Freitag, 18. März 2016

Welche Giftstoffe wurden früher als Medikamente verwendet?

Heute darf ich
Suza
recht herzlich auf meinem Blog begrüßen. 
Ich hoffe, dass du dich wohlfühlen wirst.


Wenn heutzutage eine Dame ihren Teint zu blass findet, dann greift sie zu etwas Make-up und Rouge, um ihr Aussehen aufzupeppen. Bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts hatten Ärzte und Apotheker aber ganz andere Vorschläge zu verbreiten: Nur ein kleines Schlückchen Arsen sollte kraft- und farblosen Damen wieder etwas Farbe auf die Wangen zaubern. Außerdem steigerte das tödliche Gift die Leistung von Mensch und Tier. Die schlimmen Folgen waren damals noch nicht bekannt.
Ebenso wenig wie wie beim Heroin. Seit 1898 wurde synthetisiertes Diacetylmorphin als Ersatz für das als Suchtstoff erkannte Morphium eingesetzt. Die Firma Bayer produzierte das oral einzunehmende "Hustenmittel" kommerziell. 1932 wurde dann jedoch das ebenfalls recht hohe Suchtkapital des Heroins erkannt. Bayer stellte daraufhin die Produktion ein.
Kokain wurde 1859 vom italienischen Neurologen Paolo Montegazza als Medikament bei Zahnschmerzen, Verdauungsbeschwerden und Erschöpfungszuständen verwendet. Sigmund Freud untersuchte das verwendete Extrakt aus den Blättern des Kokastrauches  und setzte es bei psychischen Erkrankungen und als Schmerzmittel ein.
Der Wiener Augenarzt Karl Koller führte seit 1884 Staroperationen mit Hilfe des heute als Suchtgift bekannten Stoffes durch. Bis 1904 mischte der Apotheker John S. Pemperton Kokain in das Getränk, das heute als Coca-Cola weltweit bekannt ist. Da kann man nur sagen: Dann mal Prost!


Die Zeit das kostbarste,
weil unwiederbringlichste Gut ist,
über das wir verfügen,
beunruhigt uns bei jedem Rückblick
der Gedanke etwa verlorener Zeit.
Verloren wäre die Zeit,
in der wir nicht als Menschen gelebt,
Erfahrungen gemacht, gelernt, geschaffen,
genossen und gelitten hätten.
(Dietrich Bonhoeffer)

Kommentare :

  1. Und in ein paar Jahren wird man wissen, dass Dinge, die wir heute gut finden, eigentlich ganz schön schräg sind.....
    Danke für die interessanten Einblicke!
    Herzlichst
    yase

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  2. Liebe Irmi!
    Wie immer kommt es ja auf die Dosis an. Das Gift der Tollkirsche oder des Fingerhutes sind ja auch bewährte Heilmittel. Manche Mittel machen halt schnell süchtig und da dürfen dann nur mikromäßige Mengen genommen werden, aber ich bin froh, dass mir niemand Kokain oder Heroin untergejubelt hat in irgendwelchen Medikamenten. Bis zu meinen beiden Unfällen habe ich nie Medikamente genommen.
    Die Natur hält jedenfalls die beste Medizin bereit und letzten Endes ist ja alles aus der Natur.

    Dir einen guten Start in das Wochenende mit vielen neuen Ideen.

    Herzlichst die Alison

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  3. Moin liebe Irmi,
    nachher ist man immer schlauer. So manches hochgelobte Arzneimittel konnte (oder kann) böse Folgen haben, z.B. Contergan.
    Ich muss da an die von meiner Oma verordnete "Kur" mit Klosterfraumelissengeist denken. Ich war 11 oder 12 Jahre alt, habe von Oma eine gehörige Portion Klosterfrau eingetrichtert bekommen und habe geschlafen wie ein Stein. Am nächsten Morgen war die Erkältung fast weg aber ich hatte Kopfschmerzen. Wovon nur? Bei Oma war Klosterfraumelissengeist Medizin und kein Alkohol.
    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende, Inge

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  4. Liebe Irmi,
    ich bin froh, im Jetzt zu leben .... da nehme ich doch lieber ein bisschen Rouge, um meine Wangen etwas aufzufrischen! :-)
    Herzliche Grüße an Dich und vielen Dank für Deinen lieben Kommentar. Ach Irmi, ich komme zur Zeit gar nicht so zum kommentieren. Ich hoffe, Du nimmst mir das nicht krumm.
    ANi

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  5. Liebe Irmi,
    einige der kuriosen Anwendungen waren mir schon bekannt, nur die Sache mit Coca Cola schockt mich. Zum Glück wurde nun schon alles genauer erforscht, aber man wird immer wieder Dinge finden, die man in Jahrzehnten anders anwenden wird..... :-)
    Viele Grüße und ein sonniges Wochenende,
    Mella

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  6. Liebe Irmi,
    ist doch unglaublich, oder? Ich bin froh, dass Wissenschaft und Forschung heute wesentlich weiter sind. Dabei wird mehr giftiges Zeugs geschluckt dennje, wenn auch nicht als Medizin.

    Liebe Grüße zum Wochenende.

    Sabine

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  7. Liebe Irmi,
    vielen lieben Dank für deine liebe Begrüßung.
    Dein Post ist mal wieder total interessant, meine Cola liebe ich aber dennoch. Ansonsten geht man inzwischen mit den Drogen zum Glück ein bisschen sorgfältiger um.
    Liebe Grüße
    susa

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  8. Irmi so änderen sich die Zeiten und die KLUGEN Leute von DAMALS haben es aus BESTEN Wissen gesagt..
    LG zum Wochenende vom katerchen der einen kranken PC hatte..

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  9. Hallo Irmi,
    ich glaube, man tut sich auch heutzutage mit manchen Produkten keinen Gefallen für die Gesundheit, wenn man liest, wie viele Menschen unter Allergien und Hautausschlägen leiden. Zum Glück haben sich die Zeiten geändert und jetzt ist kein Kokain mehr im Cola, dafür viel Zucker.
    Ich wünsche Dir ein schönes, sonniges Wochenende.
    Liebe Grüße von Ingrid

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  10. danke für die aufklärung, hier hatte ich mal wieder eine wissenslücke.
    ein schönes wochenende wünsche ich dir :)

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  11. toll, was du immer herausfindest!
    liebe grüße ins wochenende
    ingrid

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  12. So toll, immeerwieder hast Du in der Bloggerwelt die interessanten Posts. Danke für Deine Mühe.
    Ich denk mir auch manchmal, dass sicherlich in vielen Jahren die Wissenschaft über unser Verhalten den Kopf schüttelt, und sich wundert was wir alles freiwillig genommen haben.
    liebe Grüsse
    ich wünsch Dir ein schönes Wochenende
    Elisabeth

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Ich freue mich über jeden Kommentar und möchte mich auf diesem Weg recht herzlich dafür bedanken. Kommentare sind wie das Salz in der Suppe. Ohne fehlt sehr viel.