Montag, 22. Juli 2013

Ein klein wenig Makaber....

...oder doch nicht?



"Eigentlich ist es auch ein Erlebnis, nicht tot zu sein." Diesen Satz schrieb Antoine de Saint-Exupéry, nachdem er aus 4000 Metern mit seinem Flugzeug abgestürzt war. Ins bodenlose ging der Sturzflug. Er glaubte, eine Tragfläche sei abgebrochen und die Felder unter ihm hielt er schon für sein Grab. Er fühlte sich ganz weiß werden, erzählte er, ganz blank vor Angst. Auf unerklärliche Weise stabilisierte sich das Flugzeug, kein Flügel fehlte, aber die Erkenntnis blieb: Eigentlich ist es ein Erlebnis, nicht tot zu sein.
Ich bin kein Pilot. Manchmal weiß ich nicht, ob ich froh sein soll oder traurig, dass es in meinem Leben keine solchen lebensgefährlichen Situationen gibt, dass ich nicht so nah am tödlichen Rand lebe, sondern mehr in der Mitte. Aber dann denke ich mir, vielleicht reicht es ja, wenn ich die Bücher lese von solchen Menschen am Rand, und wenn ich ihren Erfahrungen glaube. Das kann dazu führen, dass ich es manchmal auch spüre, dieses Erlebnis, nicht tot zu sein. Dass ich mich freue, zu leben und älter zu werden. Oder. wie es der alte Maurice Chevalier so schön gesagt hat:

"Älter werden ist gar nicht so schlecht,
wenn man die Alternative bedenkt."

Ich wünsche allen meinen Leser/innen einen guten Start in die neue Woche und bedanke mich auf diesem
Weg für die vielen lieben Kommentare, über die ich mich immer sehr freue.

Seaofmoney

hat an den Neckarstrand gefunden. Herzlich willkommen. Ich freue mich sehr. Nimm Platz und fühle dich wohl hier.

Kommentare :

  1. Liebe Irmi,

    das sind tiefe Gedanken, die zum Nachdenken
    anregen.
    Sonnige Grüße
    Elisabeth

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  2. Guten Morgen liebe Irmi,
    ja, das sind wahre Worte.....ein wenig makaber schon ....und auf solche Erfahrungen, wie sie Antoine beschreibt, werd ich wohl gern verzichten ;O)
    Ich wünsch Dir einen wunderschönen und fröhlichen Wochenbeginn!
    ♥ Allerliebste Grüße,Claudia ♥

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  3. Puhhh....das muss ein kaum beschreibbares Gefühl sein. Mag ich mir gar nicht vorstellen in solch eine Situation zu kommen.

    Auch dir einen wundervollen Wochenstart und ganz herzliche Grüssle

    Nova

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  4. Wieder ein wundervoller Post, liebe Irmi! Von Antoine de Saint-Exupéry haben wir hier auch so einiges im Bücherregal stehen.
    Chevaliers Worte gefallen mir sehr gut - habe sie mir gleich mal notiert ...

    Alles Liebe,
    Sonja

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  5. Das hast du so schön geschrieben, liebe Irmi. Ich denke, auch wenn wir keine Piloten sind, so leben wir doch täglich auf einer Art von Pulverfass. Es gibt im normalen Leben viele Bedrohungen von denen wir zum Glück kaum was mitbekommen, manchmal entscheidet ein kleiner Moment, dass wir einer Gefahr ausweichen konnten. Wenn manche Leute traurig sagen, ich werde jetzt schon so und so alt, dann ist meine Antwort oftmals...."freu dich doch, viele Menschen erleben diesen Geburtstag nicht!"
    Liebe Irmi, ich wünsche dir und deinen Lesern einen schönen Tag! Herzlichst MinaLina

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  6. das leben ist lebensgefährlich - immer noch besser als die alternative...
    recht frohe sonnenzeiten!

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  7. Schön geschrieben liebe Irmi, ja es gibt gefährliche Situationen, aber die Alternative wäre langweilig.

    Liebe Grüße zum Wochenstart
    Angelika

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  8. Ich geniesse es jeden Tag, das Erlebnis nicht tot zu seine! :-)

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  9. ...ehrlich gesagt, liebe Irmi,
    kommt die Freude, noch zu leben, manchmal schon beim Zeitung lesen...allein bei den Geburtsjaheren in den Todesanzeigen...dieser Gedanke heute, weil es mir gerade so ging, als ich die Urlaubszeitungen durchsah...die Jaheszahl rückt immer näher an mein Geburtsjahr heran und immer wieder ist sie sogar später...

    lieber Gruß und gute Wünsche von Birgitt

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  10. nur BEWUSST sollten wir es uns machen Irmi..

    eine schöne Zeit wünscht das katerchen mit einem LG zum Wochenstet

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  11. Aber lies zwischendurch auch ein fröhliches Buch!

    Liebe Grüße und eine gute Woche, Brigitte

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  12. hi irmi,
    ich weiss aus eigener erfahrung, wie schön es ist, dem tod von der schippe gesprungen zu sein.
    ein autounfall hat mich 1976 schon ein anderes denken gebracht.
    http://wetterhexe1112.blogspot.de/2013/05/ruckblick.html


    vielen dank und ein grüßle an diesem heißen tag, ich wollt es wäre viel kühler, das ist eindeutig zu warm.
    Liebe Grüßle eva

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  13. Puh, Maurice Chevalier hat ja so recht!
    Ich muss immer wieder an die Lieben & Kollegen denken, in meinem Alter, die sich den Rasen von unten besehen müssen, wie ich dann sage, und da ist es mir andersherum auch lieber.
    In diesem Sinne ertrage ich auch die Hitze heute...
    Herzlichst
    Astrid

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  14. Das heißt doch eigentlich nur, den schlimmsten Situationen auch etwas Gutes abzugewinnen. Und wer das vermag, hat meiner Meinung nach schon wieder den ersten Schritt in die richtige Richtung getan. Es nutzt uns ja nichts, wenn wir resignieren und den Kopf in den Sand stecken. Das ist dann die Alternative, die im Grunde keiner wirklich will. Und das hat Antoine de Saint-Exupéry schon richtig erkannt. Und so rappeln auch wir uns immer (sollten wir zumindest) wieder auf und machen einen neuen Anlauf ins Leben und meistens werden wir ja auch nicht enttäuscht. Ein schöner Spruch der mir dazu dann wieder einfällt ist: Und wenn Du glaubst es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her. Hat sich auch schon oft bewwahrheitet. Eine schöne Woche und

    liebe Grüße
    Brigitte die Weserkrabbe

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  15. Liebe Irmi,
    ich finde das Ganze nicht makaber, es gehört doch alles zum Leben!!!
    Leider vergessen das viele in der täglichen (hirnlosen) Rumrennerei, gell.

    Versuchen wir doch einfach jeden Tag als das zu nehmen, was er ist: Ein Geschenk ♥ Nicht mehr, aber auch nicht weniger!!!

    In diesem Sinne einen angenehmen Wochenstart und liebe Grüße
    moni

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  16. Es ist ein seltsames Gefühl, dieses Wissen zu haben, dass man ganz nah dran war. Ich denke auch nach fast 4 Jahren immer noch daran. Und der Gedanke an meinen Sohn, wie das für ihn gewesen wäre, ohne Mama, verursacht Panik. Das Leben kann ganz schnell vorbei sein, wir sollten das nie vergessen.

    LG Manuela

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  17. Da hast Du aber eine schöne, alte Tiger Moth von De Haviland. Manche fliegen noch - und das ausgezeichnet. Wie kommt der Teddy-Pilot ans Flugzeug?? . .
    (°) P.

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  18. Sich jeweils die Alternative vor Augen zu halten, ist bestimmt keine so schlechte Variante im Erkenntnisprozess. Soweit zur Theorie, doch selbst einmal an der Klippe hinüber zum Jenseits gestanden zu haben, eröffnet einen ganz anderen Blick. Zumindest ist es bei mir so gewesen.

    Egbert

    PS: Liebe Irmi, vielen Dank für deine herzenswarmen Worte.

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  19. da hast du mal wieder tief gedacht liebe irmi!
    liebe gruesse!

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  20. Also ich kann nur sagen auf solche Erfahrungen kann ich gerne verzichten....

    Ich wünsch dir noch einen schönen Tag

    LG Mela

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  21. Liebe Irmi, herzliche Grüße.
    Nun bin ich nach meinem Berufsleben schon 10 Jahre zu Hause und ich genieße das Rentnerdasein jeden Tag, obwohl ich keine Weltreisen machen kann.
    Ich erfreue mich an meinen täglichen Erlebnissen.
    Dir wünsche ich einen guten Tag und Wohlergehen, tschüssi Brigitte

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  22. da muss frau nicht vom himmel fallen liebe irmi
    es genügt manchmal aus allen wolken zu fallen

    liebe grüsse
    rosaDORA

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  23. Man kann auch ohne riskanten Lebensstil nahe an die andere Seite kommen. Wenn es die moderne Medizin nicht gäbe, hätte ich - wie meine Oma in den Sechziger Jahren - die 50 bei weitem nicht erreicht, und würde auch schon 9 Jahre nicht mehr bloggen können. Da bin ich schon lange dankbar - und jetzt erst recht.

    Auch solch tiefsinnige Gedanken dürfen bei diesem tollen Sommerwetter mal sein. Danke für diesen Denkanstoß!

    Ganz liebe Grüße und noch viele gute Tage für uns alle!

    Kerstin mit Finchen und Ayla

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  24. Liebe Irmi,
    dem Maurice Chevalier stimme ich nicht zu. Als Kind und Teenager ist es schön älter zu werden, aber spätestens ab 30 nicht mehr. Richtig alt werden, und dann im Heim landen ist für mich eine der größten Horrorvisionen.
    Danke für dienen cmt.: Bürgerteige hochgeklappt kenne ich nur von Besuchen in anderen Städten. Für mich war die Erfahrung, nichts mehr machen zu können befremdlich und etwas unangenehm.
    wieczoramatische Grüße zum Wochenstart, Wieczora (◔‿◔) | Mein Fotoblog

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  25. nabend - ich nochmals...
    die zubereitung meiner schmorgurken war einfach und die sosse auch sehr lecker, zu finden bei seelenfarben/lichtblick/kocharchiv - schmorgurken in zitronensahnesosse.
    hab einen feinen angenehmen abend!
    lg kelly

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  26. Liebe Irmi,

    wenn man dem Tod einmal begegnet ist und ihm ein Schnippchen geschlagen hat, dann denkt man wohl anders darüber. St. Exupery gehört zu meinen Lieblingsschriftstellern, ich habe alle Bücher von ihm und lese sie immer mal wieder. Seine Gedanken sind sehr tief und regen immer dazu an, sich selbst Gedanken zu machen.

    Herzliche Grüße am Montagabend
    Regina

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  27. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  28. Wenn er bei vollem Bewußtsein diese Erfahrung gemacht hat, dann fürchtete er sich sicher nicht mehr vor dem Tod....ich denke, dass es gar nicht schlimm sein kann....dennoch geht es mir wie Birgitt und wenn ich lese, wie früh ein Mensch schon gehen mußte, dann wird mir etwas mulmig, hab doch noch so viel vor, soviele Wunder möchte ich noch erleben.

    Grüßle ♥ Mathilda

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  29. Guten Morgen liebe Irmi,

    die Lebenskerzen aller Lebewesen sind unterschiedlich lang.
    Nicht nur einmal kam ich schon in lebensgefährliche Situationen. Mein Schutzengel passt sehr gut auf mich auf...ich bin ihm dankbar dafür.

    Liebe das Leben und das Leben liebt dich (dazu gehören alle Facetten des Lebens)....und die Erfahrung zeigt mir, dass es stimmt.
    Dennoch so traurig es ist für uns Hinterbliebenden...in mir ist eine Gewissheit...das Leben geht weiter... nicht weniger schön...nur anders.

    Alles Liebe Dir.

    Grüessli
    Julia

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  30. Das geht mir zur Zeit aus persönlichen Gründen zu nahe, möchte dir aber trotzdem sagen, dass ich es schön finde, dass du auch solche Themen aufzeigst, liebe Irmi.

    Liebe Grüße
    Christa

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Ich freue mich über jeden Kommentar und möchte mich auf diesem Weg recht herzlich dafür bedanken. Kommentare sind wie das Salz in der Suppe. Ohne fehlt sehr viel.