Montag, 22. Februar 2016

Die und Das über Hühner

Hühner gehören zu den ältesten  Nutztieren des Menschen.
Vor etwa 2300 Jahren haben die Menschen im östlichen Mittelmeerraum begonnen, Hühner wegen ihrer Eier und ihres Fleisches zu halten. Das schließen Wissenschaftler aus Funden in der historischen israelitischen Stadt Maresha. Von Israel und dem Rest der südlichen Levante habe sich dann die landwirtschaftliche Hühnerhaltung bis nach Europa verbreitet.


Zuvor waren die Tiere, die bereits im 6. Jahrtausend v.Chr. in Asien domestiziert worden waren, außerhalb ihrer Heimat in erster Linie als Exoten für Hahnenkämpfe oder rituelle Zwecke gehalten worden.


Das Haushuhn(Gallus gallus domesticus) stammt von einem ostasiatischen Wildhuhn ab, dem Bankivahuhn. Nach seiner Domestizierung gelangte das Huhn über seinen natürlichen Verbreitungsraum hinaus. Funde von Hühner-Überresten an archäologischen Stätten lassen vermuten, dass es zunächst  ab etwa dem 3. Jahrtausend vor unserer Zeit nach Westasien und in  den Nahen Osten gelangte, dann unter anderem in die Levante und etwa im 9. oder 8. Jahrhundert vor Christus schließlich nach Europa. Allerdings beschränken sich die Funde aus diesem Zeitraum auf einige wenige Knochen und andere Überreste. Sie machten selten mehr als drei Prozent der gesamten tierischen Fundstücke aus.
Wissenschaftler fragten sich: wann wurden die Hühner außerhalb ihres natürlichen Verbreitungsgebietes nicht mehr nur als exotische Art für rituelle oder symbolische Zwecke gehalten? Wo wurden sie zuerst zu einem wichtigen Bestandteil der Viehhaltung in den europäischen und den Mittelmeerländern?
In Maresha, eine an einer traditionellen Handelsroute gelegene historische Stadt im heutigen Israel, fanden die Wissenschaftler dann außergewöhnlich viele Hühnerknochen. Sie machten fast 30 Prozent der gesamten tierischen Überreste aus und wurden auf das Ende des vierten Jahrhunderts v.Chr. datiert. Darunter waren besonders viele Knochen von weiblichen Tieren. Das lasse vermuten, dass die Hühner u.a. wegen ihrer Eier gehalten worden waren. Tatsächlich belegten die Knochenfunde Eier legende Hennen. Außerdem fanden die Forscher Schnittspuren an den Knochen, die auf eine Schlachtung der Hühner hinweisen. Nur wenige Knochen waren verbrannt. Die Tiere waren zum Verzehr nicht gebraten worden.
Schließlich analysierten die Forscher das Vorkommen von Hühnern an mehr als 200 weiteren historischen Stätten in der südlichen Levante. Sie fanden einen sprunghaften Anstieg an Überresten in der hellenistischen Periode, die von 336 bis 30 v.Chr. dauerte.
Andere Forscher stellen die These auf, dass die Hühner in der Levante nach und nach die Schweine als vorherrschende Haustier-Rasse verdrängten. Hühner verbrauchten weniger Wasser und seien
leichter zu transportieren. Sie stellten eine tragbare, kompakte und pflegeleichte Fleischpackung dar.
(Quelle: Auszug aus einem wissenschaftlichen Bericht v. Anja Garms)

Kommentare :

  1. Irmi die Leute FRÜHER waren auch schon bequem..wenig Aufwand für ein volles Ergebnis.
    LG vom katerchen zum Wochenstart Danke für diese Info

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  2. Guten Morgen, meine liebste Irmi,
    das ist wieder sehr interessant! Da war mir vieles davon noch nicht bekannt.
    Ich wünsch Dir einen schönen und glücklichen Wochenbeginn!
    ♥ Allerliebste Grüße ,Deine Claudia ♥
    Peter macht sich heute auf den Weg zu Dir, am Samstag hab ich es leider nicht geschafft ...entschuldige bitte!

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  3. Liebe Irmi, früher habe ich immer von der Haltung einiger Hühner und Schafe geträumt. Ich stellte mir das immer so schön vor, eigene Eier zu bekommen. Aber alles lässt sich halt nicht verwirklichen. Nun freue ich mich an den Hühnern, die meine Schwester hat und über Deinen sehr interessanten Post. Danke dafür.
    glg Susanne

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  4. Liebe Irmi, hach wie interessant! Ich liebe glückliche Hühner, die schön aussehen im Hühnerkleid und so beruhigende Laute geben, wenn es ihnen gut geht. Liebe Grüße Eva

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  5. Liebe Irmi,
    Hühner sind faszinierende Wesen ich liebe sie auch. Sie sind so elegant und stolz und leisten so viele Arbeit in ihrem Leben.
    Bei uns im Dorf gibt es viele Bauern die noch Hühner halten u.a. auch einer deren Hühner grüne Eier legen! Toll. Und was das Beste ist, die dürfen alle an altersschwäche sterben und erhalten ihr Gnadenbrot.
    Liebe Grüße
    Manu
    P.S. hoffe es geht dir gut, da du schon lange nicht mehr bei mir warst!?

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  6. Liebe Irmi,
    lieben Dank für diesen sehr aufschlussreichen Artikel, der sehr interessant ist. Ich wünsche dir einen wunderschönen und sonnigen Wochenbeginn.
    Herzliche Grüsse, Sichtwiese

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  7. Ein interessanter Vortag über unser Frühstücksei.
    Ich wünsche dir einen guten Wochenstart, liebe Irmi

    Herzlich VON Alison

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  8. Liebe Irmi,
    sehr interessanter Beitrag. Ich mag zwar Hühnerchen, aber mit ihrer Herkunft und Vergangenheit hatte ich mich noch nicht beschäftigt. Ich bin erstaunt, dass man nur so wenig über sie herausgefunden hat.
    Sicher waren sie nicht spektakulär genug. ;-)
    Lieben Montagsgruß
    moni

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  9. ...ich bin ihnen dankbar, liebe Irmi,
    wann auch immer sie mit der Hühnerhaltung angefangen haben, denn ich esse sehr gerne Eier...und wünsche allen Hühnern, dass sie naturnah leben dürfen,

    lieber Gruß Birgitt

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  10. *lach*.... der begriff "tragbare Fleischpackung" gefällt mir

    lg gabi

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  11. Danke für Deinen interessanten Bericht.Bei uns gibt es Zuchtvereine für verschiedene Rassen und jedes Jahr Geflügelausstellungen.
    L.G.Klärchen

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Ich freue mich über jeden Kommentar und möchte mich auf diesem Weg recht herzlich dafür bedanken. Kommentare sind wie das Salz in der Suppe. Ohne fehlt sehr viel.