Donnerstag, 10. April 2014

Dies und Das über Zebras und Wespen

Was haben Zebras und Wespen gemein? Mehr als uns auf den ersten Blick bewusst ist. Als ich heute darüber gelesen habe, wurde mir das deutlich vor Augen geführt.
Wenn sich Wespen und Zebras in Streifen kleiden, dann wollen sie mit dem gleichen Kleid (Outfit möchte ich vermeiden) unterschiedliche Dinge bezwecken: Zebras wollen sich in der Masse verstecken, Wespen wollen davor warnen, dass man sie frisst. Dahinter steckt dennoch das gleiche Prinzip - es geht um die Wahrnehmung  durch ihre Fressfeinde.
Symmetrische Muster werden eher wahrgenommen, was bei der Warnung von Vorteil ist - aber eben auch bei der Tarnung: Bei Zebras treten die Streifen so in den Vordergrund, dass die Form des einzelnen Tieres in den Hintergrund tritt. Er verschmilzt förmlich mit seiner Herde. Das Zebra ist auf diese Weise in der Lage, sich nicht nur vor Fressfeinden zu schützen, sondern auch vor Stechmücken zu verstecken. Gerade wenn das Zebra oder das Insekt in Bewegung ist, können die Facettenaugen des Insekts die Tiere nicht mehr wahrnehmen, also quasi eine optische Täuschung für Insekten
Die Streifen wiederum folgen der klassischen Musterbildung. Forscher haben gezeigt, dass die Pigmentzellen sich erst entscheiden, ob sie hell bleiben oder dunkel werden, wenn sie Signale von den Nachbarzellen bekommen. Von einigen Zellen geht ein Signal für die Bildung schwarzer Pigmente aus, das sich über das Gewebe verteilt. Ab einer bestimmten Konzentration heißt das für die Zellen "schwarz werden". Unterhalb dieser Grenze bleiben sie einach weiß. Nach solchen Richtlinien kommen beispielsweise auch die Muster in Muschelschalen zustande.
Da dieses Muster aber genetisch nicht genau festgelegt ist, sind die Streifen so eindeutig für jedes einzelne Tier wie bei uns die Fingerabdrücke - nur noch genauer. Denn auch eineiige Zebrazwillinge besitzen verschiedene Muster.
(Quelle: "Flora und Fauna")


Das Zebra ist ein liebes Tier,
erkennbar an den Streifen.
Nur eine Frage stellt sich mir,
die kann ich kaum begreifen.

Die Farbe macht mir ein Problem,
denn ich weiß nicht zur Stunde,
ist's Schwarz auf Weiß -ich denk im Kreis-
ist's Weiß auf schwarzem Grunde?

Wie mans auch wendet oder dreht,
wie man auch schenkt Beachtung,
es ist - sofern mans recht versteht-
'ne Frage der Betrachtung!

Drum bleibt das Rätsel ungelöst
am Ende der vier Strophen,
das Zebra, selbst ein liebes Tier,
ein Fall für Philosophen. 
(a.c.larin)

In den nächsten zwei Tagen werde ich nicht zu meiner Blogrunde kommen. Ich bitte um Nachsicht. Ich werde alles Nachlesen. Mir wird nichts entgehen!

Kommentare :

  1. ich werde in Zukunft öfter gestreift herumlaufen. Vielleicht kann ich die Insekten damit etwas irritieren ;-)

    Dein Text war wieder richtig interessant. Danke dass du dir immer so viel Mühe gibst. Ich freue mich über deine Posts sehr.

    Lieber Gruß von Heidi-Trollspecht

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  2. Liebe Irmi,
    ich schließe mich der Heidi an und möchte dir auch dafür danken.
    Ich bin soooo froh, dass ich zu dir gefunden hab.
    Mach dir ein paar schöne Tage.
    Liebe Grüße
    Nähoma

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  3. Liebe Irmi,
    Ja, jede Form hat in der Natur einen gediegenen Grund.
    Ganz liebe Grüsse,
    Mariette

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  4. Guten Morgen meine liebe Irmi,
    das war wieder sehr interessant und elhrreich :O) Vielen Dank dafür!
    Ich wünsch Dir einen wunderschönen und fröhlichen Tag und eine schöne Woche!
    ♥ Allerliebste Grüße, Deine Claudia ♥

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  5. Guten Morgen, liebe Irmi
    ich hoffe diese 2 Tage tun Dir gut und Du machst etwas Schönes!
    Ich hab das nun gleich 2 Mal gelesen mit den Streifen, war sehr interessant. Ich hab dem Robert zufällig gestern 2 t-shirts mit Streifen gekauft. Wo ordnen wir nun den Buben ein? ... :-)
    liebe Grüsse und einen guten Tag wünscht Dir
    Elisabeth

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  6. Hallo Irmi
    das Auge wird also veräppelt..
    Die Natur ist schon sehr EINFALLSREICH.
    Dir wünsche ich eine gute Zeit
    mit einem LG vom katerchen

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  7. Liebe Irmi,

    hoffentlich sind es schöne Dinge, die dich vom Bloggen abhalten.

    Alles Liebe
    Elisabeth

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  8. Liebe Irmi,
    zur morgenlichen Presseschau gehört für mich auch der Blick in deinen blog und dann freue ich mich auf neue und über die neuen Informationen. Ab heute überlege ich mir fortan, was meine Ina damit bezweckt, wenn sie ein gestreiftes Kleidungsstück trägt. Folgt sie dem Zebra oder geht es gerade wie den Wespen oder eine eigene Strategie.

    Vielen Dank für das Schmunzeln,
    das du heute erzeugt hast,

    dir alles Liebe,
    egbert

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  9. ...und wieder was dazu gelernt, danke liebe Irmi,
    von diesen Gesichtspunkt habe ich Zebras noch nie betrachtet...

    wünsch dir einen guten Tag,
    lieber Gruß Birgitt

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  10. Liebe Irmi,
    sehr interessant. In Bezug auf die Fauna bin ich nicht besonders belesen, somit habe ich wieder etwas gelernt.
    Viele Grüße und einen schönen Tag wünscht Dir herzlichst,
    Mella

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  11. Ein sehr schöner interessanter Artikel Irmi und wieder dazu gelernt.

    Lieben Grüße Lydia

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  12. Liebe Irmi,

    das war wieder richtig interessant zu lesen, so bildet bloggen ♥

    Herzliche Grüße
    Kerstin

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  13. Die Ausführungen über die Täuschung der sie sehenden ist schon super.
    Dir ein paar gute Tage, liebe Irmi ♥
    Bärbel

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  14. Liebe Irmi,
    das war hochinteressant ! Habe es wieder sehr genossen, diesen Post zu lesen und Besonders gefällt mir auch der Vers.

    Hab' eine gute Zeit! Herzliche Grüßle von Heidrun

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  15. mein erster gedanke war auch, - was haben die tiere gemeinsam und was will irmi uns erzählen?
    hat mir spass gemacht zu lesen und den vers finde ich klasse, danke fürs teilen!
    gglG

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  16. Good animals, I knew there was identity. The photo of the flowers is superb.

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  17. Da sieht man wieder, dass jeder mit seiner Tarnung bestimmte Ziele verfolgt und das Beste daran ist ......., die Natur schafft es, allem und jedem gerecht zu werden. :-)

    Liebe Grüße
    Christa

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Ich freue mich über jeden Kommentar und möchte mich auf diesem Weg recht herzlich dafür bedanken. Kommentare sind wie das Salz in der Suppe. Ohne fehlt sehr viel.