Montag, 14. April 2014

Ist das wirklich so?

Gestern hatten wir ein interessantes Thema. Es wurde sehr kontrovers geführt. Können sich Frauen wirklich schlechter orientieren als Männer? Das Thema ist nicht neu - es kommt immer wieder auf.


Frauen müssen der Wahrheit ins Gesicht sehen: Ja, wir haben die schlechtere Orientierung. Oder sagen wir, wir haben zumindest eine andere als Männer, die allerdings auch weniger gut zum Ziel führt. Und das ist eine wissenschaftliche Erkenntnis
Forscher um Dr. Reinhardt Tomczak von der Uni Ulm haben folgenden Versuch durchgeführt: 12 Frauen und 12 Männer mussten den Weg aus einem Labyrinth finden. Dies geschah nicht in echt, sondern mit einem Joystick in einem virtuellen Irrgarten, denn die Probanden lagen dabei in einem Magnetresonanztomographen, der ihre Gehirnaktivität sichtbar machte. Die Männer benötigten im Durchschnitt zwei Minuten und 21 Sekunden, um aus dem Irrgarten herauszufinden - die Frauen deutlich länger, nämlich drei Minuten und 16 Sekunden.
Bei beiden Geschlechtern waren einige Gehirnregionen gleich aktiv, doch es gab auch Unterschiede. Bei den Männern arbeitete zusätzlich der evolutionär alte Hippocampus mit, der für räumlich-geometrische Orientierung zuständig ist. Die Männer arbeiteten im virtuellen Labyrinth gewissermaßen mit Straßenkarte und einem Überblick über die Kreuzungen und Kurven.

Die Frauen aktivierten hingegen den Scheitellappen und den rechten präfrontalen Cortex, der bei Assoziation und bei Gedächtnisfunktionen benötigt wird. Die Frauen orientieren sich also eher an markanten Punkten in der Landschaft. Bei Wegbeschreibungen kommt es den Frauen zugute, dass sie sich besser an Wegmarkierungen orientieren können, heißt es doch  "an der Tankstelle rechts"  und dergleichen mehr.
Allerdings konnten die Frauen einen wesentlichen Vorteil bei dieser Versuchsanordnung nicht ausspielen, räumen die Forscher ein: denn Frauen fragen einfach häufiger nach dem Weg und kommen auf diese Weise nicht selten schneller ans Ziel. Ganz anders die Männer. Sie fragen nicht, sondern versuchen es alleine, ohne Hilfe. Dieser Stolz kostet Zeit.
Das alles zeigt Wirkung: Nur jede zweite Frau traut sich einen guten Orientierungssinn zu, aber 70 Prozent der Männer sind davon überzeugt, dass sie gute Pfadfinder sind und davon 30 Prozent der Meinung, dass sie den Weg besser finden können als Frauen. 45 Prozent der Männer lassen darum auch ihre Frauen prinzipiell nicht ans Steuer. Der Grund für den tatsächlich besseren Orientierungssinn der Männer könnte in der Evolution zu finden  sein:  Wenn der Mann zur Jagd geht, und das noch in einem Gelände  ohne besondere Orientierungsmarken, hilft ihm ein besserer Orientierungssinn, wieder nach Hause zu finden - und diese speziellen Gene auch weiterzugeben.
(Quelle: Auszug aus einem Referat des Studenten, im 2. Semester Psychologie - Ich durfte es lesen)

Kommentare :

  1. Guten Morgen Irmi,
    ja das ist ein interessantes Thema mit dem Orientierungssinn. Wissenschaftlich kann man vieles erklären, doch ich finde trotzdem ist es individuell. Es stimmt die Frauen denken einen Tick länger, oder fragen, aber ins Ziel kommen sie meist gleichzeitig mit den Männern.
    Wie du richtig schreibst, bevor sie fragen, verpesten sie noch eine Weile die Luft mit sinnlosem Herumgefahre ;-)
    Mein Orientierungssinn ist ausgezeichnet, nur sollte mich einer nach dem Weg fragen, der ist nicht gut beraten, das LINKS ist immer das andere LINKS oder umgekehrt. Das mit dem bessser oder schlechter Autofahren, das lasse ich mal außen vor ;-))
    LG und eine angenehme Woche.
    Sadie

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  2. Liebe Irmi,

    ich fahre selber kein Auto. Ich kann nur sagen wenns ums Karten lesen geht finde ich die Wege gut. Mein Mann hat mit Karten lesen nicht viel am Hut und verfährt sich deshalb mehr. Wenn es sich um Strassen merken geht...dann ist mein Mann zweifelsohne der bessere. Gewisse Ziele machen mir Schwierigkeiten wiederzufinden, obwohl ich schon mehrmals da war. Ich denke es liegt vor allem auch daran, weil ich eben nicht selbst fahre und mir so die Strassen zuwenig gut einpräge....ist ja nicht nötig. ;-))
    Wenn mein Mann sich verfahren hat und ich merke er weiss nicht wirklich wohin, dann frage ich einfach jemanden bevor wir planlos herumfahren.

    Wünsche dir eine gute Woche. ♥

    Liebi Grüessli
    Julia

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  3. Das stimmt, mit der Orientierung. Mein Mann orientiert sich ganz anders wie ich. Ich präge mir markante Punkte in der Landschaft ein, mein Mann ist eher der Kartentyp und ja nicht fragen. ;-)).
    Liebe Grüße Lydia

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  4. Mein Orientierungssinn ist leider nicht besonders gut. Ich kann allerdings gut damit leben ;-). Mir macht es auch nichts aus, nach dem Weg zu fragen. Allerdings bin ich über die Erfindung des Navis im Auto wirklich froh. Wenn ich mich verfahre, dann fängt mich das Navi wieder auf und bringt mich sicher ans Ziel. Das trifft natürlich nur für unbekannte Ziele zu ;-).
    Liebe Grüße
    Ari

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  5. ich tanze aus der Reihe - hab eine sehr gute Orientierung, verlaufe mich eigentlich nie und wuerde niemals nach dem Weg fragen, aus Prinzip ;-)

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  6. mag ja sein Irmi..nur wenn mein Mann das Auto parkt..in einer unbekannten Gegend..dann finde ich eher den Weg zurück..

    LG vom katerchen zum Wochenstart

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  7. Ich denke auch, dass meine Orientierung eigentlich ganz gut ist, aber von vielen Frauen habe ich auch schon das Gegenteil gehört. Aber da es nun wissenschaftlich bestätigt wurde, dass die Frauen in diesem Punkt etwas hinterherziehen, lassen wir den Männern doch gerne den Vortritt. Und es stimmt, durch ihren Stolz verplempern sie oft kostbare Zeit und versuchen selbst den Weg zu finden. Ich möchte nicht wissen, wieviele Ehekräche es deswegen schon gegeben hat. Und im Prinzip ist es doch auch egal, wer die bessere Orientierung hat, Hauptsache man kommt ans Ziel. In diesem Sinne eine schöne Woche liebe Irmi und
    liebe Grüsse
    Brigitte die Weserkrabbe

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  8. Hallo Irmi
    Dankeschön für deinen interessannten Bericht!
    Einen schönen Montag wünscht dir Bea
    tagesverlauf.blogspot.ch

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  9. Oh je, Irmi, davon kann ich auch ein Lied singen - von der schlechten Orientierung.
    Gott sei Dank ergeht es meiner Tochter da anders.
    Auf ihren Orientierungssinn können wir uns immer verlassen,
    wenn wir mal gemeinsam unterwegs sind.
    Interessanter Post! Danke!
    Alles Liebe für dich! Martina

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  10. Ich denke immer man kann es nicht verallgemeinern. Kommt immer darauf an wie geübt die Frauen auch sind, ebenso wie mit dem Einparken, und wenn man als Frau auch Karten lesen kann dann ist man schon sehr gut dabei sich zu orientieren.

    Mit dem Nachfragen kenne ich aber wirlich von einigen Männern, und da frage ich mich dann wer die größere Intelligenz besitzt *gg*

    Tollen Wochenstart und herzliche Grüsse

    Nova

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  11. Liebe Irmi,
    was wissenschaftlich im Laborversuch belegt scheint, trifft auf mich nicht zu: Bei uns in der Familie bin ich der Pfadfinder. Und habe durch die Himmelsrichtung meine Orientierung an den bestimmten Ort zu finden so gar kein Problem. Mein Mann dagegen, braucht sein Navigationssytem, um an Ort und Stelle zu kommen. Interessant, was per se immer wieder wissenschaftlich erkundet wird und dann als allgemeingültig Verbreitung nimmt.

    Ich wünsche Dir einen guten Start in die neue Woche
    Grüßle von Heidrun

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  12. Aha, dann ist das wohl so, Haupsache ist doch wir Frauen wissen uns zu helfen, wenn es nicht anders geht, dann fragen wir eben nach dem Weg, aber eigentlich habe ich keine Probleme mit der Orientierung!!
    Liebe Grüße,
    Heidi

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  13. Bei uns ist es eher umgekehrt, liebe Irmi. Da bin ich eindeutig auch die Schnellere (in Bezug auf das Experiment). Aber das mag von Mann zu Mann auch unterschiedlich sein. Denn bekanntlich gibt es Männer mit mehr weiblichen und Frauen mit mehr männlichen Anteilen, worin diese auch immer bestehen ...
    Aber klar, Männer haben gern diese Vorurteile, viele vertragen es einfach nicht, wenn die Frau Auto fährt, ganz gleich, ob einer von ihnen "besser" im Fahren oder der Fahrzeugbedienung ist. ;-) Auf der anderen Seite reagieren sie äußerst allergisch, wenn ihr Fahrstil von Frauen kritisiert wird! ;-)
    Was aber häufig so ist, daß Männer einfach besser rückwärts einparken können. ;-) Das kann man auch nicht mit mehr Übung erklären, das ist einfach so.

    Liebe Grüße in die neue Woche
    Sara

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  14. Das ist sehr interessant,
    bei uns ist es so, dass sich mein Mann eher nach Himmelsrichtungen orientiert
    und ich mich an festen Punkten.
    Oft gefahrene Wege, prägt er sich nicht ein und ich muß dann immer sagen, wenn wir abbiegen müssen.
    Ganz früher ist mir mal passiert, als ich zum ersten mal in Italien im Urlaub war, dass wir an einer Strandpromenade das Auto abgestellt hatten und ich mir gleich was einprägen wollte, da sah ich an der Straße das Schild Senso Unico, gleich mal abgespeichert, erst auf dem Rückweg merkte ich, dass da was nicht stimmt, immer öfter sah ich das Schild, bis mein Mann mir erklärte, dass das Einbahnstrasse hieß.
    Damals gab es noch keine Einheitlichen Schilder.
    Aber wir haben trotzdem zurückgefunden und heute Lachen wir darüber.
    Liebe Grüße
    Nähoma

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  15. Liebe Irmi,
    Du hast sehr ausführlich über dieses interessante Thema recherchiert, vielen Dank. Etwas in dieser Art habe ich schon einmal gelesen. Das Experiment hat gezeigt, dass wir Frauen wirklich ein wenig im Nachteil sind. Aber über diesen Stolz, nach dem Weg zu fragen, was den männlichen Part betrifft, musste ich schmunzeln. Das kenne ich :-)
    Viele Grüße und einen guten Wochenstart wünscht Dir herzlichst,
    Mella

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  16. Liebe Irmi,

    ich gehöre zu denen, die nie nach dem Weg fragen und trotzdem immer zum Ziel finden ;-)
    Auch in unbekannten Gebieten finde ich mein Auto wieder. Ich hätte ein eingebautes Navi, wurde mir einmal gesagt.

    Du siehst, es gibt auch Ausnahmen.

    LG MArgret

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  17. Guten Morgen Irmi
    ...kann ich so unterschreiben :-) und bin sehr froh, nun ein Navi zu haben *lach*
    liebe Grüße und eine schöne Woche!

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    1. lustig....ich MUSS mir unbedingt ein navi kaufen, denn so geht es nicht weiter, lach!
      LG

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  18. Ohhhhhhhhhhhh das ist SO wahr! Denkst Du ER fragt mal? Nie und nimmer! :-)
    Und ich falle absolut unter die Kategorie der orientierunsschwachen Frauen, ich gehe sogar im Einkaufszentrum verloren!
    Aber ICH frage! (Trotzdem habe ich mich schon sehr oft auf das kurioseste verfahren und verlaufen!) :-)

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    1. hihi...ist doch egal. aber wir stehen dazu!!
      LG

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  19. ganz genau SO ist es. ein spannendes thema....obwohl ich es ja wusste ;-)) in meinem "männerhaushalt" wird über mich "geläster", man sagt...ich fahre über hamburg wenn ich in den nachbarort will *gg*. naja...ganz so schlimm ist es dann doch nicht! (ps. hh ist ca. 2 std. von uns entfernt ;-))
    vlG und einen wunderschönen montag!

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  20. Hallo Irmi ..
    stimmt das hat sicher viel mit der eigenen Wahrnehmung zu tun... und die ist ja bei Männern und Frauen eben unterschiedlich . Schon interessant , mal solche Versuche zu starten.
    Liebe Grüße
    Antje

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  21. Liebe Irmi,
    Ich finde das Referat des Studenten mit Versuch in ein Labyrinth nicht viel mit das wirkliche Leben zu tun haben!
    Mein Mann fragt immer nach den Weg oder nach Dinge die er sucht in ein grosses Geschäfft und wird meistens nur falsch beraten... also noch mehr Zeitverlust! Da ich fast immer fahre ist meine Orientierung auch ganz gut und somit auch das Gefühl für Richting, laut Sonnenstand und so.
    Liebe Grüsse,
    Mariette

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  22. Liebe Irmi,
    mein Mann und ich entsprechen genau der Norm ;-). Wenn man seine Stärken und Schwächen kennt, kann man sich gut damit arrangieren. Außerdem ist es doch auch mal schön für Männer, wenn sie uns wenigstens ab und zu mal überlegen sind ;-)
    Hab einen schönen Tag!

    Herzlich grüßt
    Uschi

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  23. Wenn das so ist, dann ist mein Mann wohl eine Ausnahme. Trotz Navigation fährt er immer einen anderen Weg, was zur Folge hat, dass er zigmal die Richtung wechselt, umdreht, etc. Bislang habe ich ihm immer den Weg gezeigt, wenn es zu Fuß losging und er meckerte, doch zum Schluß war mein Orientierungssinn besser als seiner. Geschehen mal wieder die letzten Tage, als wir im Kurzurlaub waren.

    Liebe Grüße und einen schönen Abend wünscht ♥ Mathilda

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  24. Meine liebe Irmi,
    also, im großen und ganzen muß ich sagen, daß cih mich auch ganz gut orientieren kann. Mein Problem ist es, mir Strassennamen zu merken ;O) Aber, wenn ich eine Strecke einmal gefahren bin, dann finde ich die auch nach Jahren wieder ;O)
    Ich wünsch Dir noch einen schönen gemütlichen Abend!
    ♥ Allerliebste Grüße, Deine Claudia ♥

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  25. Liebe Irmi,
    ich gestehe, ich habe einen ganz schlechten Orientierungssinn. Ich hab mich zigmal verlaufen und verfahren. Für mich ist mein Navi im Auto ein Segen. Karten lesen kann ich nämlich auch nicht. Meine Tochter hat eine ausgezeichneten Orientierungssinn und konnte schon mit sechs Karten lesen, aus purer Verzweiflung. Weil wir sonst nie am Urlaubsort angekommen wären :-).
    Lieben Gruß
    Sabine

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  26. Genialer Post!!! Männer fragen NIE nach dem Weg.....aber ich muß sagen...ich bin auch eher schlecht in Sachen Orientierung....allerdings, wenn ich mit jemandem unterwegs bin, der NOCH SCHLECHTER ist als ich....dann laufe ich zu Höchstform auf!
    Da bin ich dann echt fit! Wenn ich mit jemandem on tour bin, der gut ist.....dann schalte ich das Hirn gerne mal aus... :-))))
    Lieben Gruß
    Gisela

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  27. Mit der Wahrnehmung ist es so eine Sache. Wenn ich neben meinem Mann im Auto sitze sehe ich auch nie die Fahrstrecke ... aber ich sehe viele interessante andere Dinge der Welt :-)

    lieber Gruß von Heidi-Trollspecht

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  28. Also, ich passe absolut in dieses Schema, denn mein Orientierungssinn ist miserabel. Mein Mann ist da wesentlich besser, allerdings habe ich festgestellt, dass er in letzter Zeit doch Probleme hat. Ob der Orientierungssinn mit dem Alter nachlässt oder liegt das womöglich am Navigationsgerät? Damit muss man sich die Orte ja nicht mehr merken.
    LG Elke

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  29. das bereitete mir wieder einmal sehr viel Spass,
    so zwischen Wissen, Erfahrung und Theorie gedanklich zwischen den beiden Geschlechtern zu pendeln.

    herzlichst,
    egbert

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Ich freue mich über jeden Kommentar und möchte mich auf diesem Weg recht herzlich dafür bedanken. Kommentare sind wie das Salz in der Suppe. Ohne fehlt sehr viel.