Mittwoch, 29. April 2015

Dies und Das über die geliebten Bücher

Bücher sind kein geringer Teil des Glücks.
Die Literatur wird meine letzte Leidenschaft sein.
(Friedrich II., der Große)


Ziemlich am Ende der Straße liegt die Buchhandlung, die ich so liebte. Mit ihren alten Regalen und ihrem heimeligen Flair wirkte sie ein wenig wie ein Antiquariat oder eine Bibliothek. Im ersten Stock dieses traditionsreichen Ladens befand sich eine kleine Sitzecke. Dort konnten Buchliebhaber tatsächlich stundenlang sitzen - den zauberhaften Geruch nach Papier und Holz in der Nase. Die einzige Gegenleistung, die der betagte Buchhändler verlangte: Ein wenig in der Buchhandlung auszuhelfen, Bücher einsortieren, Regale abstauben....
Das Beispiel zeigt: Bücher können genauso heimelig sein wie ein Bett. Zwischen den Seiten versinkt die Seele und taucht ein ins Land der Fantasie. Wer Bücher liebt, weiß, welche Geborgenheit sie schenken können.
Nun gibt es sie nicht mehr, diese Buchhandlung. Mit dem Tod des alten Herrn ist etwas erloschen, was Unwiederbringlich ist. Nicht nur ich trauere dieser Buchhandlung nach.



Vielleicht haben wir von allen Kindheitstagen diejenigen
am intensivsten durchlebt, von denen wir glaubten,
wir hätten sie nutzlos vertan: die nämlich, die wir mit der
Lektüre eines Lieblingsbuches verbrachten.
(Marcel Proust)

Kommentare :

  1. Guten Morgen, meine liebe Irmi,
    oh ja, die guten alten, kleinen Buchläden, es gibt sie nur noch selten. Vor vielen Jahren hab ich auch in einer Buchhandlung gearbeitet, aber nur übergangsweise, es war einfach eine wundervolle Arbeit! Und ganz früher, al ich noch ins Gymnasium ging, habe ich in unseren Dorf einige Jahre die Dorfbücherei geführt ...ein Leben ohne Bücher, das könnte ich mir nicht voestellen....
    Ich wünsch Dir einen schönen und glücklichen Tag!
    ♥ Allerliebste Grüße, Deine Claudia ♥

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  2. in unserer mobilen zeit gewinnen die ladenketten und die gutscheine ;).
    eine *schatulle* gibt es zum glück noch hier im ort!
    lg kelly

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  3. Schade das so alte Läden keine Nachfolger haben , liebe Irmi , geht doch immer ein bisschen Nostalgie verloren . :)
    Liebe Grüsse Heike

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  4. Hallo Irmi,
    auch ich würde den Verlust dieser Buchhandlung betrauern. Schon als Kind war ich gerne in Büchereien und Bibliotheken. Mit dem Lesen meiner Bücher erschloss sich mir eine andere Welt. Ich konnte stundenlang abtauchen in die spannende Handlung meines Buches, sehr zum Leidwesen der Mutter. Sie stöberte mich immer wieder beim Lesen an den unmöglichsten Orten auf, damit ich bei der Hausarbeit helfe.
    Auch Lexika und Fachbücher waren vor mir nicht sicher.
    Liebe Grüße von Ingrid

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  5. verstehe/FÜHLE was da verloren ist Irmi..SCHADE
    LG vom katerchen

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  6. Hola Irmi,

    finde ich auch sehr schade wenn solch alteingesessene Geschäfte ihre Pforten schließen müssen weil sie keine Nachfolger finden. Wirklich ein Verlust, denn diesen Charme kann kein Tablet und Reader (oder wie sie auch alle heißen) ersetzen. Für mich muss nach wie vor ein Buch in der Hand liegen, einfach das Gefühl ist unbeschreiblich.

    So wie du ihn beschreibst wäre als Nachfolger da noch ein Bücherreicafé bestimmt eine klasse Alternative gewesen....

    Ist das obere Foto auch dort im Laden gemacht???? Also da so eine Ecke mit einzubringen....schön bei einem Tässchen Tee....ha, meine Fantasie wieder ;-)

    Hab einen schönen Tag und viele Grüsse

    N☼va

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    1. ...schade dass du hier nie antwortest wenn man eine Frage stellt ;-)

      Saludos

      N☼va

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  7. Liebe Irmi,
    schade um den schönen Buchladen !
    Kein Wunder, dass Du dem nachtrauerst.
    Was kommt nun in die Räumlichkeiten des Geschäftes ? Eine Döner Bude oder ein Ein Euro shop ?
    Liebe Grüße
    Käthe

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  8. Guten Morgen liebe Irmi,
    das ist traurig, ich kann dich gut verstehen! Schade um die wunderbare Buchhandlung,

    herzliche Grüße
    Regina

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  9. Dieser Buchladen sah ja toll aus. Darin hätte ich mich auch wohl gefühlt. Hoffentlich hat sich jemand gefunden, der diese Schätze bewahrt. Möglicherweise so jemand wie der Sammler, der die Ladenstraße aufgebaut hat, von der ich in meinem letzten Blogartikel berichtet habe.
    Auch ich liebe Bücher. Manchmal fällt es bei der Lektüre schwer diese Welt, die sich dann im Kopf zusammengebaut hat, zu verlassen.
    Ich wünsche Dir einen schönen und angenehmen Tag
    LG
    Astrid

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  10. Liebe Irmi
    schade um solche Geschäfte mit scharm. Leider ist es auch bei uns im Städtli so, dass immer mehr kleine Geschäfte schliessen und daraus Büroräume werden. Wirklich schade...
    ich wünsche dir einen sonnigen Tag
    Eveline

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  11. ein weitergeleiteter Kommentar:

    Liebe Irmi,
    da muss er einfach dazu heute, mein Senf, wie der Bayer oder Franke sagt. Ein Buch hab ich mir übers Antiquariart besorgt das da heißt "Ein Baum wächst in Brooklyn". Frag mich nicht warum und wieso ich darauf gekommen bin, ich hab es woanders gelesen, dass es eine Mutter erzählt hat dieses Buch früher gelesen zu haben und es ihrer Tochter, einer Leseratte, empfohlen hat. Es stammt aus den 50iger Jahren und die Protagonistin Francie Nolan war sehr arm, musste immer zur unfreundlichen Frau in die Bibliothek gehen um sich jeden Samstag für die Woche einzudecken, denn sie hatte sich mit ihren 10 Jahren zum Ziel gesetzt jeden Tag ein Buch zu lesen. Dann sammelte sie Schrott und Zigarettenpapierchen und kaufte sich davon Pfefferminzwaffeln mit rosa und weißer Füllung, nahm sich Eiswürfel in ein Glas Wasser und kletterte zu ihrem Fenster hinaus auf die Feuerwehrleiter und in den riesigen Baum der dort stand und bis zur Hausfassade reichte. Nahm ihr Buch und las und las und las! Ist das nicht schön? Auch ich kletterte als 10 jährige oft in unseren Kirschenbaum mit einem Pucki Buch von Magda Trott und las dort (aber nicht lange, ich erinnere mich, es war sehr unbequem und der Allerwerteste war nicht lange damit einverstanden). Übrigens dieses Buch ist ganz ganz wunderbar, vielleicht hat es jemand sogar im Regal stehen, vielleicht Eltern oder Großeltern. Stöbern gehen lohnt sich. Noch einen sonnigen Tag wünscht Dir liebe Irmi, Helga die Bärenoma

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    1. hallo Helga - die Bärenoma,
      Die Pucki -Bücher,! ich hatte sie alle und war so stolz darauf. Jedes Jahr gab es eins zum Geburtstag und zu Weihnachten von meiner Lieblingstante. Ich saß immer irgendwo stundenlang im Schatten auf der grünen Wiese und habe diese wunderschönen Bücher bestimmt mehrmals gelesen.
      liebe Grüße
      Gerti

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  12. Liebe Irmi,

    das ist traurig, und ich kann dich gut verstehen. So einen kleinen Buchladen mit Sitzecke kann ich mir gut vorstellen. Leider sind sie in dieser schnelllebigen Zeit Mangelware. Dabei sollten wir doch öfter einmal inne halten.

    Allerbeste Grüße

    Anke

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  13. ich hatte als kind auch immer mein lieblingsbuch :)
    liebe mittwochsgruesse!

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  14. Das ist sehr traurig. Schade, dass es nun im Buchladen zu Ende ging ...
    Hier gibt es das auch nicht mehr so wie früher. Das vermisse ich schon, ich liebe Bücher, alte Buchläden.
    liebe Irmi, ich lasse Dir herzliche Grüsse hier
    Elisabeth

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  15. Hallo Irmi,

    wieder ein Stück liebgewordener Alltag verloren gegangen. Die Buchhandlungen haben es nicht einfach in unserer digitalen Welt.
    Hier in der Stadt sind auch die meisten bereits geschlossen, früher waren sie an jeder Ecke.

    Es rentiert sich wohl nicht mehr als Vollerwerb, leider.

    Liebe Grüße in der Mitte der Woche
    Björn :-)

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  16. Auch bei uns haben die winzigen Buchläden geschlossen, nur noch ein oder gar zwei Buchhandlungen gibt es bei uns.

    Alles Liebe von Mathilda ♥

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  17. Ein Satz deines Postes hat mich ganz besonders beführt, und zwar dieser: 'Zwischen den Seiten versinkt die Seele und taucht ein ins Land der Fantasie'. Sehr schön!!! Buchläden - wie der, von dem du uns heute erzählst, würden wohl keinen Bestand mehr haben in unserer heutigen Zeit. Und da passt dann wieder der Spruch: Alles hat seine Zeit! LG Martina

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  18. Das ist wirklich schade, dass es diese alte Buchhandlung nun nicht mehr gibt, liebe Irmi. Für viele war sie ein zweites Stück Zuhause, ein Plätzchen zum Stöbern und sich einfach wohlfühlen.
    Zwar gibt es in den großen Läden heute ja auch Leseecken, aber die können in punkto Gemütlichkeit nicht mithalten mit der, von der du gerade berichtet hast.

    Liebe Abendgrüße schickt dir
    Christa

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  19. Das ist wirklich schade ,Irmi, und traurig!
    Meine Schwiegertochter arbeitet in einer Bücherei, da kann man noch sitzen und lesen, sogar Kinder kommen.
    Buchläden gibt es noch zwei bei uns in der Nähe aber so schön mit Leseecke ,nee, und auch nicht gemütlich.
    Lieben Gruß zu Dir, Klärchen
    Habe Dir noch etwas zu meinem gedicht geschrieben unter kommentar

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  20. liebe Irmi,
    das ist wirklich schade, auch dass es niemanden mehr gibt, der diesen Laden weiterführt.
    Ich konnte auch nie an solchen faszinierenden Läden vorbeigehen, irgendein Buch gab es da immer für mich.
    liebe Grüße
    Gerti

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  21. Liebe Irmi,
    ja das tut weh und man vermiss so einen Laden wirklich schmeherzlich. Vor allem sind diese alten Herrschaften so belesen, man kann immer einen Tipp bekommen. LG Eva

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  22. Hallo Irmi,
    Ja, da kann ich mich nur den anderen anschließen: gemütliche Leseecken in alten verstaubten Büchereien wird es bald nicht mehr geben. Sehr schade!
    Ich selbst kaufe kaum Bücher. Ich leihe sie mir in unserer Stadtbücherei aus. Die Bücherei ist im Hann. Mündener Welfenschloss untergebracht. Man kann dort auch in gemütlichen Ecken lesen und den Blick über die Altstadt schweifen lassen.
    Aber wie es so ist mit den schönen Dingen. Aus Geldnot denkt die Stadtverwaltung ernsthaft darüber nach, die Bücherei zu schließen. In mir wird dann ein kleiner leerer Fleck zurückbleiben, der sich durch ein E-Book nicht schließen lässt.

    Zum Kommentar von der Bärenoma Helga:
    Die Puckibücher von Magda Trott habe ich als Kind auch verschlungen. Ich hatte alle Bände, sie wurden immer wieder hervorgeholt und heiß geliebt.

    Dir, liebe Irmi,
    einen schönen Abend und herzliche Grüße,
    Anette

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  23. It has been a nice to go and read up, nowhere like it, thanks Irmi.

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  24. Hallo Irmi,
    Da kann ich dir nur beipflichten. Die Bücherliebe kann sehr ausgeprägt sein und verliert sich normalerweise ein
    Leben lang auch nicht. Meine Bücher wollte ich auch nicht missen. Ja, und alte Buchhandlungen haben es mir auch angetan.
    Nur leider verschwinden sie immer mehr.
    In Karlsruhe gab es früher ja etl. leider haben viele auch schon dicht gemacht.
    Besuche die Klosterbuchhandlung im Kloster in Maulbronn auch immer wieder gerne.
    VG
    Oskar

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  25. Liebe Irmi,
    Ja so etwas tut weh aber leider verliert die Welt heutzutage vielen Lesern so wie wir es immer getan haben so wird nicht mehr durch allen gelesen... Schade ist es!
    Ganz liebe Grüsse,
    Mariette

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  26. Liebe Irmi,

    ich kann dich und deine Traurigkeit über das Verschwinden dieses Ortes gut verstehen, auch wenn ich niemals eine so behagliche Lieblingsbuchhandlung hatte.
    (Aber mein Mann hatte als Kind und Jugendlicher eine, in der eine alte Frau verkaufte, die deinem alten Mann vermutlich ähnlich war.) Bücher waren und sind auch mir ein wichtiger Rückzugsort, ein zweites Zuhause, ein Abenteuerspielplatz, ein Gedankensammelschränkchen… „Zwischen den Seiten versinkt die Seele und taucht ein ins Land der Fantasie.“ – das hast du wunderschön ausgedrückt!
    Ich wünsche dir einen schönen Feiertag und ein erholsames und gemütliches erstes Mai-Wochenende!

    Herzliche Lachfaltengrüße von der Rostrosen-Traude

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  27. tja ... uns stören die Bücher inzwischen optisch, weil sie so unterschiedliche Buchrücken haben. Es ist sicherlich die allgemeine Überreizung in der heutigen Zeit, überall Lärm, überall so viele optische Eindrücke und dann erzeugen wir diese auch noch selbst .... da hat man es im Wohnraum gern ruhig und nicht zu viele Farben ...
    Früher dachte ich auch immer, in einer Bibliothek leben zu können ... nach wie vor sind mir Bücher sehr wichtig, aber ich möchte sie nicht ständig vor Augen haben müssen.
    Es ist jedenfals sehr schade, daß es diese Buchhandlung mit dem Tode des alten Herrn nicht mehr gibt, liebe Irmi. Ähnliches gab es auch in unserer Stadt. Vor vielen vielen Jahren starb der Besitzer der kleinsten Buchhandlung über 90jährig. Es geht seitdem zwar weiter, aber es ist nicht mehr dasselbe wie davor ...

    http://de.wikipedia.org/wiki/Antiquariat_am_Burgplatz

    Allerdings - Geborgenheit würde mir durch Bücher eher nicht zuwachsen, ich finde, die erhält man nur durch menschliche Verbindungen oder durch den Glauben an Gott/Jesus.

    Liebe Grüße
    Sara

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  28. Ja es ist wirklich schade um solch schöne Fleckchen.
    Schade auch, dass sich kein Nachfolger fand.
    Kennst du das Sprichwort:
    Bücher sind wie gute Freunde, man hat nie genug davon.
    :O) .....

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  29. Wie schade! Klar kann man bald wo Bücher kaufen oder bestellen, aber es ist ganz etwas anderes in einer Buchhandlung, in der man sich wohlfühlt, zu stöbern. Allerdings gehen da bei mir immer mehr Bücher mit als ich ursprünglich vor hatte zu kaufen! :)
    Liebe Grüße
    Mary

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Ich freue mich über jeden Kommentar und möchte mich auf diesem Weg recht herzlich dafür bedanken. Kommentare sind wie das Salz in der Suppe. Ohne fehlt sehr viel.