Montag, 28. Dezember 2015

Dies und Das über die Mistel

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Hohe, alte Laubbäume stehen auf der Wiese. Es sind Pappeln. An ihren Zweigen hängen Dutzende buschige Misteln.
Aus der Entfernung sieht es ein bisschen aus, als hätte jemand riesige Christbaumkugeln an die Bäume gehängt. Im Herbst und im Winter kann man die Misteln besonders gut entdecken. Dann haben die Bäume, wie zum Beispiel die Pappeln, ihr Laub verloren. Doch was haben die Misteln eigentlich auf den Bäumen zu suchen? Die Pflanzen sind so genannte Halbschmarotzer. Das heißt, sie wachsen nicht nur auf den Ästen anderer Bäume. Sie lassen sich auch von den Bäumen versorgen. Die Mistel bohrt sich mit ihren Wurzeln tief in den Ast hinein. Dort zapft sie dann die Leitungsbahnen des Baumes an. So versorgt sich die Mistel mit Wasser und anderen wichtigen Stoffen. Wachsen allerdings zu viele Misteln gleichzeitig, kann das für den Baum gefährlich werden. Sie entziehen ihm zu viel Wasser und der Baum geht irgendwann ein.
Misteln sind aber keine reinen Schmarotzer, sondern nur Halbschmarotzer. Misteln haben immergrüne Blätter und können deshalb selbst keine Fotosynthese betreiben. Das heißt: Sie können Kohlenstoffdioxid aus der Luft aufnehmen und umwandeln. Zum Beispiel in Sauerstoff und Zucker.

https://www.westwing.de/magazin/app/uploads/de/2013/12/2013-12-07-ak-mistelzweig-dekorieren-fancybox-big.jpg 

Vor mehreren Tausend Jahren galt die Mistel als besonders heilig. Die Menschen glaubten damals, die Pflanze habe Zauberkräfte. Deshalb wurde die Mistel zum Beispiel auch als Heilpflanze verwendet. Oder sie wurde über die Haustür gehängt. Denn die Menschen glaubten, die Mistel könnte böse Geister und Unheil abwehren.
Heutzutage kann man die Mistel kaufen. Zum Beispiel ist sie auf vielen Weihnachtsmärkten zu haben. Menschen hängen sich die die grünen Pflanzen gern als Dekoration in die Wohnung oder an die Tür. Denn es gibt einen besonderen Brauch: Wenn Verliebte unter einem Mistelzweig stehen und sich küssen, soll es ihnen Glück bringen.

Die Mistel

Die Mistel schmückt so manchen Rahmen,
besonders in der Weihnachtszeit,
dies wissen nicht nur alle Damen,
der Herr von Welt weiß auch Bescheid.

Gar mancher hofft zum Weihnachtsfeste,
auf extra Glück und einen Kuss,
denn Liebe ist doch eh das Beste,
da man sie niemals tauschen muss.

Der Mistelzweig schützt Gut und Haus,
die Geister werden auch vertrieben,
den eignen Wirtsbaum saugt sie aus,
und mancher Arzt hat sie verschrieben.
© Gabriela Bredehorn

Kommentare :

  1. Guten Morgen, Irmi,
    interessant, was Du über die Mistel zu erzählen weißt! Das es Glück bringen soll, wenn man sich darunter küsst, wusste ich natürlich. Nicht aber, dass die Mistel auch eine Heilpflanze ist.
    Man sieht sie hier bei uns oft - ganze Nester davon hängen in den Straßenbäumen...
    Liebe Grüße, und einen guten Rutsch ins neue Jahr!
    Christine

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  2. Liebe Irmi, ich wuensche Dir ein gutes, schoenes Neues Jahr, ohne schlimme Ueberraschungen und mit vielen netten und lieben Gesten. :-)

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  3. Guten Morgen, liebe Irmi,

    danke dir für die nette Aufnahme bei dir.
    Die Mistel und ihre Geschichte ist mir bekannt, aber schön es hier noch einmal zu lesen. Bei uns sehe ich sie nicht all so oft.

    Einen guten Rutsch ins Neue Jahr und alles Gute für das kommende Jahr, vor allem viel Gesundheit !

    Liebe Grüße
    Paula

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  4. Liebe Irmi,
    von der Mistel wusste ich nur, dass sie Glück bringt, man sich unter ihr küssen kann... aber alles andere wusste ich leider nicht, deshalb fand ich dies nun auch überaus interessant, hab lieben Dank dafür.
    Dir wünsche ich ein wundervolles, glückliches und gesundes neues Jahr.
    Herzliche Grüsse, Sichtwiese

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  5. ein sehr interessanter Bericht über die Mistel, zumal ich mir gerne zu Weihnachten einen Mistelzweig kaufe weil ich alte Bräuche gern praktiziere!

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  6. ich finde den mistelzweig und die damit verbundene tradition einfach klasse :)
    liebe grüße!

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  7. Die Mistel ist schon was einzigartiges! Sie ist so Vielseitig und vorallem finde ich diese geheimnisvolle Auro die sie umgiebt faszinierend.
    Die Miste wird z.B. auch in der Krebstherapie eingesetzt! Die alten Heilmittel sind doch noch irgendwie die Besten!
    Das wußte schon der Druide Miracolix bei Asterix und Obelix(grins).
    Liebe Grüße

    Manu

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  8. Hallo, meine liebe Irmi,
    heute bin ich spät dran ... ein schöner Bericht über diese herrliche Pflanze! Normalerweise hab ich auch immer welche hängen, aber in diesem Jahr, kam ich leider nicht dazu ....
    Ich wünsche Dir eine wunderschöne Woche zwischen den Jahren dun schonmal einen guten Rutsch in ein bessers und sorgenfreieres Jahr für Dich!
    ♥ Allerliebste Grüße und eine ganz liebe Umärmelung ,Deine Claudia ♥

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  9. Mein Mann brachte kurz vor dem 1. Advent einen riesigen Mistelzweig mit nach Hause. Er schmückt immer noch das Haus! Danke, dass du uns die Mistel heute näher gebracht hast! LG Martina

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  10. Ja, früher habe ich die Mistel oft genutzt, als der Sohn klein war und ich immer was für die Gesundheit gesucht habe. Schon die Druiden schätzten ihre Heilkraft.

    Ganz herzliche Grüße von der Swan

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  11. Guten Abend liebe Irmi,
    die Geschichte der Mistel war sehr interessant zu lesen. Dankeschön für deine Mühe!!!
    Liebe Grüße
    Tina

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  12. ...gerade gestern in der Rheinebene habe ich ein paar Bäume gesehen, liebe Irmi,
    die voll Misteln waren...da habe ich mich schon gefragt, wie lange die Bäume das verkraften...schön sieht es ja aus,

    lieber Gruß Birgitt

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  13. Liebe Irmi,
    Ja, hier im Garten und im Waldgarten haben wir viele Misteln. Sie sehen schön aus und ihrer Legende ist überall bekannt.
    Ganz liebe Grüße,
    Mariette

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  14. ...von Herzen wünsche ich Dir liebe Irmi, weil es morgen und die nächsten Tage wieder "rund geht" wünsche ich, verbunden mit vielen herzlichen Grüßen heute schon


    EIN
    ........ _█_
    ╠╣.‹(•¿•)›.... G U T E S
    ╠╣..( oo)....... N E U E S
    ╠╣.../ I \ ........ J A H R 2016

    Herzliche Grüße, Heidrun!

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  15. Liebe Irmi. Auch ich staune oftmals über die vielen Mistelzweige in den Bäumen. Sie sind ein grüner Farbtupfer, wenn die Bäume keine Blätter mehr tragen.
    Unsere Nachbarn hängen sich auch jedes Jahr einen Zweig über die Haustür. Bis jetzt sind sie noch verliebt :-)
    Liebe Grüße in den Tag von Kerstin.

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  16. Hallo Irmi, die Misteln machen es sich leicht, wollen sich selbst nicht anstrengen und doch haben sie solch einen guten Ruf. Unter den Menschen wäre das ganz anders :))
    Schönen Dank für deine Erklärungen. LG Lollo

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  17. Hallo liebe Irmi,
    das war wieder total interessant. Auf unserer Fahrt von Hessen nach Brandenburg haben wir schon oft von der Autobahn aus Bäume mit Misteln gesehen. Ich finde Mistelzwege sehr schön. Da sie aber meines Wissens unter Naturschutz stehen, hatten wir noch keinen.
    LG
    Astrid

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  18. Hallo Irmi, die werden ja auch in der Krebstherapie angewandt. Ich mag sie, aber nur am Baum. In den Feldern, wo wir nachmittags laufen, sind sie viel vertreten. Liebe Grüße Eva

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Ich freue mich über jeden Kommentar und möchte mich auf diesem Weg recht herzlich dafür bedanken. Kommentare sind wie das Salz in der Suppe. Ohne fehlt sehr viel.