Samstag, 26. April 2014

Dies und Das und unsere Erinnerungen

Martina (Klümpchen für die Seele) beschäftigte sich gestern mit der uns allen bekannten Xanthippe. Ich musste lächeln und dachte sofort an eine Dame, die wir vor Jahren auch so genannt haben. Die Episode liegt schon lange zurück.


Unsere Gruppe traf sich in einem Kloster in Tschechien, das bekannt ist für seine herzliche, gastfreundliche Atmosphäre. Eine Teilnehmerin fiel in der Gruppe dadurch auf, dass sie mit allem geizte und nicht gern teilte.
Beim Mittagessen schlug sie plötzlich empört Alarm: Sie vermisste ihre Flasche Wein, die sie am Abend zuvor nur halb ausgetrunken und darum absichtlich abseits in einem stillen Winkel abgestellt hatte. Sie fühlte sich bestohlen, und das in einem Kloster!
Wir gingen der Sache nach und fanden heraus, dass sie ihren Wein ausgerechnet dort abgestellt hatte, wo die Bedienung die Flaschen abgereister Gäste sammelte, damit die Weinreste noch in der Küche verwendet werden konnten. Ihr habgierig gehüteter Wein war  in die Bratensoße aller Gäste geflossen.Gott hatte also - zum Ergötzen aller - aus einem weiblichen Geizhals eine großzügige Gastgeberin gemacht. Sie konnte selbst beim Essen der leckeren Soße nicht über sich lachen und eine Teilnehmerin verpasste ihr den Spitznamen: Xanthippe. Obwohl die noch viel bösartiger war. Ich erinnere mich noch gut an diese Dame. Sie war während der gesamten Zusammenkunft eine verbitterte, geifernde Spaßbremse, mit der eigentlich niemand etwas zu tun haben wollte - und das in einem Kloster. Ich weiß, das zeugt nicht gerade von Nächstenliebe.


Die böse Frau Xanthippe heißt,
Die ihren Mann am Halstuch reißt.
Sie goss das volle Nachtgefäß
Hinunter über Sokrates.
Da sprach der Weise sehr verlegen:
"Aufs Donnerwetter folgt der Regen."

Kommentare :

  1. *lacht*....danke dir für die schöne Geschichte liebe Irmi. Kann man doch sehr gut sehen wie es im Leben kommen kann. Ich kann mir die lächelnden Gesichter von euch vorstellen. Einfach nur schlimm wenn Menschen so bösartig sind, und schlimm wenn sie dann ihr Fehlverhalten nicht sehen wollen oder können. Im Grunde sind sie sehr sehr arme Menschen.

    Das Gedicht von Wedekind hat es mit seinen Worten voll getroffen. Der arme Sokrates muss einem Leid getan haben.

    Wünsche dir einen schönen Samstag und sende liebe Grüssle

    N☼va

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  2. Liebe Irmi,
    die Dame hat also den göttlichen Hinweis zu teilen nicht verstanden, auch nicht im Kloster. Schade für sie!
    Mit Frau X. habe ich ein wenig Verständnis, Herr S. war sicher kein einfacher Lebensgefährte.
    Lieben Gruß von Sabine

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  3. manchmal..Irmi fein erzählt ich musste sehr grinsen


    LG vom katerchen zum Wochenende

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  4. wie hat der sokrates es nun gemeint, bzw. wedekind gedeutet? vom regen in die traufe oder den erfrischenden, belebenden regenguss nach dem gewitter *g*.
    liebe irmi,
    es gibt halt die ewig benachteiligten und streitsüchtigen, da hat die hebamme etwas falsch gemacht...
    es lachend als göttlichen hinweis zu verstehen ist ist auch mein morgenschmunzler.
    liebe grüsse zum wochenende von der kelly

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  5. Liebe Irmi,
    manche machen es einem auch wirklich sehr schwer Nächstenliebe zu praktizieren!
    GlG Karin

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  6. Ja, solche gibts, da macht man am besten einen weiten Bogen drumherum!
    Danke fuer das lustige kleine Gedicht Irmi, das hat auch mich zum Lachen gebracht.

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  7. Liebe Irmi,

    schade, dass es solche Menschen gibt.

    Sonnige Grüße
    Elisabeth

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  8. Ja und genau diese Spassbremse steigt mit ihrer Geschichte aus dem Erinnerungsgrund auf.... doppelt witzig!
    Liebe Irmi ich wünsche dir ein gemütliches Wochenende
    Herzlich Brigitte

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  9. Das freut mich riesig, dass ich dich zu diesem Post inspiriert habe. Freu! :-)
    Einen schönen Samstag für dich! Martina

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  10. Guten Morgen Irmi
    Ja, Leute gibt es, ganz arme.
    Manchmal frage ich mich, ob die nicht doch ganz genau wissen, was sie tun,
    und Spaß daran haben, das Klima in ihrem Umfeld zu vergiften.
    Leider kann ich bei diesen Xanthippen nicht lachen, ich reg mich dann manchmal ganz schön auf,
    und diese Macht möchte ich diesen Weibern eigentlich nicht geben.
    Liebe Grüße von Petra

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  11. Liebe Irmi,
    wie schön, daß sie Euch so doch durch ihr Gezeter zum Lachen bringen konnte ;o) Schrecklich, solche Menschen... oder auch arm! Wobei man sich fragt, wie diese Person auf die Idee kommt, ein Kloster als Reiseziel zu wählen...?
    Ich hoffe, mir begegnet mal keine, die ich länger ertragen muss. Als Arbeitskollegin wäre das z.B. ein Grauen... brrrr!
    Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende. Sonntag soll es nun endlich regnen. Ich freue mich darauf, Dann sind die Wasserfässer für die Gänse hoffentlich wieder voll :o) Liebe Grüße, Elke

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  12. Liebe Irmi,

    eine gute Erinnerung die zeigt wie das Leben manchmal die Dinge selbst in die Hand nimmt um aus unguten Dingen doch noch Gutes zu schaffen.
    Schade das die verbitterte Dame (...was im Leben hat sie wohl dazu gebracht so zu sein?) den Wink des Himmels nicht erkennen konnte.
    Wenigstens war es ein heiterer Moment für die restliche Gruppe. ;-))

    Geniess ein erholsames Wochenende.

    Liebi Grüessli
    Julia

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  13. Liebe Irmi,
    ich hab ja gestern schon bei Martina darüber gelesen,
    da kommt deine Geschichte wie gerufen, mir sind auch ein paar solcher Damen eingefallen, als ich das gelesen hab.
    Eigentlich nur ein Lächeln wert.
    Das sind ganz arme Menschen.
    Ein angenehmes Wochenende wünsch ich dir und
    Liebe Grüße
    Nähoma

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  14. Liebe Irmi ... was für eine Geschichte! Zum lächeln.
    Solche Menschen können einem nur leid tun, oder? Und doch geh ich solchen Menschen aus dem Weg wo es geht.
    liebe Grüsse und hoffentlich ein sonniges Wochenende
    Elisabeth

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  15. was eine schöne geschichte liebe irmi :)
    liebe gruesse!

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  16. da musste ich jetzt auch breit grinsen :-) ja - so kann es gehen :-))))
    witzig geschrieben. Dazu deine schönen Fotos und das Gedicht von Franz Wedekind.
    Hat wieder viel Spaß gemacht hier zu sein.

    Lieber Wochenendgruß von Heidi-Trollspecht

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  17. Hallo Irmi,
    da hast du ja eine tolle Xanthippe in Erinnerung? Aber das ist eine Geschichte die das Leben schreibt und du hast so schön darüber berichtet!
    Schönes Restwochenende noch und liebe Grüße,
    Heidi

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  18. ...na euch hat die Soße bestimmt gut geschmeckt, liebe Irmi,
    und das ist ganz recht so...schöne Episode,

    lieber Gruß Birgitt

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  19. Liebe Irmi, eine interessante Geschichte. Die Dame sehe ich so richtig vor mir. Naja, das hatte sie nun davon.
    Auf alle Fälle war es bestimmt für sie peinlich, dass die Geschichte nun raus kam.
    Ein schönes WE und ganz liebe Grüße, von Ilona

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  20. But, they do have a nice monastery, cheers Irmi.

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  21. Liebe Irmi
    Schön die Geschichte,danke fürs zeigen.
    Ein schöner Sonntag wünscht dir Bea

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  22. Liebe Irmi,
    das ist ja eine Geschichte, wie sie oft passiert, wenn eine Gruppe unterwegs ist. Irgendjemand ist immer dabei, der aus der Rolle fällt.
    Ich habe das oft genug miterleben müssen, lach.
    Aber wenn man am besten nicht drüber redet, kommt es auch nicht wirklich ans Tageslicht, so wie bei dieser Geschichte.
    Ganz liebe Grüße Bärbel

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  23. Hallo Irmi,
    ich hatte auch Martinas Post über Xantippe gelesen. Du setzt noch einen drauf. Deine Geschichte gefällt mir. Interessant, welche Wendungen solch ein kratz-bürstiger Stil nehmen kann.

    Gruß Dieter

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  24. Na ja, solche Frauen gibt es immer wieder und ich finde es schade, dass sie so reagieren. Sicherlich haben sie Probleme, aber das an anderen Menschen auszulassen, das geht gar nicht.

    Ein schönes Wochenende liebe Irmi.

    GLG Mathilda ♥

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  25. Liebe Irmi,
    Besonders den letztem Satz vom Gedicht finde ich schön: "Aufs Donnerwetter folgt der Regen."
    Ein ruhiges und sonniges Wochenende wünsche ich dir.
    Liebe Grüsse,
    Mariette

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  26. Guten Morgen, liebe Irmi,
    eine unterhaltsame Geschichte mit Spaßfaktor ;-) hast du uns da mitgebracht. Genau das richtige für mich heute Morgen.
    Ja, solche Menschen trifft man überall (ich habe auch welche ganz in meiner Nähe). Mittlerweile tun sie mir einfach nur leid und ich versuche besonders freundlich zu ihnen zu sein. Wenn jemand so verbittert ist, sich an nichts freuen kann und scheinbar immer nur auf der Suche ist nach Dingen, die ihn stören, über die er sich ärgern und aufregen kann…… Ne, so ein Leben würde mir nicht gefallen. Da picke ich mir doch lieber die schönen Sachen raus um ihnen besondere Aufmerksamkeit zu schenken und versuche die anderen möglichst zu übersehen. Aber man kann ja oft gar nichts für sein Verhalten. Habe ja auch so einige Dinge an mir, die mir nicht gefallen. Aber manches lässt sich kaum ändern. Wie wird man z. B. selbstsicher und mutig, wenn man eher der schüchterne, ängstliche Typ ist? Also toleriere ich die Macken und Schwächen der anderen in der Hoffnung, dass sie auch Geduld mit meinen haben….*zwinker*

    Hab einen schönen Sonntag
    Uschi

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  27. Ich finde so was immer sehr schade für die Betreffende. Wenn man sich so verhält, steckt oft eine Menge Frust dahinter.

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Ich freue mich über jeden Kommentar und möchte mich auf diesem Weg recht herzlich dafür bedanken. Kommentare sind wie das Salz in der Suppe. Ohne fehlt sehr viel.