch einen schönen Tag

    LG Mela

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  14. Hallo liebe Irmi,
    bei uns stehen auch noch diverse Lexika im Regal.
    Unseren Enkeln haben sie schon oft geholfen, aber im Zeitalter des Internet,geraten solche Dinge immer mehr ins Hintertreffen.
    Ich wünsche dir einen schönen Tag,Sonnenstrahlen kann ich dir leider nicht schicken.
    Liebe Grüße
    Tilla

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  15. Liebe Irmi,

    auch ich kann dir hier nur zustimmen - es ist wirklich sehr schade! Und ehrlich gesagt vertraue ich den Informationen, die man im Internet bekommen kann, nicht hundertprozentig. Ich glaube, da ist es oft ratsam, noch gegenzuprüfen ..denn sicher kursiert auch so manche Angabe, die inkorrekt ist. Dem Brockhaus dagegen vertraue ich ..

    Ganz liebe Grüße schickt dir
    Ocean :)

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  16. Sehr oft denke ich, wie sich doch in Blitzeseile alles verändert. Aus unserer Sicht oft auch gar nicht zum Guten. Aber das hat meine Großmutter (Jg. 1875) ganz bestimmt auch gesagt. In einem Blog las ich neulich, daß Kinder in einer Familienrunde fragten: " Wißt ihr, was ein Plattenspieler ist?" Zu diesem Thema könnte man sich sehr lange auslassen. Aber - die Zeit geht weiter und ich bin froh, wenn ich älter werden darf und noch vieles mitbekomme davon. Herzlichst Margarethe

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  17. Liebe Irmi, herzliche Grüße.
    Ob Brockhaus oder andere Nachschlagwerke sind eben auch Regal- Platzfüller im Zimmer.
    Da wir uns von einer 3-Raum-Wohnung in eine 2-Raum-Wohnung verkleinert haben, ist der Laptop jetzt mein Kommunikations-und Lese- oder Nachschlaggerät gegenüber dem Computer mit Flachbildschirm und Tastatur und so auch die Lexika aus verschiedenen Bereichen, die die Regale oder Bücherschränke füllten. Das Hörbuch ist auch schon die Nachfolge vom Papierbuch und sogar platzsparender.
    Es gibt reichlich Fortschritt, der leider Bewährtes ablöst.
    Was richtig und besser ist, muß dann jeder für sich entscheiden.
    Ich wünsche Dir eine schöne Woche, bleib gesund und munter, tschüssi Brigitte

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  18. Liebe Irmi,
    ich schlage auch jetzt fast nur noch im Netz nach. Würde mich mit solchen Wälzern nicht mehr belasten wollen. Aber die (leichten) Imitate sind eine schöne Dekoration.

    Einen guten Abend wünscht und liebe Grüße , Wieczora (◔‿◔) | Mein Fotoblog

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  19. Das ist der Lauf des Lebens und hier eben der Digitalisierung! Schade, wirklich schade für viele, viele Bücher, die uns alle gute Dienst leisteten und es auch heute noch tun.
    Wenn ich ehrlich bin, ich lese gar nicht so gerne lange Texte online, mir ist da ein Buch/Nachschlagewerk lieber, aber kaum ein Kind heutzutage greift noch zu solch dicken Werken.

    Liebe Grüße und vielen Dank für den wundervollen Brockhaus-Post. :-)
    Christa

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  20. Liebe Irmi,

    ja, es ist schade, aber ich kann auch verstehen, dass Bertelsmann den Brockhaus nicht weiter verlegt, denn es war doch teuer, die Neuerungen immer zu besitzen und im Zeitalter des Internets hat man eben kostenfreien Zugang zu allen Wissensgebieten. Trotzdem werde ich die alten Lexika weiter zur Hand nehmen, besonders dann, wenn ich auf Themensuche bin, denn sie sind eine wahre Inspirationsquelle, finde ich!
    Ich wünsche dir noch einen schönen Abend, herzliche Grüße
    Regina

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  21. Liebe Irmi,
    Ja, das ist wirklich schade! Wikipedia ist nicht immer Wissenschaftlich unterbaut. Aber ja, wir müssen nun mal damit weiter... Vieles hat sich geändert.
    Lieber Gruss,
    Mariette

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  22. Hallo Irmi,
    im SWR2-Forum ist zuletzt darüber diskutiert worden. Das ist natürlich schade, aber Bestandteil unserer Marktwirtschaft, an dieser Stelle die Kurve zu kriegen. Von einem Moment auf den anderen können Geschäftsmodelle wegbrechen. Vieles kommt auf die Kreativität und den Einfallsreichtum der Unternehmer an. Ähnliches scheint zum Beispiel Duden oder Langenscheidt nicht bevor zu stehen. Manager und Unternehmer kriegen so viel Kohle (Einkommen); da muss man von ihnen verlangen, dass sie solche Entwicklungen sehen und dem entgegen steuern können.

    Schönen Abend
    Dieter

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  23. Jaaaa, ich habe ihn auch. Es war damals ein Frustkauf - ein bewusster! Mein lebenlang wünschte ich ihn mir, und dann war es halt,das alles zusammen passte: Es ging mir total schlecht, ein Vertreter kam in's Büro zu meinem Chef, der schon einige Bände hatte, ich durfte sie a n f a s s e e n , und es war um mich geschehen. Kein Geld, aber diese Dinger kaufen! Eh - je ne regriette riens! - Manna

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  24. Oh, ja, der Brockhaus. Eine Institution, die nun der Vergangenheit angehört. Schade, dass der Brockhaus es nicht zu einer Internetversion geschafft hat - als Alternative zu Wikipedia.
    LG Calendula

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Ich freue mich über jeden Kommentar und möchte mich auf diesem Weg recht herzlich dafür bedanken. Kommentare sind wie das Salz in der Suppe. Ohne fehlt sehr viel.