Freitag, 17. April 2015

Dies und Das und der Dank

Wer sich ganz dem Dank entzieht, 
der erniedrigt den Beschenkten.
(Franz Grillparzer)


Der Philosoph Friedrich Nietzsche hat recht wenn er sagt: "Man darf wohl eine Bitte abweisen, aber nimmermehr darf man einen Dank abweisen oder, was dasselbe ist, ihn kalt und konventionell annehmen. Dies beleidigt tief." Wer mit seinem Dank schlecht umgeht, hätte besser gar nichts getan, um diesen Dank überhaupt zu bekommen.
Der Verdacht könnte naheliegen, dass jemand, der verächtlich mit dem Dank eines anderen umgeht, von diesem anderen in Wirklichkeit noch mehr Dankesbezeugungen erwartet. "Ist doch nicht der Rede wert, lassen Sie nur", zeigt sich der Geber großmütig, woraufhin der Empfänger nicht anders kann, als auf seinen Dank noch eins drauf zu setzen: "Doch, doch, unbedingt, wie kann ich mich revanchieren..." Das kann u.U. endlos hin und her gehen. Äußerst unangenehm.
Auch mir ist es schon so ergangen. Mir war es oftmals peinlich, wenn sich jemand bedankte und ich winkte ab. Heute mache ich das nicht mehr: Ich nehme jeden Dank freudig entgegen. Und ich sehe die Freude in den Augen des Beschenkten. Das macht auch mich froh.

Kommentare :

  1. Guten Morgen, meine liebe Irmi,
    ein sehr schöner Post, und Deine letzten Sätze sagen es genau richtig!
    Dazu fiel mir noch ein Spruch ein:

    Dankbare Menschen sind wie fruchtbare Felder; sie geben das Empfangene zehnfach zurück.

    August von Kotzebue (1761 - 1819)

    Ich wünsch Dir einen wundervollen Tag und ein schönes und sonniges Wochenende!
    ♥ Allerliebste Grüße und alles Liebe, von Herzen, Deine Claudia ♥

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  2. Guten Morgen Irmi,

    darüber habe ich noch nicht nachgedacht, aber Du hast Recht.
    Danke für diesen lehrreichen Post.
    Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende.

    Viele Grüße
    Nachtfalke

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  3. Liebe Irmi, komisch eigentlich, warum uns das manchmal unangenehm, wenn nicht gar peinlich ist, wenn sich jemand dafür bedankt, dass wir ihm eine Freude gemacht haben. Es lohnt sich auf jedenfall, darüber nachzudenken und deswegen: Danke, liebe Irmi,
    dass Du dieses Thema angeschubst hast:-)
    glg zu Dir und ein schönes Wochenende,
    Susanne

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  4. Ein Danke sollte von Herzen kommen oder anders formuliert werden. Alles was nicht echt ist, kann ja keinen Segen bringen.
    Leider ist es mit der Annahme von Entschuldigung, Bitte um Verzeihung, genauso. Auch die sollte angenommen werden, denn wer ein hartes Herz hat, wird sicher niemals zu Gott eingehen (können). Allein das wird es verhindern.
    Danke für immer neue Anregungen, Irmi.

    Grüße von Swan

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  5. moin irmi,
    anerkennung in form eines dankes *kann* so wie du schreibst leicht unangenehm werden.
    der ton macht auch in diesem falle die musik, ist es mit liebe bedacht oder nur ein akt der höflichkeit...
    meine reaktion fällt dann auch ehrlich aus, erfreut oder - war selbstverständlich.
    viele angenehme begegnungen wünsche ich dir und ein wochenende mit freuden und freunden!
    lg kelly

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  6. Moin liebe Irmi, hier bei uns in Norddeutschland kommt auf "Danke" oft die Antwort "Da nicht für". Ich mache das auch - gerade weil ich ein Danke nicht unbeantwortet lassen will. Und dies "da nicht für" ist erst mal falsches deutsch und zweitens nicht so gemeint wie es für Nichtnorddeutsche rüber kommt.
    Ich sage gern und oft Danke, ob es für zurückgegebenes Wechselgeld, Tür aufhalten oder andere alltägliche Kleinigkeiten ist. Auch bedanke ich mich mit einem kurzem Nicken und einem Lächeln bei Autofahrern, die für mich am Zebrastreifen halten oder mir die Vorfahrt lassen. Das zaubert so manches mal auch ein Lächeln auf das Gesicht des Gegenübers.
    Liebe Grüße, Inge

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  7. Einen schönen guten Morgen Irmi -

    mir kam dazu der Gedanke, dass ein Dank so überwältigend sein kann, dass er sprachlos macht.

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  8. Dann möchte ich mich jetzt unbedingt bedanken, durch deinen Blog Inspiration für einen neuen Aphorismus bekommen zu haben, den es dann hoffentlich bald bei aphorismen.de zu lesen gibt

    lieben Gruß von Sophie

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  9. Liebe Irmi,
    mir ging es da wie dir wenn sich bei mir jemand bedankte. Heute nehme ich den Dank eines anderen mit frohem Gesicht an und freue mich darüber, denn es ist wichtig den Dank eines anderen anzunehmen. Meine Mutter konnte das nie und ich übernahm es wohl eine Zeit lang. Wenn man ihr etwas schenkte kamen immer Sätze wie..."dass ist nicht nötig"...."wäre schöner wenn man keinen Streit hätte"..."man hätte doch kein Geld ausgeben sollen" usw. Solche Reaktionen können je nach Anlass sehr verletzend sein.
    So wie Geben und Nehmen ein Geschwisterpaar sind...so ist das Dankeschön sagen und den Dank annehmen dies genauso.

    Hab eine tolles Wochenende ob mit oder ohen Sonne.
    Herzlichst
    Julia

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  10. Hallo Irmi,
    gut das du darauf aufmerksam machst. Ich werde in Zukunft auch eher darauf achten und "Dankend annehmen!"
    LG Heidi

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  11. Liebe Irmi,
    das Danken ist ein Geschenk - und ich habe es schon sehr früh als solches begriffen.
    Darum danke ich jeden Tag, und danke auch, wenn die Liebste mir den Zucker reicht.
    Das gehört zum guten Leben einfach dazu.
    Hilde rast im Garten auf mich zu - und ich danke, dass es sie gibt...
    Liebe Grüße - Wolf

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  12. Liebe Irmi,
    auch ich bin der Meinung, dass ein Dankeswort ehrlich und von Herzen kommen sollte. Lieben Dank für dieses schön Posting von Herzen...
    Ein wunderbares Zitat auch von Claudia, es berührt, ich empfinde es auch so...
    Herzliche Grüsse, Sichtwiese

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  13. Ja, das ist so eine Sache für sich ... manchmal gibt es aber leider auch die Fälle, wo Geschenke förmlich aufgedrängt werden und sie der Beschenkte gar nicht will! Ich meine, daß das zu respektieren ist, daß Menschen keine Geschenke WOLLEN! Leider halten sich manche Zeitgenossen einfach nicht dran und schenken mit permanenter penetranter Hartnäckigkeit. Ein Geschenk sollte wohl gewählt und wirklich von Herzen kommen, passend sein und zum passenden Zeitpunkt den zu Beschenkenden erreichen.
    Es wird auch geschenkt, um sich in Erinnerung zu bringen oder auf bestimmte, nämlich EIGENE Begebenheiten aufmerksam zu machen. Und DAS sind für mich eben keine wahren Geschenke.

    Mit Geschenken ist es eben so eine Sache und heutzutage wird diese Schenkerei einfach überstrapaziert. All und jeder will schenken und schenkt, oft ziel- und wahllos, nur damit er "schenkt" - gerade übers Internet hat diese seltsame Sucht zugenommen, wo man geradezu mit solchen "Geschenken" bombardiert wird. Das hat für mich einfach nichts mit Geschenken, die von Herzen kommen und noch wirkliche Geschenke sind, zu tun!

    Liebe Grüße und hab' ein schönes Wochenende
    Sara

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  14. Es gehört viel Einfühlungsvermögen dazu, sich in andere Menschen hineinversetzen zu können. Das ist oft ohnehin nur gegeben, wenn man sich persönlich kennt und selbst da nicht immer ... daher verstehe ich durchaus, wenn Menschen nicht sehr erbaut sind und dann nicht oder kaum danken .... Sicher sollte man höflichkeitshalber danken, denn hinter dem Geschenk steht oft eine gute Absicht. Doch der Mensch erkennt zwischen den Zeilen eben oft MEHR ....Und da verstehe ich nur zu gut, wenn ich hier in die Kommentare reinlese, wenn z.B. eine Mutter ein Geschenk nicht annehmen wollte oder dafür danken konnte, denn was nützen alle Geschenke der Welt, wenn man dennoch im Unfrieden miteinander ist? Das schaut dann wie Erkaufen aus oder materielle Wiedergutmachung und eben das ist für mich auch kein richtiges Geschenk, dann lieber gar nicht!
    Man sagt nicht ohne Grund, daß Ehemänner ihren betrogenen Frauen gern teure Geschenke machen - als stille Wiedergutmachung sozusagen .... solche Frauen bekommen oft die tollsten Blumensträuße oder teuren Schmuck, während die Frauen aus wirklich glücklichen Ehen eher Haushaltsgegenstände geschenkt bekommen *lach* Das schlechte Gewissen halt .... und die Guten ahnen manchmal nichts von ihrem Geschick ...
    Das noch als Nachtrag, weil ich noch in die Kommentare hineingelesen hatte, der Kommentar aber schon abgeschickt war ...

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  15. einen dank anzunehmen ist sehr wichtig. ich fühle mich als dankender auch besser, wenn dieser nicht abgewunken wird :)
    liebe gruesse und ein schönes wochenende wünsche ich dir!

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  16. Ja, das stimmt! Es ist mitunter kompliziert, weil ich mir gedacht habe, dass das Geschenk eventuell zu groß wäre. Heute nehme ich es wie es kommt und freue mich daran, beschenkt zu werden.

    Herzliche Grüße und ein angenehmes Wochenende
    wünscht Dir, Heidrun

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  17. Manchmal sagt ein Lächeln und eine Umarmung mehr als tausend Worte, kommt auf die Leute und deren Beziehung an. Aber es ist allemal wert darüber nachzudenken.

    Schönes Wochenende
    Arti

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  18. Liebe Irmi,
    ich schenke gerne und freue mich, wenn es dem Beschenkten echt Freude macht und sein Dank - wie mein Geschenk - von Herzen kommt. Gute Worte, ein aufmunterndes Wort zur rechten Zeit, ein rasche gut gemeinte Tat, das alles ist unbedingt einen Dank wert und man sollte ihn als Geschenk annehmen.
    Heute ein Dank an Dich für diesen interessanten, nachdenkenswerten Artikel.
    Einen angenehmen Start in ein gutes Wochenende,
    herzlichst moni

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  19. weise worte!
    es hat mich mein halbes leben verunsichert wenn leute so tun als ob ihnen dank oder andere freundlichkeiten nichts bedeuten - mittlerweile ignoriere ich solche anwandlungen, lebe meine freude und freundlichkeit voll aus und finde die dank- & komplimentezurückweiser sind eine traurige spezies....
    xx

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  20. Das ist wieder ein Beitrag, der zum Nachdenken anregt, liebe Irmi. :-)

    Ich finde, sich für etwas zu bedanken, ist einfach eine Selbstverständlichkeit, aber der Dank sollte ehrlich gemeint sein.
    Genauso verhält es sich auf der Gegenseite. Auch Dank annehmen, will gelernt und verinnerlicht werden.
    Alles ist aber auch eine Frage der Beziehung der beteiligten Menschen.

    Ganz liebe Grüße schickt dir
    Christa

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  21. Hallo Irmi,

    Du findest doch immer wieder sehr interessante Themen :) Mir geht es auch oft so, ich bin auch nicht so der "Dank-Einfach-Annehmer" und versuche dann meist meinen "Beitrag unter den Scheffel zu stellen", aber die Worte von Dir lassen mich überlegen, vielleicht sollte ich meine Einstellung diesbezüglich verändern ;)

    Liebe Grüße und ein tolles Wochenende für Dich
    Björn :)

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  22. Hmmm liebe Irmi, da bringste mich doch wieder zum Nachdenken !
    Wie oft winkt man aus Verlegenheit einen Dank ab, aber derjenige freut sich so, da sollte man sich wirklich mit ihm freuen und den Dank annehmen... das werde ich mir merken... Danke für den Post ♥
    Hab eine schönes WE und liebe Grüße
    Ulli

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  23. Liebe Irmi,
    ich gehöre auch zu den Menschen, denen es eher peinlich ist, wenn man sich für eine Selbstverständlichkeit bedankt. Andererseits - wenn man sich wirklich für einen anderen engagiert hat und es kommt GAR NICHTS zurück - das finde ich noch schlimmer ...
    Vielen Dank für diesen nachdenklichenen Beitrag, und ein schönes Wochenende!
    Liebe Grüße
    Christine

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  24. ...so ähnlich habe ich das vor Jahren schon mal gehört oder gelesen, liebe Irmi,
    und seit dem sage ich zu einem Dank nicht mehr "nicht nötig" sondern bitte gerne...allerdings nur, wenn ich das auch meine ;-),

    dir ein schönes Wochenende,
    lieber Gruß Birgitt

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  25. Liebe Irmi,
    da ist gaaaanz viel dran an deinen Worten und drinnen steck auch sehr viel! Danke!
    Danke auch für deinen lieben Besuch. Auch ich mag keinen Garten, der nach Schema F funktioniert, aber das macht meiner sowieso nicht :)!
    Hab ein wundervolles Wochenende
    Elisabeth

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  26. wieder ein interessanter Gedanke.
    Ja - mit dem Bedanken - und dem Dank annehmen - ist es auch bei mir nicht immer so ganz einfach. Mit dem Bedanken vielleicht eher als mit dem Dank annehmen ;-)
    Da werde ich mal weiter darüber nachdenken :-)

    Herzliche Grüße ovn Heidi-Trollspecht

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  27. Liebe Irmi,
    deine Worte regen mich zum Nachdenken an. Ich freue mich , wenn sich jemand bei mir bedankt und freue mich, wenn ich für jemanden etwas tun kann, oder etwas schenken kann, was einem anderen Freude bereitet.
    Danke (mal wieder) für deinen Gedankenanstoß und viele liebe Grüße, Anke

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Ich freue mich über jeden Kommentar und möchte mich auf diesem Weg recht herzlich dafür bedanken. Kommentare sind wie das Salz in der Suppe. Ohne fehlt sehr viel.