Donnerstag, 12. November 2015

Dies und Das und der Martinstag

Gestern Abend zogen wieder die Laternenumzüge durch das Land. Ein schöner Brauch. Der Martinstag ist immer am 11.11. Dieser Tag hat mit einem Mann zu tun, der vor vielen Hundert Jahren lebte. Er hieß Martin und war Soldat. In einer Winternacht soll Martin mit anderen Soldaten durch ein Stadttor geritten sein. Dort entdeckten sie einen Bettler, der fror. Keiner der Soldaten kümmerte sich - außer Martin. Er soll seinen Mantel mit seinem Schwert in zwei Teile geschnitten haben. Eine Hälfte gab er dem Bettler. Daraufhin soll ihm kurz darauf Jesus erschienen sein.
Martin trat aus der Armee aus und lebte ein einfaches Leben. Später wurde er Bischof. Viele Menschen verehrten ihn, weil er bescheiden war und sich auch um arme Menschen kümmerte. Nach seinem Tod wurde Martin von der katholischen Kirche zum Heiligen erklärt. Deshalb nennen wir ihn heute auch Sankt Martin. Das Wort  "Sankt" kommt von dem lateinischen Begriff  "sanctus" und bedeutet heilig. Martin soll an einem 11. November beerdigt worden sein. Aus diesem Grunde wird an diesem Tag an ihn erinnert.

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Ein ebenso alter Brauch ist es, dass viele Menschen an diesem Tag Gänsebraten essen. Auch das ist ein sehr alter Brauch. Es gibt verschiedene Erklärungen dafür.Eine lautet so: Es gab einen Mann, der Martin hieß. Erst war er Soldat, dann ein einfacher Mann. Später sollte er Bischof werden. Doch Martin wollte lieber ein einfacher Mann bleiben. Deshalb soll er sich in einem Gänsestall versteckt haben. Doch die Gänse schnatterten sehr laut und verrieten ihn.
Für die Menschen früher war ein Gänsebraten am Martinstag außerdem eine feine Sache. Zum Beispiel fasteten früher gläubige Menschen nach dem Martinstag bis Weihnachten. In dieser Zeit durften sie unter anderem kein Fleisch essen. Deshalb aß man am Martinstag noch einmal richtig gut.
Heute wird die Martinsgans von vielen Menschen gegessen, ohne danach zu fasten.




Ich freue mich, dass

Kathinka

an den Neckarstrand gefunden hat. Nimm Platz und fühle dich wohl hier.


Kommentare :

  1. Bei mir gibt es auch eine kleine Geschichte zum Martinstag. Ich dachte gerade, du könntest auch so eine Rätselgeschichte schreiben:
    http://ein-kleiner-blog.blogspot.de/2015/11/ratselgeschichte-fur-meine-linkparty.html
    Ab 14.11. geht die neue Rätsel-Galerie wieder los. Das Thema wird Weihnachten sein. Dazu fällt dir doch bestimmt eine Geschichte ein?
    LG Elke

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  2. ich finde den Tag richtig schön, vor allem auch für Kinder. leider darf der tag ja jetzt nur noch "Laternefest" genannt werden, was ich nicht befürworte. ich hoffe, dass wir Ostern und Weihnachten weiterhin so benennen dürfen, schließlich sind es schöne Feste und eine Tradition.
    Liebe Grüße!

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  3. Ich freue mich, liebe Irmi, dass Du an den Hl. Martin erinnert hast. Die Martinsgeschichte und auch das Martinsgansessen wird heute so sehr verweltlicht und einfach nur hingenommen. Den Heintergrund kennen leider nicht mehr alle. Kinder sind jedoch immer begeistert, wenn sie die Geschichten vom Hl. Martin hören und auch, wenn ein Reiter als St. Martin beim Laternenumzug voran reitet.
    LG
    Astrid

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  4. Ich bin als Kind von haus zu haus mit der laterne gegangen und habe mit meinem Bruder zweistimmig gesungen. Ein uralter Brauch der noch heute in Ostfriesland zum Martini dazugehört. Martini laufen, nennt man das. Hier wo ich jetzt wohne gibt es laternenumzüge mit der Feuerwehr und Vereinen. Warum das in einigen Orten wie ich hier las nicht mehr sein soll, Verstehe ich nicht. Hängt es mit der Kirche,Religion zusammen? Den Kindern macht es heute genauso viel Spass wie mir früher.
    Liebe Grüße, Klärchen

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  5. Liebe Irmi,
    ich freue mich immer wieder, wenn unsere alten Bräuche (noch) gepflegt werden.
    Die Martinsumzüge finde ich jedes Jahr wunderschön.
    Die Gänse können von mir aus auch über Weihnachten hinaus munter schnattern. ;-)
    Liebe Grüße
    moni

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  6. Bei uns gibt es am 10.11., dem Geburtstag Martin Luthers, die Tradition des Martinisingens. Auch unsere Kinder zogen bei Einbruch der Dunkelheit mit ihren Laternen von Haus zu Haus, um Süßes zu erbitten. LG Martina

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  7. Hallo, meine liebe Irmi,
    danke für diesen schönen Erinnerungs-Post an den Anlass, warum St. Martin gefeiert wird :O) Ich finde die Umzüge auch schön, iund in meiner Zeit als Erzieherin im Kindergarten hab ich das immer sehr genossen :O) Allerdings gab es damals noch nicht den Brauch ( in Anlehnung an Halloween ), von Tür zu Tür zu ziehen, um Süßes zu erbitten ....und das war gut so ....finde ich ....
    Allerdings, Martinsgans, die gab es bei mir noch nie auf dem Teller! Die sind mir lieber, wenn sie auf den Weiden schnattern ;O)
    Ich wünsche Dir noch einen schönen Nachmittag und Abend!
    ♥ Allerliebste Grüße, Deine Claudia ♥

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  8. Liebe Irmi, ich wundere mich, dass bei euch am Neckar ein Martinsumzug stattfindet, denn ich habe diesen Brauch erst beim Umzug ins Rheinland kennen gelernt. Im Odenwald sind wir einmal im Spätsommer mit Laternen umhergezogen ( gekauften ). Im Köln-Bonner Raum war & ist das ja ein ganz, ganz wichtiger Brauch. Und gerade kommen hier die Kinder mit ihren selbst gebastelten Laternen an die Tür und singen Lieder, um zu "schnörzen", d.h. um Süßigkeiten zu bekommen. Ich liebe es! Morgen gehen wir bei der Enkelin mit und freuen uns auf das große Feuer zum Schluss und ein Stück vom großen Weckmann....
    Martini - Bräuche kenne ich dann nur von der mährischen Oma, auch das Gansessen ( dabei mag ich Gans gar nicht ).
    Ich hoffe, bei euch scheint die Sonne. Hier ist es arg grau...
    LG
    Astrid

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  9. Liebe Irmi, die Martinszuge sind ein schöner Brauch für die Kleinen, die Ganse sollen leben, aber leider müssen die jetzt alle ihr Leben lassen. Liebe Grüße Eva

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  10. Liebe Irmi,

    ich mag den Brauch des St.Martinsumzug. Es ist ein schöner Brauch und so sollten die Menschen auch an das Teilen denken. Ich habe hier ja an diesem Tag einen kleinen Daniel geboren, keinen Martin :-)).

    Liebe Mittwochsgrüße
    Kerstin

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  11. Liebe Irmi,
    bei uns war gestern auch ein schöner Martinszug. Ich esse keine Gänse und finde es nicht gut, einen halben Brauch zu leben (nur den angenehmen Teil) also die Gans zu essen und dann nicht fasten.
    Liebe Grüße von Marie

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  12. Liebe Irmi,
    Ja das fasten aus alter Zeit kennt man überhaupt nicht mehr. Für manche wäre es aber eine gute Sache!
    Ich mag das Martinsfest und bin froh das in 2008, zusammen mit der Anita aus Indonesien, miterlebt zu haben in Deutschland.
    Liebe Wochenendgrüße,
    Mariette

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Ich freue mich über jeden Kommentar und möchte mich auf diesem Weg recht herzlich dafür bedanken. Kommentare sind wie das Salz in der Suppe. Ohne fehlt sehr viel.