Samstag, 13. Juli 2013

Warum tun wir das?



Das Leben besteht nicht nur aus Annehmlichkeiten. Es gibt unangenehme Pflichten, ausgesprochen lästige Dinge auf der To-do-Liste. Es ist nur zu verständlich, dass wir diese Dinge gern vertagen. Über Wochen hinweg, manchmal Monate und es gibt sogar Angelegenheiten, die schieben wir über viele Jahre vor uns her.
Aber solche hinausgezögerten Aufgaben haben eine ganz merkwürdig Eigenschaft. Je weiter man etwas wegschiebt, um so größer wird es. So groß oftmals, bis es uns Angst einjagt und wir einen immer größeren Bogen darum machen. Genau wie bei Turtur, dem Scheinriesen, aus der Geschichte von Jim Knopf und Lukas, dem Lokomotivführer. Von weitem gesehen war er furchterregend groß und keiner wollte zu ihm. Deswegen blieb er sehr einsam und traurig. Aber wer es gewagt hatte, sich ihm zu nähern, der konnte sehen, wie er immer kleiner wurde und zu einem ganz normalen, freundlichen Menschen schrumpfte. Man kann es nur erfahren, wenn man es ausprobiert: Wenn wir uns mutig den aufgeschobenen  "Grässlichkeiten"  nähern,
dann müssen wir uns wundern, warum wir davor so viel Angst und Bammel hatten.

Leicht zu leben ohne Leichtsinn, 
heiter zu sein ohne Ausgelassenheit,
Mut zu haben ohne Übermut,
das ist die Kunst des Lebens.
(Theodor Fontane)

Ich darf
Hanna Masseltoff
hier am Neckarstrand  begrüssen. Ich freue mich, dass du hierher gefunden hast.

Des weiteren möchte ich mich bei allen Verfolgern auf Googgle + Followers, Blog connect und Bloglovin bedanken. Ich kann sie hier nicht alle einzeln aufführen, das würde den Rahmen sprengen. Schön, dass ihr hier seid.

Kommentare :

  1. guten morgen,

    das stimmt, meine ablage, die schiebe ich auch vor mir her. selbst als single hat man die und wenn man sie nicht regelmäßig macht, dann gibt es auch berge.
    wünsche dir ein schönes wochenende.
    lg eva, die sich darauf unheimlich freut.

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  2. moin irmi,
    es macht niemand für mich und von allein geschieht auch nichts - also RAN!
    ein pfirsichkern ruinierte meine füllung im schneidezahn, sofort einen termin besorgt, der 4. zahnarzt in 5 jahren, umzugsbedingt.
    einen berg koch- und backrezepte schiebe ich vor mir her, vielleicht bleibt mir genügend zeit.
    ;) lg kelly

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  3. Liebe Irmi, Unannehmlichkeiten sind immer lästig, das verschieben auf morgen nutzt eigentlich gar nichts, Probleme gleich welcher Art müssen gelöst werden, ob wir wollen oder nicht, also packen wir es an. Es gibt aber auch immer mehr unangenehme Situationen, hervorgerufen durch die schleichende Asozialisierung in unserer Gesellschaft. Diese Unannehmlichkeiten die einem arg belasten können, sind nicht einfach zu lösen. Es fehlt an Einsicht und Verständnis in dieser Ich-Gesellschaft und das kann einem schon arg beschäftigen...

    Danke liebe Irmi für all Deine wunderbaren und interessanten Posts, die du mit uns teilst, für all Deine wunderbaren Kommentare, die Du uns in unseren Posts schenkst. Es ist schön dass es Dich gibt...

    Liebe Grüsse und Umarmung

    Hans-Peter

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  4. Guten Morgen Irmi, ich dachte schon, du nimmst heute bei "In heaven" bei der Raumfee teil mit deinem Himmelsfoto....Aber dann kommen auch noch ein par weise Gedanken dazu!
    LG
    Astrid

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  5. Warum ist ein gute Frage Irmi

    die Faulheit die Feigheit in einem selbst sich Unbequemen zu stellen..

    LG vom katerchen zum Wochenende

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  6. Liebe Irmi,

    jeder Mensch hat Reste, die er nicht schafft.
    Das ist die menschliche Schwäche, die zum Menschsein gehört.

    Sonnige Grüße
    Elisabeth

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  7. Oh jaaa....das kenne ich auch, aber irgendwann holt es einen ein :-((

    Dir ein wundervolles Wochenende und ganz liebe Grüssle

    Nova

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  8. Liebe Irmi,

    diese SCHIEBMICHHIN Phase hatte ich auch einmal gehabt,
    zum Glück ist sie lange her und heute gehe ich anders damit
    um, alles Unangenehme wird von mir SOFORT erledigt und
    danach belohne ich mich selbst, dafür muss ich nicht mal
    Geld ausgeben, ich belohne mich oftmals mit einer
    schönen Runde in der Natur, dann bin ich wieder FREI!

    Hab ein wundervolles Wochenende!

    LIebe Grüße
    Birgit

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  9. Hallo liebe Irmi,
    dein kleiner Spruch von Theodor Fontane sagt dass aus, was wir denken.
    Ich nehme mir oft vieles vor, dennoch schaffe ich es nicht alles umzusetzen.
    Du bist ein sehr ausgeglichener Mensch, das belese ich in deinem Blog.
    Gerne komme ich wieder vorbei !!
    Ich wünsche dir ein sonniges Wochenende.
    Liebe Grüsse
    Christine

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  10. Liebe Irmi,

    es gibt auch einige Dinge die ich immer lange vor mir herschiebe, aber manche erledige ich immer gleich, weil dann habe ich sie hinter mir ;o)))

    ...und nein du spinnst nicht *hihihi* Blau ist eine kühle Farbe und passt wirklich gegen die Hitze ;o)))))

    Ich wünsche dir ein schönes Wochenende

    LG Mela

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  11. Da kann ich Dir nur zustimmen. Und irgendwie wäre es vielleicht auch langweilig, wenn nur alles angenehmen wäre, obwohl ich auf bestimmte Unannehmlichkeiten auch sehr wohl verzichten könnte. Na ja, gehört alles zum Leben dazu und da müssen wir durch wie auch immer.

    Ein schönes Wochenende
    liebe Grüße
    Brigitte die Weserkrabbe

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  12. ...da stimme ich dir zu, liebe Irmi,
    habe es im letzten Jahr erlebt, als ich endlich den Mut fand, einer Freundin von früher nach vielen Jahren wieder zu schreiben...sie hatte auch nur nie den Mut dazu und beide waren wir sehr froh, dass wir uns wieder getroffen haben und stehen jetzt in Briefkontakt...

    wünsch dir ein schönes Wochenende,
    lieber Gruß Birgitt

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  13. Liebe Irmi, sonnige Samstagsgrüße an dich :) Wirklich so wahr ..je länger man etwas rausschiebt, umso unangenehmer scheint es zu werden. Mir geht das z. B. mit der Steuererklärung so, grins. Die wartet auch noch, aber es hilft ja nichts. Der innere Schweinehund ist manchmal ziemlich stark - aber wenn man sich dann doch ranwagt, ist es meist halb so schlimm.

    Wunderschöne Bilder sind das :)

    Ich wünsch dir ein schönes Wochenende,
    Ocean :)

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  14. Liebe Irmi, dazu neige ich, glaub ich, nicht.
    Obwohl, alles immer sofort erledigen tu ich auch nicht.
    Aber in absehbarer Zeit doch.
    Nach dem Motto, was muss, das muss!
    Dir ein gutes Wochenende
    Bärbel

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  15. Das kommt mir doch sehr bekannt vor, liebe Irmi,
    jetzt, nach dem Lesen hier, nehme ich mir wieder mal vor Unangenehmes lieber gleich zu erledigen. Danke für den Abstubser, der hat mir heute gefehlt!

    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende dir
    Regina

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  16. Wer es gleich erledigt , vergißt es nicht....

    habe ich gelernt, und komme damit gut zurecht. Aber es gibt Gebiete, dawird's dann auch ein bißchen zögerlicher, leider!

    Ich wünsch' Dir was!

    Liebgruß,
    Tiger
    =^.^=

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  17. Hallo Irmi! Als ich noch in meinem Elternhaus lebte, hatte ich die "Vormirherschiebe-Eigenschaft" ziemlich ausgeprägt....und warum?... weil meine Mutter einen Teil davon für mich erledigt hat, ich kam dabei immer ganz gut weg. Das war dann vorbei, als ich eine eigene Familie hatte. Ich habe schnell gelernt, was für ein befreiendes Gefühl es sein kann, Unangenehmes an erster Stelle zu erledigen danach das weniger Unangenehme und so fort...
    Herzlichst MinaLina

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  18. Liebe Irmi, das hast due wieder wunderbar geschrieben. Ich gehöre zu den Menschen, die Probleme immer sofort angepackt hat, je eher um so besser. Auch im Beruf habe ich es so gehalten und bin gut gefahren, auf die lange Bank schieben, bringt nichts.

    Liebe Grüße
    Angelika

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  19. Freut mich, dass Du mich wieder einmal besucht hast, liebe Irmi.
    Naja, das ist schon ein interessantes Thema. Es sind nicht unbedingt die unangenehmen Dinge, die ich voranschiebe, sondern es sind einfach zu viele Dinge, die ich erledigen sollte. So schaffe ich jeden Tag nur eine begrenzte Menge. Ausserdem wird es mit zunehmenden Alter immer schwieriger, wenn einem dabei der Ruecken schmerzt. So kommt man zu der Einsicht, dass die Welt sich noch weiter drehen wird, wenn ich nicht mehr auf ihr wandeln werde.
    Wuensche Dir ein angenehmes Wochenende und sommerliche Gruesse aus Arkansas,
    Karl-Heinz

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  20. Liebe Irmi, Unannehmlichkeiten solle mensch auf den letzten Drücker verschieben, weil wir nicht wissen, ob wir diesen Moment noch erleben. Stell dir vor, du erledigst alles überpünktlich und dann trifft dich der Blitz vor dem Abgabetermin. Das wäre doch verschenkte Zeit, die du dann zwar nicht mehr bedauern kannst, aber trzd ist es doch wichtiger erst mal etwas Schönes und Interessantes zu tun, bevor die lästige Pflicht sich in den Vordergrund drängelt. Schließlich reicht das tägliche Arbeitspensum aus...
    Was ich mich frage ist eher, warum entsteht i-wann so etwas Irrationales wie Angst vor dieser Sache, die eigentlich nur lästig ist?
    Ich sende dir allerliebste Grüße zum Wochenende, Wieczora (◔‿◔) | Mein Fotoblog

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  21. Erinnert mich an den Spruch: "Was du heute kannst besorgen, schiebe lieber nicht auf morgen."
    An und für sich bin ich auch bisher gut damit gefahren, aber es gibt wirklich auch Dinge, die schiebt man einfach lieber vor sich her, aber irgendwann müssen sie erledigt werden und hat man es dann geschafft, ist man auch wieder stolz darauf.

    An dem Spruch von Fontane steckt ein wahrer Kern. :-)

    Liebe Grüße und hab ein schönes Wochenende :-)
    Christa

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  22. oh - Jim Knopf und Lukas, den Lokomotivführer - wie gerne habe ich die Geschichten gesehen :-)
    ja und an den Riesen der immer kleiner wird, erinnere ich mich auch.
    Da ist bestimmt auch was dran. Viele Ängste verschwinden wenn wir uns dem Problem stellen. Ist nicht immer so ... aber oft :-)

    lieber Sonntagsgruß von Heidi-Trollspecht

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  23. Oh ja, der Scheinriese Turtur! An den kann ich mich so gut erinnern! Der hat mich immer fasziniert und er hat mir auch immer leid getan. Bestimmt ist es so, dass man allzu oft was vor sich herschiebt, ohne den "Mumm" zu haben, es anzupacken.
    Einen schönen Sonntag
    Calendula

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  24. Guten Morgen liebe Irmi,
    da hast Du wieder sehr wahre Worte geschrieben und mit dem Spruch von Fontane auf einen schönen Nenner gebracht!
    Ich wünsch Dir einen guten Wochenbeginn!
    ♥ Allerliebste Grüße,Claudia ♥

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  25. hm...
    das ist eine gute Frage...
    wieso machen wir das?
    ...vielleicht,
    weil wir uns einfach nicht gerne
    mit Sachen abgeben,
    die uns nicht leicht fallen?
    Aber es stimmt... ist es mal gemacht...
    kommt der... "es war ja halb so wild" Satz....
    Ganz toll geschrieben!!!!
    Herzlichst Nathalie

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Ich freue mich über jeden Kommentar und möchte mich auf diesem Weg recht herzlich dafür bedanken. Kommentare sind wie das Salz in der Suppe. Ohne fehlt sehr viel.