Dienstag, 4. März 2014

Die Fastnachtsbeichte und mehr


Am Fastnachtssamstag des Jahres 1913 kommt ein junger Mann in den Mainzer Dom, um zu beichten. Doch ehe er beginnen kann, sackt er im Beichtstuhl mit einem Messer im Rücken zusammen. Zur gleichen Zeit bereitet sich Adelbert Panezza auf die "närrische Zeit" und seine Rolle als Fastnachtsprinz vor.
Seine Kinder Jeanmarie und Bettine beobachten sein Treiben wohlwollend, aber spöttisch, und im Trubel taucht unverhofft Viola Toralto, ein hübsches Mädchen aus dem italienischen Zweig der Familie, auf. Jeanmarie verliebt sich in sie, muss aber feststellen, dass sie ein Armband besitzt, dass ähnliche Insignien trägt wie die Tatwaffe in dem Aufsehen erregenden Mordfall. Die Lage spitzt sich zu, als sich herausstellt, dass der Ermordete Panezzas unehelicher Sohn war.
Das ist in groben Zügen der Inhalt der Erzählung. 

Immer am Rosenmontag treffen wir uns (wir, das sind die Mitglieder des Literaturzirkels) um 18,00 Uhr zu einer außerordentlichen Lesung. Diesmal haben wir uns für  "Die Fastnachtsbeichte"  von Carl Zuckmayer
entschieden.Fast alle hatten die Erzählung vor Jahren schon gelesen - und auch den Film gesehen. Aber es war sehr interessant, alles wieder aufzufrischen. Der Abend endet mit einem gemeinsamen Essen. Tradition ist eine zünftige Graupensuppe. Auch so kann man den Rosenmontag verbringen.

Ich habe aber auch noch einige Informationen zum Rosenmontag:
Für die Karnevalsfans ist Rosenmontag der höchste Feiertag. Mit den traditionellen Umzügen erreicht die  "fünfte Jahreszeit" in den Karnevalshochburgen ihren Höhepunkt. Bundesweit am bekanntesten sind die Umzüge in Köln, Mainz und Düsseldorf.
Der Name Rosenmontag kommt von Rosensonntag. Das war im Mittelalter ein Tag, der vier Wochen nach Karneval gefeiert wurde, mitten in der Fastenzeit. An diesem Tag durfte man das Fasten kurz unterbrechen. Der Papst in Rom weihte an diesem Tag eine goldene Rose, die er einer verdienten Persönlichkeit überreichte.
1823 wurde der Karneval in Köln reformiert. Dazu gründete sich ein Festkomitee, das immer am Montag vor Aschermittwoch einen Maskenzug organisierte. Dieser Maskenzug durch Köln war der  Vorläufer aller heutigen Umzüge. Vier Wochen später, am Rosensonntag, kam das Festkomitee immer zu einem Rückblick auf den letzten Maskenzug  zusamen. Um 1830 übertrug sich der Name des Rosensonntags allmählich auf den Montag, an dem der Maskenzug stattfand.
(Quelle: "Karnevals- und Fastnachtsbräuche")

Es ist wieder einmal an der Zeit, mich für die lieben Kommentare zu bedanken. In der letzten Zeit bin ich leider nicht immer zu einer ganzen Blogrunde gekommen. Die Augen machten nicht mit. Die Schwierigkeiten haben sich gelegt und in den nächsten Tagen bin ich wieder voll dabei.

Kommentare :

  1. Meine liebe Irmi,
    das war sicher ein schöner Rosenmontag, mit Lesung ( das Stück von Zuckmayer ist toll!) und anschliessendem Essen :O)
    Daß es Deinen Augen nicht gut geht, das tut mir so leid! Ich hoffe, es gibt bald eine Besserung!
    Ich wünsche Dir einen schönen und fröhlichen Tag!
    Sei ganz lieb umärmelt und danke für die interessanten Infos zum Rosenmontag!
    ♥ Allerliebste Grüße, Deine Claudia ♥

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  2. Eine schöne Idee für den Rosenmontag. Die Erzählung kenne ich nicht, aber bin jetzt so neugierig, dasss ich sie mir wohl beschaffen werde.
    Gruß in die Woche vonner Grete

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  3. davon habe ich NIE etwas gehört Irmi gut das es DICH gibt die solche SACHEN für uns zusammenträgt
    DANKE mit einem LG vom katerchen

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  4. "Die Fastnachtsbeichte" will ich seit langer Zeit endlich einmal lesen und den Film ausleihen...als jemand die quasi in Mainz lebt ja eine echte Bildungslücke. Danke für´s Erinnern :-)

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  5. Liebe Irmi, wie so oft, hast du auch heute wieder über etwas berichtet, was für mich 'Neuland' war. Danke dafür!
    Aber die Graupensuppe - da musste ich mich schütteln. Ne, die geht gar nicht ;-)!!!
    LG Martina

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  6. Also weder die Geschichte noch den Film kenne ich. Fand es sehr interessant davon zu lesen. Danke dir wieder einmal für die tollen Recherchen die du immer für uns machst.

    Hier ist Carnaval noch voll im Gange und es folgen noch weitere Umzüge (von Ort zu Ort verschieden). Mal sehen wohin ich es in diesem Jahr schaffen werde.

    Graupensuppe mag ich übrigens auch sehr gerne, auch wenn ich als Kind zu den Graupen den Namen "Kälberzähnchen" gesagt bekommen habe :-))

    Wünsche dir einen schönen Tag. Schone deine Augen wenn es sein muss.

    Liebe Grüssle

    Nova

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  7. hallo irmi,
    ein ganz toller "faschings"post mit interessantem inhalt.
    alles liebe
    margit

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  8. Liebe Irmi,
    sehr interessant, vielen Dank für den Einblick in das Werk von Carl Zuckmayer. Wie schön, Du verbringst auch Zeit in einem Literaturzirkel und hattest am Rosenmontag sicher einen wunderbaren Abend. Wie oft trefft ihr euch? Bei uns sind es alle drei Monate ein Abend. Graupensuppe kenne ich gar nicht, muss mich einmal darüber schlau machen. Schone bitte Deine Augen, damit Du uns noch lange so interessante Dinge näherbringen kannst. Es ist jedes Mal eine Freude, Deine Posts zu lesen.
    Liebe Grüße,
    Mella

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  9. Hallo Irmi,
    ich glaube ich kann mich an diesen Film erinnern.
    Die Herkunft des Rosenmontags kannte ich noch nicht.
    Liebe Grüße,
    Heidi

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  10. Liebe Irmi,
    das ist eine wunderbare Art, den Rosenmontag zu begehen und eine passendere Lektüre für diesen Tag findet sich wohl kaum.
    Was ihr wohl nächstes Jahr aussucht??? ;-)
    Danke für das auffrischende Info, hatte gestern erst noch darüber gesprochen, wo der Name bzw. die Fastnachtsbräuche herkommen.
    Angenehmen Dienstag und liebe Grüße
    moni

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  11. Gemeinsames Lesen ist total klasse, liebe Irmi. Denn dabei entdeckt man immer wieder neue Aspekte, die einem so nicht begegnet sind.

    Allerbeste Grüße

    Anke

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  12. Hallo liebe Irmi! Ich finde deinen Artikel zum Rosenmontag unterhaltsam und interessant.
    Vermutlich ist uns Älteren Carl Zuckmayer eher ein Begriff, obwohl ja all seine Geschichten auch heute aktuell und lesenswert sind. Bei mir ist das auch schon lange her seit ich was von ihm gelesen oder gesehen habe.
    Herzlichst MinaLina

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  13. Gute Besserung für deine Augen, liebe Irmi
    Eine ganz lieber Faschingspost. Gefällt mir ausnehmend gut. Toll geschrieben.
    Liebe Faschingsdienstagsgrüße von Wieczora (◔‿◔)| My photoblog

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  14. Gute Besserung für deine Äuglein liebe Irmi!

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  15. Shrose Tuesday, ah I remember now, it is for giving. Ha ha.

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  16. Liebe Irmi,
    Na hier keinen Rosenmontag aber wir hatten heute Abend um 18:00 Uhr einen gemeinsamen Faschingsdienstag mit Pfannkuchen in der Halle unserer Kirche. Es war gemütlich und so bereitet man sich vor auf den Fasching.
    Liebe Grüsse,
    Mariette

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  17. Unglaublich, was ich hier immer alles lerne!
    Eure Rosenmontags-Tradition gefällt mir!
    Liebe Grüße,
    Markus

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  18. Da habe ich doch gerade letztens mal wieder den Hauptmann von Koepenick gelesen und nun erinnerst Du mich an die Faschingsbeichte - das muss ja schon vierzig Jahre her sein, dass ich die Geschichte genossen habe. Mal sehen wo ich sie mir besorgen kann.
    Immer interessant bei Dir meine liebe Irmi! :-)

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  19. Hallo Irmi,
    vielen Dank für Deinen Besuch - ich freu mich immer so, von Dir zu lesen!
    Ich hoffe, Deinen Augen geht es wieder gut!
    Viele Grüße von Renate

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  20. Mal ein ganz anderer Rosenmontag und sicherlich sehr schön. Würde mir auch gefallen.
    Karneval feiern wir selbst auch nicht, aber bei uns gibts den größten Norddeutschen Karnevalsumzug ;-)
    Ich les' grad von Augenproblemen ... das kann ich gut nachvollziehen, denn das Schreiben am Bildschirm geht extrem auf die Augen. Ich halte mich inzwischen auch häufig davon fern.

    Liebe Grüße und gute Besserung!
    Sara

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Ich freue mich über jeden Kommentar und möchte mich auf diesem Weg recht herzlich dafür bedanken. Kommentare sind wie das Salz in der Suppe. Ohne fehlt sehr viel.