Montag, 17. November 2014

Dies und Das und unsere Kirchen


Am letzten Samstag fand in einer kleinen Dorfkirche die Hubertusmesse der Kreisjägervereinigung statt. Es nahmen auch einige Bläsergruppen der KJV teil. Es war ein sehr beeindruckender Gottesdienst. In diesem Gottesdienst wurde St. Hubertus, dem Schutzpatron der Jagd gedacht. Ich habe es nicht bereut, an dieser Messe teilgenommen zu haben.

Bei dieser Kirche handelt es sich um die Mosbacher Stiftskirche, einer Doppelkirche, über die ich schon ausführlich berichtet habe. In diesem Jahr war sie eine verlässlich geöffnete Kirche. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter haben von Mitte Mai bis Mitte Oktober ca. 5.500 Besucher gezählt, die aus unterschiedlichen Motivationen die geöffnete Stiftskirche  betraten.
Da waren einmal die Besucher, die in dem Raum die Stille suchten, das Gebet und oftmals auch Trost. Viele zündeten Gebetskerzen an. Viele haben auch die Gelegenheit genutzt, um in das ausgelegte Besucherbuch ihren Dank, ihre Bitten und auch ihre Sorgen zu schreiben.
Und dann gab es noch die Gruppe von Besuchern, die mit den Augen der Kunstliebhaber die Kirche und ihre Besonderheiten betrachten wollten und diejenigen, die die Baugeschichte der Kirche interessierte. Und fast alle Besucher wollten die  "Ökumenetür"  sehen.
Die geöffnete Kirche war eine wichtige Kraftquelle für die Besucher der Stadt, und die Touristen waren dankbar, auf ihrem Stadtrundgang freundlich begrüßt zu werden.



Wo auf dem Berg die öde Kirche steht,
Zertrümmert, ohne Dach, verwaist und stumm,
Die weiten, kalten Hallen ohn' Gebet,
Die Säulen blitzzerschmettert ringsherum —
Bei dem zerstörten Bau, im Abendschein,
Sitz' ich gar oft, bekümmert und allein.

Im ausgeraubten Kirchlein meiner Brust
Ist auch der Andacht Orgelklang verhallt,
Die eingesunk'nen Gräber alter Lust,
Sie stehn im Kreis herum so tot und kalt,
Doch durch die eingestürzte Kuppel bricht
Ein wunderbarer Strahl von Abendlicht.

Und eine Freude, die nicht weichen will,
Durchsummt das stille, blitzzerbroch'ne Haus,
Schlägt an die farb'gen Fenster geisterstill,
Und will nicht in die laute Welt hinaus.
Ein dunkler Falter ist's, ein Frühlingsgeist,
Der in des Herzens lichter Kirche kreist.
Alfred Meißner

Kommentare :

  1. ein wirklich sehr interessanter post liebe irmi!
    liebe montagsgrüße!

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  2. Ich liebe Kirchen, auch ohne ein Kirchgänger zu sein.
    Liebe Grüße zum Wochenbeginn
    von Anne

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  3. Lange war ich nicht mehr dort ... Dein Post ist schön, das Gedicht kannte ich nicht.
    Ja, Türen sollten offen stehen. Kann ich mir gut vorstellen, dass es viele interessiert.
    liebe Grüsse Irmi und eine schöne Woche
    Elisabeth

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  4. Hallo meine liebe Irmi,
    ja, Kirchen haben eine besondere Anziehungskraft ... ich schaue mir auch gern Kirchen und Kapellen an ....es gibt so wunderschöne Bauten,
    was mich auch immer sehr interessiert, sind die Orgeln ...das liegt wohl daran, daß meine Mama noch immer die Kirchenorgel spielt und ich so einen besonderen Bezug dazu habe ;O)
    Das Gedicht ist sehr schön!
    Ich wünsche Dir noch einen schönen gemütlichen Abend!
    ♥ Allerliebste Grüße, Deine Claudia ♥

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  5. Es ist so wichtig, dass Kirchentüren offen stehen, kann aber auch gut verstehen, dass man sich schützen will vor Raub & Zerstörung, denn leider werden religiöse Einrichtungen nicht mehr respektvoll behandelt. Das tut mir weh, denn es sind kulturelle Schätze, die wir Menschen mit Sorgfalt bewahren sollten!
    Ich hoffe, dir geht es recht gut!
    Herzlichst
    Astrid

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  6. Liebe Irmi,

    ein kleiner Piep aus meinem Umzugskarton :-). Ich mag Kirchen auch sehr gerne und immer wenn eine offen steht und ich ein bisschen Zeit habe wird sie auch betreten. Leider hatten wir ja keine Zeit in die Stiftskirche reinzugehen aber vielleicht das nächste Mal :-)).

    Herzliche Grüße
    Kerstin

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  7. Hallo Irmi,

    sehr interessant - ich besuche, wann immer die Türen offen stehen, in den Orten immer gerne die Kirchen und gehöre zu den Vertretern der "Offene Türen" These - leider sind noch immer viele Kirchen geschlossen unterhalb der Woche, schade.

    Liebe Grüße und eine schöne neue Woche wünsche ich Dir
    Björn :)

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  8. Liebe Irmi,
    Ja, Kirchen haben schon zweitausend Jahren lang die Menschen beschützt und eine Art von Wärme und Vorbereitung zum Himmel gegeben... Leider sind nicht alle regelmässig drinnen um sich mal ganz tief ins Herz zu schauen. Soviele Künstler haben alle ihr bestes gegeben an Malerei, Holz- oder Steinfiguren und auch Komponisten die himmlische Musik für unserem Schöpfer gemacht haben.
    Jeder sollte mal reinschauen und sich besinnen da es ja langsam "Abend" wird im Leben.
    Ganz liebe Grüsse,
    Mariette

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  9. doppelkirche im sinne der ökumene mit einer tür?
    "Ökumenetür"
    liebe irmi, hab ich verpasst, ein raum für alle oder nur eine besondere tür?
    an einer thomasmesse hab ich kürzlich teilgenommen.
    gotteshäuser sind immer beeindruckend!
    herzliche grüsse von der kelly

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  10. Ein wunderbares Gedicht hast du mal wieder als Untermalung für deinen interessanten post gefunden.
    Da freut ich die Grete ..
    Gruß vonner daselbst

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  11. I am an American man, and I have decided to boycott American women. In a nutshell, American women are the most likely to cheat on you, to divorce you, to get fat, to steal half of your money in the divorce courts, don’t know how to cook or clean, don’t want to have children, etc. Therefore, what intelligent man would want to get involved with American women?

    American women are generally immature, selfish, extremely arrogant and self-centered, mentally unstable, irresponsible, and highly unchaste. The behavior of most American women is utterly disgusting, to say the least.

    This blog is my attempt to explain why I feel American women are inferior to foreign women (non-American women), and why American men should boycott American women, and date/marry only foreign (non-American) women.

    BOYCOTT AMERICAN WOMEN!

    www.boycottamericanwomen.com

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Ich freue mich über jeden Kommentar und möchte mich auf diesem Weg recht herzlich dafür bedanken. Kommentare sind wie das Salz in der Suppe. Ohne fehlt sehr viel.