Freitag, 13. März 2015

Dies und Das über Almosen für Alkohol

Nach meinen Einkauf kam ich an einem bettelnden Obdachlosen vorbei. Soll ich ihm Geld geben, obwohl er so aussieht, als ob er von meinem Almosen sofort Alkohol kauft?
Man muss das ganze mal als Geschäft am Straßenrand betrachten. Da ist der Obdachlose. Der hält mir die Hand hin - ein geschäftliches Angebot: "Du gibst mir zwei Euro. Dafür gebe ich dir das Gefühl, ein guter Mensch zu sein." Ein Geschäfts kommt zustande, wenn ich das Angebot annehme. Ganz einfach, oder?
Aber da ist noch ein Dritter. Das Gewissen. Der Bewerter von Gut und Schlecht. Wenn ich einen Almosen gegeben habe, dann bewertet das Gewissen das. Es beurteilt, was der Obdachlose mit dem Geld macht. Alkohol kaufen: schlecht! Belegtes Brötchen kaufen: gut!
Aber ich bin nicht der Richter über den Obdachlosen. Wie er mit seinem Geld umgeht, ist seine Verantwortung. Und sobald ich den Tausch - gutes Gefühl gegen Geld - mit ihm gemacht habe, ist es sein Geld. Es sind keine leichten Entscheidungen. Aber ich muss bei solchen Entscheidungen immer an die Worte des englischen Reformators John Wesley denken:  "Bedenke, du wirst nach deinem Einsatz beurteilt und nicht nach deinem Erfolg." Darum gebe ich - wenn ich unsicher bin -  dem Obdachlosen Geld. Und wenn er das dann in Alkohol umsetzt....dann habe ich etwas Gutes tun wollen und leider keinen Erfolg gehabt.

http://www.ruhrnachrichten.de/storage/pic/mdhl/artikelbilder/lokales/rn/wtlo/witten/4039801_1_0808wt-Alkohol_Lutherpark.jpg 

Bettlers Klage
Bin einsam, schwach und alt,
Mich hüllen Lumpen ein,
Wie bläst der Wind so kalt,
Geht mir durch Mark und Bein.

Ich bettle vor der Tür,
Und hab ich lang gefleht,
So tönt es oft herfür:
»In Gottes Namen geht!«

Da fährt durchs hohe Tor
Ein Herr, – der Rosse Huf
Verstampfet seinem Ohr
Des Bettelmannes Ruf.

Die Dame wendt den Blick
Voll Ekel von mir; ach,
Mein schreckliches Geschick
Fühl ich dann siebenfach!
Nikolaus Lenau, 1824


Kommentare :

  1. Guten Morgen, meine liebe Irmi,
    ein zum nachdenken anregendes Thema, ja, man muß irgendwie abwägen , gut überlegen , es gibt solche und solche und nicht jedem würde man etwas geben...aber, Du hast das sehr gut geschrieben! Das Gedicht von Herrn Lenau kannte ich gar nicht. Danke dafür.
    Ich wünsche Dir einen schönen Tag und einen guten Start in ein hoffentlich sonniges Wochenende!
    ♥ Allerliebste Grüße, Deine Claudia ♥

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  2. Interessanter Gedanke! Wenn ich gebe, liegt das Nachher nicht in meiner Verantwortung. Meine Verantwortung ist das sehen und handeln
    Geniesse das Wochenende!
    Herzlichst
    yase

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  3. Ja, ich gebe auch, und wenn man mir hundertmal sagt "der kauft sich nur Alkohol und Drogen davon", ich gebe trotzdem, nur schon deshalb weil ich dankbar bin, nicht in solch einer schrecklichen Situation zu sein, und weil ich mir denke, dass er vielleicht doch ein Broetchen holt, und einen Kafffee dazu...

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  4. ... und nicht nach Deinem Erfolg - der Spruch gefällt mir sehr sehr gut! Denn das liegt nicht in meiner Hand.
    Eine Zeit lang hatte ich tatsächlich statt Geld etwas beim Bäcker gekauft :-)
    liebe Grüße von Petra

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  5. Tja, das ist wirklich immer ja und nein. Ist mir früher auch meist so gegangen, gerade wenn man dann den Obdachlosen auch schon angetrunken gesehen hat. Keine leichte Entscheidung die man wirklich für sich alleine fällen muss, egal wie es kommt. Schöner wäre es natürlich wenn es erst gar nicht so weit kommen würde, aber leider werden solche "Bilder der Armut" immer mehr.

    Ganz schlimm finde ich allerdings diese Bettlerbanden die auch momentan vom Festland (Ausland) nach hier schwappen. Richtig organisiert lassen sie Leute für sich betteln, morgens sozusagen "ausgesetzt" dürfen sie dann ihren "Lohn" an den Cheffe abgeben, oder auch die Frauen mit Babys im Arm...Hier ist die Policia ganz stark im Einsatz.

    Wünsche dir einen schönen Tag und sende viele Grüsse

    N☼va

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  6. Hallo Irmi,
    dein Eintrag macht wirklich nachdenklich. Ich ärgere mich auch immer, wenn ich Obdachlose sehe,
    die die Hand aufhalten und in der der anderen schon eine Dose Bier haben. Meistens überwiegt aber
    das Mitgefühl, weil ich mir immer Gedanken mache, was diesen Menschen so aus der Bahn geworfen hat.
    Lg und ein sonniges We.
    Sadie

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  7. durch meine wohnliche nähe zum bahnhof und der fast tägliche gang vorbei werde ich mit den problemen so oder so konfrontiert.
    in bremen hatte ich bereits einen stammgast, fragte ihn dann was er möchte, es war kaffee.
    hier wird gegrüsst und inzwischen unterhalten wir uns ab und zu wenn wir beide die zeit haben, veränderungen und tagesereignisse werden angesprochen. in einer kleinstadt gibt es keine offene bettelei, nur verdeckte not und einsamkeit, sehr vorsichtig bin ich im umgang mit der würde des menschen.
    ein lächeln oder freundliches wort hilft hier mehr...

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  8. Guten Morgen liebe Irmi,
    Dein Post ist aktueller denn je!
    Auch ich mache mir darüber öfter meine Gedanken.Überall sieht man diese armen Menschen sitzen. Manchmal habe ich ihnen schon eine Brezel gekauft, manche freuen sich, andere schauen nur ganz unverständlich.
    Liebe Grüße an Dich.
    ANi

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  9. Moin liebe Irmi,
    leider gibt es solche und solche. Ich habe schon zwei mal die Erfahrung gemacht, dass der angebotene Kaffee oder das Brötchen ausgeschlagen wurde. "Da nehme ich lieber das Geld" - also habe ich in dem Fall gar nichts gegeben, weder Kaffee/Brötchen noch Geld.
    Einmal wurde ich sogar von einem Obdachlosem belächelt als ich mein klingelndes Handy zückte - er hat ein weitaus moderneres sein Eigen genannt. Ich habe ihm trotzdem was gegeben und wir beide sind lächelnd unseres Weges gezogen. So ist die Welt. Ich habe von allem genug, aber ein altes Handy (mit dem ich nur telefonieren und SMS schreiben kann)...........
    Liebe Grüße, Inge

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  10. Ich habe auch immer meine Bedenken.....Mir ist passiert, dass meine belegten Brötchen, die ich für den Obdachlosen gekauft habe, in dem Mülleimer waren ( habe ich selber nach dem Einkauf gesehen )....Also fragt man sich immer wieder, was machen sie mit dem Geld....
    Schreckliche Situation....

    Liebe Grüße
    Gabi

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  11. Viele sind Alkoholkranke.
    Da helfen Brötchen und liebe Worte nichts.
    Sie bräuchten echte Hilfe, aber wer von uns kann die leisten ?
    Ich nicht, also hilft nur Geld, traurig, aber Realität.
    Ein Post zum nachdenken.
    Lieben Gruß


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  12. Eine Zeitlang saß bei uns vor Lidl immer jemand mit einem hübschen dunklen Schäferhund. Alles was er hatte, hatte er auf seinem Rad dabei. Ich war schon fast weg, ging zurück und sprach mit ihm. Auch über Alkohol. Ich sah, dass er keinen hatte und er hatte auch keine Fahne. Für den Hund kaufte ich Futter und er bekam Geld für ein gutes Frühstück beim Bäcker. Das ist Almosen, ich weiß, aber ein Zuhause konnte ich ihm leider nicht bieten und wenn einer bettelt, dem gebe ich in der Regel nichts.

    lG Swan

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  13. Liebe Irmi, das ist ein ehrlicher, toller Post. Ich habe auch selbst für mich den Eindruck, dass wir uns zum Richter machen, wenn wir statt Geld geben was zu essen kaufen. Und ich glaube, dazu haben wir kein Recht. Jemanden zu entmündigen, nur weil wir meinen zu wissen, was gut oder besser ist für den anderen. Ich finde das Zitat von John Wesley sehr schön und hilfreich.
    glg Susanne

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  14. Irmi, das ist ein toller und nachdenklich machender Post. Ich muss ehrlich gestehen, das mich der Alkohol abhält Obdachlosen Geld zu geben.

    lg gabi

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  15. Imi für Alkohol gebe ich nicht gerne etwas.. nur WARUM dieser Mensch nun Alkohol mag(als Trost..aus Frust) dass bleibt und oft verschlossen
    LG vom katerchen

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  16. Liebe Irmi, heute widmest du dich einem sehr heiklen Thema. Mir geht es da wie dir. Ich kann auch nicht einfach so an ihnen vorüber gehen. Wenn ich alleine bin, dann gebe ich immer. Anders sieht das aus, wenn mein Mann dabei ist, denn er hat dazu eine andere Einstellung. Aber es ist genau, wie du schreibst: Man beruhigt sein Gewissen, weiß aber, dass man nicht wirklich geholfen hat. Danke für diesen wertvollen Post! Martina

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  17. Liebe Irmi,
    ich gebe zu, dass in einer solchen Situation mich zu oft vom Pflichtgefühl verleiden lasse. So gebe ich um ganz schnell weiter zu kommen, weg vom peinlichen. Fast immer behalte ich diese Konfliktsituation noch länger im Kopf und frage mich immer wieder was richtig ist.
    Richtig ist doch, dass wir geholfen haben. Letztendlich entscheidet der andere was er mit seinen Almosen macht. Sein überlebungsinstink wird immer dafür sorgen, das nötigste an Nahrung (auch wenn nur gering und unausgewogen) dem Alkohol vorzuziehen.
    Ein Alkoholiker ist ein kranker Mensch, er hat es sich nicht ausgesucht.
    Verschenkt man Geld an einem Bedürftigen nicht Alkoholiker, fühlen wir uns zwar besser weil es nicht in Alkohol umgesetzt wird und die Sache ist für uns erledigt. Doch so oft wird auch dieses Geld für den größten Unsinn verbraucht.
    Wir glauben zu helfen, in den meisten Fällen ist es auch genau richtig, auch wenn wir es nicht so empfinden.
    Doch wie du so schön schreibst; das Geschäft ist erledigt. Gewissenskonflikte sollten ab diesem Moment an den Käufer übergegangen sein. Einen Menschen zu helfen soll Freude machen und nicht ein schlechtes Gewissen hervorrufen.
    Ganz liebe Grüße
    Ella



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  18. Liebe Irmi,

    ja das ist immer eine gute Frage, was macht man da, bei uns in der Gemeinde gibt es sowas Gott sei Dank nicht, in der Stadt da begegnet man schon öfter einem. Ich denk mir nur, viele haben sich dieses Leben selber ausgesucht und manche verdienen sich damit mehr, als vielleicht unsereiner hat am Tag.... ja und was er dann mit dem Geld macht, das kann man auch nicht beeinflussen.

    Mir fällt da immer das ein, wie ein Bekannter so einer Truppe mal was Gutes tun wollte und mit Kaffee und Brötchen ankam und die dann meinten, ein Bier wär ihnen lieber gewesen......

    Da fragt sich dann unsereiner, der lieber das Brötchen und den Kaffee hat sicher, was für eine Welt, wo man lieber Alkohol hat als was Gutes im Magen.....

    Ich wünsch dir einen guten Start ins neue Wochenende

    GLG Mela

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  19. Liebe Irmi,
    ich habe da auch immer ein schlechtes Gewissen, - in zweierlei Hinsicht: Man selbst hat, also gibt man etwas ab, um Gutes zu tun, tut es aber im Grunde genommen nicht, weil ja der Alkohol auch noch ins Spiel kommt. Es ist schon eine Zwickmühle. Aber vielleicht holt sich derjenige ja doch etwas zu essen. Die Möglichkeit besteht immer, also gebe ich.
    LG
    Astrid

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  20. liebe irmi, ein sehr interssanten und brisantes Thema hast du heute ausgesucht. aber ich gebe dir recht: wenn ich einem obdachlosen etwas geben will, wie ich "gutes tun möchte", dann ist es seine entscheidung, ober er trinkt oder ißt! mit wäre lieber, wenn er ißt ....
    alles liebe
    margit

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  21. Liebe Irmi, ich bin immer zwiespältig. Aber dein Post hat mich nachdenklich gemacht. Ich werde in Zukunft doch wieder mehr geben Eva

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  22. Liebe Irmi
    Ich kenne dies auch mit den Bettlern, ich höre auf mein Herz, immer geben kann man nicht, wegschauen geht bei mir halt auch nicht!
    Also wäge ich ab, habe ich für mich genug, ja, also gebe ich gerne etwas weiter!
    Schönes Wochenende wünscht dir Bea

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  23. Liebe Irmi,
    mir geht es in dieser Hinsicht wie Gabi. Ich gebe lieber Geld für Organisationen, die den Menschen helfen. Ein Thema, dass einen nachdenklich macht.
    LG Sabine

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  24. ein weitergeleiteter Kommentar von der Helga:

    Liebe Irmi

    Ich kann es auch nicht sehen wenn jemand auf dem Fußboden sitzt und die Hand aufhält. Ich gebe mit meinem guten Gewissen, dass er sich eine Freude bereitet, egal wie sie aussieht, eine Freude für ihn selbst, eine Zigarette, ein Stück Schokolade oder Alkohol, Freude muss empfunden werden. Wir tun es doch auch ohne darüber groß nachzudenken wenn wir mit einem Tulpenstrauss heimwärts ziehen. Für den Bettler sieht Freude eben anders aus. Ich gehe mit gutem Gefühl weiter, eine Freude bereitet zu haben. Liebe Grüße Helga

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    1. P.S.:

      Was ist außerdem so verwerfliches daran ein Bier trinken zu wollen? Stellen wir uns einmal vor einen Getränkemarkt und sehen zu wie viele, ja Massen gutbetuchter Leute ganze Kästen von Bier abtransportieren. Besonders wenn die Grillsaison wieder beginnt. Und... alle sind keine Bettler!

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  25. Die Leute, die Ihr betteln seht, sind nicht alle wohnungs- oder obdachlos. Das nur mal vorweg.
    Die Wohnungs- und Obdachlosen holen sich ihre Tagessätze bei der Stadtverwaltung und wissen auch, welcher Pfarrer/Pastor oder welche Kirchengemeinde das Geld noch "etwas locker" sitzen hat. Sie haben die Möglichkeit, sich im Tagestreff für wenig Geld Frühstück, Mittagessen, Kaffee zu kaufen. Die Tagessätze geben das locker her. Zudem können sie sich dort waschen/duschen und auch ihre Wäsche waschen bzw. gegen andere Kleidung austauschen.
    Ich steige täglich am Bahnhof aus dem Zug, sehe dort die vermeintlich Obdachlosen in Gruppen sitzen und stehen. Sogar Rollstuhlfahrer sind dabei. Sobald die Bahnhofsmission öffnet, sind sie dort und lassen sich versorgen.
    Diese Leute gehen regelmäßig in die (früher hießen sie so) Landeskliniken auf Entzug. Und genau so regelmäßig entlassen sie sich selbst, um schnell wieder auf die Straße zu kommen.
    Jeder Euro, der in Alkohol umgesetzt wird, beschleunigt den körperlichen Verfall dieser Leute.
    Ich verschenke ausschließlich Kaffee oder belegte Brötchen.
    LG

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  26. Genau wie Kinder ein Recht haben ihr Taschengeld in Schokolade umzusetzen hat es der Obdachlose um in Zigaretten oder Alkohol zu investieren. Gönnen wir ihm doch die kleinen Freuden, die seinen Alltag scheinbar erträglicher machen. Wir gönnen uns die Schokoladenpraline oder den Burger, die unsere Gesundheit ebenfalls auf lange Sicht ruinieren und der Obdachlose wählt eben die Dinge, die er bevorzugt. Glaub mir, er weiß, dass es schädlich ist und entscheidet sich trotzdem dafür.

    Liebe Grüße
    Arti

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  27. Obdachlose, und die kann man erkennen, sind nicht unbedingt selber schuld an ihrem Los. Als Pfarrsekretärin habe ich einmal 15 Jahre lang jeden Tag auch Obdachlose eingelassen und mit einem kleinen Betrag vom Pfarramt versorgt. Natürlich werden viele das Geld sammeln und in Alkohol umsetzen. Aber es waren auch nicht alle Alkoholiker, das muss auch mal gesagt werden. Viele hatten einfach auch gar nichts. Mir sind schlimme Schicksale begegnet, die auch belegt werden konnten. Du machst es völlig korrekt, wer sind wir, dass wir uns als Richter aufspielen könnten. Einfach mal einem Menschen einen kleinen Betrag zukommen lassen, uns tut es nicht weh und wir müssen auch nicht immer alles kontrollieren. Arti hat es sehr richtig gesagt!

    Liebe Grüße, Brigitte

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  28. Liebe Irmi,
    ja, das Dilemma kenne ich. Aber Du hast das völlig richtig gestellt. Das Thema Alkohol ist sowieso ein "rotes Tuch" für mich. Eine sogenannte Freundin hat sich als alkoholsüchtig herausgestellt und als die Dinge nach dem plötzlichen Tode meines Mannes nicht so liefen, wie sie es sich vorgestellt hatte (sie wollte bei uns einziehen), hat sie uns massivst nachgestellt und bedroht. Ihre Probleme sind alle "hausgemacht". Hier ist mein Mitleid dahin. Aber einem Obdachlosen etwas zu geben, ist wieder eine andere Angelegenheit.
    Wie vernünftig er mit seinem Geldsegen umgeht, entzieht sich unserer Kenntnis.........
    Liebe Grüße,
    Mella

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  29. Hallo Irmi,
    manchmal steckt da eine ganze Bettelmaffia dahinter, oder Betrüger. Denen geht es oft gar nicht so schlecht wie sie aussehen und ihre Gebrechen oder Behinderungen sind nur vorgetäuscht! Ich schaue immer erst zweimal hin und entscheide dann aus dem Bauch heraus...
    LG Heidi

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  30. es gab da mal einen Bettler oder Obdachlosen, der saß immer vor dem gleichen Geschäft. Jedesmal wenn ich mit meiner Tochter vorbeikam ( sie sitzt im Rollstuhl) wollte sie diesem armen Mann etwas geben. Jedesmal hat es mich 2 Euro gekostet die ich gerne bezahlt habe. ob für Bier oder andere Sachen war mir egal. An einem sonnigen Tag kamen wir wieder vorbei und Ramona bat um die 2 Euro, die sie dem armen Mann geben wollte. Während ich in der Tasche kramte, suchte der arme Mann in seinem Rucksack. Eine kleine Handtasche (sie hatte keinen großen Wert) holte er hervor und schenkte sie mit Tränen in den Augen meiner Tochter.

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  31. Liebe Irmi, dem Obdachlosen hätte ich auch Geld gegeben, denn was er damit macht, das weiß kein Mensch und einen Alkoholiker könntest du auch nicht vom Trinken abbringen, der bekommt irgendwie immer seinen Stoff. Somit hast du Gutes getan.
    Hab ein schönes Wochenende.

    Liebe Grüße von Mathilda ♥

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  32. Liebe Irmi,
    Solche Sachen sind immer sehr schwierig zu urteilen und können wir es überhaupt? Also geben mit ein gutes Gefühl Wir alle wissen nie den Grund weswegen sie so leben und es ist nicht an uns um darüber etwas zu sagen. Wie würden wir es in ihren Schuhen tun?
    Ganz liebe Grüsse,
    Mariette

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  33. Das ist eine interessante Betrachtungsweise. In ihr liegt viel Wahrheit. Wir haben auch wirklich nicht das Recht, den Stab zu brechen. Wenn wir geben, sollten wir es vom Herzen tun und nichts dafür erwarten, auch keine "Brötchenkäufe". Hätte er noch Hoffnung, würde er sicher etwas essen.
    Liebe Grüße von Anne

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  34. Liebe Irmi, ein interssanter Gedanke und ich falle mit meiner Meinung wahrscheinlich wieder mal aus der reihe...aber es ist meine Meinung....natürlich kann jeder in eine solche situation kommen, aber niemand MUSS in unserem Land auf der Strasse leben, es gibt Menschen die einem aus einer solchen Misere helfen oder man muss eben sich selbst aus der Misere bringen....weisst du mir hilft auch niemand, und ich bin mit Arbeit und Unterhalt nur 10 euro über dem Hartz4 Satz....
    darüber sollte man sich vielleicht auch mal gedanken machen....
    eine Bekannte von mir hilft ehrenamtlich solchen Menschen....sie besorgt Kleidung und Essen, verteilt das einmal die Woche....ich finde das toll, auf der anderen Seite wie schon geschrieben wurde, wenn ich dann dahin komme und die mit einer Fahne da stehen oder stinken wie nichts gutes....so muss kein Mensch leben, der das nicht selbst gewählt hat....und Menschen die Jahre auf der Strasse gelebt haben, sind ganz schwer wieder zu "intigieren"...

    Liebe grüsse
    merlina (die jetzt bestimmt wieder den "Hass" der anderen auf sich gezogen hat )

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    1. Liebe Irmi, danke für den Gegenbesuch...und das Kompliment <3...ich habe mal meine e-mail Adresse frei gemacht...und du darfst mir gerne persönlich schreiben...:)

      Liebe grüsse
      merlina

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  35. Liebe Irmi,
    ich weiß nicht so genau, wie es in Deutschland ist, in Österreich gibt es jedenfalls keinen "legal sich im Land befindlichen Nichtsesshaften", der keine Unterstützung aus öffentlicher Hand erhält, sofern er diese anstrebt. Ich weiß das so genau, weil ich früher mal in diesem bereich gearbeitet habe (und dann auch sah, wo die Unterstützungsgelder wieder "versoffen" wurden). Hierzulande und heutzutage sind die meisten Bettler von Schlepperbanden eingeschleust worden, und da ich das Schlepperwesen und illegale Zuwanderung nicht unterstützen möchte, gebe ich keinem Bettler etwas, auch wenn sie mir noch so leid tun. Man fördert damit etwas, das die Welt nicht besser, sondern schlechter macht...
    Happy Sunday und liebste Rostrosengrüße von der Traude

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  36. Das stimmt liebe Irmi , da bin ich auch immer unsicher und gebe dem Bettler nichts . Es kam vor Jahren mal ein um Almosen bittender Mann in den Laden , in dem ich gearbeitet habe , da ist meine damalige Chefin in ihre Wohnung gegangen und hat ihm Brote geschmiert . Was soll ich sagen , glücklich sah er damit gerade nicht aus . Der hätte auch lieber Geld gehabt . :)
    Liebe Grüsse Heike

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  37. Jaaaa, das ist immer die Frage, was mit dem Geld dann gekauft wird...ich schwanke auch immer - gebe ich oder gebe ich nichts?
    Lieben Gruß
    Gisi

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  38. Das ist wirklich ein ernstes Problem, liebe Irmi! Welche Entscheidung ist richtig? Natürlich möchte man als Gebende/r, dass er das Geld sinnvoll verwendet, zumindest, was wir als sinnvoll betrachten. Aber es ist letztendlich seine Entscheidung, für deren Konsequenzen er auch selbst verantwortlich ist.
    Ich lasse es einfach stehen, wie es ist. Ich gebe etwas mit Freuden und was er damit anschließend macht, das ist seine Angelegenheit.

    Liebe Grüße und eine schöne Woche für dich
    Christa

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  39. Liebe Irmi,

    ich möchte hier auch noch meine Meinung kundtun. Ich bin auch immer hin und hergerissen, gebe aber meistens eine Kleinigkeit. Ich gebe mit Freude und es ist mir egal was er damit macht. Ich fand es sehr interessant die ganzen Kommentare zu lesen.

    Alles Liebe
    Kerstin

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  40. Everyone should be able to live whatsoever.

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  41. ...gegen die persönliche Entscheidung des "Empfängers", was er mit dem "Gegebenen" letztendlich macht wird wohl der "Geber" nicht beeinflussen können - leider - aber bleibe du bei deiner Einstellung !!
    Schöne Woche,
    Luis

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  42. Ich finde Deinen Denkansatz prima und selbst wenn er Fusel für´s Geld kauft, hat er als erwachsenes Individuum das Recht auf Selbstentscheidung, -zerstörung und was auch immer.

    Nana

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  43. Hallo Irmi,
    ich hab ja schon soooo oft deine interessanten Kommentare bei Martina und einigen andren Blogs gesehen und dachte, irgendwann klopfst du auch mal bei Irmi an ;-)
    Was soll ich sagen, hier bin ich und dann auch noch zu solch einem allgegenwärtigen Thema.
    Dein Blog gefällt mir sehr gut und ich werde bestimmt noch öfter anklopfen.
    Tja das heutige Thema ist schwierig und z.B. bei uns im Saarland nicht zu pauschalisieren.
    Es gibt hier recht viele wirklich arme Menschen, denen aber auch, sofern sie diese Hilfe annehmen wollen oder können, geholfen wird.
    Was es allerdings hier viel öfter gibt sind Bettlerbanden. Vor Jahren war es in den umliegenden Städten so, dass man gaaaanz oft bettelnde, ausländische Frauen mit Kleinkindern in den Einkaufspassagen sitzen sah. Irgendwann war klar, dass es sich um organisierte Banden handelte und sobald auch nur in der Ferne Polizei gesichtet wurde, ertönte ein lauter Pfiff und schwupp waren sie alle an einem Sammelplatz und wurden dort von recht teuren Markenauto`s eingesammelt. Die KInder taten mir immer sehr Leid.
    Dies hat jetzt ein wenig nachgelassen, aber dennoch denke ich, dass es auch für arme Menschen nicht nötig ist, demonstrativ ihre Verstümmelungen zur Schau zu stellen um Almosen zu bekommen.
    Auch ich kämpfe oft mit mir den bettelnden Menschen was zu geben oder lieber nicht und entscheide mich meist spontan, zumal auch viele Gesichter kennt.
    Jetzt bin ich wieder weg und grüße dich noch
    gaaaanz <3lich :O)

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  44. liebe irmi,
    wieder ein spannendes thema.
    ich persönlich gebe immer was.
    ich finde immer wenn mich jemand um hilfe bittet, sollte ich helfen, völlig egal warum er in der situation ist und was er damit macht.
    in dem moment geht es mir besser als ihm, also helfe ich.
    nur bei den bettelbanden bleibe ich auch hart, das ist nicht gut und hat mafiöse strukturen, das will ich nicht fördern.
    auch bei meinen reisen versuche ich immer zu geben wo es möglich ist.
    wir mögen alle unsere sorgen und probleme haben, aber wir sollten auch wissen das wir zur minderheit gehören, dem größten teil der menschheit geht es wesentlich schlechter.
    in diesem sinne,
    liebste grüße aus bayern,
    dieter

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  45. Liebe Irmi,
    ich gebe Dir recht. Wenn ich schenke, will ich das nicht an eine Bedingung knüpfen. Trotzdem gebe ich nur, wenn ich den Eindruck habe, dass der Bettler nicht trinkt. Ich finde Betrunkene so abstoßend, nicht nur Bettler, alle anderen auch. Bettlern, die offensichtlich zu einer Bande gehören, gebe ich auch nichts (betrunken oder nicht). Ich stelle also doch bestimmte Bedingungen :-).
    Lieben Gruß
    Sabine

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  46. Liebe Irmi,
    Ich gebe eigentlich auch immer eine Kleinigkeit, aber leicht fällt es mir auch nicht immer. Ja dieses Thema ist kein einfaches und wird uns in nächster Zeit sicher noch sehr beschäftigen, toll das Du darüber schreibst.
    Lieben Gruß
    Barbara

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  47. Liebe Irmi,
    ich gebe auch, aber nicht den Schlepperbanden. Die sind oft extrem aufdringlich und nehmen spezielle Posen beim Betteln ein. Man findet diese Leute dann an zahlreichen Plätzen der Stadt. Sie belästigen teilweise in aufdringlicher Weise die Passanten.

    Und ich sehe es auch so, wie es hier in den Kommentaren zum Ausdruck kam, das ich gebe, gebe ich gern und das Danach liegt nicht mehr in meiner Verantwortung. Allerdings - wenn ich sehe, daß jemand Alkohol- oder Drogenprobleme hat, spreche ich denjenigen auch schon einmal an und gebe ihm ein Visitenkärtchen mit der Adresse einer Stelle, wo er Hilfe findet! Und kaufe dann lieber etwas zu essen für ihn. Ich weiß, nicht jeder nimmt sich diese Zeit bzw. will sie sich nehmen. Eigentlich traurig, wie achtlos die Menschen oft aneinander vorübergehen! Das ist aber in Wohnhäusern oftmals schon nicht anders. Selbst bei mehreren Parteien im Haus kennt oft einer den anderen nicht - man lebt aneinander vorbei und stirbt jemand im Haus, bekommt es wochenlang niemand mit!

    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende
    Sara

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  48. Liebe Irmi, da hast du wieder für ein nachdenklich machendes Thema gute Worte gefunden. " Man wird nach seinem Einsatz beurteilt...." , ein interessanter Gedankenansatz. Man weiß nie, welches Schicksal hinter dem einzelnen Menschen steht . Vor einiger Zeit stand bei uns ein Bericht in der Zeitung. Eine Woche lang hat ein Journalist mit Obdachlosen gelebt und darüber geschrieben. Bewegend....., beeindruckend.....
    Und ja.....ich gebe auch.

    Liebe Grüße
    Andrea

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  49. Amazing post again :) Love your blog <3
    Can you click in link in my last post ?:)
    http://kasjaa.blogspot.com/

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  50. Hallo Irmi,
    ich gebe Obdachlosen kein Geld. Sind sie Alkoholiker, dann unterstütze ich ihre Sucht und trage somit dazu bei, dass sie noch kränker werden. Ich würde ihnen also schaden.
    Bei Bettlern, denen man schon ansieht, dass sie zu einer organisierten Bettelbande gehören, weiß ich, dass sie das ganze Geld abgeben müssen. Sie hätten also nichts davon.
    Gerne Spende ich aber Hundefutter. Ich bin der Meinung, dass viele Bettler nur ihren Hund haben.
    Noch wichtiger finde ich Lebensmittel. Die gebe ich gern und mit gutem Gewissen.
    Liebe Grüße,
    Anette

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Ich freue mich über jeden Kommentar und möchte mich auf diesem Weg recht herzlich dafür bedanken. Kommentare sind wie das Salz in der Suppe. Ohne fehlt sehr viel.