Freitag, 13. November 2015

Dies und Das über das Lesen

Pädagogen, Psychologen, Ärzte und auch die vermehrten Leseangebote lassen erahnen, dass man immer mehr zu der Auffassung kommt, wie wichtig das Vorlesen für die Entwicklung der Kinder ist.
Auch wenn anfangs Unruhe herrscht, so dauert es nicht lange, bis die kleinen Zuhörer sich auf die Stunde freuen und auch mitmachen. Das kann ich aus eigener Erfahrung bezeugen.

Das Lesen ist eine alte Kulturtechnik, die um etwa 2700 v.Chr. mit der Erfindung der Schrift durch die Sumerer im Zweistromland auftaucht. Lange Zeit sind Lesen und Schreiben einer kleinen gesellschaftlichen Elite vorbehalten. Im Mittelalter sind dies Kleriker, wobei die Fähigkeit zum Lesen, also zum Verstehen des Geschriebenen, nicht zwingend mit der des (Ab-)Schreibens einhergeht. Erst mit dem Aufstieg des Bürgertums verbreitet sich die Lesefähigkeit. Vor allem die Einführung eines staatlichen Schulwesens im 19. Jahrhundert führt zu einem starken Rückgang des Analphabetismus, sodass bereits um 1910 die Alphabetisierung in Deutschland, England und Holland bei knapp 100 Prozent liegt.

Wir lesen dabei mittels Fixation: Wir fixieren einen Punkt etwa 0,3 Sekunden lang, dann springt unser Blick weiter. Die Lesegeschwindigkeit hängt stark von der Übung ab:  Ein durchschnittlicher Drittklässler kommt auf 100 Wörter pro Minute, ein ungeübter Erwachsener ebenfalls. Wer viel liest, schafft 250 Wörter pro Minute.



Wer das Alphabet erschaffen,
hat uns den Faden unserer Gedanken
und den Schlüssel der Natur in die Hand gegeben.
(Antoine de Rivarol




Kommentare :

  1. Guten Morgen, meine liebe Irmi,
    ach ja, das Lesen, das ist eine feine Sache, wenn man Zeit und Muße hat .... früher habe ich Bücher regelrecht verschlungen, ruck zuck waren sie gelesen ...heute fehlt mir oft die nötige Ruhe und Entspannung dazu ... am liebsten lese ich ja im Bett, und da komm ich dann 1-2 Seiten weit, bevor mir die Augen zufallen *schmunzel*
    Danke für einen wieder sehr schönen Post!
    Ich wünsche Dir einen wunderschönen Tag und einen guten Start in ein gemütliches Wochenende!
    ♥ Allerliebste Grüße, Deine Claudia ♥

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  2. Liebe Irmi,
    ein interessanter Post :-)
    Ich bin Viel - und Schnellleser.
    Und Vorlesen ist hier jeden Abend
    sehr wichtig für den Kleinen :-)
    Ohne Geschichte schläft er nicht :-)
    Ganz viele liebe Freitagsgrüße
    sendet dir Urte :-)

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  3. Bücher haben schon sehr früh den Weg in mein Leben gefunden. Zuerst hat mir mein Dad immer vorgelesen, später habe ich dann selbst ein Buch nach dem anderen verschlungen. Bis heute liebe ich Bücher. Aber es müssen echte Bücher sein ... aus Papier.

    Ich wünsche dir ein ganz wunderbares Wochenende, Carola

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  4. Hallo Irmi,

    über diese Details machte ich mir bisher nie Gedanken, mir ist am liebsten ich "versinke" in der Geschichte, welche ich lese :)
    dann macht es die meiste Freude.

    Liebe Grüße und Dir ein schönes Wochenende
    Björn :)

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  5. Moin liebe Irmi,
    ich brauche täglich einige Seiten zum Lesen. Wenn es ein fesselndes Buch ist auch schon mal die halbe Nacht!
    Ich mag am liebsten die Bücher zum Anfassen (ganz altmodisch) und beim Nähen und Bügeln ein Hörbuch. Auch ein gutes Sachbuch nehme ich gerne zur Hand.
    Aber meine Lesegeschwindigkeit habe ich noch nicht gemessen. Bei eher dahinplätschernden Bücher lese ich schon mal quer (nicht jedes Wort, nicht mal jeden Satz).
    Liebe Grüße, Inge

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  6. ich habe gelernt quer zu lesen, schon in der schule mussten wir sehr viel texte lesen und zusammenfassen :)
    ich wünsche dir ein zauberhaftes wochenende!

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  7. Vorlesen ist bei uns in der Familie schon immer das Höchste am Abend gewesen. Mir wurde vorgelesen, ich las meinen Kindern vor und auch die Enkel wollen ohne Vorlesen nicht einschlafen. Einer meiner Enkel konnte ganze Vorlesebücher komplett und korrekt auswendig ohne einen Buchstaben zu sehen. Sie bestehen auch immer auf diesem Ritual.

    Wie arm wäre die Welt, wenn es das Lesen nicht geben würde.

    Wünsch dir ein schönes Wochenende mit einem lieben Gruß, Brigitte

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  8. Meine Nichten lassen sich auch gern vorlesen - die Ältere lernt es nun grad selbst! Mir wurde als Kind kaum vorgelesen, aber ich hab dafür umso mehr selbst gelesen, kaum dass ich es selbst konnte! ;)
    Hab ein schönes Wochenenende!
    LiebeGrüße
    Mary

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  9. Liebe Irmi,
    Ja, wenn man so daran denkt wie kurz eigentlich das lesen und schreiben zur Verfügung stand weil vor gute hundert Jahre es nicht mal Gewohnheit war! Ich mag das lesen sehr und habe es auch immer motiviert. Es gibt leider immer mehr die nicht lesen... Und damit gleiten wir alle wieder ab, ganz langsam zurück...
    Ganz liebe Grüße,
    Mariette

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  10. Interessant finde ich die geschwindigkeit m it der wir lesen. ich glaube ich kann ganz schnell fehlerlos lesen. Vorlesen macht mir auch spass und da hast du eien schöne Aufgabe gefunden.
    herzliche grüsse, Klärchen

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Ich freue mich über jeden Kommentar und möchte mich auf diesem Weg recht herzlich dafür bedanken. Kommentare sind wie das Salz in der Suppe. Ohne fehlt sehr viel.