Donnerstag, 8. Mai 2014

Dies und Das über das Schmücken mit fremden Federn

Wieder eine Redewendung, die aus unserem Sprachgebrauch nicht mehr wegzudenken ist. Sie bedeutet im übertragenen Sinn: Mit dem angeben, das anderen (auch geistig) gehört. Sich mit den Verdiensten anderer brüsten.
Die Redewendung geht wahrscheinlich auf eine Fabel des römischen Dichters Phaedrus (20 v.Chr. - ca. 50 n.Chr,) zurück, die auch lange nach dem Untergang des römischen Reiches gern und oft nacherzählt wurde.
Aber auch Lessing, der sehr viel für Fabeln übrig hatte, steuerte eine Fassung bei:


"Eine stolze Krähe schmückte sich mit den ausgefallenen Federn der farbigen Pfaue und mischte sich kühn, als sie genug geschmückt zu sein glaubte, unter diese glänzenden Vögel der Juno. Sie ward erkannt und schnell fielen die Pfaue mit scharfen Schnäbeln auf sie, ihr den betrügerischen Putz auszureißen."
Phaedrus erzählt die Fabel etwas anders. Aber diese Ausführung genügt, um klarzumachen, um was es geht.
Sowohl im Französischen als auch im Englischen finden wir leicht abgeänderteVarianten.

Gerade in den diversen Blogs findet man immer wieder Ausarbeitungen, Zitate, Lebensweisheiten oder gar
Gedichte die den Urheber nicht nennen. Warum schmückt man sich mit fremden Federn? Kürzlich fand ich einen Post, der wortwörtlich von mir übernommen wurde. Ich hatte ihn 2011 geschrieben - allerdings nannte ich Ross und Reiter. Es war ein kleiner Dreher im Text - sogar der wurde nicht ausgemerzt.

Ich scheue mich nicht, die Quelle anzugeben. Keiner kann alles wissen - und warum denn auch? Heute gibt es Google und andere Quellen. Da kann man recherchieren. Und auch Passagen übernehmen. Aber bitte nicht die Bloggerwelt für dumm verkaufen! Man  merkt schon, ob es aus der eigenen Feder kommt oder nicht.

Kommentare :

  1. Bin ganz bei dir. Hab auch schon einige meiner Gedichte mit geschmückten fremden Federn im Netz wiedergefunden. Wird man wohl nie ganz ausmerzen können.
    Gruß vonner Grete

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  2. Guten Morgen, liebe Irmi!
    Hier scheint die Sonne. Und eine andere Redewendung fällt mir dazu ein, die besagt, dass alles ans Tageslicht kommt. So wie Du den Plagiator erkannt hast. Ärgerlich!
    Ich wünsche Dir einen angenehmen Donnerstag und sende sonnige Grüßle, Heidrun

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  3. guten morgen irmi,
    ja, man erkennt es schon, obwohl ich ja steno gelernt habe und das auch noch kann, schreibe ich bei exkursionen oft mit und übernehme da einfach die texte. aber auch hier gebe ich oben an, mit wem ich die exkursion gemacht habe. übrigens wer kennt denn heute noch die gabelsberger schrift, schade, dass sie aus der mode gekommen ist, aber im zeitalter von pc usw. ist es nicht soo schlecht, wenn an steno noch kann, nicht mehr so gut, aber immerhin.
    dir gehen die themen nie aus und immer ist was dabei, was man herausziehen kann, das finde ich gut.
    gedichte kann ich sowieso nicht schreiben, das liegt mir überhaupt nicht und bei gedichten ist es auch so ne sache, da liebe ich eher die klassiker. aber sind wir doch mal ehrlich, wenn jemand etwas von sich im netz findet, ob bild oder gedicht oder sonst etwas,
    würde er ja auch sauer reagieren und meinen, dass das so nicht geht und geld verlangen. ich habe schon bilder von mir vom tanzen gefunden, einmal einen adventskranz. mein sohn wurde da schon wütend und hat das entsprechende eingeleitet. ich finde es nicht schlimm, bin ich doch stolz, dass die meine bilder nehmen. aber dann, wie du sagst, bitte mit dem urheber (wasserzeichen bringen nix, die kann man entfernen) aber gleich mit geld usw. drohen, finde ich ein bisschen heftig. aber geld regiert nun mal die welt und
    jeder will halt verdienen.
    das fängt bei den blogs an mit werbung und hört auch damit auf. übrigens, ich klicke selten eine seite an, die im blog angegeben ist,
    sondern schau, ob ich sie nicht über eine suchmaschine finde. ich habe auch einen werbeblocker und sehe gar keine. beim ipad geht das wohl leider nicht. aber das ist nicht schlimm, da ich das nur ab und an benützte.

    so liebe irmi wünsche schönen tag und
    grüßle eva

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  4. Liebe Irmi
    da stimme ich dir bei und ich weis auch nicht warum man nicht dazu schreiben kann wenn es nicht von einen selber ist oder nachfragen kann es zu benutzen zu dürfen!
    Ich hoffe nicht das sich mal meine Sachen irgendwo lesen oder sehen muss...
    Schönen Tag wünsche ich dir
    Lieben Gruss Elke

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  5. Ich bestaune den Pfau heute morgen bei dir.
    Gerne hätte ich ein Pfauenpaar im Garten.
    LG
    Nicole

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  6. Ich habe auch schon Bilder von mir gefunden....spricht ja nix dagegen wenn mein Name erwähnt wird, aber einfach mopsen finde ich mies. Leider ist es aber so in den Weiten des www :-((

    Einen schönen Pfau hast du mit eingestellt...ein Vogel der sich nicht mit fremden Federn schmücken muss ;-)

    Hab einen schönen Tag und lass es dir gutgehen.

    Liebe Grüssle

    N☼va

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  7. mit fremden Federn..aber nicht aus der EIGENEN Feder Irmi
    geklaut ist geklaut
    LG in den Tag vom katerchen

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  8. Was du beschreibst - geistigen Diebstahl -, habe ich auch schon von einer anderen Bloggerin gehört. Von ihr wurden selbst verfasste Geschichten und Gedichte kopiert. Es wird bestimmt des öfteren vorkommen, dass man sich denselben Themen widmet. Aber wie du schon sagst, man merkt dann sehr genau, aus wessen Feder es stammt, denn jeder hat so seinen eigenen Stil. Eigentlich kannst du stolz darauf sein, wenn du 'bestohlen' wirst. Es muss ein sehr guter Post gewesen sein ;-)! LG Martina

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  9. Liebe Irmi,

    freue dich darüber, dass deine Texte so gut sind, dass andere sie übernehmen.

    Alles Liebe
    Elisabeth

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  10. .....fremde Federn glänzen schon mal schön, man steckt sie sich an den Hut und wechselt sie nach Bedarf - ist doch sooo bequem und meist auch sooo einfach - ABER AUCH SOOOOO MIES !!!!!!
    Schönen Tag allen, die es ehrlich meinen,
    Luis

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  11. Liebe Irmi,
    ich finde es einfach nur hässlich, sich mit "fremden Federn" zu schmücken.
    Leider gibt es aber viele Zeitgenossen, die geradezu einen Sport daraus machen, geistigen Diebstahl zu begehen, total schäbig sowas!!!
    Liebe Grüße
    moni

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  12. Liebe Irmi,
    ich denke, bei manchen ist es einfach Liederlichkeit und Nachlässigkeit. Ich würde nicht allen eine Absicht unterstellen wollen. Dennoch ist und bleibt das ein Straftatsbestand.

    Liebe Grüße
    Sara

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  13. Hallo liebe Irmi,
    deinen heutigen Post finde ich wieder sehr gelungen und macht mich etwas schlauer.
    Ich scheue mich auch nicht, wenn ich etwas von anderen übernehme, den Urheber zu nennen und schmücke mich nicht mit fremden Federn.
    Bei meiner Italienreise habe ich einiges von den Reiseleiterinnen übernommen und es schriftlich festgehalten.Ich werde das aber auch benennen.
    Liebe Grüße
    Tilla

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  14. Liebe Irmi,
    Es kommt immer mehr vor und dass sagt schon sehr vieles aus über die Moral der Menschheit...
    Plagiat ist ein Verbrechen; ob gross oder klein!
    Liebe Grüsse,
    Mariette

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  15. Überall gibt es schwarze Schafe !
    Wenn ich mal, was sehr selten vorkommt, etwas aus einem anderen Blog posten möchte, hole ich mir vorab die Zustimmung und weise dann natürlich mit einem Link in meinem Beitrag darauf hin.
    Halt ich für selbstverständlich !
    Herzliche Grüße
    Jutta

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  16. ...Menschen, die das tun, liebe Irmi,
    die können einem doch leid tun...haben selbst nichts, worauf sie stolz sind...das rechtfertigt natürlich den Datenklau nicht...

    wünsch dir einen guten Tag,
    lieber Gruß Birgitt

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  17. Liebe Irmi,

    ein tolles Thema, ich sage immer, wenn man sich mit fremden Federn schmückt, dann kann man auch dazu sagen von wem sie sind ;o))

    Ich wünsch dir einen schönen Tag

    LG Mela

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  18. Liebe Irmi, ich hab das auch schon erlebt,
    dass einfach jemand Dinge, die ich in einem Post veröffentlichte, als seine eigene Idee ausgab.
    Ich schrieb diese Person mehrmals an, irgend wann bekam ich eine böse Antwort, mit dem Hinweis, dass ich dafür ja kein Patent angemeldet hätte und sie das auh schon wo anders gesehen hätte.
    Geärgert hat mich das sehr, aber ich kann nicht alles nachkontrollieren und mit dem Anwalt gegen sowas vorgehen, dafür fehlt mir das nötige Kleingeld.
    Wie Birgitt schon schreibt, sind diese Personen sehr arm.
    (vor allem im Kopf)
    Liebe Grüße
    Nähoma

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    1. PS
      Wem bricht schon ein Zacken aus der Krone,
      wenn er den wirklichen Urheber darunter schreibt?

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  19. Liebe Irmi,
    da hast Du vollkommen recht, man sollte sich nicht "mit fremden Federn" schmücken. Ich verwende auch ab und zu ein schönes Zitat, welches ich auf meinen Bildern kreiere, natürlich immer mit Angabe des Verfassers der schönen Worte. Hast Du den Blogger auf Deinen Text angesprochen? Ärgere Dich nicht - man sollte sich nur über solche "Bequemlichkeit" wundern...............
    Viele Grüße,
    Mella

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  20. Hallo Irmi,
    ich finde das auch nicht in Ordnung sich mit fremden Federn zu schmücken, ist hier sehr treffend ausgedrückt.
    Wie du schon weißt liebe ich Zitate, Gedichte usw. usf, allerdings werde ich immer
    den Urheber nennen, soferne er mir bekannt ist.
    Auf den vielen Webseiten, wo ich zu Gast bin, gibt es zahlreiche Weisheiten, aus allen Ländern und
    Jahrhunderten, die von UNBEKANNT geschrieben wurden. Ab und zu habe ich mir schon gedacht, dass
    sich manch hochgepriesener Poet gewünscht hätte, annähernd so gute Texte verfasst zu haben.
    LG Sadie

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  21. Hallo Irmi,
    ups, da klaut Jemand einen ganzen Post? Da bin ich ja echt sprachlos. Ich hätte kein Problem den Urheber zu nennen, wenn ich ihn kenne. Man hat doch nicht lauter Zitate oder Sprüche erfunden, die hat man gehört, fand sie gut und sie sind einem geblieben.
    Aber Plagiate kennen wir ja aus der Politik...
    LG zu Dir und Deinem einmaligen Blog
    Manu

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  22. Manche schreiben schon quer über ihr Foto das Copyright, damit die Fotos nicht geklaut werden. Sieht natürlich weniger schön aus, erfüllt aber seinen zweck und Zitate gibt es im Netz genug. Wenn ich nicht sicher bin, ob ich das veröffentlichen darf, dann suche ich mir etwas anderes. Hab sogar schon bei Engelgedichten die Autorin angeschrieben und sie hat sich gefreut, dass man ihre Gedichte veröffentlicht. Es geht eben auch anders.

    hab noch einen schönen Abend und liebe Grüße von Mathilda ♥

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  23. Liebe Irmi,

    einen ganzen Post als eigenes Gedankengut auszugeben, käme mir nicht in den Sinn. Ich kann nur den Kopf schüttelt, dass andere da tatsächlich schmerzfrei sind. Den Ursprung anzugeben ist ja wohl die einfachste Sache von der Welt.

    Nachdenkliche Grüße

    Anke

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  24. Liebe Irmi,

    ja, so ist die Welt nicht immer eine Gute :-(. Ich fände es auch mir gegenüber feige einfach nicht zuzugeben dass es einen anderen Urheber gibt. So stellt sich bei mir diese Frage erst gar nicht.

    Herzliche Grüße
    Kerstin

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  25. Liebe Irmi,
    ich habe auch keine Probleme damit, wenn ich etwas *abgekupfert* (wo kommt das her??) habe, den Urheber zu nennen. Eine Freundin erzählte mir zuletzt einmal, daß sie einen identischen Post einer Bloggerin zu einer Bastelarbeit bei einer anderen gefunden hat. Das ist schon heftig. Es ist doch mein Blog, da möchte ich auch mich einbringen und nicht wen anders...!
    Man kann Nachahmung auch als Kompliment sehen. Aber wohl nur, wenn man selber nicht seine Brötchen damit verdienen möchte.
    Einen schönen Abend und liebe Grüße, Elke

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  26. Ich hab ja den Blog geschlossen. Zuvor war mir aufgefallen, dass etliche Fotos von mir kopiert worden waren. Das hat mich schon geärgert, weil ich nie fremde Fotos im Blog hatte, sondern nur meine eigenen. Aber, es gab auch Leute, die haben gefragt, und - da würde ich nie nein sagen. Es kostet ja nichts zu fragen.

    Liebe Grüße, Brigitte

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  27. Hallo Irmi,
    ja das ist ärgerlich, aber was kann mann machen?
    Ich war heute auch am Neckar! In Heidelberg in der Atos-Klinik, im offenen MRT und es wurde nichts Schlimmes gefunden bei mir!
    Als ich den Neckar gesehen habe, musste ich an dich denken!
    Liebe Grüße,
    Heidi

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  28. Stimmt liebe Irmi, den Urheber sollte man immer nennen, schon aus rechtlichen Gründen ist das wichtig.

    Liebe Abendgrüße
    Angelika

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  29. Ah well, that is it. Never mind.

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  30. Etwas zu mopsen ist doch so einfach und man muss sich nicht selbst seinen Gehirnwindungen zum Glühen bringen...
    Ich verstehe es auch nicht, warum die Quellen nicht mit angegeben werden...
    Wenn ich jetzt an so manche Doktorarbeit denke...
    liebe Grüße von Sylvia

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  31. Fremde Federn sehen zwar auf den ersten Blick schön aus, halten aber nicht lange, wie die Geschichte uns lehrt...
    Liebe Grüße,
    Markus

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  32. Es menschelt halt...
    Guten Start ins Weekend :-)

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  33. wieder mal ein herrlicher post, liebe irmi!
    glg
    margit

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Ich freue mich über jeden Kommentar und möchte mich auf diesem Weg recht herzlich dafür bedanken. Kommentare sind wie das Salz in der Suppe. Ohne fehlt sehr viel.