Montag, 7. Juli 2014

Dies und Das über unsere Gefühle


Wenn wir so richtig wütend sind, neigen wir zur Übertreibung. Die Kollegin ist  "dümmer als die Polizei erlaubt", und wenn der Lebenspartner/Partnerin so weitermacht  "lasse ich mich scheiden". Unlösbare Konflikte müssen natürlich geklärt werden. Aber wenn es in Wahrheit gar nicht so schlimm ist, hilft es, die Sache von vornherein kleiner zu reden. Ab sofort bin ich nicht mehr  "wütend"  sondern   "ein wenig verärgert".  Statt  "Du kotzt mich an"  sage ich  "Ich beginne, ein wenig angenervt zu sein." Schon eine gewähltere Ausdrucksweise hilft oftmals.
Wir sollten uns angewöhnen, negative Gefühle nicht zu übertreiben, sondern zu untertreiben. Das macht es mir und meinem Gegenüber leichter, die Sache konstruktiv zu klären. Und die Minimierung des Dramas (als solches sehen wir es ja an) senkt zugleich unseren negativen Stress in der Situation, denn mit der Wortwahl legen wir den Grundstein für die eigene emotionale Erfahrung.
Es ist wichtig, dass wir das Leben  - gerade in Krisenzeiten -  wie ein Fotograf betrachten. Wir sollten alle Objektive und Linsen nutzen und öfter mal den Standort wechseln. Wir sollten das Offensichtliche immer ins Bild rücken.


Es ist auch gut, öfter die rosarote  gegen die kindliche Brille zu tauschen. Wenn man es recht bedenkt,ist uns mehr geholfen, die Dinge mit kindlichen Augen zu sehen und zu verstehen, als uns weiterhin in kostspielige Scheinwelten zu begeben. Wenn wir vom Betrachter zum Entdecker werden, läßt sich eine Zukunft gestalten, die auch Bestand hat.



Ich freue mich, heute
Lissy (Meereswellenrauschen)
Mein Fachwerkhäuschen
und
Erika Nittel-Naser (Das blaue Haus)

recht herzlich hier am Neckarstrand begrüßen zu dürfen. Nehmt Platz und fühlt euch wohl hier.

Kommentare :

  1. Liebe Irmtraud,

    ja, das funktioniert wirklich, wie du beschreibst. Aber dafür muss man wach und gewillt sein. NIcht immer so einfach.

    Eine gute Woche
    wünsche ich Dir.

    Liebe Grüße
    Nula

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  2. jaaaaaaa irmi,

    sehr tiefgründiger post.
    "kostspielige scheinwelten"

    sehr gut!

    liebe grüße eva

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  3. Guten Morgen, meine liebe Irmi,
    ja, das ist so eine Sache mit unseren Gefühlen. Du hast das sehr schön weider beschrieben!
    Ich wünsch Dir einen guten und glücklichen Wochenstart!
    ♥ Allerliebste Grüße, Deine Claudia ♥

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  4. In solchen emotionalen Momenten, wenn man etwas sagt, das man nicht so hätte sagen sollen, spürt man, wie viel Energie Worte haben. Das dürfen wir nicht unterschätzen. Deshalb ist es in jedem Fall gut, wenn man sich an deinen Ratschlag von heute hält und die Energie aus der Sache herausnimmt - und das klappt schon mit 'milderen' Worten! Wir sollten uns in diesen Momenten ganz genau so verhalten, wie du es heute beschrieben hast. Ich wünsche dir eine harmonische Woche und Mitmenschen, deren Worte dich sanft berühren! LG Martina

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  5. Liebe Irmi,

    sehr gut hast du heute wieder geschrieben.
    Ich stimme der ersten Schreiberin zu....es funktioniert tatsächlich...doch Wille und Bewusstheit sind dabei wichtige Werkzeuge. ;-)
    Meist beginnt dieser Weg mit Selbstreflexion.

    Hab eine gute und erfreuliche Woche.

    Grüessli
    Julia

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  6. Liebe Irmi,
    da hast du wieder wichtige Aussagen geäußert. Das sehe ich genauso. Nur könnte ich das wahrscheinlich nicht so treffend ausdrücken wie du. Deshalb habe ich die Zeilen gleich mal ausgedruckt und nun liegen sie auf unserem Esstisch und vielleicht ergibt sich mal die Gelegenheit darüber zu reden. Ich habe in meinem nahen Umfeld nämlich auch so jemanden, der leicht aufbraust und mächtig schimpfen kann *zwinker*. Nicht mit mir. Nein, wir haben ganz selten Streit. Ich bin da eher der ruhige und gelassene Typ. Manchmal wahrscheinlich zu ruhig und gelassen. Einige meiner Freunde behaupten das zumindest und meinen, ich müsste öfter mal auf den Tisch hauen (bildlich gesprochen). Aber das ist so gar nicht mein Ding. Ich mache eher aus dem Elefanten eine Mücke als umgekehrt *zwinker*. Finde, es ist bekömmlicher für meine Gesundheit.

    Ganz ♥-lich grüßt
    Uschi

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  7. Liebe Irmi,
    das war wieder ein wunderbarer Post. Du hast uns wieder äußerst wichtige Verhaltensmaßnahmen vors Auge geführt. Nun gilt es nur noch, auch diese zu beherzigen. Dein Rosenbild ist wunderschön.
    Herzliche Grüße,
    Mella

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  8. Liebe Irmi,
    ich gehöre auch oft zu den Menschen die so reagieren wie du am Angang deines Posts beschrieben hast. Tatsächlich ist das nicht gut und ich versuche in solchen Situationen am besten erstmal gar nichts zu sagen. So wie du es dann weiter beschreibst ist es eine Lösung mit der ich auch gut leben kann auch wenn es nicht so leicht sein wird.
    Schöne Grüße von Stine und danke für deine Worte!

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  9. Liebe Irmi,

    ja man sollte immer versuchen seine Gefühle irgendwie im Griff zu haben, aber manchmal gelingt das halt nicht. Manchmal hat man sich im Griff aber die Emotionen spiegeln sich dann im Gesichtsausdruck wieder und da weiß, dann das Gegenüber sicher auch was es geschlagen hat ;O)))

    Ich wünsch dir einen schönen Start in die neue Woche

    GLG Mela

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  10. ich finde, das ist eine gute Anleitung mit einander klar zu kommen, eine gute Woche für dich, Klaus

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  11. Liebe Irmi,
    ja - ich stimme dir zu. Oftmals reagiert man spontan zu heftig. Ich habe diesen indianischen Spruch einmal gelesen und finde ihn sehr "nachdenkenswert": Großer Geist, bewahre mich davor, über einen Menschen zu urteilen, ehe ich nicht eine Meile in seinen Schuhen gelaufen bin.
    Viele liebe Grüße
    Tina

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  12. Liebe Irmi,
    Positive bleiben ist immer die beste Lösung für's Leben!
    Ganz liebe Sommergrüsse,
    Mariette

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  13. Liebe Irmi,
    das hast Du so schön geschrieben. Ich habe es mir jetzt extra zweimal durchgelesen und ich würde mir wünschen, es könnten noch ganz viele Menschen nach mir lesen.
    Du hast recht, Worte kleiner reden und unter- statt übertreiben, dass ist eine wunderbare Lösung für vieles.
    Vielen Dank für Deine heutigen weisen Worte!
    ANi

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  14. Liebe Irmi,

    du hast wieder ein Thema aufgegriffen, das es lohnt, sich damit zu beschäftigen. Wenn man mit etwas mehr Gleichmut an manche Situationen herangeht, fällt es sich leichter, auch in schwierigen Situationen gut miteinander auszukommen. Elisabeth schrieb mir letztens: Man solle weitherzig sein.

    Allerbeste Grüße

    Anke

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  15. Theorie und Praxis,
    dir gelingt es sehr gut,
    hieraus eine Einheit zu bilden.
    Jetzt muss nur noch Anwendung finden....
    ;-)

    herzlichst,
    egbert

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  16. Liebe Irmi,

    da hast Du völlig Recht, wir sollten alle erst denken dann reden oder wie man es in den Wald hinein schreit so kommt es zurück.
    Ich bin ein emotionaler Mensch und mir ist es auch schon passiert das ich etwas gesagt habe was mir später dann leid tat. Ich habe mich dann entschuldigt und dann war es wieder gut. Im Laufe der Zeit habe ich gelernt in schwierigen Situationen zu lächeln und ruhig zu bleiben ... man kann es in diesem Moment sowieso nicht ändern.

    Liebe Grüße
    Biggi

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  17. Liebe Irmi,
    mit deinem Post hast du heute mal wieder ins Schwarze getroffen.
    Ich hoffe, dass sich viele Menschen daran halten
    und dadurch die Welt ein klein wenig freundlicher wird.
    eine schöne Woche und
    Liebe Grüße
    Nähoma

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  18. wie ein fotograf,
    das hast du schön gesagt liebe irmi.
    aber du hast schon recht, es ist immer gut die perspektive mal zu wechseln.
    oft schaut alles ganz anders aus, wenn man mal einen schritt zur seite macht.
    beim fotografieren, wie im leben.
    in diesem sinne, eine wunderbare woche
    dieter

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  19. dein beitrag kommt gerade richtig irmi, ich bin in den letzten tagen sehr schnell aufgebracht phew.
    liebe gruesse!

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  20. Hallo Irmi,
    wenn ich wütend bin, sage ich ganz laut 10.756, 10757, 10758 und dann wissen alle Bescheid und grinsen schon. Das entspannt die Lage mächtig. Aber Du hast schon recht mit Deinem Beitrag, manchmal wird man ungerecht und sagt: "Du machst immer..." Obwohl das gar nicht stimmt. Ich bin da auch nicht anders - obwohl ich es gerne wäre.
    LG
    Manu

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  21. Liebe Irmi,
    wenn es so einfach wäre... Wenn ich richtig wütend bin, bin ich so emotionsgeladen, dass ich nicht mehr an meine Wortwahl denke. Umformulieren wäre gar nicht möglich. Das einzige was wirklich hilft, ist eine Runde um den Blog gehen, am besten ganz schnell.
    Lieben Gruß
    Sabine

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  22. Liebe Irmi,
    die rosarote Brille und nicht alles so tierisch zu sehen, ist alles andere als einfach. Aber letztendlich hilft es auch einfach über eine Situation herzhaft zu lachen. Das mache ich ganz gerne!

    Herzliche Grüßle und eine gute Nacht
    wünscht Heidrun

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  23. Hallo Irmi,
    ich schließe mich der Sabine oben an, meistens denkt man nicht an die Wortwahl, was raus muss, muss raus!
    LG Heidi

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  24. Unser Gefühlsleben kann uns schon ganz schön aus der Spur werfen, wenn wir schlecht gelaunt oder sogar wütend sind. Leider lassen wir uns dann nur zu leicht dazu verleiten, alles und jeden schlecht zu machen.
    Da hilft es wirklich, inne zu halten, einige Male tief ein- und auszuatmen und die Sachlage durch eine andere Brille zu betrachten.:-)

    Du hast es so vorzüglich formuliert, dass sich jede weitere Zeilen dazu erübrigen, liebe Irmi. :-)
    Die passenden Fotos runden deinen Beitrag einfach perfekt ab. :-)

    Hmmmm, noch eine Nase Duft mitnehme, bevor ich jetzt in die Federn krieche.

    Liebe Grüße, eine schöne neue Woche für dich und schlaf gut
    Christa

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  25. moin irmi,
    meine rosarote brille hab ich zur zeit verlegt.
    bestimmt worte versuche ich zu meiden, z.b. wieder einmal...
    gegen gefühle hab ich nichts, aber launische menschen sind furchtbar.
    gefühle äussern, launen unter kontrolle!

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  26. Ich bemühe mich, aber manchmal kann ich einfach keine andere Brille finden...
    Liebe Grüße,
    Markus

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  27. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  28. Tja, manches boese Wort im Ueberschwang der Gefuehle hingeschleudert wird spaeter bitter bereut. Wenn man den Aerger herauslaesst, mit jemandem schimpft oder ihn beschimpft, ist es wirklich besser zum Beispiel nicht die Woerter"immer" und "nie" zu benutzen: "Du bist IMMER so, du behandelst mich IMMER schlecht, du machst das NIE richtig, man kann sich NIE auf dich verlassen, du kommst IMMER zu spaet, du raeumst NIE auf", usw. oft ist ein "manchmal" angebrachter und auch richtiger und gibt die Moeglichkeit zur Diskussion und Auseinandersetzung.
    Aber es ist schon wahr, wir denken oft in solchen Situationen nicht an die Wortwahl, es menschelet halt... :-)

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  29. Liebe Irmtraud,
    Danke, für die liebe Begrüßung hier auf deinem Blog ♥
    Dein Text gefällt mir sehr! Erst mal "durchatmen" und sich klar werden, was wohl passiert ist, was den anderen so in Rage gebracht hat, nicht gleich alles auf sich selber beziehen und ein wenig nachdenken, was gesagte Worte ausmachen können.
    Also, wie du es formulierst...den Blickwinkel verändern. Toller Text!
    Ganz liebe Grüße, Anke

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  30. Guten Morgen, liebe Irmtraud!
    Ganz lieben Dank für Deine Begrüßung hier auf Deinem Blog.
    Kurzweilig ist es hier und lädt mich ein, die eine und andere Tasse Kaffee mit Dir und Deinen Gedanken zu teilen.
    Ich mag scheinbar absichtslose Gedanken die auch gerne mal hinter die Dinge schauen.
    Ich wünsche Dir eine schöne Woche und schicke Dir viele Grüße!

    Erika

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  31. Oh ja!!!
    DAS unterschreibe ich .
    DANKE für den Denkanstoß Irmi.
    Du hast ja sowas von recht...
    ;-)
    Hab mir auch schon oft vor lauter Wut gedacht : "Wenn der so weitermacht, ziehe ich aus" ....Derweil ist das total übertrieben, wir haben doch nur so kleine Reibereien wie es halt in Beziehungen gibt...*lächel*

    Viele Liebe Grüße
    Tina

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Ich freue mich über jeden Kommentar und möchte mich auf diesem Weg recht herzlich dafür bedanken. Kommentare sind wie das Salz in der Suppe. Ohne fehlt sehr viel.