Donnerstag, 26. September 2013

Dies und Das und was braucht man wirklich?

Heute fielen mir durch Zufall  einige Aufzeichnungen aus dem Jahr 1972 in die Hände und ich muss feststellen, dass sie heute mehr denn je ihre Berechtigung haben. Man sollte sich mal wieder auf das besinnen, was wir zum Leben wirklich benötigen. 
Das Ehepaar Scott und Helen Nearing waren die amerikanischen Pioniere eines radikal einfachen Lebens.
1932 kehrten sie  (auf dem Höhepunkt der Weltwirtschaftskrise) New York den Rücken und begannen in den Green Mountains von Vermont ein neues Leben. Auf ihrer Farm versuchten sie bis ins hohe Alter  hinein völlig autark zu sein. Sie stützten sich allein auf ihren Einfallsreichtum, harte Arbeit sowie die jahreszeitlich bedingten Gaben der Natur.



Auch wenn sie sich nicht unbedingt berufen fühlten, nur Wasser und Kräuteraufgüsse zu trinken, auf Salz, Zucker, Kaffee, Tee, Eier, Milchprodukte und etwas Alkohol zu verzichten, so wurde das Steinhaus mit eigenen Händen gebaut und sich täglich körperlichen Strapazen unterworfen. Dieses Leben dient offensichtlich der Gesundheit. Scott wurde 100, seine Frau fast genau so alt. In Helen Nearings Memoiren findet sich eine bemerkenswert zeitlose Liste für ein gutes und einfaches Leben:

Tue dein Bestes, was immer auch geschehen mag.
Suche dir eine Arbeit, die dir Freude macht.
Führe dein Leben unter einfachsten Bedingungen, was Wohnung, Nahrung und
Kleidung angeht, trenne dich von allem Ballast.
Suche jeden Tag den Kontakt zur Natur, spüre die Erde unter deinen Füßen.
Halte deinen Körper durch harte Arbeit, Gartenarbeit oder Spazieren gehen in Form
Mach dir keine Sorgen. Lebe jeden Tag neu im Hier und jetzt.
Teile jeden Tag etwas mit einem anderen Menschen; wenn du alleine lebst, schreibe
jemanden; verschenke etwas; hilf  jemanden auf irgendeine Weise.
Nimm dir die Zeit, das Leben und die Welt mit Staunen zu betrachten, halte so
gut du kannst Ausschau nach ein wenig Freude im Leben.
Bedenke, dass alle Dinge nur ein Leben haben.
Sei Freundlich gegen jedes Lebewesen.




Ich habe das Buch von Scott Nearing: "Leben gegen den Strom." Von seiner Frau gibt es einige Kochbücher über das einfache Leben. Die Rezepte kann man heute noch verwenden.





Mein Spruch des Tages:
Die Dinge, auf die es im
Leben wirklich ankommt,
 kann man nicht kaufen.
(William Faulkner)


Kommentare :

  1. Guten Morgen meine liebe Irmi,
    ja, das sind sehr wahre und weise Worte von Helen Nearing. Danach zu leben macht sehr viel Sinn! Ich wußte nicht, daß es Kochbücher von ihr gibt/gab... sehr interessant :O)
    Und Dein Spruch, meine liebe Irmi, den hast Du wieder perfekt ausgewählt *lächel*
    Ich wünsch Dir einen wunderschönen Tag!
    ♥ Allerliebste Grüße, Claudia ♥

    AntwortenLöschen
  2. Das Zitat von Faulkner stimmt vollkommen....kann man wirklich nicht kaufen, und man sollte sich im Grunde besinnen was man braucht und was nicht. Indirekt habe ich sowas auch schon feststellen können, denn schon alleine durch den Umzug nach hier habe ich einiges zurückgelassen, und hier mehr den je den Weg zurück zur Natur und deren Schönheit gefunden.

    Ich glaube auch, je größer der Raum der einen umgibt um so größer wird das Bedürfnis sich etwas anzuschaffen. Platz ist in der kleinsten Hütte und wirklich weniger Balast. Nicht ohne Grund werden viele Menschen so krank weil sie dem Alltagsstress nicht mehr gewachsen sind, und das nur weil sie immer mehr besitzen wollen.

    Also eines muss ich dir heute auch mal sagen....mit dir würde ich gerne mal auf einer Bank sitzen, die Natur genießen und sich über Gott und die Welt unterhalten♥

    Liebe Grüssle

    Nova

    AntwortenLöschen
  3. Klasse! Das gefällt mir! Obwohl ich mich bestimmt schwer damit tun würde, so ein Leben zu führen (mit Verzicht auf all die gewohnten Dinge, die den Alltag leichter machen), finde ich die Idee - und erst recht die Umsetzung - absolut bewundernswert.
    Danke, liebe Irmi, für den super Post!

    Liebste Grüße,
    Sonja

    AntwortenLöschen
  4. Liebe Irmi,

    jeder, der deine Worte liest, ist dir dafür dankbar.

    Dankbare Grüße
    Elisabeth

    AntwortenLöschen
  5. Liebe Irmi,

    Dein Post ist so wahr. Meine Urgroßeltern, wie auch meine Großeltern haben ein hartes Leben geführt, sich selber ihr Gemüse angebaut, ein Mehrgenerationenhaus gebaut (das Haus war von 1896) und hatten ein erfülltes Leben. Sie sind damals schon 98 bzw. 99 Jahre alt geworden. Trotz Kriege und aller widriger Umstände. Ein Teil der Gene habe ich von Ihnen geerbt, ich liebe es mein Gemüse und Obst, sofern es mir möglich ist, in unserem kleinen Garten anzubauen, zu ernten, zu verarbeiten. Marmeladen, Liköre selber herzustellen. Meine Wolle selber zu spinnen, Seife selber herzustellen. Ich bin von Morgens früh auf den Beinen und am arbeiten und bin sehr glücklich und zufrieden damit.

    Dir liebe Grüße Lydia♥♥♥

    AntwortenLöschen
  6. hi irmi,
    dass der konsum und die dinge, die uns tagtäglich begegnen uns schaden ist bekannt. auch der überfluß, den wir haben.
    gerade im urlaub und auch in heidelberg habe ich so viele menschen gesehen, die ihr körpergewicht mit sich herumgetragen haben.
    essen und trinken an erster stelle. ich denke, wenn man in der einsamkeit lebt und für sich durch seiner hände arbeit essen besorgen muß, geht man mit all dem bedachter um und stopf es nicht in sich hinein. allerdings denke ich nicht, dass die krankheiten weniger wurden durchs einfache leben. die leute sind eben früher gestorben. ich möchte allerdings meinen "luxus" in meinem bescheidenen rahmen nicht missen. aber manchmal denke ich doch drüber nach, wie es mit einem kleinen hexenhäuschen und dem einfachen leben wäre. verwerfe den gedanken aber immer wieder.

    wünsche dir einen schönen tag
    lg eva

    AntwortenLöschen
  7. Liebe Irmi!
    Wie war, schade das die Menschen lieber Ummengen von Geld für ihre Gesundheit ausgeben und dabei vergessen einfach einen Spaziergang durch den Wald oder über eine Wiese zu machen.
    Ich bin erst ein wenig über 30, was ich allerdings die letzten Jahre gelernt habe, was nützt dich alles Geld der Welt wenn man nicht glücklich ist? Danke für deine schöne Texte!
    glg
    Sonja

    AntwortenLöschen
  8. Ach wie schön!!! Ja, dieses Ehepaar gefällt mir! Ich habe beim Lesen deines wunderbaren Posts innerlich gejuchzt. :-)))
    Im Grunde ist/wäre es so einfach, glücklich zu leben. Wesentlich dafür ist das Aufbringen des Muts "gegen den Strom" zu leben.

    Eine wunderbare Erinnerung, die ich wieder mindestens durch meinen heutigen Tag hindurch bewegen werde.
    Danke!
    Brigitta

    AntwortenLöschen
  9. Irmi der Spruch gefällt mir BESONDERES..
    ob man es wirklich schafft in unserer Zeit SO einen Tagesablauf..bezweifel das,auch wenn der Wille da ist.

    LG vom katerchen der aber diese Art Lebensweise bewundert

    AntwortenLöschen
  10. Liebe Irmi,

    sehr interessant werde mir das Buch holen. Das sind wahre und weise Worte,
    die Einstellung der Frau Nearing finde ich super ich habe mir diese Worte eben
    notiert und werde sie mir auf eine Tafel in meine Form umwandeln, somit werde ich
    jeden Tag auf die weisen Worte hingewiesen...

    Liebe Grüße
    Birgit

    AntwortenLöschen
  11. wenn alle menschen einfacher und bescheidener leben wollten, dann gäbe es auch keine sozialen probleme.
    alles liebe in deinen tag
    ingrid

    AntwortenLöschen
  12. was für ein toller und lehrreicher Post, liebe Irmi !!! so sieht für mich in etwa der Sinn des Lebens aus...mit Freude arbeiten, sich nicht mit unnötigem belasten (materiell) und das was man hat zu teilen...schöner und besser konnte man das alles überhaupt nicht beschreiben... Danke für diese wunderbaren Zeilen am frühen morgen...
    es grüßt dich ganz liebst Uli - die Kramerin

    AntwortenLöschen
  13. Danke für diesen wunderbaren Artikel, liebe Irmi. Es ist erstaunlich, unter welch harten Lebensumständen doch immer wieder Menschen ein sehr hohes Alter erreichen, in meiner nächsten Familie hatte ich ein Beispiel.
    Ich bedauere meistens die Menschen, für die nur das "Haben" wichtig ist, die nur einen Sinn im Horten von Gut und Geld sehen und dabei das Leben und ihre Mitmenschen total vergessen.
    Liebe Grüße, MinaLina

    AntwortenLöschen
  14. Was braucht man wirklich? Das frage ich mich auch immer wieder.
    Es beantwortet eigentlich dein Zitat.
    LG
    Nicole

    AntwortenLöschen
  15. Liebe Irmi,

    dein Spruch des Tages bringt es auf den Punkt.

    In der heutigen Zeit wäre es schwer so zu leben, weil in der Stadt, da hast du keinen Garten in dem du alles anpflanzen kannst was du zum Leben brauchst und ein Grundstück im Grünen, wo das ginge, das kann sich eigentlich so gut wie keiner leisten.
    Aber einen Spaziergang in der Natur der ist einfach eine Erholung für Geist uns Seele und da braucht man gar nichts dazu, ausser zwei Füße die mit einem Laufen ;o)))

    Ich wünsch dir einen schönen Tag

    LG Mela

    AntwortenLöschen
  16. Liebe Irmi ,
    dein heutiger Post , regt sehr zum NACHDENKEN an . Bestimmt könnte man einige Dinge annehmen . Leider ist die komplette Umsetzung als " Stadtmensch " nicht so einfach .
    Liebe Grüße ,
    Christine

    AntwortenLöschen
  17. Liebe Irmi,

    es gibt wirklich vieles was nicht unbedingt gebraucht werden muss. Das solch ein beschriebenes Leben gesund und bereichernd ist bezweifle ich nicht. Ich kann es bischen nachvollziehen. Doch ich denke allzu romantisch sollte man sich solch eine Lebensweise auch nicht vorstellen. Denn es ist in der Tat einiges an (harte) Arbeit nötig, um sich auf diese Weise selbst versorgen zu können. Die schönen Seiten solch eines Lebens zeigen sich natürlich auch.
    Der Mensch kann sich mit gesunder Lebensart viel gutes tun und so vielen Befindlichkeiten entgegenwirken. Und wenn die "Genetik" oder Unfälle ihm gesundheitlich nicht dazwischen funken, kann ein schönes gesundes hohes Alter möglicherweise erreicht werden. Schön wäre es.

    Alles Liebe.

    Grüessli
    Julia


    AntwortenLöschen
  18. Liebe Irmi,
    wieder ein wunderbarer Post und so wahr und der Spruch genauso die wirkliche Dinge im Leben die muss man spüren und erleben und kann man nicht kaufen. Ich glaube auch mit zunehmen Alter und anderen Lebensumständen ist man sich dieser Tatsachen mehr bewusst, wenn man bewusst lebt. Klar ein wenig Luxus, schätze ich auch mal und die Betonung liegt auf mal. Es ist ja fast heute Luxus einen gutes frisches und natürlich gewachsenes Gemüse zu bekommen wenn man nicht selbstversorger ist und wird. Das Leben von Scott Nearing und seiner Frau ist heute für viele Menschen wieder ganz aktuell und lebenswert. Danke Dir.
    Wünsche einen schönen Tag und viele Grüße
    Ingrid

    AntwortenLöschen
  19. Liebe Irmi,
    wie schön!
    Den Spruch "pflücke" ich mir und nehme ihn mir als Inspiration mit durch den Tag! :)

    Hab Dank für Deinen lieben Kommentar!

    Liebste Grüße
    Martina

    AntwortenLöschen
  20. Servus Irmi,
    die Liste für ein gutes und einfaches Leben ist ja recht und schön. Leider hat die Menschheit den Zeitpunkt der Umsetzung meines Erachtens schon lange übersehen. Also versuchen wir wenigstens den einen oder anderen Punkt dieser Liste zu leben!
    Schönen Tag,
    Luis

    AntwortenLöschen
  21. Von den Nearings habe ich hier auch alle Bücher stehen! Sie waren unsere "Helden" :-) Die waren schon gut und erreichten auch ein sehr hohes Alter, wenn bei Helen nicht ein Verkehrsunfall ihrem Leben ein Ende gesetzt hätte, wäre sie wohl auch noch über die Hundert gekommen. Ihre Suppen waren legendär.
    Allerdings lebten sie nicht nur als Selbstversorger, was viele nicht so realisiert haben. Denn lediglich ein halbes Jahr wirtschafteten sie auf ihrem Land, das andere halbe Jahr gingen sie auf Reisen, hielten Vorträge usw. ... also während der unwirtlicheren Jahreszeit. So ließe ich mir das Landleben auch gefallen. Sie hatten auch sehr viele Helfer, denn Scott als ehemaliger Professor, verstand es, junge Menschen für seine Zwecke einzunehmen. (Auch wenn ihm die Lehrtätigkeit einst entzogen wurde wegen seines pazifistischen Engagements!)

    Er kam allerdings aus sehr wohlhabendem Haus und wenn er nicht einfach seine Familie verlassen hätte für seine Ideen und seine um Einiges jüngere Geliebte Helen, dann hätte er so naturnah auch nicht leben können! Das finde ich nicht ganz so toll, das erinnert mich auch immer an den Buddha, den ja viele verehren, an dessen Geschichte sie aber nicht denken, daß er einfach seine Familie für seine hehren Ziele verließ! Anstatt sein Leben anständig zu Ende zu leben im Kreis seiner Familie. Für mich ist das ein Weglaufen! Sicher kennen wir die näheren Umstände nicht ... aber wenn jeder seinen Platz verlassen wollte, nicht mehr für seine Familie sorgen wollte, um einfach nur "frei" zu sein, würde wohl das Chaos entstehen.

    Liebe Grüße und einen schönen Tag wünsche ich Dir
    Sara

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. das ist interessant, was du da schreibst sara und ich habe mich kundig gemacht. der traum vom einfachen leben ist doch gar nicht so leicht und manche würden sich umschauen, wenn sie ihn tatsächlich leben müßten. die plage und die qual des arbeitens. keinen elektrischen strom, tiere selbst schlachten, ich weiss nicht.
      das alles klingt immer so toll, aber in der wirklichkeit sieht es doch oftmals anders aus. keinen trockner, keine waschmaschine, keine spülmaschine. ich habe in den 50ern auf dem bauernhof meiner großmutter gearbeitet und noch gesehen, wie mit der sense gemäht wurde, ich habe die stricke zum zusammenbinden der strohhalme legen müssen.
      die butter hat die oma selbst aus rahm gemacht, den sie von der milch abgeschöpft hat. die realität ist oftmals anders.
      und du geschrieben hast, war ja der herr nearing die wenigste zeit mit seinem einfachen leben beschäftigt, sondern ist herumgereist, ist er da gewandert, hat er da in einfachen unterkünften gelebt.
      ich weiss nicht.

      danke für deinen aufschlußreichen kommentar.

      lg eva

      Löschen
    2. Liebe Eva,
      so ist es! Wir haben das Landleben in der Form auch vor vielen vielen Jahren ausprobiert und ich muß sagen, es ist absolut nichts für uns! ;-) Obwohl ich mir natürlich ein halbes Jahr Landarbeit und die übrige Hälfte des Jahres sich in Reisen ergehen gefallen lassen hätte. Doch wir hatten damals 2 kleine Kinder und da war das überhaupt nicht drin!

      Die romantischen Träume klingen immer so schön, doch ich weiß, daß viele an der Umsetzung scheitern. Es hat schon manchen Universitäts-Professor gegeben, der sich in die Toskana zurückzog, um da ein "einfaches" Leben zu leben, doch beim frühmorgendlichen Aufstehen mit den ersten Hahnenschrei und der schweren körperlichen Arbeit sah das dann ganz anders aus! Dafür muß man wohl geboren sein. Nicht jeder hat Landarbeiter-Gene in sich. Manche eignen sich eben doch eher für geistige Arbeiten.
      Und Du sagst es - Waschmaschine, Spülmaschine hat der Mensch nicht umsonst erfunden! Das sind unheimliche Erleichterungen und wohl kaum einer will noch einmal zurück ins finstere Mittelalter! Wenn ich auch heute noch fürs einfache, reduzierte Leben bin, aber diese beiden Geräte möchte ich nie niemals nicht missen!!!

      Meine Mutti wußte es übrigens damals schon - da sie die Landarbeit ja kennengelernt hat - daß es mit dem Landleben nichts Dauerhaftes wird - und sie selbst hat diesem auch niemals nachgetrauert. Im Gegenteil! Sie war froh, als ein wenig Luxus in ihr Leben einzog. Niemals hätte sie tauschen wollen.
      Das sind oft romantische Schwärmereien oder das Nichtzugebenwollen, daß man es nicht weiter gebracht hat!

      Soweit mir bekannt, haben die Nearings auf ihren Reisen bei Freunden oder in Hotels gelebt. Er kam ja aus wohlhabendem Hause! Das hat mich dann doch ein wenig gestört an ihrem "einfachen" Leben. In den Büchern klingt das immer so toll. Diese Erfahrung habe ich schon einige Male machen können bei Buchautoren, die nicht das in Reinform gelebt haben, worüber sie schrieben. Aber soll man es ihnen verdenken??? Kein Mensch ist ein Engel, nicht wahr! Wer das behauptet, spricht einfach nicht die Wahrheit! Daher sind solche Bücher auch immer kritisch zu lesen.

      Alles Liebe
      Sara

      Löschen
    3. Entschuldige bitte, liebe Irmi, wenn wir Deinen Post einfach so für unsere Gedanken benutzen. Ich hoffe, Du hast nichts dagegen, wenn ich Eva hier noch geantwortet habe?
      Scott Nearing, die Nearings ... waren seinerzeit wirklich unsere Idole - doch als ich später mehr über sie erfuhr wie überhaupt über das Leben, sah ich das Ganze dann doch mit weniger verklärten Augen.
      Dennoch bin ich auch heute überzeugt, daß wir alle auf unser Verbrauchsverhalten achten können und sollten und mehr zum Weniger tendieren sollten, statt zum "immer mehr"! Insofern sind die Bücher durchaus vorbildhaft!

      Alles Liebe auch an Dich
      Sara

      Löschen
  22. Was mir noch dazu einfällt ... im übrigen sind das ja nichts anderes als die Weisheiten aus unserer guten alten Bibel! Dazu braucht es im Grunde keiner "Vorbilder", wie den Nearings oder anderer Menschen ... denn alles beinhalten ihre Bücher schließlich auch nicht - sie werden in den Büchern kaum ihre schwachen Momente niedergeschrieben haben mit ihren Verfehlungen - das hätte nicht ins Bild gepasst ...

    Sammelt euch nicht Schätze auf Erden, Wo Motte und rost sie zerfressen, wo Diebe einbrechen und stehlen, sammelt euch vielmehr Schätze im Himmel... denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz!"

    Hier nur wenige Auszüge

    Sammelt euch nicht Schätze auf Erden, Wo Motte und Rost sie zerfressen, wo Diebe einbrechen und stehlen, sammelt euch vielmehr Schätze im Himmel... denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz!"

    Seht euch vor und hütet euch vor jeder Art Habgier! Denn auch dem, der im Überfluss lebt, wächst sein Leben nicht aus dem Besitz zu.


    Fürchte dich nicht, wenn einer reich wird,
    wenn die Pracht seines Hauses sich mehrt.
    Denn nichts nimmt er mit, wenn er stirbt,
    seine Herrlichkeit folgt ihm nicht hinab.

    Der Segen des Herrn macht reich,
    und eigene Mühe fügt ihm nichts hinzu.

    Und letztlich wird immer wieder vergessen, daß kein Mensch sich selbst erretten kann, durch die gesündeste Lebensweise nicht, das liegt allein beim Herrn! Denn sterben müssen wir alle und danach das Gericht ...


    AntwortenLöschen
  23. Hallo liebe Irmi,
    vielen Dank für diesen wundervollen Post.
    Ich bewundere Menschen, die sich dem einfachen Leben zugewandt haben und dabei glücklich sind.
    Manchmal habe auch den Wunsch einmal so zu leben und wieder zu mir zu finden.
    Ein paar Wochen könnte ich es schon aushalten.
    Liebe Grüße und einen schönen Tag.
    Tilla

    AntwortenLöschen
  24. Herlich liebe Irmi, das einfache Leben so umzusetzen.
    Wir sind so an Überfluss, Strom aus der Steckdose und all die Dinge gewöhnt, das es bstimmt schwer ist, dieses Leben umzusetzen.
    Was mal für zwei Wochen auf einer Berghütte ohne Strom und Wasser, eine interessante Erfahrung.

    Ein schöner Tagesspruch.

    Liebe Grüße
    Angelika

    AntwortenLöschen
  25. Liebe Irmi
    das einfache Leben, ich find einfach lebe ich und kann vieles schon bejahen und probiere es jeden Tag aufs neue !
    Es ist eine wichtige Entscheidung diese Einstellung um Glück zu spüren können.
    Gruss Mondgucker

    AntwortenLöschen
  26. Liebe Irmi,

    die beiden haben bewiesen, dass ein einfaches Leben nicht unbedingt ein kurzes sein muss. Denn die Einfachheit macht die Blick frei für die besonderen Dinge der Natur und des Lebens. Bemerkenswert finde ich auch, dass sich Scott Nearing bewusst für seinen Tod entschieden hat, indem er nach seinem 100. Geburtstag nichts mehr aß und lediglich Säfte bzw. Wasser trank.

    Allerbeste Grüße

    Anke

    AntwortenLöschen
  27. Liebe Irmi,
    ich habe als Kind so ähnlich gelebt. Meine Eltern waren in den 70er Jahren extrem makrobiotisch unterwegs. Vom eigenen Gemüse bis hin zum selbst gemahlenen Mehl für das selbstgebackene Brot. Selbstgenähte und selbstgestrickte Kleidung. Ich hatte nie das Gefühl, dass ich auf etwas verzichten muss. Im Gegenteil ich erinnere mich an diese Zeit als einen sehr schönen Teil meiner Kindheit.
    In dieser Zeit war ich auch nie krank. Das war sehr ägerlich für mich, weil ich IMMER in die Schule gehen musste. Andere Kinder waren speziell im Winter meistens 1 Woche zu Hause. *lach*
    Heute könnte ich mir das aber nicht mehr vorstellen.

    Lieb grüßt
    Martina

    AntwortenLöschen
  28. Liebe Irmi,
    das Wesen dieser beiden Menschen beeindruckt uns beide sehr.
    Sich auf die Wurzeln besinnend,
    das Wesentliche und das Wichtige tun,
    wird das sein,
    was von uns bleibt,
    Spuren eines erfüllten Lebens und
    nicht das eine überfüllten Konsumlebens,
    nicht das Leben nach Marketingstrategien anderer Leute.

    herzlichst,
    egbert

    AntwortenLöschen
  29. Liebe Irmi,
    das Wesen dieser beiden Menschen beeindruckt uns beide sehr.
    Sich auf die Wurzeln besinnend,
    das Wesentliche und das Wichtige tun,
    wird das sein,
    was von uns bleibt,
    Spuren eines erfüllten Lebens und
    nicht das eine überfüllten Konsumlebens,
    nicht das Leben nach Marketingstrategien anderer Leute.

    herzlichst,
    egbert

    AntwortenLöschen
  30. ja - man braucht vermutlich gar nicht so viel um glücklich zu sein. Aber ehrlich gesagt würde ich freiwillig nicht so gerne ein radikal einfaches Leben führen wollen. Ich lebe gerne in der Stadt - und ich sitze gerne ab und zu am pc :-)
    Aber nachdenkenswert sind solche Gedanken auf jeden Fall. Manches kann man ja auch im Kleinen mal hinterfragen und ändern.

    lieber Gruß von Heidi-Trollspecht

    AntwortenLöschen
  31. Liebe Irmi,

    sehr interessant zu lesen. Sich so ein Leben vorstellen zu können und so zu leben ist sicher in der heutigen Zeit nicht einfach. Man müsste dann auf jeglichen Luxus verzichten. Ja, auch die vielen elektrischen Helfer wären dann ja Luxus pur. Dein Spruch des Tages gefällt mir sehr.

    Viele liebe Grüße

    Kerstin

    AntwortenLöschen
  32. Liebe Irmi,
    nicht umsonst sagt man "das einfache Leben ist das schwerste" !!!
    In der heutigen Zeit, wo Werte auf Konsum, Geld und Statussymbole geschrumpft sind, ist es noch schwerer geworden.
    Einen angenehmen Feierabend und lieben Gruss
    moni

    AntwortenLöschen
  33. Liebe Irmi,

    ich finde es immer interessant, wenn ich von solchen Menschen lese. Einfach nicht mit der Masse schwimmen, das fällt halt sehr schwer. Wie sehr wird man nicht verleitet von all´ den schönen und unnötigen Dingen dieser Welt. Ich liebe es, diese kleinen Unnötigkeiten zu haben. Ich würde gerne mal eine Woche oder so, dieses beschriebene Leben probieren, aber auf Dauer wäre das nichts für mich. Wobei ich wirklich nicht im Überfluss lebe.
    Dir einen schönen Abend und liebe Grüße, Elke

    AntwortenLöschen
  34. Eine schöne Liste, liebe Irmi, die du uns rausgekramt hast.Man sollte es beherzigen. Jeden einzelnen Satz.
    Gruß vonner Grete

    AntwortenLöschen
  35. Liebe Irmi,
    Dann wird mein Pieter auch bestimmt 100 wenn ich dass so lese... Hoffentlich da ich ihm gerne noch lange behalten möchte. Ja, das wichtigste im Leben kann man nicht kaufen dass sollten viele Menschen sich öfters realizieren!
    Ganz lieber Gruss,
    Mariette

    AntwortenLöschen
  36. Da kenne ich 2 Leute, die haben ebenso immer gelebt, ganz einfach, nur das, was man wirklich brauchte, gekauft. Gearbeitet im eigenen Weinberg, auf dem eigenen Land - sie sind beide zwar schon gläubig, aber keine religiösen Fanatiker. Denn die können sie nicht ausstehen. Sie sind heute 98 und 92 Jahre alt, sie sind meine Schwiegereltern und dienen uns allen als Vorbild.

    Liebe Grüße, Brigitte

    AntwortenLöschen
  37. Hallo Irmi,
    ich bin genauso überzeugt, dass man zum Leben bzw. zum Glücklichsein nicht so riesig viel braucht. Wir leben in einer Überflussgesellschaft. Wir haben verlernt, dass auszublenden, was wir nicht wirklich brauchen.

    Gruß Dieter

    AntwortenLöschen
  38. Wenn ich an meine Großmutter denke, kann ich nur bestätigen, dass ein einfaches Leben gesund ist und nicht zwingend freudlos sein muss. Sie war stundenlang zu Fuß unterwegs, konnte sich an jeder Blume, jedem Vogel, am Himmel in allen Schattierungen erfreuen. Hat auf's Essen keinen großen Wert gelegt, solange sie ihren Kaffee und eine Butterbrezel hatte, war sie zufrieden. Sie wurde über neunzig Jahre alt. Leider hat die gesunde Lebensweise nicht verhindert, dass sie die letzten Jahre dement war. Aber das haben wir ja nicht in der Hand, egal wie wir leben.
    Lieben Gruss von Sabine

    AntwortenLöschen
  39. What a couple they were, I would have done it myself. Wow, came to 100. Thanks Irmi, you have brought it out.

    AntwortenLöschen
  40. Super, liebe Irmi ... Ein Post, der mir aus dem Herzen spricht. Auch wenn ich nicht alles unterschreiben kann, das meiste ist gut umsetzbar! Und ich bin mittendrin, dachte ich so bei mir! Kreativität ist nämlich grenzenlos, und einmal damit angefangen, bekommt man / frau bald Routine dies auf alle Lebensbelange zu übertragen.

    Ich wünsche Dir einen wundervollen Freitag.

    Herzliche Grüßle aus Augsburg von Heidrun

    AntwortenLöschen
  41. Liebe Irmi,

    danke für Deinen Kommentar! Ich habe dort noch etwas dazu geschrieben und nun fand ich einen Auszug aus "Ein gutes Leben leben" von Seite 119:
    "1. Bestimmte verarbeitete Lebensmittel, wie gebleichtes weißes Mehl, weißer Zucker und polierter Reis unterminieren die Gesundheit. Produkte aus weißem Mehl schädigen den Verdauungstrakt und niedere Nervenzentren.Weißer Zucker greift die Zähne an....."

    Ich denke, das "berufen fühlen" bezieht sich darauf, daß sie andere nicht belehren wollten, wie diese zu leben haben ... aber selbst haben sie, so wie ich das gelesen habe, danach gelebt. Aber, da sie auch nur Menschen waren, werden sie sicherlich auch mal ihre schwachen Momente gehabt haben, wie wir alle.

    Alles Liebe
    Sara

    AntwortenLöschen

Ich freue mich über jeden Kommentar und möchte mich auf diesem Weg recht herzlich dafür bedanken. Kommentare sind wie das Salz in der Suppe. Ohne fehlt sehr viel.