Dienstag, 19. August 2014

Dies und Das über die Elster


Elstern stehlen, am liebsten glänzende Gegenstände - dieses Klischee ist so sehr Allgemeingut, dass es sogar Gioachino Rossini in seiner Oper   "Die diebische Elster"  verwendete. Wissenschaftler von der englischen Universität Exeter haben nun in einer Studie herausgefunden, dass der Vorwurf nicht haltbar ist.
In der Zeitschrift  "Animal Cognition" berichten die Forscher, dass Elstern nicht auf glänzende Gegenstände fixiert sind. Dazu machten sie Versuche sowohl mit Elstern in Gefangenschaft als auch mit Tieren, die zwar in Freiheit leben, aber auf dem Campus der Universität die Nähe zu Menschen gewohnt waren.
Die Vögel bekamen regelmäßig an festen Orten Futter. Dann stellten die Forscher etwa 30 Zentimeter entfernt von den Futternäpfen Schälchen mit Schrauben und Ringen auf. Diese waren in einer Schale im glänzenden Originalzustand, in der anderen matt angemalt. Die Vögel zeigtn kein größeres Interesse an den Gegenständen, unabhängig von ihrem Aussehen. Teilweise reagierten sie sogar ängstlich. Diese Furcht legten sie erst nach mehreren Versuchsdurchgängen ab. Die Vorsicht zeigte sich unter anderem darin, dass es länger dauerte, bis die Elstern überhaupt zum Futternapf kamen.
Bei anderen Vögeln wie dem Schwarzmilan ist dagegen die Vorliebe für glänzende Gegenstände belegt. Die Wissenschaftler wunderten sich deshalb, dass es dazu ausgerechnet bei Elstern bisher kaum Untersuchungen gab.
(Quelle: Nabu)
 

Die diebische Elster 
Auf der Terrasse steht mein Weihnachtsbaum,
Ausgeträumt der Weihnachtstraum,
Kugeln sind schon abgenommen.
Doch,  wer ist da angekommen?
Eine Elster setzt sich auf des Baumes Spitze.
Wirklich, ich erzähle keine Witze.
Sie macht sich ans Lametta dran,
Sie  hebt die goldnen Fäden an,
Und trägt sie in den Wald gleich nebenan.
 Ich schaute ihr belustigt nach
Sie machte einen Schwenker übers Dach
Und, sie  kam gleich  wieder
Ließ sich auf der Spitze nieder,
Schaute rechts und schaute links,
Rupfte goldne Fäden, und ab gings,
zweimal  wiederholte dies sich.
nun aber schnell, ich beeilte mich
So  löste ich den Kerzenkranz,
wollt nicht darauf verzichten ganz.
Hatte die Elster wohl goldene Fäden genug?
Oder war sie selbst so klug,
Dass sie merkte, der Baum ist fast leer ?
Es lohnte sich hier doch  nicht sehr.
Ich entferne noch den Ständer
Und schleppe das Bäumchen ans Müllgeländer.
Die Elster schaut beleidigt  her,
Nun  mochte sie den Baum nicht mehr.
(Eveline Dächer)

Kommentare :

  1. Guten Morgen, meine liebe Irmi,
    ja, die Elstern, das sind schon ganz besondere Wesen! Schön hast Du wieder die Informationen für uns aufgeschrieben und das Gedicht dazu ist toll! Bei uns fliegen auch ein paar umher und wenn ich Zeit habe, beobachte ich sie auch gerne ...nur vor die Linse, da wollten sie noch nicht ;O)
    Ich wünsch Dir einen schönen und fröhlichen Tag!
    ♥ Allerliebste Grüße, Deine Claudia ♥

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  2. oh irmi, das *märchen* von der diebischen elster hab ich auch geglaubt.
    eigentlich wären dann doch alle nester von wertstoffsuchern zerstört, vielleicht der hintergedanke in alten zeiten.
    ich suche noch nach dem feuer bei allem rauch...

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  3. Liebe Irmi,
    das Gedicht ist sehr schön. Ich find ja Elstern total schön,
    mag aber das Geschrei von ihnen nicht so :-)
    Dein Post ist wieder sehr schön geschrieben und ich hab
    wieder was gelernt :-)
    Glg Christiane

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  4. Liebe Irmi,
    was für ein schönes Gedicht....so passend zu deinem Post. Mit den Elstern, das habe ich schon mal wo gehört und gesehen. Dass jedoch der Schwarzmilan auf Glitzer steht wusste ich noch nicht.
    Danke für deine Infos wieder und einen schönen Tag wünscht dir Stine

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  5. Moin Moin liebe Irmi,
    bei uns stehlen die Elstern übrig gebliebenes Katzentrockenfutter.
    Nachts kontrolliert mindestens ein Igel den Katzentrog. Er hinterläßt seine Häufchen, die ich dann morgens entsorgen darf/muss.
    Liebe Grüße, Inge

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  6. Guten Morgen, liebe Irmi,
    wieder was Neues erfahren, danke schön, dass du mit dem Vorurteil aufräumst. Hier bei uns gibt es auch viele Elstern, sie sitzen in der Pferdewiese und plaudern lauthals miteinander.
    Liebe Grüße und einen schönen Tag dir
    Regina

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  7. Schlimm ist es wenn sie ein Nest draussen im Baum vor dem Schlafzimmerfenster bauen, weia, was können die einen Krach machen^^

    Schönen Tag und herzliche Grüsse

    N☼va

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  8. Hallo Irmi

    das war wieder sehr informativ. Ich habe wirklich auch angenommen, dass der Mytos um die diebischen Elsetr schon längst erforscht und bewiesen gewesen wäre - wie man sich doch täuschen kann

    lg gabi

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  9. Liebe Irmi,
    da kam es also zu einem Mißverständnis und die Elster in Mißkredit! Vielen Dank für den interessanten Post.
    Herzliche Grüße,
    Mella

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  10. Vor Jahren gab es bei uns einige Elstern - heute sehr ich nur noch selten eine. Dass sie gar nicht so 'diebisch' veranlagt sind, fand ich sehr interessant zu lesen. LG Martina

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  11. great !
    Greetings from Poland :)
    Katarzyna


    www.sajuki.blogspot.com

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  12. ...das habe ich gerade gestern in der Zeitung gelesen, liebe Irmi,
    aber das Gedicht kannte ich noch nicht...wenn ich mal keine Lust habe, den Baum abzuschmücken, stelle ich ihn auf den Balkon und hoffe auf die Elstern ;-)...

    wünsche dir einen schönen Tag,
    lieber Gruß Birgitt

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  13. Liebe Irmi,
    dankeschön für diesen interessanten und informativen Bericht. Ich habe jeden Tag Elstern im Garten. Es sind schöne große Vögel, die allerdings sehr ängstlich sind. Sie bekommen immer von mir Weintrauben ins Vogelhäus gelegt, die ihnen vorzüglich schmecken!

    Liebe Grüße
    Tina

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  14. Liebe Irmi,
    bei uns gibt es ungewöhnlich viele Elstern. Man kann sie manchmal früh zeitig, einander voll krächzend, auf der Straße sehen. Vielleicht sind sie ja doch diebisch. Es liegt möglicherweise daran, dass Elstern auch Nester ausrauben.
    Sehr interessant, Dein Post.
    Liebe Grüße von Anne

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  15. Ich denke, dass man der Elster oft unrecht tut! Sie sind richtig kluge Tiere und überlebenskünstler!
    Danke für diesen interessanten Einblick in die Welt der Elstern!
    Lg
    Manu

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  16. Das Gedicht ist einfach wunderschön und man glaubt, mitten im Geschehen zu sein, sieht die Elster, wie sie die Lamettafäden einsammelt, wirklich köstlich geschrieben. :-)

    Es ist schon merkwürdig, wie oft Menschen Tieren etwas andichten und man fragt sich, woher das kommen mag.
    Elstern sind wirklich sehr kluge Vögel, aber etwas Diebisches haben sie ja doch an sich, die hübschen Nesterräuber. *g*

    Liebe Grüße schickt dir
    Christa

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  17. Hallo Irmi
    Danke für den Bericht über die Elster, bei uns hier sitzen sie immer auf den Dächer.
    Schöner Gruss sendet dir Bea

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  18. Aaaaaaaaaaaaaber, selber habe ich in meinem Garten Elstern und die haben mir einen Heilstein geklaut, der auf dem Gartentisch lag und in der Sonne aufgeladen werden sollte.
    Die machen ein Krach.

    Liebe Grüße von Mathilda

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  19. Liebe Irmi, das Gedicht ist ja wundervoll! Hab vielen Dank dafür.
    glg Susanne

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  20. liebe Irmi,
    das Gedicht ist wunderschön, und Dein Post wieder sehr interessant.
    Auch bei uns bauen die Elstern immer wieder ihr Nest.
    liebe Grüße
    Gerti

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  21. Wieder etwas schlauer heute. Das Gedicht ist super. Wenn ich das Wort "diebische elter höre, dann muss ich immer an eine Kindersendung des DDr-Fernsehens denken. "Zu Besuch im Märchenland" Das lief Sonntags udn da wir in der Nähe der Zonengrenze wohnten, konnten wir das Ostprogramm empfangen. Dort gab es neben Pitti Platsch und Schnatterinchen auch eine Figur namens Frau Elster, die immer alles Mögliche klaute. Köstlich, die Geschichten.
    Gruß vonner Grete

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  22. Liebe Irmi,
    Es gibt jedoch viele solcher Fabeln die veralgemeint wurden ohne Grund...
    Ganz liebe Grüsse,
    Mariette

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  23. Für unsere Tochter hatten wir ein Pixibuch über die Elster, in dem es auch um die glänzenden Dinge ging.
    Ich wußte gar nicht, dass es Elstern noch gibt. Es vor ein paar Jahren erkannte ich das.
    Denn damals sahen wir keine, aber heute sind sie überall.

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  24. Liebe Irmi,
    schön erzählt, über die Elstern, früher dachte ich das auch,
    aber als ich sie mal erwischte, wie sie meine Wäscheklammern aus dem Körbchen,
    das ich draussen stehen habe, stibitzen wollten, hab ich gemerk, dass sie auch bunte Sachen mögen,
    um ihre Nester damit auszuschmücken, kann mir aber nicht vorstellen,
    dass die Wäscheklammern sehr bequem sind.
    Liebe Grüße
    Nähoma

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  25. Sie mögen zwar keine glitzernden Sachen klauen, aber wenn wir im Winter die Meisenknödel nicht festschrauben, kommen die Elstern wieder und nehmen den GANZEN Knödel mit. Also diebisch sind sie auf jeden Fall veranlagt.

    Liebe Grüße
    Arti

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Ich freue mich über jeden Kommentar und möchte mich auf diesem Weg recht herzlich dafür bedanken. Kommentare sind wie das Salz in der Suppe. Ohne fehlt sehr viel.