Montag, 9. März 2015

Dies und Das und unsere Erde

ein Feld im Sommer 

Wenn der Frühling kommt, können wir ihn wieder wahrnehmen, den kräftigen Geruch der Erde. Wir treten eines Morgens aus dem Haus, schnuppern - und tatsächlich steigt aus dem noch kahlen Boden ein frischer Duft empor. Fast scheint es, als wolle die Erde die Blumen ankündigen, die sie bald hervorbringen wird.
Auch im Herbst riecht die Erde - aber viel würziger. Als enthielte sie den ganzen Sommer und seine Kräfte in sich.
Den Fuß aufsetzen, im Erdreich wühlen, sich der Länge nach hinlegen - die Erde gibt uns Halt und bleibt dabei doch bescheiden im Hintergrund. Wir vertrauen ihr ganz selbstverständlich.
Nur in der Sprache, da danken wir der Erde ihre Verlässlichkeit: "Ich bin geerdet", sagen wir, wenn wir uns stark und sicher fühlen und dabei ganz im Hier und Jetzt sind.
Und im Gebirge, da türmt die Erde sich auf und zeigt ihre wahre Kraft. Im Angesicht der Berge werden wir oft ganz klein und unbedeutend. Da rückt sie die Maßstäbe wieder zurecht und weist uns unseren eigentlichen Platz auf der Welt zu. Und das kann auch schön sein.

  • Ich komme aus der Ewigkeit
    Frühling war’s,
    dann heiße Sommerzeit,
    der Herbst bracht’ Frucht
    und Blätterfall
    und wilder Stürme Widerhall.

    Nun ist der kalte Winternebel da,
    verhüllt in eins, was fern und nah;
    mich deckt das Schneetuch
    der Vergessenheit,
    so fahr ich wieder in die Ewigkeit.
    Hans Thoma (1839 - 1924),

Kommentare :

  1. Guten Morgen, meine liebe Irmi,
    das hast Du so schön beschrieben. Ja, man kann ihn riechen, den Frühling, man kann die Natur riechen, wie sie aus dem Winterschlaf erwacht!
    Danke für den wider so schönen Post!
    Ich wünsche Dir einen guten Start in die neue Woche!
    ♥ Allerliebste Grüße, Deine Claudia ♥

    AntwortenLöschen
  2. Liebe Irmi
    schön deine Worte zum Frühlingserwachen und die Natur ist jedes Jahr ein Wunder und wir Menschen mitten drin um das zu erleben dürfen ... ich staune immer wieder und erfreue mich dran.
    Winter ade!
    Schönen Montag wünsche ich dir!
    Lieben Gruss Elke

    AntwortenLöschen
  3. Schön, wenn man sagen kann: Ich fühle mich geerdet und habe an dem Platz, an dem ich stehe, Wurzeln geschlagen. Das ist nicht selbstverständlich. Schön, dass du 'die Erde' riechst. Das ist vielen Menschen nicht (mehr) möglich! Danke für den gefühlvollen Post und deine Gedanken zu unserer Welt! LG Martina

    AntwortenLöschen
  4. Es wird wahrgenommen und dennoch wird sich leider täglich immer wieder an der Natur und somit der Erde "vergriffen". Wir sind nur die Gäste und sollten uns auch so verhalten.

    Liebe Grüsse

    N☼va

    AntwortenLöschen
  5. Wunderschön geschrieben.Ja man kann jede Jahreszeit riechen.Gerade jetzt riecht man den Frühling wunderbar.
    LG
    Nicole

    AntwortenLöschen
  6. ..... Faszinierend!
    Hier ist der Horizont hoch und von den Bergen eingerahmt. Ich geniesse die Bilder mit dem weiten, offenen Himmel sehr..
    Herzlichst
    yase

    AntwortenLöschen
  7. Hallo Irmi,
    Ich kann den Frühling riechen,
    auch bei uns ist es heute frühlingshaft.
    LG und stressarmen Wochenbeginn.
    Sadie

    AntwortenLöschen
  8. Liebe Irmi,
    sehr schöne Worte, ich warte auch auf den Frühling, der sich unaufhaltsam nähert.
    Ich wünsche Dir einen schönen Wochenbeginn.
    Liebe Grüße von Anne

    AntwortenLöschen
  9. Liebe Irmi, nun bin ich wieder da:-)
    Beim lesen Deines Posts kann ich die gute Erde fast riechen. Es ist wundervoll, wie sich der Frühling auch in unsere Nase schleicht, es macht die Frühlingswonne einfach perfekt.
    glg zu Dir,
    Susanne

    AntwortenLöschen
  10. moin irmi,
    so richtig hab ich den frühlingsduft noch nicht in die nase bekommen, alles vom winde verweht. der gesang der vögel ist dafür nicht zu überhören, die ruderboote waren bereits unterwegs auf der hamme und der storch hat gesellschaft im nest bekommen.
    übertroffen wird später alles für mich vom frischen heu...
    freu!
    ja, jede jahreszeit hat ihren speziellen duft.
    lg kelly

    AntwortenLöschen
  11. der Duft der Erde ja Irmi den mag ich auch.
    Gartenarbeit ist nun bald als Dauerbeschäftigung angesagt und da komme ich über das ganze Jahr mit dem DUFT in Brührung
    LG zum Wochenstart vom katerchen der schon in der FRÜH versucht hat hier einen Kommentar für dich dazulassen..ging nicht

    AntwortenLöschen
  12. in den Wald gehen und die Erde riechen, das tut mir in der Seele gut

    lg gabi

    AntwortenLöschen
  13. und ich dachte immer die Düfte liegen in der Luft :)) aber ich stimme dir zu, jede Jahreszeit besitzt einen ganz besonderen Duft, egal ob aus der Erde oder in der Luft

    Liebe Grüße und eine schöne Woche wünscht dir
    Arti

    AntwortenLöschen
  14. ...den Frühling zu sehen ist wunderbar, aber den Frühling zu riechen macht glücklich !!!
    Schöne, wohlriechende Frühlingswoche,
    Luis

    AntwortenLöschen
  15. Das ist ein tolles Gefühl, auf dem Rasen zu liegen oder sich in einen Blätterhaufen zu werfen oder im Gebirge zu sein und den Duft einzusaugen, der schöner nicht sein könnte und berauschender als jedes Parfüm.

    lG Swan

    AntwortenLöschen
  16. Liebe Irmi. Ich mag ihn auch, den Geruch der Erde. Ganz besonders im Wald, wenn es nach Moos riecht.
    Als Kind haben wir gern im Herbst im Laub geraschelt, im Winter im Schnee Schnee-Engel geformt, wir sind gern barfuß durch die Pfützen gehüpft nach dem Sommergewitter und im Frühjahr barfuß durch das Gras gelaufen.
    Liebe Grüße von Kerstin.

    AntwortenLöschen
  17. Liebe Irmi,
    wie recht Du hast: Erde ist etwas Gutes: wir können sie riechen und fühlen, begreifen!!!! Gerade im Frühjahr duftet es besonders gut, gell. Jedes Jahr im Frühjahr zeigt uns die Natur wieder ihre ganze Kraft!
    Ich wünsche Dir einen guten Wochenstart,
    liebe Grüße
    moni

    AntwortenLöschen
  18. Das ist eine schöne Ode an den Frühling, liebe Irma und nicht nur an ihn, du hast alle Jahreszeiten bedacht und eigentlich hat jede ihren ganz besonderen Reiz. Wir hüpfen von einer zur anderen und freuen uns doch stets auf das Neue, was kommt. Jetzt aber sind die zarten Farben, der zarte Duft angesagt und dennoch, habe ich deine Zeilen hier vom Herbst gelesen, steigt mir gerade der ganz würzig Duft der Erde in die Nase. :-)

    Ich schicke dir ganz liebe Abendgrüße und wünsche dir eine zauberhaft Frühlingswoche
    Christa

    AntwortenLöschen
  19. Liebe Irmi, das erlebe ich immer wieder in Norwegen. Dort riecht der Boden besonders, ich bin immer hin und weg, wenn ich dort bin.
    Nächste Woche geht es wieder los, ich freue mich so. LiebeGrüße Eva

    AntwortenLöschen
  20. das hast du wundervoll geschrieben liebe irmi!
    hab einen guten start in die woche!

    AntwortenLöschen
  21. Liebe Irmi,
    gerade heute Nachmittag hatte ich herrlichen Erdeduft in der Nase. Der Bauer was dabei seinen Acker zu für die Saat zu richten.
    Ein schönes Gedicht.
    Ich wünsche dir einen schönen Abend.
    Herzliche Grüße
    Alex

    AntwortenLöschen
  22. liebe Irmi,
    das hast Du wunderbar beschrieben, so war auch das Wochenende - wunderschöne, nach Frühling duftende Tage!
    Ich wünsche Dir eine schöne Frühlingswoche
    liebe Grüße
    Gerti

    AntwortenLöschen
  23. Welch wunderbare Gedanken, liebe Irmi. "Im Erdreich wühlen" ... jaaa, das geht nun wieder los. Wie ich mich darauf freue.

    Danke für deinen lieben Besuch. Ich wünsch dir eine schöne Vorfrühlingswoche und lass auch einen lieben Gruß für dich hier,

    die Waldameise

    AntwortenLöschen
  24. Let's SPRING forward together. Love your idea Irmi.

    AntwortenLöschen
  25. ja - das ist mir auch schon aufgefallen. Die Erde riecht nicht immer gleich. Ich mag den Geruch der Erde.
    Wieder ein interessanter Text Irmi ... auch das Gedicht.

    Herzliche Grüße von Heidi-Trollspecht

    AntwortenLöschen
  26. Das ist tatsächlich so, dass die Erde anders als im Herbst riecht und bei der Gartenarbeit nimmt man den Geruch noch intensiver wahr. Selber schaffe ich meinen Garten nicht mehr, da der Rücken arge Probleme macht, aber ich habe Hilfe.

    Eine gute Woche wünsche ich dir ♥ Mathilda

    AntwortenLöschen
  27. Liebe Irmi,
    Dein Post gefällt mir u d ich bekam Sehnsucht, denn inmitten einer Großstadt, umgeben von Wolkenkratzer soweit das Auge reicht, vermisse ich so sehr den Geruch frischer Erde.
    Aber so ist das Leben, man kann nicht alles haben.
    Sei ganz lieb gegrüßt und fest umarmt
    Ella

    AntwortenLöschen
  28. Liebe Irmi,
    Hoffentlich bleibt das Schneetuch ein lange Weile fort bei euch. Nichts is so lieblich als der Frühling mit seinem Blüten und ja wenn die Erde wieder aufwärmt riecht man sie wieder.
    Liebe Grüsse,
    Mariette

    AntwortenLöschen
  29. Der Frühling verlockt und die Erde ist bereit etwas sprießen zulassen. Ja, ist ganz herrlich!
    Liebe Grüße von Heidrun

    AntwortenLöschen
  30. Das ist schon so, daß es im Frühling mitunter anders riecht. Nach einem Regen kann es aber auch später im Jahr noch so riechen, wir sprechen dann von "Mairegen" - dabei müssen bestimmte Faktoren zusammenspielen. Im Winter jedenfalls tritt dieser Geruch niemals auf.

    In der Erde wühlen hat so seine zwei Seiten - ich mache es auch nicht mehr allzu gern .... weil ich gerade die Kommentare lese .... wenn man erst Handprobleme hat, ist Gartenarbeit nicht mehr so sehr toll. Aber eine Weile gebe ich mir und dem Garten noch ...
    Man kann eben nicht alles haben, wie Ella auch schreibt ... und muß fortwährend neue Entscheidungen treffen ...

    Liebe Grüße auch hier
    Sara

    AntwortenLöschen
  31. Hallo Irmi,

    Versuch Nummer 2, irgendwie wollte mich das Kommentarsystem nicht haben tststs ;)
    Ich stimme Dir völlig zu, dieser Geruch nach frischer Erde - manchmal denkt man gar nicht dran und plötzlich kommt dieser Geruch in die Nase, da werden bei mir immer Erinnerungen an die Kindheit wach, vor der Tür auf der Erde spielen mit Matchboxautos oder kleinen Baggern :)

    Liebe Grüße
    Björn :)

    AntwortenLöschen
  32. Hallo Irmi,
    Herzliche Grüße an den Neckarstrand.
    Gefällt mir das Gedicht von H. Thoma.
    Die ganze Woche schon auf meinen Wanderungen und Spaziergängen
    signalisiert mir die Umgebung und die Natur, der Frühling steht vor der Tür.
    Obwohl die ganzen Tage ein mehr oder weniger unangenehmer kühler Ost bis Südostwind zu beklagen ist.
    Auch heute ist er mir zeitweilig, besonders oben auf dem Berge, unangenehm um die Ohren geweht.
    Nun ist schon wieder Freitag und nochdazu ein 13.
    Wünsche dir deshalb ein schönes Wochenende.
    VG
    Oskar

    AntwortenLöschen

Ich freue mich über jeden Kommentar und möchte mich auf diesem Weg recht herzlich dafür bedanken. Kommentare sind wie das Salz in der Suppe. Ohne fehlt sehr viel.