Mittwoch, 16. Oktober 2013

Dies und Das und die lästigen Dinge im Leben



Bestimmt gibt es im Alltag eines jeden Menschen ein paar lästige Dinge, die ihn deshalb so nerven, weil er zwar zu ihrer Beseitigung allerhand unternommen hat, sie aber nicht wirklich losgeworden ist. Für mich fallen in diese Kategorie die unzähligen Schlaglöcher auf dem Parkplatz vor der Massagepraxis. Hartnäckiges Intervenieren der Patienten und des Eigentümers war nötig, bis ein Team des hiesigen Bauhofes anrückte, die Krater auffüllte und den Sand-Kies-Belag des Parkplatzes wieder schön einebnete. Das Schlagloch-Problem war gelöst, wir waren zufrieden. ein halbes Jahr lang. Ich weiß nicht, ob es am Winter lag oder an der mangelnden Sorgfalt der Bauhofmitarbeiter oder an beidem, auf jedem Fall sind alle Schlaglöcher wieder da. Unbezwingbar, lästig und für nichts gut..
Schlechte Dinge haben aber auch ihre guten Seiten, wenn man sie aus einer anderen Perspektive wahrzunehmen versteht. Und ein bisschen Hilfe von oben dazu kommt. In Form von Regengüssen zum Beispiel. Richtig dolles Regenwetter, bei dem es wie aus Eimern schüttet. Denn dann verwandeln sich die schauerlichen Schlaglöcher in unergründlich tiefe schimmernde Gewässer. Wenn man dann auch noch vier Jahre alt ist, gelbe Gummistiefel und wasserdichte  blaue Matschhosen trägt, sind Schlaglöcher etwas Wundervolles, nämlich die Grundvoraussetzung  für ein kindliches Vergnügen der Extraklasse. Wie tief kann man heute hinein waten? Was muss man tun, damit das Wasser in alle Richtungen spritzt oder sich in sanften Wellen kräuselt? Und wie fühlt man sich, wenn man einfach ganz ruhig in der stillen Mitte einer Regenpfütze steht wie die Freiheitsstatue in den Wassern vor New York? Lauter spannende Fragen für kleine Alltagsforscher..
Ob man also lästig Dellen sieht oder großflächige luxuriöse Seen, das liegt nun wahrlich nicht an den Schlaglöchern, sondern nur an uns selbst.
So geschehen gestern. Ich bin wirklich 10 Minuten im Auto sitzen geblieben und habe dem kleinen Mädchen zugeschaut, wie es selbstvergessen in den von mir verhassten Schlaglöchern -  soll man sagen: Gespielt?
hat.

Es gibt Momente im Leben,
da steht die Erde still, 
und wenn sie sich dann weiterdreht,
ist nichts mehr wie zuvor. 
(Verfasser unbekannt)

Kommentare :

  1. Der Zaunkönig..Irmi er war hier auch Besucher..der hat geschimpft..warum?? sicher nicht über Schlaglöcher.
    Ärger ist es wenn man solche Maschlandschaft durchwaten muss..ohne passende Kleidung.

    Kann aber verstehen wenn man unter einem Meter ist und die passende Kleidung hat..das Glück der Welt liegt einem dann vor /unter den Füssen..:D :D
    Irmi ich hätte auch geschaut
    LG vom katerchen

    AntwortenLöschen
  2. Vielen Dank für diesen Text und den Hinweis auf die verschiedene Sicht der Dinge. Das kam gerade zur rechten Zeit! Liebe Grüße!

    AntwortenLöschen
  3. Liebe Irmi,

    so unterschiedlich ist es in allen Bereichen.
    Das Leben zeigt es.

    Alles Gute
    Elisabeth

    AntwortenLöschen
  4. Wieder ein sehr schöner Beitrag. Ja, es hängt immer alles von der Perspektive ab, wie man etwas betrachtet. Und Dein Beispiel ist wirklich herzallerliebst. Danke, liebe Irmi!

    Alles Liebe,
    Sonja

    AntwortenLöschen
  5. Liebe Irmi,
    guten Morgen :O) Wie schön hast Du die 2 Seiten beschrieben, die es immer gibt im Leben, zu jedem Tag, jedem Wetter, jeder Situation ... ich kann Dich gut verstehen, daß Du erstmal gespannt dem kleinen Mädchen zugesehen hast! Beim Lesen dachte ich an meine Kindheit, wie gern ich in solche Pfützen gesrpungen bin *lächel*
    Danke für diese schöne Sichtweise und den so schönen Spruch!
    Ich wünsch Dir einen wunderschönen und glücklichen Tag !
    Sei ganz lieb gedrückt *lächel*
    ♥ Allerliebste Grüße, Claudia ♥

    AntwortenLöschen
  6. Guten Morgen liebe Irmi,
    das hast du wieder sehr schön geschrieben. Man muss sich nur, so wie du, die Zeit nehmen und solche Dinge wahrnehmen. Viele können das leider nicht, weil sie es immer eilig und den Kopf voll haben….
    Ich hatte auch das Glück so ein kleines Mädchen begleiten zu dürfen. Die ersten Jahre ihres Lebens ganz nah an meiner Seite, dann wurden ihre Freiräume und der Abstand zu mir immer größer. Und obwohl sie nun schon erwachsen ist, kommt das kleine Mädchen immer wieder zum Vorschein (liegt es vielleicht daran das sie mit ganz kleinen Kindern arbeitet?) und sie steckt mich immer wieder an mit ihrer Freude an kleinen Dingen und Lebenslust und sorgt dafür das ich viele Dinge nicht so eng sehe und denke, es gibt doch Wichtigeres im Leben, als sich über diese „Kleinigkeit“ aufzuregen.
    Danke für deinen schönen Beitrag und ich werde gleich wieder versuchen den +1-Zähler zu betätigen. Vielleicht klappt es ja diesmal.

    Einen schönen Tag wünscht dir und allen die hier reinschauen
    Uschi

    AntwortenLöschen
  7. Ich liebe diese kleinen, selbst vergessenen Naturforscher über alles! Und es tut mir immer noch leid, dass ich als Mama nicht immer die nötige Geduld dafür hatte. Heutzutage gibt es allerdings auch sehr viel passendere Kleidung als in den Achtzigern. Da habe ich so eine Art Matschhose noch selber erfunden & genäht und die war auch nicht an den Nähten wasserdicht, wie man das heute hat.
    Schön, dass du die Zeit & Ruhe hattest für die Beobachtung! Für mich ist das zuletzt immer wichtiger geworden...
    Einen guten Tag wünsche ich dir!
    Astrid

    AntwortenLöschen
  8. Hallo Irmi ,
    ... liegt alles doch nur im Auge des Betrachters !?
    Ich gehörte zu der Sorte " Forscher " als Kind ,---- nichts war zu nass , tief , hoch , .... alles mußte erforscht , bestaunt ,begriffen ... werden . Heute gehöre ich auch schon mehr zu den Beobachtern & sitze / stehe regungslos nur um solche Momente in mir auf zu nehmen .
    Liebe Grüße ,
    Christine

    AntwortenLöschen
  9. Es ist wirklich ärgerlich ... Aber seitdem ich Enkelkinder habe , versuche ich die welt mit anderen Augen zu sehen. Kinderaugen sehen einfach das Wesentliche . Und so soll es sein.
    Ärgern bringt auch nichts . Ärger ist wie Säure - er frißt immer in dem Behälter , in dem er sich befindet ...
    Hab einen schönen Tag mit vielen Kinderblicken
    LG
    Antje

    AntwortenLöschen
  10. Liebe Irmi,
    da hast Du aber wirklich Recht! Ich versuche auch immer, mich nicht zu ärgern. Wenn morgens mein Wecker geht, und der Zeitungszulieferer dann 45 Minuten später erst anrollt, dann nutze ich die Zeit, um ein paar Reihen zu häkeln. Erst habe ich mich immer sehr geärgert. Aber geändert habe ich dadurch nix ;o)
    Ich liebe matschende und platschende Kinder, und besitze einige solcher Bilder meines Sohnes ♥ Es ist für ein Kind ein rechtes Glück, das zu dürfen (heutzutage!)
    Ich wünsche Dir viele Momente, in dem Du den Ärger zum Guten kehren kannst. Liebe Grüße, Elke

    AntwortenLöschen
  11. Liebe Irmi,

    es ist herrlich zuzuschauen, wenn Kinder die Welt erkunden, wo wir nur Übles sehen. Und Pfützen sind von jeher mit das Interessantestes, was so ein Regen für die Kleinen zu bieten hat.

    Fröhliche Grüße

    Anke

    AntwortenLöschen
  12. Ach ja, liebe Irmi,
    die Liste mit den lästigen Dingen im aktuellen Leben
    ist länger als mein Wunschzettel für Weihnachten.
    Woran das wohl liegen mag.

    herzliche Grüße an dich,
    egbert

    AntwortenLöschen
  13. Hallo Irmi,
    das hast du wirklich anschaulich erzählt, ich sehe die Kleine vor mir in der Pfütze stehn und darinn herumtapsen!
    Ja, manchmal sollte man einfach nur werweilen....
    Liebe Grüße,
    Heidi

    AntwortenLöschen
  14. Liebe Irma, sei herzlich gegrüßt.
    Beim Lesen Deines Beitrages erinnere ich mich auch an meine Kindertage, als wir ofmals mit dem Onkel und anderen Kindern in den manchmal knöcheltiefen, lauwarmen Sommerregenpfützen, nach einem Gewitter, an der Bordsteinkante einer nur wenig befahrenen Straße in der Wohnanlage, im Gänsemarsch spazierten und unsere Freude hatten.
    Hab einen schönen Tag, tschüssi Brigitte

    AntwortenLöschen
  15. Herrlich ... deine Gedanken, liebe Irma. Hab grad in meinem Archiv gewühlt und die Pfütze gefunden, die man auch für einen See halten konnte ...

    http://waldameise.designblog.de/kommentare/danach....1328/

    Liebe Grüße
    Waldameise

    AntwortenLöschen
  16. Sorry, wieso hab ich Irma geschrieben? Ich meinte natürlich dich, liebe Irmi!

    AntwortenLöschen
  17. Liebe Irmi

    des einen Leid ist des anderen Freud ;o)))

    Ich wünsch dir einen schönen Tag

    LG Mela

    AntwortenLöschen
  18. ...ja da ist sie wieder, liebe Irmi,
    die Frage, ob das Glas halb voll oder halb leer ist...es wird nicht jeden Tag gleich sein und nicht immer schaffen wir es, das positive zu finden...vielleicht öfter, wenn wir auf die Kinder schauen...

    lieber Gruß Birgitt

    AntwortenLöschen
  19. So isses, liebe Irmi!
    Schön beschrieben <3
    LG Sonja

    AntwortenLöschen
  20. Ja liebe Irmi, wir sollten die Welt öffters mit Kinderaugen sehen. Ich hätte auch zugeschaut und mich daran erfreut.
    Hast du schön beschrieben.

    Liebe Nachmittagsgrüße
    Angelika

    AntwortenLöschen
  21. Ja ja , das unterschreibe ich!
    Und Herr Suessfrosch hatte auch grad Gummistiefel an
    :-)
    Stolperfreien Nachmittag noch!
    Liebgruss
    Tiger
    =^-^=

    AntwortenLöschen
  22. So kann man ärgerlichen Umständen etwas ganz Schönes abgewinnen!

    Liebe Grüße, Brigitte

    AntwortenLöschen
  23. Welch schöne Geschichte, liebe Irmi. Die Welt mit Kinderaugen sehen, fällt mir dazu ein und ja ich erinnere mich, daß ich als Kind auch stillvergnügt in Pfützen verweilen konnte. Vielleicht sollte man es mal wieder probieren, mit Gummistiefeln durch Pfützen patschen :-)

    Liebe Grüße von Mia

    AntwortenLöschen
  24. Da sieht man mal wieder, wie Kinder alles aus einer ganz anderen Sichtweite die Dinge betrachten. Was uns nervt, ist für sie Freude pur.
    Es gibt wohl kein Kind, was nicht mit viel Freude so richtig in Wasserpfützen hineinspringt, dass es nur so spritzt. Vielleicht sollten wir es wagen, einfach mal wieder mehr Kind zu sein. :-)

    Liebe Grüße und dir noch einen schönen Abend
    Christa

    AntwortenLöschen
  25. Liebe Irmi,
    das ist so schön. Ich liebe Schlaglöcher übrigens auch sehr, vor allem, wenn das Wasser darin zugefroren ist, dann kann man es versuchen, zu knacken ... hihihi. Ja, ich weiß, ich bin ganz schön albern.
    Deine Beobachtung hast Du so schön wieder gegeben, dass ich richtig schmunzeln musste. Danke.
    Liebe Abendgrüße von Anne

    AntwortenLöschen
  26. Was zeigt deine Geschichte, liebe Irmi? Wir Erwachsenen sollten die kindliche Sicht der Dinge nicht ganz verkümmern lassen....und manchmal gelingt es auch. Dass du dir zur Beobachtung Zeit genommen hast, finde ich so schön...für dich waren das sicher 10 wundervolle Minuten!
    Schönen Abend meine Liebe! Herzlichst MinaLina

    AntwortenLöschen
  27. Guten Abend liebe Irmi,

    oh ja die Dinge einfach mal aus einem anderen Blickwinkel betrachten hilft manchmal sehr.

    Einen schönen Abend für dich.

    Herzlichst
    Julia

    AntwortenLöschen
  28. Ja, liebe Irmi, ich glaube es ist immer unterschiedlich...es kommt darauf an, aus welchem Blickwinkel man schaut ;o)! Ein herrlicher Post! Ganz viele, liebe Grüße,Petra

    AntwortenLöschen
  29. Was für eine Freude hatte man als Kind als man es selbst gemacht hat....

    Da kann man doch wieder sehen wie sich die Zeiten ändern, aber auch verständlich denn Schlaglöcher finde ich auch furchtbar.

    Liebe Grüssle
    Nova

    AntwortenLöschen
  30. Liebe Irmi,
    Ja so hat jede Müntze zwei Seiten...
    Lieber Gruss,
    Mariette

    AntwortenLöschen
  31. *schmunzel*
    heute noch reizen mich pfützen.
    als im sommer einige liebe angehörige zur fähre auf norderney gebracht wurden und wir (oma-ich und zwei enkelmädchen) die fahrräder dabei hatten ergab sich folgendes bild: ich war am winken und die 12 und 14jährigen mädchen fuhren mit begeisterung durch eine riesenpfütze, bestimmt 20x und nahmen von den eltern, dem schiff, der see usw. keine notiz.
    hat auch was mit den genen zutun ;).
    lg kelly

    AntwortenLöschen
  32. Hallo Irmi,
    leider gibt es immer wieder solche unangenehmen Dinge, Gewohnheiten, Angewohnheiten oder Verhaltensweisen die wie Pech an einem kleben. Das Problem mit den Schlaglöchern haben wir hier im Ort auch, Insgesamt gesehen gibt es mittlerweile so viele schlechte Straßen bei uns in BW. Letztens wurden im Radio swr3 die Summen ja benannt, die erforderlich wären die Straßen instant zu setzen.
    VG
    Oskar

    AntwortenLöschen
  33. Erst vor einigen Tagen habe ich wieder den Wert von Pfützen für Kinder neu erleben dürfen. Unser Wutzel (16 Monate) hat das 1. Mal festgestellt wie viel Spaß es macht durch sie durch zu rennen und wenn Mama und Papa auch noch mitmachen muss das was schönes sein. Für was gibt es Gummistiefel und Schmutzhosen?!?
    glg
    Sonja

    AntwortenLöschen

Ich freue mich über jeden Kommentar und möchte mich auf diesem Weg recht herzlich dafür bedanken. Kommentare sind wie das Salz in der Suppe. Ohne fehlt sehr viel.