Montag, 2. Juni 2014

Dies und Das über Topinambur


Ob man es glaubt oder nicht, Topinambur (lateinisch: Helianthus tuberosus) ist mit der Sonnenblume verwandt und sieht dieser auch ähnlich.

File:Topinambur Helianthus tuberosus 2.jpg

Als Gemüse werden die unterirdischen Wurzelausläufer verwendet. Die Knollen erinnern an Ingwerwurzeln und werden manchmal sogar mit diesen verwechselt. Topinambur schmeckt nussig-süßlich und lässt sich als Suppe zubereiten oder in zahlreichen Gemüsegerichten verarbeiten. Roh passt die Knolle zu Salaten. Topinambur stammt aus Nord- und Mittelamerika. Das Gemüse gelangte vermutlich um 1600 nach Europa und galt als wichtiges Grundnahrungsmittel, bis es von der Kartoffel verdrängt wurde. Heute ist es in gut sortierten Supermärkten und Bioläden erhältlich.

 

Der Name leitet sich vom indianischen Volkder Tupinambá ab und kann im Deutschen sowohl das männliche (der Topinambur) als auch das weibliche Geschlecht (die Topinambur) annehmen. Topinambur hat verschiedene Namen: Erdapfel, Erdbirne, Jerusalem-Artischocke, Erdschocke u.v.m
Als Topinambur oder Rossler wird auch der aus den stärkereichen Wurzelknollen dieser Pflanze hergestellte Branntwein bezeichnet.

Überlebende einer Hungersnot unter französischen Auswanderern in Kanada schickten 1610 einige der unbekannten Knollen, die ihnen das Leben gerettet hatten, nach Europa. So kamen sie 1612 nach Paris sowie in den Vatikan als Sammelplatz für Wunder aller Art. In Frankreich wurde die  "Indianerkartoffel" nach einem brasilianischen Indianerstamm, der zufällig gerade zu Besuch war, benannt: topinambour. Parallel einigten sich päpstliche Gärtner auf girasole articiocco (Sonnenblumen-Artischocke).

Zuerst wurde Topinambur als Nahrungsmittel angebaut. Im 19.Jahrhundert waren die Knollen ein wichtiges Nahrungs- und Futtermittel. Vor allem in Frankreich genoss sie nach ihrer Einführung Anfang des 17. Jahrhunderts große Popularität. Heute wird Topinambur in fast allen Kontinenten angebaut.

Ich verwende Topinambur schon seit einiger Zeit in der Küche. Besonders gut schmeckt sie zu Möhren- und Kohlrabigemüse.
(Quelle:  Tolle Knollen - Radiobericht)

Heute darf ich wieder einige Leserinnen begrüßen, die an den Neckarstrand gefunden haben. Herzlich Willkommen:
Sonja Cremer
Stilbruch
ganga
und
Flöckchenliebe

Ich freue mich sehr, dass ihr hier seid.

Kommentare :

  1. Guten Morgen meine liebe Irmi,
    das ist ein sehr informativer Post über Topinambur! Ich dneke, ich muß das auch endlich mal ausprobieren!
    Hab da schon soviel davon gehört und gelesen.......aber mich noch nie drangewagt ;O)
    Die Knollen sehen ja aus,fast wie Ingwer ..... wird es auch ähnlich verwendet? Ich hab da keine Ahnung .......
    Ich wünsche Dir einen guten Start in die neue Woche!
    ♥ Allerliebste Grüße, Deine Claudia ♥

    AntwortenLöschen
  2. Liebe Irmi
    Herzlichen Dank für deinen Bericht, ich wusste nicht recht was Topinambur ist, sieht tatsächlich aus wie Ingwer.
    Guter Start in die neue Woche wünscht dir Bea

    AntwortenLöschen
  3. Guten Morgen liebe Irmi. Hoffe du hattest ein schönes Wochenende und freue mich heute wieder soviel Info aufsaugen zu können. In D. schonmal gegessen ist sie hier bei mir ganz in Vergessenheit geraten. Muss ich doch tatsächlich mal gucken ob ich sie hier überhaupt bekommen kann. Danke dir für den wieder schönen Post, alles Liebe und hab einen schönen Wochenstart.

    Liebe Grüssle

    N☼va

    AntwortenLöschen
  4. ♥♥♥
    Wieder ein ganz klein wenig schlauer

    LG Rosinchen ♥

    AntwortenLöschen
  5. Liebe Irmi,
    also so nett bin ich ja noch nie begrüßt worden! Dankeschön, liebe Irmi!! Das hat mich wirklich gefreut. :-)
    Topinambur sieht fast so aus, wie die Ingwerknolle. Gut das ich jetzt informiert bin! :-)
    Liebe Grüße
    ANi

    AntwortenLöschen
  6. Hallo Irmi,
    ich kannte diese Knolle noch nicht, gut ist, das Tobinambur nicht nur schön blüht, sondern das man es auch essen kann!
    Liebe Grüße,
    Heidi

    AntwortenLöschen
  7. ...bevor ich hier nach Baden zog, liebe Irmi,
    kannte ich Topinambur gar nicht...allerdings auch hier nur als Schnaps, den ich selber aber gar nicht trinke...gegessen habe ich die Knollen noch nicht, wäre mal einen Versuch wert...

    lieber Gruß Birgitt

    AntwortenLöschen
  8. Du beschreibst heute eines meiner liebsten Wintergemüse; nun weiß ich sogar, woher der lustige Name kommt (mein Mann kann sich den nie merken und sagt immer "Tschimbambos" dazu...) :-) Kennengelernt habe ich sie vor über 20 Jahren, als wir in unser voriges Haus eingezogen waren. Da wuchsen auf einem kleinen Fleckchen Erde an der Hauswand diese hohen Pflanzen dicht an dicht und blühten so schön gelb. Im Spätherbst zog mein Mann die abgeblühten Stängel aus dem Boden und siehe da: unten dran hingen massenhaft Knollen. Von irgendwoher tauchte in meinem Hinterkopf das Wort "Topinambur" auf - ob das wohl so etwas war? Eine alte Donauschwäbin bestätigte mir dies. Seither hatte ich immer ein Beet voll im Garten und machte am liebsten Salat davon. Das Beste ist, dass man den ganzen Winter über, sofern der Boden nicht gefroren ist, frische Knollen ausgraben kann. Eine geniale Pflanze, die übrigens nützlich für Diabetiker ist, weil sie Inulin enthält.

    AntwortenLöschen
  9. Liebe Irmi,

    das war mir völlig unbekannt, muss ich mal gucken ob man bei uns im Gemüseladen sowas findet ;o))

    Ich wünsch dir einen schönen Start in die neue Woche

    LG Mela

    AntwortenLöschen
  10. ich habe tobinamburknollen geschenkt bekommen, mit nem grünen stengel dran. ich habe sie eingepflanzt, weil ich nicht glauben wollte, dass das wirklich welche sind (ich weiß, dass es die zu kaufen gibt - aber einfach so ausgegraben?). mal schauen, sie sind sehr hoch schon gewachsen, wenn sie deiner blüte gleicht, dann werde ich es wohl glauben müssen - allerdings hab ich gar keinen plan, wann die dinger in welcher größe gegessen werden könnten....

    lg sonja

    AntwortenLöschen
  11. Irmi, hast Du sehr gut beschrieben. Topinambur wird auch als Wildäsungsfläche angebaut, damit besonders das Schwarzwild (Wildschweine) von den landwirtschaftlichen Feldern ferngehalten wird, wo sie sonst durch ihr Wühlen (Brechen) großen Schaden anrichten können. - Peter

    AntwortenLöschen
  12. Hätte mich einer gefragt, ob ich Topinambur kenne, hätte ich ihn nur dumm angeschaut - bis heute!!
    Wenn ich jetzt gefragt werde, dann weiß ich Bescheid!! Danke für die Erklärung - ich hatte wirklich keine Ahnung! LG Martina

    AntwortenLöschen
  13. Liebe Irmi,
    so informativ und lehrreich wie immer, es bereitet Freude, davon zu lesen.
    Was macht dein Goldener Reiter. Hat er schon einen Blick nach draußen gewagt?

    herzliche Grüße,
    egbert

    AntwortenLöschen
  14. Erdapfel - ja! Ich zeigte irgendwann mal in meinem Blog solch eine Pflanze und mir wurde erzählt, dass das ein Erdapfel sei. Schön schauen sie jedenfalls aus und erinnern wirklich stark an die Sonnenblume.
    Liebe Grüße von Kerstin - und wenn Du magst, dann schau mal bei mir rein. Vielleicht kennst Du den Ursprung des Sprichwortes.

    AntwortenLöschen
  15. I love the Jerusalem artichokes, it tastes so good Irmi.

    AntwortenLöschen
  16. Liebe Irmi,
    Habe sie schon seid Jahrzehnten gesehen in Atlanta beim 'World Market' aber nie gekauft oder verwendet.
    Ja wenn man so die Anfangsgeschichten hört ist es oft sehr interessant.
    Ganz liebe Grüsse mit Sonne,
    Mariette

    AntwortenLöschen
  17. Liebe Irmi,

    das ist ja wirklich schon ein richtig altes Gemüse dass ich auch noch nie probiert habe. Wenn ich es nun im Gemüseladen sehe, werde ich mich auf jeden Fall mal dran trauen oder ich komm zu Dir zum Essen ♥

    Herzliche Abendgrüße
    Kerstin

    AntwortenLöschen
  18. Seit vielen Jahren schon habe ich Topinambur in meinem Garten. Die Knollen gräbt man im Oktober aus, und muss sie auch baldigst verbrauchen, denn man kann sie nicht wie Kartoffeln aufbewahren. Eine schrieb es schon, falls es jedoch mild ist im Winter, kann man noch eine ganze Weile immer frisch ernten.

    Es lassen sich hervorragende Aufläufe damit herstellen, allerdings ist Topinambur auch wassertreibend, also man muss öfter auf das WC. Ein ganz großer und wichtiger Punkt ist auch, dass es, wie schon von Amselgesang erwähnt, ein sehr gutes Gemüse für Diabetiker ist. Und falls man so viel Ernte hat wie ich hier, ich weiß auch jemanden, der gerne was abnimmt, für sein Pferd. Die mögen es auch.

    Im Sommer jedoch hat man dann eine schöne gelbe Blüte in Vielzahl.

    Das war ein sehr guter Tipp von dir und ist zudem auch sehr gesund. Wer es noch nicht weiß, die alten Gemüsesorten feiern ein großes Comeback. Aber da muss ich nicht einsteigen, denn ich befasse mich schon lange mit alten Sorten.

    Schöne Woche und lieben Gruß, Brigitte

    AntwortenLöschen
  19. Hab ich noch nie gegessen :-(
    Eine schöne Woche wünsch ich dir :-)

    AntwortenLöschen
  20. Liebe Irmi,
    vor Jahren hatte ich Topinambur im Garten, schön war's aber es hat alles überwuchert. Leider wußte ich damals noch nicht, dass man die Knollen essen kann. Wir hatten reichlich davon. Jetzt gibt es sie für teures Geld auf dem Markt. Ausprobiert hab ich sie noch nicht, das wird sich ändern. Danke für den Tipp.
    Lieben Gruß
    Sabine

    AntwortenLöschen
  21. Schön, liebe Irmi, dass du dieser edlen Knolle diesen post gewidmet hast. Ich habe schon oft Topinampur zubereitet und es schmeckt auch allen ausgezeichnet. :-)
    Ist leider nicht überall stets zu bekommen.

    Liebe Grüße und eine schöne neue Woche für dich
    Christa

    AntwortenLöschen
  22. ich bin auch ein Topinambur-Fan :-)
    Wir hatten ihn früher in unserem Garten mal angepflanzt - und ich fand es toll, dass es schöne Blumen und essbare Wurzeln gab.

    lieber Gruß von Heidi-Trollspecht

    AntwortenLöschen
  23. Liebe Irmi,
    da hab ich ja noch einiges dazugelernt.
    Ich mag den Topinambur nicht, mein Vater war Fußballer und Schiedsrichter,
    er hat sich immer nach dem Training und den Spielen die Beine mit dem Schnaps eingerieben,
    da stank die ganze Wohnung und ich hab mich soooo geekelt.
    Wir haben auch welchen im Garten, ich hab auch schon mal gekocht,
    aber der Geruch erinnerte mich so an früher und ich konnte es nicht essen.
    Vielleicht schmeckt er ja Roh besser, das werd ich mal ausprobieren.
    Ansonsten bleibt er im Garten und zeigt seine schönen Blümchen.
    Liebe Grüße
    Nähoma

    AntwortenLöschen
  24. Liebe Irmi,
    ich esse sie sehr gerne! Eine Freundin von mir hat sie im eigenen Garten! Soooo lecker!
    GlG Karin

    AntwortenLöschen
  25. leider hab ich die topinambur noch nicht gegessen, dabei kenne ich sie aus den bauerngärten hier in unserer gegend, nun bin ich echt neugierig geworden. nur nicht jetzt, es gibt so viel schönes, frisches auf dem markt!
    lg kelly

    AntwortenLöschen
  26. Da musste ich doch gleich mal schauen, wer mich besuchen kam. Bin nämlich von Natur aus neugierig :)

    Dies ist auch der Grund, weshalb mir dein Post über Topinambur sehr gut gefällt. Ich wollte ihn immer schon mal kaufen und ausprobieren. Jetzt hast du mich überzeugt. Beim nächsten Mal wird er gekauft und gekocht!

    Liebe Grüße
    Arti

    AntwortenLöschen
  27. Liebe Irmi!
    Wow!! Jetzt hab ich echt was gelernt!!! Als junges Mädchen hab ich vor 20 Jahren in einem Restaurant bedient und kenne Topinambur nur als Schnaps.... Dass man es als Gemüse essen kann, war mir nicht bewusst!!! Das ist ja klasse!!!
    Danke für die Lebensmittel-Lehre :-) WAr sehr interessant!!!
    Viele liebe Grüße, SAndra

    AntwortenLöschen
  28. Liebe Irmi,
    wieder ein sehr interessanter Bericht. Ich kannte diese Pflanze bisher nicht. Vielleicht werde ich sie mal probieren.
    LG Sabine

    AntwortenLöschen

Ich freue mich über jeden Kommentar und möchte mich auf diesem Weg recht herzlich dafür bedanken. Kommentare sind wie das Salz in der Suppe. Ohne fehlt sehr viel.