Montag, 16. September 2013

Das mußte ich auch erst einmal verarbeiten...

Obwohl es in meinem Bekanntenkreis hinlänglich bekannt ist, dass ich eine Nachteule bin, ist es doch befremdlich, wenn gegen 0,00 Uhr das Telefon läutet. So geschehen vor einigen Tagen. Na nu, dachte ich bei mir, als ich die Nummer der Anruferin auf dem Display sah. Ich nahm ab und wurde sofort von einem Wortschwall überfallen. Verstanden habe ich nichts. Als B. endlich Atem schöpfen musste, kam ich dazu sie zu bitten, mir alles der Reihe nach zu erzählen. Und dann berichtete sie mir unter Schluchzen, was passiert war.
Dein Patenkind (nicht unsere Tochter), also dein Patenkind hat uns heute eröffnet, das sie bei einem Bestatter in die Lehre gehen wird. Jetzt schluckt ich auch. S. hat in diesem Jahr ihr Abitur mit Auszeichnung bestanden. Alle Wege stehen ihr offen. Und nun das? Sie ist die einzige Tochter, kommt aus einem gut bürgerlichen Haus und es war der Wunsch des Vaters, dass sie einmal seine Rechtsanwaltspraxis übernehmen sollte. Was sollte ich sagen? Ich versuchte B. zu beruhigen, und versprach, dass ich mit S. sprechen würde.
Das war nun auch für mich eine schlaflose Nacht. Besser gesagt, ich blieb im Sessel sitzen und dachte nach.
Was war geschehen? Ich konnte mir keinen Reim darauf machen. Nicht, dass ich den Beruf nicht achte - ganz im Gegenteil. Ich habe es selbst erlebt, wie wichtig es ist, wenn sie auch noch spät am Abend (23,00 Uhr) kommen, den Verstorbenen fertigmachen und mitnehmen. Ich muss es gestehen, ich wollte nicht bis zum nächsten Tag mit der Leiche meines Mannes allein im Hause sein.
S. besuchte  schon als kleines Mädchen für ihr Leben gern Friedhöfe - aber noch lieber Kirchhöfe. Ich sah darin nichts Ungewöhnliches. Diese Macke hatte und habe ich auch. Wir haben uns oft die Inschriften auf den Grabsteinen angesehen, die alten Bilder und haben über die vernachlässigten Grabstellen gesprochen.
Alles kein Grund, Bestatterin zu werden. Aber je mehr ich darüber nachdachte, desto mehr freute ich mich auch darüber, dass aus dem  verwöhnten Teenager eine selbstbewusste junge Dame geworden ist. Ich sah vor meinem geistigen Auge den Herrn Doktor Gift und Galle spucken und musste laut lachen. Also abwarten, warum und wieso sie es macht. Ein Telefonat würde Klarheit bringen. Leider wohnen wir zu weit auseinander, als dass wir uns sofort hätten sehen können.
Ich habe mich nun schlau gemacht, indem ich einfach zu unserem örtlichen Bestatter gegangen bin und um Auskünfte gebeten habe. Erst seit 10 Jahren ist es überhaupt ein anerkannter Lehrberuf : "Bestattungsfachkraft." Und er erzählt weiter: Bestatter zu sein ist eine Berufung. Man muss für die Angehörigen und deren Leiden sensibel sein, für sich selbst aber eine gewisse Härte finden. Das ist eine Gratwanderung. Man muss die Leute auffangen können, darf aber selbst keine Schwäche zeigen, indem man mitweint. Das macht alles nur noch schlimmer. Und jeder Tag ist anders. Der Job ist sehr vielseitig. Das reicht von Trauergesprächen über die Organisation der kompletten Trauerfeier bis hin zur Vorbereitung eines Verstorbenen. Feste Pausenzeiten gibt es nicht. Denn der Tod kommt wann er will. Ich habe noch sehr viel mehr erfahren, das würde hier den Rahmen sprengen. Aber eines ist mir klar geworden: Ich werde es S. nicht ausreden!
Das Telefonat hat stattgefunden. S. ist fest entschlossen, das zu machen. Eigentlich hätte sie Pathologin werden wollen. aber dafür hat sie noch nicht die innere Einstellung. Vielleicht studiert sie nach der Lehre. Ansonsten schwebt ihr ein Bestattungsinstitut der Besonderen Art vor. Das Geld dafür hat sie von ihren Großeltern geerbt und kann mit 21 Jahren frei darüber verfügen.
Und soll ich euch was sagen: Ich bin stolz auf mein Patenkind.

Es gibt in der Welt einen einzigen Weg,
auf welchem niemand gehen kann außer dir.
Wohin er führt? Frage nicht, gehe ihn!
(Friedrich Nietzsche)




Kommentare :

  1. Liebe Irmi!
    So wie du das schilderst, ist es für dein Patenkind eine Berufung und eine Schande schon gleich gar nicht. Ganz davon abgesehen, dass man dort auch nicht schlecht verdienen kann, finde ich das sehr ehrbar.

    herzlichst die Jaris

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  2. Hallo liebe Irmi,
    ganz toll finde ich deine Einstellung.
    Ich finde den Beruf auch nicht anrüchig und wie der Bestatter sagt, man muss dazu berufen sein.
    Die Eltern sollten dem Wunsch der Tochter nicht im Wege stehen.
    Kann es sein, dass du dich beim Datum und Tag vertan hast.
    Liebe Grüße und einen schönen Sonntag.
    Tilla

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    1. upps eben war oben noch Dienstag,17.September zu lesen.

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  3. Hallo Irmi,
    da kannst Du auch Stolz sein. Ein beachtlicher Entschluss in so jungen Jahren, Chapeau an die junge Dame. Ein Institut der besonderen Art wird in der Zukunft bestimmt gut angenommen.
    Als mein Mann im April starb, habe ich auch nach etwas in dieser Richtung gesucht und bei den Gesprächen, die anschließend so stattfanden, wurde meine Umsetzung sehr befürwortet.
    LG Doris

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  4. Liebe Irmi,

    die Menschen sind immer aus der Ruhe, wenn es nicht nach ihren Plänen geht.

    Du hast die Ruhe bewahrt.

    Alles Liebe
    Elisabeth

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  5. Ich sage dazu nur: Des Menschen Wille ist sein Himmelreich und wenn Dein Patenkind darin die Erfüllung sieht, dann soll sie es machen. Die Probleme damit haben nur die anderen, sie selbst nicht, denn sonst hätte sie nicht diesen Berufswunsch gewählt. Und wie sagen wir beide immer so schön liebe Irmi? Was gehen uns die anderen an. Wir mußten erst älter werden, um so mutig zu sein und alles das zu tun, was wir wollen. Ich habe mich oft genug als Jugendliche über diese meiner Meinung nach falsche Rücksicht auf andere geärgert. Ein Beispiel nur: "Kind mach Gardinen vor die Fenster, was denken sonst die Leute von uns." Damals fand ich das spießig und heute würde ich es so machen wie es mir gefällt.

    liebe Grüße
    Brigitte die Weserkrabbe

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  6. ja und sie hat sich halt anders entschieden. du bist ja die patentante, schade, dass die junge frau es dir nicht selbst gesagt hat, aber vielleicht wollte sie das noch tun.
    aber warum denn nicht, wenn sie pathologie studieren wollte und sie sich jetzt dafür entschieden hat und in ihrem kopf was anderes vor sich geht? wenn sie das geld bekommt, wird sie sich selbständig machen und dann ein bestattungsinstitut gründen, ich weiss, wie teuer beerdigungen sind und
    - ist nicht böse gemeint - bestattungsinstitute verlangen. der tod ist ein gutes geschäft geworden.
    allerdings muß man auch das nötige fingerspitzengefühl dafür haben. Aber das haben ja die meisten.
    Unsere bestatterin hier führt ihr unternehmen mit großem geschickt und bravour und ist eine der führenden im kreis. sie hats wirklich im griff.
    also nur zu, vielleicht entscheidet die junge frau sich dann doch noch anders. sie hat noch soviel zeit.

    lg eva

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    1. was vergessen.
      "aber vielleicht wollte sie das noch tun"
      und hat danach mit dir telefoniert.

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  7. Liebe Irmi, ich habe deinen Bericht sehr aufmerksam gelesen, wie ehrsam dieser Beruf ist, weiß man vielleicht erst, wenn man auf dem Lande lebt und mit derartigem näher konfrontiert ist, deswegen kann ich, wenn auch ich selbst mich nicht eignen würde, die Entscheidung deines Patenkindes und deine, es ihr nicht auszureden, verstehen.
    Liebe Grüsse an den Neckar und schönen Sonntag noch

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  8. Liebe Irmi,

    solche Berufe sind sicherlich Bestimmung...eine innere Gabe muss vorhanden sein. Denn solch ein Beruf setzt viel Einfühlungsvermögen und Verständnis voraus.
    Toll...es ist nämlich nicht jedermans/jederfraus Sache damit umgehen zu können.
    Ich wünsche der jungen Frau das Beste in ihrem Berufswunsch.

    Grüessli
    Julia

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  9. Und ich bin stolz auf Dich Irmi! Du hast das so so so gut gemacht. Du hast erstmal in Ruhe nachgedacht, dann hast Du Dich informiert und dabei einiges verstanden, dann hast Du mit dem Maedchen gesprochen und dabei festgestellt, dass es ihr sehr ernst ist und sie sehr verantwortungsvoll mit ihrer Berufswahl umgeht und auch spaetere Weiterbildung in Betracht zieht. Mancher haette gleich mal losgedonnert und heruntergemacht anstatt aufzubauen - Du hast etwas sehr positives vollbracht. Die junge Dame kann sich gluecklich schaetzen so eine Patentante zu haben! :-)

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  10. Liebe Irmi,
    das hätte man dir ja nicht unbedingt um 0 Uhr nachts erzählen müssen, oder *lach
    Ich finde den Beruf des Bestatters noch humaner als den des Pathologen. Eine ungewöhnliche Berufwahl, aber mit krisensicherem Geschäft. Ich wünsche deinem Patenkind viel Glück mit diesem Beruf.
    Schöne Grüße, Johanna

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  11. Hallo liebe Irmi, gut das du dich informiert hast. Doch einen Anruf zur Nachtschlafender Zeit, das muß wirklich nicht sein. Dein Patenkind hat ihren Weg gewählt und um diesen Beruf zu ergreifen muß man schon die innere Einstellung dazu haben und die scheint sie zu haben und somit wird sie ihren Weg finden.

    Liebe Grüße und einen schönen Nachmittag
    Angelika

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  12. Liebe Irmi,

    also der Anruf hätte auch unter Tags statt finden können, aber vermutlich musste es einfach genau zu diesem Zeitpunkt raus und einfach mitgeteilt werden, kann ich auch irgendwie verstehen.

    Ich finde es toll, wenn sich jemand für so einen Beruf entscheidet, weil da musst du wirklich dazu berufen sein, sowas zu machen. Sie wird ihren Weg gehen und man sollte sie daran nicht hindern, weil sie würde nicht glücklich werden, wenn sie Rechtsanwältin wird und das nicht möchte. Ich spreche da aus eigener Erfahrung, weil auch ich musste einen Beruf erlernen, weil eine Firma da war und ich war damit alles andere nur nicht glücklich und habe dann nochmal umgeschult und dann war ich glücklich beim Arbeiten.

    Ich wünsche dir einen schönen Sonntag

    LG Mela

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  13. Meine Hochachtung vor der jungen Dame und auch vor dir, dass du es ihr nicht ausredest. Ich gehe einig mit der Aussage des Bestatters, das ist eine Berufung. Und überhaupt ein wichtiger und nicht zu unterschätzender Beruf. Er hat leider in der Bevölkerung so ein "Gschmäckle", wie wir hier sagen. Keine Ahnung warum!! Es ist wie mit dem Beruf der Krankenpfleger, völlig verkannt und viel zu wenig geachtet.

    Ich finde es wirklich ganz beachtenswert, dass sie das macht und besonders, dass sie weiteres schon im Hinterkopf hat. Ja, ich sehe den Herrn Doktor auch unbekannterweise Gift und Galle ...! Eigentlich muss er froh sein, dass er ein Kind hat, dass einen so guten Entschluss gefasst hat. Nach dem Jurastudium hat man heute auch kein Zuckerschlecken mehr, außer man setzt sich bequem ins bereits zubereitete gemachte Nest. Das wäre ja die allereinfachste Wahl.

    Schönen Sonntag, Brigitte

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  14. Hut ab vor der jungen Frau, dass sie so konsequent ihren Weg geht! Ich wünsch Ihr alles Gute dabei.
    Lieben Gruss von Sabine

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  15. ...das zeigt mir wieder, liebe Irmi,
    das es durchaus lohnt erstmal nachzudenken, nachzufragen, eine Nacht drüber zu schlafen...der erste Eindruck ist nicht immer der richtige...ich bewundere die junge Frau, die so genau weiß, was sie machen will und dass dies das richtige für sie ist...

    lieber Gruß Birgitt

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  16. Hallo liebe Irmi,

    ja, es ist oft so, dass die Eltern sich für ihr Kind so das ein oder andere vorstellen und dann entsetzt sind, wenn es dann eine ganz andere Richtung einschlägt. Ich halte Dein Patenkind für klug und mutig, weil sie so früh ihre Berufung erkennt und diese auch anstrebt. Das werden auch ihre Eltern noch erkennen, da bin ich sicher.
    Ich finde es toll von Dir, dass Du Dich informiert hast, und ihr zur Seite stehst. Und wenn es vielleicht hinterher doch nicht ganz das Richtige ist - die Erfahrungen kann ihr keiner nehmen!

    Ganz liebe Grüße

    Kerstin mit Finchen und Ayla

    PS. Ich freu mich, dass Dir die Karte gefallen hat.

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  17. Ja das ist ja mal total interessant! Über diesen Beruf habe ich noch nie nachgedacht und sicherlich wäre ich auch betroffen oder würde es nicht so richtig vertehen können, wie eine junge Frau Bestatterin werden möchte. Aber wie du das so schreibst, kann ich auch nur sagen: Hochachtung. Ein Beruf für und mit Menschen, was soll daran falsch sein. Übrigens gehe ich auch sehr gerne auf Friedhöfe. Oft sind sie wie Parks und die Grabsteine und deren Inschriften interessant und schön. LG Margarethe

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  18. Hallo Irmi,

    Du hast es auf jeden Fall richtig gemacht und hast Dich über den Beruf erkundigt. Für noch viel wichtiger halte ich es, dass Du dann nicht versucht hast ihr den Berufswunsch auszureden.
    Mit Recht kannst Du stolz auf Dein Patenkind sein.

    Schönen Abend noch
    viele Grüße
    Nachtfalke

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  19. Gut gemacht, S. und du :)

    Ich finde es völlig egal, was die Kinder für einen Beruf wählen, denn es muss ihnen Spaß machen bzw. liegen und nicht mir. Und ich finde es schön, wenn Jugendliche überhaupt eine Vorstellung davon haben, was sie mal werden wollen.

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  20. als meine ma gestorben war, kam eine junge frau und nahm meine mutter mit. irgendwie war ich erleichtert, dass SIE es war die jetzt meine mutter "umsorgen" würde. sie war stark aber mit viel mitgefühl und jetzt, 10 monate später, treffe ich sie ab und zu auf dem friedhof und manchmal reden wir und sie fragt mich, wie es MIR geht und ich kann immernoch fragen, wenn mir etwas auf der seele brennt. dieses mädel ist ne wucht!
    wunderbar wer es kann und schön für die hinterbliebenen an so einen menschen zu geraten.
    LG auch an dein patentes patenkind!

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  21. Hallo Irmi,

    Das dein Patenkind weiß was sie will, finde ich sehr gut. Es gehört leider auch heute noch dazu, dass Eltern eine bestimmte Vorstellung davon haben, was ihre Kinder zu werden haben. Das ist Grundfalsch, denn jeder ist seines Glückes Schmied.

    Über ihren Berufswunsch bin ich nicht sehr erstaunt, mein Sohn hat im letzten Jahr (8.Klasse) auch ein Bestattungsunternehmen angeschaut und war ganz überwältigt davon. Ich glaube, seitdem hat er eine ganz andere Einstellung zum sterben und auch zu dem Beruf.

    Ich hoffe, deine Nichte findet ihre Erfüllung in ihrem erwählten Beruf.

    LG Martina

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  22. Liebe Irmi, herzliche Grüße.
    Das finde ich ganz toll, daß Du ein Gespräch mit einem Bestatter gemacht hast, nur so kann man den Berufsstand verstehen. Der Anruf zu so später Zeit war natürlich ungewöhnlich.
    Erklärungen vom Bestatter werden auch Dir geholfen haben, den Berufswunsch Deines Patenkindes zu verstehen.
    Tschüssi und alles Gute, Brigitte

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  23. Liebe Irmi,
    das ist freilich SEHR spät! So spät würde ich nirgendwo mehr anrufen, auch bei Freunden nicht, vielleicht in allerhöchster Not!
    Aber ich finde es nicht schlimm, wenn ein junger Mensch Bestatter lernen will. Im Gegenteil! - Kenne auch solch einen Fall. Diese Menschen muß es geben und die Anforderungen sind heute weitaus höher, als viele meinen, was die Ausbildung betrifft.
    Nicht jeder eignet sich zum Anwalt. Geld ist nicht alles. Man muß seinen Beruf auch gern tun. Für manche ist eben auch das Berufung. Das sollte man akzeptieren. Es ist ein wirklich krisensicherer Job und man kann sich später gut selbständig machen, wird niemals am Hungertuche nagen müssen. Wenn die junge Dame die Nerven dafür hat, sehe ich da keine Probleme. Und Du schreibst es ja selbst, daß sie schon immer ein gewisses Faible für Friedhöfe hatte ...

    Ich hab' mal ein Buch von Carmen Thomas gelesen "Vom Umgang mit der Leiche" und ich finde es eigentlich schade, daß die Verstorbenen sofort weggebracht werden heute. Früher hat man sie 3 Tage lang aufgebahrt und konnte sich verabschieden. Sicherlich - im Sommer ein gewisses Problem ... aber sonst fände ich es gut, denn die Seele ist nicht gleich "weg", wie viele meinen . . . 3 Tage sind eben die Übergangsphase ...

    Als Eltern würde ich da auch nicht reinreden, denn die Kinder spüren doch oftmals ihre Berufung ganz genau.

    Liebe Grüße und einen schönen Sonntagabend
    Sara

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  24. Liebe Irmi ,alle Achtung !!!So eine junge Frau weiß genau was sie möchte .Solche Berufe werden auch ,grade heute gebraucht .Ich könnte das nicht .Die Angehörigen sind in diesem Moment total überfordert und sind froh wenn ein einfühlsamer Mensch sich um alles kümmert .Vielleicht braucht sie erst mal diesen" langsamen" Einstieg um dann das was sie sich vorstellt zu studieren .Ich gehe auch gerne auf den Friedhof .Ich genieße die Ruhe und Stille.Ich wünsche Dir eine schöne Woche .Liebe Grüße Ina

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  25. LIEBE IRMI,
    es ist immer wieder schön, von solchen willensstarken und jungen Persönlichkeiten lesen zu dürfen. Aber die Eltern müssen eine solche Entwicklung zulassen. Wir haben im großen Bekanntenkreis eine Familie, die ihrem Sohn immer wieder ihren Willen aufdrücken und so ein junges Leben zerstören. Hoffentlich geht das für den Jungen gut aus.

    beste Grüße,
    egbert

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  26. Jeder, liebe Irmi, ist seines Glückes Schmied. Wenn es das ist, was sie will ... so what. Die Grete sieht das ganz locker. Schlussendlich ein Beruf, der eines in der Tat macht ... nämlich Sinn.
    Du tust richtig daran, ihr das nicht ausreden zu wollen.
    Gruß vonner Grete, die gesund und munter aus dem Urlaub zurück ist

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  27. Irmi, das wäre ich auch!
    Liebe Grüße
    Astrid
    P.S. ich kenne in Köln einige außergewöhnliche Bestatter: Der eine ist der Zugleiter des Kölner Rosenmontagszuges. Ich habe ihn beim Feiern erlebt, als er meiner Gruppe einen Preis verliehen & vorbeigebracht hat. Der hat Ahnung vom Leben als solches!

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  28. Liebe Irmi,
    Na gut um soviel darüber nachgedacht zu haben und dann auch noch erst nachfragen. Ja, es ist ein besonderer Beruf und ist auch immer eine 100% Sicherkeit! Dass kann man noch lange nicht von anderen Berufen sagen. Ja, Pathologin könnte sie immer noch werden; wenn sie sich dazu entscheidet. Es ist kein leichter Beruf und du kannst mit Recht stolz sein auf dein Patenkind!
    Lieber Gruss,
    Mariette

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  29. Mir wäre wohl zuerst das Herz in die Hose gerutscht...so denke ich bei solchen Uhrzeiten immer das etwas passiert sein muss.

    Ich finde auch dass du Stolz sein kannst, und ich habe auch sofort an eine Berufung gedacht. So stelle ich es mir nicht einfach vor. Nicht alleine wegen der Toten, auch immer mit soviel Traurigkeit der Angehörigen zusammen zu kommen. Da muss man schon sehr feinfühlig sein und bestimmt aufpassen dass die eigene Seele nicht leidet. Ich finde sie macht es richtig, denn seine Berufung zum Beruf zu machen ist die schönste Art jeden Tag aufs Neue gerne zur Arbeit zu gehen. Sie wird ihren Weg bestimmt gehen.


    Liebe Grüsse

    Nova

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  30. Also erstmal denke ich, der Anruf haette auch bis zum naechsten Tag warten koennen.
    Ich finde es fabelhaft, wie Du reagiert hast, dass Du erst einmal Dich ueber diesen Beruf informiert hast. Mein Bruder hat eine Zeitlang fuer einen Bestatter gearbeitet, und ich glaube, das hat ihn sehr gepraegt. Wahrscheinlich wollen sich viele Menschen nicht damit konfrontieren (und ich glaube nicht, dass man auf dem Land leben muss um die Ehrsamkeit dieses Berufes zu verstehen, wie es hier in einem Kommentar zu lesen war, denn die Leute in der Stadt sterben auch); Tod ist halt immer noch ein Tabu Thema. Ein Beruf hier macht natuerlich nicht soviel her wie Rechtsanwalt und klingt auch nicht so toll - aber wenn man mal richtig drueber nachdenkt, ist es ein wirklich ehrenhafter und schwieriger Beruf. Es ist mutig von Deinem Patenkind, und ich wuensche ihr alles erdenklich Gute fuer ihre Plaene. Und ich hoffe auch, dass ihre Eltern sie und ihre Wahl akzeptieren und stolz auf ihre Tochter sein werden.

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  31. Mitten in der Nacht so ein Anruf,da bekommt man Angst.Ich denke dann immer es ist was passiert.Solche Gespräche hätten ja auch bis zum nächsten Tag warten können.
    Ich find die Berufswahl gut,auch solche Leute muss es geben.Und ich finde das sowas immer unterstützt werden sollte,egal welche Berufswahl.Die Zeiten das man das lernt was andere wollen sind vorbei.Ich wünsche deinem Patenkind alles Liebe und Gute für die Zukunft.
    LG
    Nicole

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  32. Liebe Irmi,
    ich kann mir denken, was für einen Schreck Du gehabt haben mußt, als so spät das Telefon klingelte. man rechnet immer mit edm schlimmsten, jedenfalls geht es mir so.
    Vor dem Berufswunsch Deines Patenkindes habe ich größten Respekt, man muiß wirklich dazu berufen sein! ICh finde es toll, daß es heute noch junge Menschen gibt, die sich dieser Berufe, ohne die es nun mal nicht geht, annehmen! Respekt!
    Und Du hast genau richtig gehandelt!
    Du kannst stolz sein auf Dein Patenkind, und Dein Patenkind kann stolz auf Dich sein!
    Was nützt es, einen Beruf zu erlernen, der einem keine Erfüllung bringt .....
    Ich wünsch Dir einen guten Start in die neue Woche!
    ♥ Allerliebste Grüße,Claudia ♥

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  33. Oh ja, das ist - finde ich - die richtige Einstellung. Sei stolz auf Dein Patenkind! Ich finde es mehr als bemerkenswert, was Bestatter zu leisten haben. Besonders Deine eben erwähnte Gratwanderung ... dass Dein Patenkind sich das zutraut - absolut großartig!
    Ich wünsche Ihr viel Erfolg bei der Lehre und immer gute Nerven! (... ich glaube, dass ich das nicht durchstehen würde und bin echt so was von beeindruckt von ihrem Vorhaben.)

    Allerliebste Grüße an Dich und Deine Patentochter,
    Sonja

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  34. Stark Irmi
    so ein Beruf ist wirklich eine BERUFUNG.
    LG vom katerchen der solche Leute schon von der unmöglichen Seite kennengelernt hat..leider.

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  35. Oh, welch ein Schreck. So mitten in der Nacht das Klingeln, das ist bei uns dann immer ein Unglück gewesen .... Aber scheinbar für die Anruferin auch.
    Wobei ich diese Berufswahl Deines Patenkindes mit grossen Respekt bewundere. Ich wünsche ihr auch Alles Gute, viel Kraft, Sensibilität und dass sie sich immer abgrenzen kann.
    liebe Grüsse an Dich, ich finde es so gut, dass Du Dich informiert hast, und uns mit diesem Post hier mitgenommen hast in so ganz, ganz andere Lebenswege
    Elisabeth

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  36. Liebe Irmi,

    das finde ich ganz, ganz klasse, dass sie diesen Beruf ergreifen möchte. Und wie du es schilderst, ist das ja keine spontane Entscheidung gewesen, sondern sicherlich lange und gut überlegt, und - eben eine Berufung. Es ist ganz sicher ein ehrbarer Beruf und ich finde es toll, dass es Menschen gibt, die den Mut haben, diesen Schritt zu tun und sich dafür zu entscheiden. Sie wird sicherlich sehr vielen Menschen wenigstens ein bisschen Trost in einer eigentlich untröstlichen Situation spenden und helfen können ..

    Sehr schön finde ich auch deinen vorigen Artikel zum Thema Fehler ..

    Ganz liebe Grüße an dich zum Wochenstart :)
    Ocean

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  37. Irmi,
    einen Beruf zu wählen, ist eine schwerwiegende Entscheidung, die uns früher von unseren Eltern abgenommen wurde. So war es bei mir, da hiess es:
    Du wirst Sekretärin oder ähnliches! Heute wundere ich mich, wieso meine Eltern nicht gesehen haben, dass ich eine grosse Begabung für Naturwissenschaften habe.
    Heute bestimmen junge Menschen ihren Berufsweg. Wie immer er ausfällt, sollte man diesen Wunsch unterstützen. Oftmals ist dieser erste Berufsweg, eine Grundlage für weitere Ausbildung.
    Nächtliche Anrufe verängstigen mich ebenfalls.
    Wir bekamen einen Anruf um 3 Uhr morgens und hörten, dass ein Familienmitglied, bei einem Autounfall um Leben kam.
    LG Gisela

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  38. viele Dinge im Leben lassen sich nicht vorherbestimmen, auch wenn man sich das oftmals so wünschen würde...ich bin in einen Dreimädelhaus aufgewachsen und mein Opa und Vater waren beide Schreiner...es war immer der Wunsch ich sollte die eigene Schreinerei weiterführen...ich hab die Lehre gemacht, aber mir war immer bewußt, dass das nicht meine Bestimmung ist...genauso wie deine Nichte eben andere Ziele im Leben hat...und nur so kann sie ein glücklicher Mensch sein...selbstbestimmt, mit einem Beruf der ihr allein Spaß macht...
    sei liebst gegrüßt von Uli - der Kramerin

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  39. Liebe Irmi,

    meine Bewunderung für dein Patenkind. Und großartig finde ich auch, dass du dich erst einmal schlau gemacht, dann mit ihr gesprochen hast und sie nun unterstützt. Das ist so wichtig für junge Menschen. Ich bin überzeugt, dass sie das findet, was sie sich mit diesem Beruf, mit dieser Berufung erhofft.

    Wir haben den Großen auch entscheiden lassen. Zunächst ging seine berufliche Vorstellung Richtung Handwerk, genauer Tischler, weil er etwas mit den Händen "schaffen" wollte. Dann nach mehreren Praktika und Ferienjobs in einer kleinen Tischlerei und dortigen Gesprächen reifte der Entschluss, doch noch etwas mehr Kopfarbeit zu leisten. Und da in der Mathematik und Chemie seine Stärken liegen, hat er sich für den Chemielaboranten entschieden, wo praktische Tätigkeiten und theoretische Auswertungen zusammenspielen. Nun ist er sechs Wochen dabei, bekommt eine fundierte, fordernde und fördernde Ausbildung an der Uni Hamburg. Und liebt es. Für ihn ist es immer noch der "beste Beruf von der Welt und die beste Entscheidung".

    Herzliche Grüße

    Anke

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  40. Sie entscheidet über ihr Leben und fühlt sich zu diesem Beruf berufen, das ist das allerwichtigste Überhaupt, denn wenn sie Freude an ihrem Beruf findet, dann ist das schon eine große Erfüllung und nicht, dass was Papa oder Mama wollen.
    Und täglich sterben Menschen, solche Bestatterberufe sind etwas wertvolles.
    Nach der Lehre wird se ja sehen, ob sie noch studiert oder bei ihrer Berufswahl bleibt.
    Das Mädel imopniert mir.

    LG Mathilda ♥

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  41. Da können die Eltern planen und vorsorgen wie sie wollen, wenn das Kind einen anderen Weg gehen will, dann wirft das alles über den Haufen.
    Liebe Irmi. Ich finde es richtig, dass Du die junge Dame nicht umstimmen willst. Wenn sie diese innere Berufung spürt, dann ist das doch perfekt! Wie viele junge Menschen werden in einen Beruf gezwängt, in ein Schema gepresst - nur, damit es passt.
    Ich wünsche dem Mädchen jedenfalls alles Gute, möge sie ihren Weg gehen.
    Liebe Grüße von Kerstin.

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  42. Liebe Irmi,
    meine Große hat ein super Abitur mit einem Einser-Schnitt gemacht, alle Studiengänge haben ihr offen gestanden...sie hat ein Studium gewählt, das sie glücklich macht, aber viel Geld wird sie mit ihrem Beruf nicht verdienen ;o).Du glaubst gar nicht, wieviele Leute entsetzt gefragt haben :"Mit dem Abitur, willst du DAS sudieren und hinterher "nix" verdienen ?" Ich habe nicht versucht, es ihr auszureden...ich möchte, dass sie glücklich ist, mit dem was sie macht ;o)!Einen schönen Abend und ganz viele, liebe Grüße,Petra

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  43. Liebe Irmi,
    ich bewundere das Mädchen und ihre Entscheidung. Vor allem finde ich es wichtig, dass sie ihre Berufung gefunden hat, zumindest jtzt. Und der Papa muss sich wohl jemanden suchen, der seine Anwaltspraxis einmal übernimmt.

    LG Sabine

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  44. Liebe Irmi, ein wundervoller Eintrag. Das Mädchen möchte ich kennen lernen :-).
    Deine Einstellung gefällt mir und ich habe gerne gelesen, wie Du mit dieser Situation umgehst.
    Liebe Grüße
    Barbara

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  45. liebe irmi,
    na schau wie das toll zu meinem letzten post passt.
    ein röntgenbild von meinem kopf.
    das löst sofort befremden aus..so einen schädel ohne haut mag man gar nicht sehen, erinnert es doch viel zu sehr unsere eigene vergänglichkeit.
    vielleicht habe ich ihn auch gerade darum gepostet.
    wir verdrängen den tod viel zu sehr.
    ich beschäftige mich auch seit längerem mit meinen eigenen ableben, was meine familie auch gar nie nachvollziehen kann.
    als kind und jugendlicher hatte ich unglaublich angst davor zu sterben und tief in der erde in einer holzkiste zu liegen.
    vor wenigen jahren erfuhr ich das es in deutschland auch einen privatfriedhof gibt und man dort oder auch in der schweiz die asche eines toten frei verstreuen kann.
    der gedanke "frei" zu sein, an der luft in der sonne im regen....."vom winde verweht" hat für mich so etwas tröstliches, daß auch der gedanke an den eigenen tod nicht mehr gar so schlimm ist.
    falls dein patenkind etwas in diese richtung plant lass es mich wissen, vielleicht werde ich ja mal ihr kunde ;-)
    liebe irmi, ich wünsche dir einen wunderbaren wahlsonntag.
    ich glaub das wird doch noch spannend.
    lieben gruß
    dieter

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Ich freue mich über jeden Kommentar und möchte mich auf diesem Weg recht herzlich dafür bedanken. Kommentare sind wie das Salz in der Suppe. Ohne fehlt sehr viel.