Dienstag, 3. November 2015

Dies und Das über die Brille

Die Geschichte der Brille ist sehr interessant. Es gibt viele Varianten. Die Brille hat ihren Namen von einem Kristall. Im Mittelalter nutzen Menschen Beryll, um besser sehen zu können.

Wenn vor vielen hundert Jahren Mönche im Kloster über ihren Büchern saßen, legten sie manchmal besondere Steine darauf. Mit Hilfe der Steine konnten sie die Schrift besser lesen. Susanne Buck hat ein spannendes Buch über die Geschichte der Brille geschrieben. "Diese Steine waren so etwas wie die ersten Lesebrillen", erzählt sie. Die Steine waren geschliffen und bestanden aus einem Kristall mit dem Namen Beryll. Von diesem Wort kommt auch der Name Brille.
Um das Jahr 1280 stellten Menschen zum ersten Mal richtige Brillengläser her. Das ist mehr als 700 Jahre her. Dafür brauchte man besonderes Glas. Das musste speziell geschliffen werden. Das konnten nur ein paar Menschen in Italien. Die Gläser kamen dann zwar in Brillengestelle. Doch die waren aus Leder oder Holz. Bügel, die über die Ohren reichten, hatten sie auch nicht. Die Menschen mussten die Brille also mit der Hand festhalten.


Golden glasses (pince-nez) on white. : Stock-Foto 
Nach dem Jahr 1700 konnte man in Deutschland billige Brillen kaufen. Die Gestelle waren meist aus Draht. Manche Leute nannten sie  "Nasenquetscher", weil sie eng an der Nase lagen. Die waren vielleicht nicht perfekt, aber immerhin waren das die ersten Brillen, die sich nicht nur reiche Leute leisten konnten.
Bis vor 150 Jahren haben die Menschen ihre Brille immer nur kurz aufgesetzt. Feine Damen zogen ihre Brille aus der Tasche. Dann guckten sie schnell in der Ferne einen Menschen an und steckten sie rasch wieder ein. Es war nämlich verpönt, jemanden durch seine Brille anzugucken. Dies lag wahrscheinlich daran, dass die früheren Brillengläser die Menschen geblendet haben. Außerdem waren die Gläser damals nicht so gut wie heute. Hätte man diese Brille die ganze Zeit aufgehabt, hätte man wahrscheinlich Kopfschmerzen bekommen.
Heute haben viele Menschen eine Brille.  Manche Leute tragen sie sehr gern, weil sie Brillen schön finden. Besonders einige Prominente mögen auffällige Brillen. Der Sänger Justin Bieber hat zum Beispiel öfter mal eine riesige Kunststoff-Brille auf der Nase. Diese Brillen haben den Spitznamen "Nerd-Brillen. Nerd ist Englisch und heißt so viel wie Streber oder Sonderling. Diese dicken runden Brillen sind im Moment bei vielen Promis angesagt.


Wer wagt, durch das Reich der Träume
zu schreiten, gelangt zur Wahrheit.
(E.T.A. Hoffmann)

Kommentare :

  1. Brille? Für mich eine radikale Verhaltensänderung.
    Als kleiner Junge und auch später habe ich mich gerne gekloppt.
    Dann, mit Vierzehn, musste ich eine Brille tragen und konnte mich nicht mehr so kloppen wie vorher.
    Der Letzte, der es voll auf die Zwölf bekam, der sah mich ohne Brille, und danach ging er mir aus dem Weg.
    Irmi, ich wundere mich immer wieder, auf was für Gedanken Du mich bringst.
    Ganz liebe Grüße - Wolf.
    http://schoeneaus.blogspot.de/
    .

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  2. Liebe Irmi, das war aber intinteressant . Für mich wäre eine Lesehilfe unvorstellbar. Gut, dass sich die Menschheit früh damit beschäftigt hat. Liebe Grüße Eva

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  3. Liebe Irmi, das ist wahrlich wieder interessant zu lesen - einen ganz lieben Dank an dich.
    Seit einigen Jahren darf ich mich ebenfalls mit Gläsern auf der Nase rumschlagen. Allerdings kann ich mich noch immer nicht wirklich damit anfreunden. Kontaktlinsen? Für mich keine Alternative. Also muss ich mich gewöhnen und gewöhnen.
    Ich wünscher dir einen ganz wunderbaren Dienstag.

    Viele Grüße von Carola

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  4. Hallo Irmi,

    sehr interessant, mit der Historie der Brillen habe ich mich nie beschäftigt. Noch in meiner Schulzeit hatten Brillenträger unter dem Begriff "Brillenschlange" zu leiden - ich glaube diese Zeiten sind mittlerweile, ich hoffe es, vorbei.

    Ach ja, ich habe auch eine Brille ;)

    Liebe Grüße
    Björn :)

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  5. Hallo, meine liebe Irmi,
    das ist ein sehr interessanter Bericht, ich danke Dir dafür!
    Noch kann ich ohne Brille alles machen, nur, wenn ich auf Lebensmittleverpackungen was entziffern möchte, dann muß cih schon mal die Lesehilfe von meinem Holzwurm zu Hilfe nehmen.
    Es ist gut, daß es solche Hilfen gibt! Wenn ich mal eine bruachen werde, freue ich mich schon auf die Aasuwahl ...aber, es wird keine Nerd-Brille *lach* ...
    Ich wünsch Dir noch einen wunderschönen Nachmittag!
    ♥ Allerliebste Grüße, Deine Claudia ♥

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  6. Liebe Irmi, seit kurzem schlage ich mich auch mit einer Lesebrille rum und kann mich einfach nicht daran gewöhnen.Aber ohne geht es auch nicht...
    glg Susanne

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  7. Schon immer musste ich eine Brille tragen, weil z. B. mein linkes Auge nur 30 % Sehkraft hat, seine Aufgabe hat überwiegend das rechte Auge übernommen. Zum Autofahren trage ich Kontaktlinsen, weil ich damit besser sehen kann. Ohne Sehhilfen wäre ich komplett hilflos, also bin ich froh, dass es Brillen gibt. Ich bevorzuge leichte Gestelle mit ganz leichten Gläsern, da diese nicht so auf die Nase drücken. Mein Optiker ist sehr gewissenhaft und auch sehr gut. Natürlich muss man das bezahlen, und die Kassen bezahlen so gut wie gar nichts mehr. Es ist quasi völlig egal, ob du siehst oder nicht, das ist dein eigenes Problem. Wenn ich eine Brille kaufen muss, dann kostet sie um die 1.500 Euro und das muss ich selber tragen.

    Trotzdem bin ich froh, dass ich überhaupt eine bekommen kann. Danke dir für diese Aufklärung, fand ich jetzt sehr interessant.

    Lieben Gruß, Brigitte

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  8. Sehr interessant was ich da so über die Brillen erfahren habe. Ich trage auch eine Gleitbrille und es macht mir nichts aus. So mit 50 Jahren musste ich eine Lesebrille haben.
    Für mich ist wichtig das sie mir steht, denn sie gehört ja zu meinem Gesicht. Ich kenne Menschen die Probleme mit dem Brilletragen haben, aber auch welche die ständig neue Brillen haben müssen aus modischen Gründen.Alle zwei Jahre wechsle ich das Gestell.Die Gläser müssen aber auch angepasst werden, weil die Augen beim grauen Star sich verändern.
    Liebe Grüße zu Dir, ich hoffe es geht Dir wieder gut, Klärchen

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  9. ach ja an die alten brillen die man noch festhalten musste kann ich mich aus dem wilhelm busch buch erinnern :)
    liebe grüße!

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  10. Ja, das ist ein interessantes Thema. Habe mal eine Sendung darüber gesehen. Früher war man Brillenschlange, heute gilt es fast als chic.

    Liebe Abendgrüße von Swan

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  11. Ich kenne noch den Begriff : Brillenschlange...man was habe ich den auch zu hören bekommen. Habe mein Nasenfahrrad aber schon immer gerne getragen und mag mich ohne auch gar nicht leiden, komme ich mir fremd vor. Sie ist das Erste was am Morgen auf die Nase kommt und am Abend das Letzte was abgelegt wird...ein Teil von mir.

    Wünsche dir noch einen schönen Abend

    lg N☼va

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  12. liebe Irmi,
    das war wieder richtig interessant!
    Ich habe lange gebraucht bis ich mich an meine Brille gewöhnt habe, aber jetzt geht es fast gar nicht mehr ohne.
    liebe Grüße
    Gerti

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  13. ...ich bin sehr froh, liebe Irmi,
    dass ich sie habe, sonst würde ich nicht weit sehen und auto fahren wäre sehr gefährlich ;-),

    lieber Gruß Birgitt

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  14. Sehr interessant Irmi. Das habe ich alles nicht gewußt. Was mich schon sehr fasziniert ist das Sehen mit den Kristallen, Beryll. Unglaublich.

    Mittlerweile trage ich meine Brillen (Lesebrille und Normale extra) gerne und finde mich auch hübsch damit. In jüngeren Jahren war das aber ganz anders und lieber habe ich schlecht gesehen als dieses gestell auf der Nase gehabt.

    Ich wünsche dir einen schönen Tag
    ganga

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  15. Liebe Irmi, das ist hochinteressant, was Du über die Entstehung und die Geschichte der Brille zu berichten weißt!
    Ich hätte schon mit 6 Jahren, als ich zur Schule kam, eine Brille tragen müssen. Aber ich habe mich geweigert. Ich wurde als "Brillenschlange" gehänselt,weil ich die einzige in der Klasse war, die so ein Ding tragen sollte.
    Als ich dann mit 19 den Führerscheins machen wollte, ging es nicht mehr anders. Und heute fühle ich mich "ohne" regelrecht nackt. So ändern sich die Zeiten. ..

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  16. Liebe Irmi,
    Ja interessant und das zu denken das die Menschen vorher die schlecht sehen konnten einfach abgeschaltet wurden vom lesen oder sonstiges. Toll das es so etwas heute gibt.
    Ganz liebe Grüße,
    Mariette

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  17. Brille...
    Blöd ist, wenn man sie erst suchen muss - und das ohne Brille!
    Liebe Grüße!

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  18. Eine interessante Geschichte liebe Irmi. Ich kannte die Entstehung der Brille noch nicht.
    Ich hatte noch nie Probleme mit den Augen. Erst seit kurzem muss ich feststellen, dass ganz kleine Schrift schwer wird für mich.
    Kinder wurden früher in der Schule oft gehänselt wegen der großen, hässlichen Brillen. Heut sind außergewöhnliche Brillen Kult, keiner mag mehr normal. Bunt, schrill, groß. Aber alles ist Geschmackssache.
    Liebe Abendgrüße von Kerstin.

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  19. Da habe ich doch als Brillenträgerin endlich mal erfahren, wie alles mit der Brille ihren Anfang nahm, LG ClauDia.

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Ich freue mich über jeden Kommentar und möchte mich auf diesem Weg recht herzlich dafür bedanken. Kommentare sind wie das Salz in der Suppe. Ohne fehlt sehr viel.