Mittwoch, 9. September 2015

Dies und Das und das Vermächtnis der Römer

Eine Ausstellung in Rom - die viel Anklang findet -  befasst sich u.a. mit den Essgewohnheiten der alten Römer. Ich habe mir den Katalog von einem Bekannten besorgt und musste viel Neues erfahren.

Mittelmeer-Diät, Imbissbuden und Fastfood-Restaurants - das alles haben wir den alten Römern zu verdanken. Denn Essen auf der Straße gehörte im Römischen Reich zum Alltag. Von gesalzenen Erbsen bei den Gladiatorenkämpfen bis zu frittierten Fischen auf dem Heimweg von den Bädern. Dass die Ernährung eines Reiches mit rd. 50 Millionen Menschen vor mehr als 2000 Jahren eine Herausforderung war, zeigt diese Ausstellung im Museum Ara Pacis. "Die Ernährung des Reiches von Rom bis Pompeji". 
Die Versorgung der Bevölkerung war entscheidend für die römischen Kaiser. Lebensmittelknappheit hätte Aufstände zur Folge haben können. Ein Risiko, das Augustus (63 vor bis 14 nach Christus) nicht eingehen wollte. Also machte er den Import von Weizen, Öl, Wein und anderen Nahrungsmitteln zur obersten Priorität, was die Küche revolutionierte und die viel gerühmte Mittelmeer-Diät hervorbrachte.

Zunächst war das eroberte Ägypten die Kornkammer Roms. Später übernahmen die afrikanischen Provinzen die Rolle Ägyptens. Von Karthago im heutigen Tunesien war Getreide in drei Tagen im römischen Hafen Ostia. Auch Wein, der zu Schleuderpreisen verkauft wurde, sowie Öl und Fleisch wurden importiert. Vor allem aber Obst und Gemüse waren sehr beliebt. Tiberius liebte Gurken, Augustus Spargel.

Ein typischer Tag im antiken Rom begann mit dem  "Jentaculum" oder Frühstück aus gesalzenem Brot, getrockneten Früchten, Käse und Eiern mit Milch oder Wein. Das  "Prandium" oder Mittagessen gab es an den Thermopolia - Vorläufern der heutigen Fastfood-Restaurants - oder in den Popinae genannten Weinschenken, die von den niederen Schichten frequentiert wurden und auch Glücksspiel und Prostituierte boten. Abends veranstaltete die Oberschicht üppige Bankette, bei denen auch Pfauenzungen oder geschmorte Siebenschläfer auf den Tisch kamen.
Die übrige Bevölkerung ernährte sich von frischem Gemüse, Eintöpfen und gelegentlich einem Stück Fleisch. In Eintöpfe kamen Bohnen, Erbsen, Kichererbsen, Linsen, Zwiebeln sowie Pinienkerne, Datteln und Mandeln. Gewürzt wurde mit Kreuzkümmel, Koriander, Sesam und Pfefferminzsamen.
Die Globalisierung ist keine neue Errungenschaft, die gab es schon damals: Der Wein kam aus Gallien und Zypern, das Öl aus Andalusien, der Honig aus Griechenland und das Garum - eine fermentierte Fischsauce - aus Portugal.
(Quelle: Katalog und Bericht von Laure Brumont.)

Kommentare :

  1. Guten Morgen, meine liebe IRmi,
    danke für diesen interessanten Bericht über das Vermächtnis der Römer! Das war mir acuh alles neu, so habe ich wieder etwas dazugelernt!
    Ich wünsche Dir einen wunderschönen und glücklichen Spätsommertag!
    ♥ Allerliebste Grüße , Deine Claudia ♥

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  2. Guten Morgen Irmi,
    schön, dass du wieder da bist, ich habe deine Beiträge wirklich vermisst.
    Es gibt bei hier immer wieder Neues zu erfahren, das mit den Essgewohnheiten
    der Römer war mir unbekannt, obwohl vielleicht habe ich im Lateinunterricht
    nicht richtig aufgepasst, oder es einfach vergessen.
    Ich liebe EINTÖPFE, ich glaube ich stamme von den Römern ab ;-)
    Wünsche dir einen wunderschönen Tag.
    Lg Sadie

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  3. Heute bekommt alles einen neuen, wenn es geht englischen Namen und jeder denkt, das Rad wurde neu erfunden. Das denm nicht so ist, zeigen uns mal wieder deine Zeilen.
    LG Sheepy

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  4. Einen schönen guten Morgen, liebe Irmi!
    Das Müsli steht vor mir, der Kaffee tropft noch durch die Kaffeemaschine.... Und ich lese hier über die Essgewohnheiten der Römer vor 2000 Jahren. Faszinierend, was durch die Altertumsforscher alles zutage kommt. Es liest sich spannend und ich würde gerne noch mehr darüber wissen wollen!

    Dir wünsch ich einen guten Mittwoch.
    Mit sonnigen Grüßen, Heidrun

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  5. frieden und genug auf dem tisch, augustus wird noch heute verehrt!
    moin liebe irmi,
    die zwei schichten der bevölkerung gibt es auch noch immer, allerdings hält sich das gerücht vom untergang des römischen reiches *g*, angeblich dekadent.
    lg kelly

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  6. Liebe Irmi, da kommt mirs fast hoch, wenn ich lese, was da bei den Essorgien auf den Tisch kam. Ich schliesse mich den Essgewohnheiten der einfachen Bevölkerung an, ohne Fleisch und fühle mich jeden Tag wohl und satt:-)
    Danke für Deinen interessanten Post und einen schönen Start ins Wochende,
    glg zu Dir
    Susanne

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  7. Ein interessanter Post liebe Irmi!
    Ich wünsche dir einen schönen Tag!
    GlG Karin

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  8. Liebe Irmi,
    wer hätte das gedacht? Es ist schon faszinierend, was man heute noch so alles über längst Vergangenes erfahren kann.
    Ob in 2000 Jahren die Menschheit auch noch interessiert daran ist, was wir gegessen haben? Irgendwie unvorstellbar.
    Ein sehr interessanter Bericht war das heute wieder.
    LG
    Astrid

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  9. Liebe Irmi,

    etwas aus der Vergangenheit zu erfahren, ist immer wieder interessant, gerade auch was das Essen betrifft. Was wohl künftige Generationen über unsere Essgewohnheiten sagen werden?

    Sonnige Grüße

    Anke

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  10. Wieder einmal sehr interessante Zeilen.

    Wünsche Dir eine schöne Woche.

    Liebe Grüße

    Jennifer

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  11. Liebe Irmi, das liest sich ja hochinteressant was du da wieder für uns alle ausgegraben hast, da hast du ja tüchtig gewühlt, tausend dank für diese lebendige Schilderung.....
    habe ich mit äußerstem Interesse gelesen...
    herzlichen Gruß in deinen Tag
    Angelface

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  12. Liebe Irmi,
    da hast Du ja wieder einmal schönes und interessantes Wissenswertes ausgegraben!
    Insgesamt hört sich das ganze über den Tag und die Bevölkerungsschichten verteilt recht gesund an, oder?!
    Liebe Grüße und einen guten Rest-Mittwoch,
    moni

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  13. Liebe Irmi,

    wirklich schön, dass du wieder „da“ bist und offenbar auch wieder mehr Energie hast, um uns mit deinen immer interessanten und lehrreichen Posts zu erfreuen! Dein Ausflug ins alte Rom war sehr spannend für mich!

    Alles Liebe von der Traude

    ๑๑๑๑๑๑๑๑๑๑๑๑๑๑๑๑๑๑๑๑๑๑๑๑๑๑๑๑๑๑๑๑

    http://rostrose.blogspot.co.at/2015/09/oldtimer-rallye-2015.html

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  14. Spannend! Ach, ich habe deine interessanten Posts vermisst....
    Herzlichst
    yase

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  15. Liebe Irmi,

    hier bin auch ich nun :-)). Ich freu mich sehr, dass wir hier wieder so "Dies und Das" lesen können. Sehr interessant ist das und Du musstes eine weite, ja, eine sehr weite Zeitreise zurück machen.

    Liebe Grüße
    Kerstin

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  16. und ich habe mal wieder was gelernt.
    liebe gruesse!

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  17. Das ist ja interessant, was die alten Römer uns so alles hinterlassen haben.
    freue mich, das Du wieder da bist...lächel,
    Klärchen

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  18. Liebe Irmi,
    Ja da kann man nur diejenigen bewundern die das schon vor gute 2,000 Jahre so erfunden haben. Vieles ist genauso geblieben.
    Damals in Pompeji gab es ja genau diese Ecken der Straße wo das Essen angeboten wurde und es sah fast so aus wie unser Anrecht. Ganz schlau schon eingebaut worden.
    Ganz liebe Grüße,
    Mariette

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Ich freue mich über jeden Kommentar und möchte mich auf diesem Weg recht herzlich dafür bedanken. Kommentare sind wie das Salz in der Suppe. Ohne fehlt sehr viel.