Dienstag, 12. April 2016

Die Gedanken sind frei...

Die meisten Menschen empfinden es als unangenehm, tatenlos in den Tag zu träumen. Das ist ein großer Fehler. Gerade Tagträume sind sehr wichtig für unser seelisches Gleichgewicht.
Es stimmt: die meisten Menschen sind nicht gern mit ihren Gedanken allein. US-Forscher haben herausgefunden, dass viele Personen das  "Alleinsein mit sich"  als unangenehm empfinden. (Bericht im Fachmagazin: "Science".)

Wer keinen Mut zum Träumen hat,
hat keine Kraft zum Kämpfen.
(Thomas Morus)
Sich von der Umwelt loszusagen, über Vergangenheit und Zukunft zu sinnieren und sich nicht existierende Welten auszumalen, ist eine menschliche Eigenschaft, die uns wesentlich von anderen Arten unterscheiden. Aber bis heute ist kaum erforscht, ob wir uns freiwillig in den Zustand inneren Sinnierens begeben und ob wir das auch genießen. Studien haben gezeigt, dass es schwierig ist, seine Gedanken auf angenehme Dinge zu konzentrieren und auch dort zu belassen.
Dies ist höchstwahrscheinlich ein Grund, dass sich immer mehr Menschen zum Meditieren entschließen. Es gibt diverse Techniken, die Menschen dabei helfen, ihre Gedanken besser zu kontrollieren. Der ungeschulte Geist aber ist nicht gern allein - so das Fazit.


Die Gedanken sind frei
Die Gedanken sind frei,
wer kann sie erraten?
Sie fliegen vorbei
wie nächtliche Schatten.
Kein Mensch kann sie wissen,
kein Jäger erschießen
mit Pulver und Blei.
Die Gedanken sind frei!

Ich denke, was ich will
und was mich beglücket,
doch alles in der Still',
und wie es sich schicket.
Mein Wunsch und Begehren
kann niemand verwehren,
es bleibet dabei:
Die Gedanken sind frei!

Und sperrt man mich ein
im finsteren Kerker,
ich spotte der Pein
und menschlicher Werke;
denn meine Gedanken
zerreißen die Schranken
und Mauern entzwei:
Die Gedanken sind frei!

Drum will ich auf immer
den Sorgen entsagen,
und will mich auch nimmer
mit Grillen mehr plagen.
Man kann ja im Herzen
stets lachen und scherzen
und denken dabei:
Die Gedanken sind frei!
(Volkslied, ca. 1790
bearbeitet von
Hoffmann von Fallersleben, 1841)

Kommentare :

  1. Na, wenn ich genau weiss, wann der nächste Besuch oder Anruf kommt, bin ich gerne alleine.
    Die Gedanken haben bei mir genug Futter. Über meinem Sofa hängt der Spruch: "Die wahren Abenteuer finden im Kopfe statt!".
    Herzlich die Pippa

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  2. Hallo liebe Irmi,
    ein paar Minuten am Tag nehme ich mir auch die Zeit und sitze nur so da und träume, das mache ich aber schon seit Jahren. Bei schönem Wetter tue ich das sogar am Teich, das ist so meine kleine Oase der Ruhe. Aber es darf nicht zu lange dauern, denn sonst fange ich an zu grübeln.
    Das Gedicht gefällt mir sehr *schmunzel*

    Liebe Grüße
    Biggi

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  3. Liebe Irmi
    ein wunderbares Posting!
    Früher hatte ich auch Probleme damit bis ich es für mich gfunden habe und es ist ein wunderbares Gefühl. Diese Zeit nehme ich mir immer gerne für mich und total innerlich sein nicht im Kopf sondern in sich gehen!
    Frei machen sich in meiner Seele und dann flattern mir viele tolle Ideen in mir die ich widerum aufs Blatt bringe danach!
    Träumen kann ich überall... ist was so schönes!
    Ich wünsche dir einen schönen Tag!
    Lieben Gruss Elke

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  4. Liebe Irmi,
    ich empfinde es als befreiend sich manchmal seinen Tagträumen hinzugeben.
    Das Lied von Fallersleben gefällt mir, Gott sei Dank sind die Gedanken frei.
    Lg und einen Tag, an dem man auch mal die Seele baumeln lassen kann.
    Sadie

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  5. Servus Irmi,
    solange das ganze Leben nicht NUR in Träumen versinkt bin ich auch dafür, sich Träume zu gönnen!
    Schönen Gruß,
    Luis

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  6. Liebe Irmi,
    ein wunderbarer Post..... ich sinniere auch sehr gerne vor mich hin. Vor allem auf dem Weg zur Arbeit.... da mach ich kein Radio oder Hörbuch an (läuft auch mal ab und an), sondern hänge einfach so meinen Gedanken nach..... auch bin ich sehr gerne alleine. Ich liebe und genieße dies sogar ausgesprochen. Vielleicht auch, weil bei mir sonst relativ oft alles auf "volle Pulle" läuft.... würde ich dann nicht einfach mal so alles fließen laufen lassen, würde ich glaub völlig aus dem Takt kommen. Ich brauch das. Ohne zu meditieren und ohne hier auch geschult zu sein.

    Ganz liebe Grüße,
    Pamy

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  7. Moin Irmi!
    Ein kurzer Moment des absoluten Nicht-Denken(müssen) ist eine wahre Wohltat. Aber auch, sich in schönen Welten zu befinden. Ich habe damals, als mein Bubi noch klein war, vor einer Kuhweide gestanden. Wir haben den Kühen ein Schlaflied gesungen und in der Nacht hatte ich wohl den schönsten Traum meines bis dahin Lebens.

    Lieben Gruß von Alison

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  8. ...dieses Lied hatte in meiner Jugend eine ganz besondere Bedeutung, liebe Irmi,
    und geht mir noch immer sehr nah...besonders erinnere ich mich daran, wie wir in einer Gruppe von ca 50 Jugendlichen auf dem Leipziger Hauptbahnhof standen und dieses Lied sangen...es war das Ende eines Treffens katholischer Jugendlicher, davon gab es ja nicht so viele und es war nicht gern gesehen...für mich persönlich waren diese Begegnungen Stärke und Selbstbewusstsein stärkend,

    dir einen frohen Tag,
    lieber Gruß
    Birgitt

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  9. Liebe Irmi,

    also ich träume schon immer mal wieder:-)). Einfach mal kurz da sitzen und die Gedanken schweifen lassen das brauche ich um wieder durchstarten zu können. Alleine fühle ich mich eigentlich nie. Eine schöne Woche wünsche ich Dir auch wenn der Frühling nach einem herrlichen gestrigen Tag schon wieder eine Pause macht.

    Liebe Grüße
    Kerstin

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  10. Richtig, liebe Irmi, und das erinnert mich an eine Aufgabe die wir von unserem Professor Gläser bekommen hatten, die Selbstanalyse. Bestimmte Fragen über sich herauszufinden. Es war ehrlich gesagt: Brutal! Eine Erfahrung, die ich nie vergessen werde. In der Werbeagentur andere zu analysieren ist gängiger Alltag für die Entwicklung einer Werbeaussage. Jedoch sich selbst!?

    Besonders gefällt mir dieses schöne Lied. Das mochte ich als Kind am liebsten singen. Es ist so tiefsinnig formuliert und ich überlege gerade, den einen oder anderen Satz, eventuell Vers davon kalligrafisch auszudrücken...

    ...eine inspirierende Idee und ich danke Dir dafür herzliche!
    Mit sonnigen Grüßen, Heidrun

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  11. Ruhe finden und Achtsamkeit ist wichtig, um festzustellen, was für mich selbst und meinen Körper wichtig ist. Ob man dabei träumt oder meditiert ist wahrscheinlich egal. Denn während einer Reha haben wir dazu sogenannte "Traumreisen" gemacht.
    LG Elke

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  12. Liebe Irmi,
    ich kann zwischendurch immer mal wieder gut "abschalten" und meinen Gedanken nachgehen. Für mich ist das wichtig und dadurch stelle ich mich vielen angenehmen - und auch unangenehmen Dingen...finde Lösungen, oder auch nicht;) Auf jeden Fall nehme ich mir diese Minuten nur für mich. Genauso wie ich es mag, wenn Menschen um mich herum sind kann ich es genießen, wenn "nix" ist: kein Radio, keine Stimmen....nur meine Gedanken!
    Viele liebe Grüße, Anke

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  13. Liebe Irmi, das ist ein schöner Post. Und so ein nettes Foto!
    Die Gedanken sind immer frei, und das ist gut so. Ich nehm mir auch bewusst die Zeit zum Träumen, immer und immerwieder
    liebe Grüsse
    Elisabeth

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  14. Es heißt doch auch, man soll sich nicht so viele Gedanken machen, denn die viele Grübelei macht uns unfrei wir werden zum Sklaven des eigenen Ichs, egal ob die Gedanken nun frei sind oder nicht. Einfach positiv denken, Gott wird uns lenken, ein wahrer Spruch an einer alten Kirchentüre.

    Liebe Grüße
    Arti

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  15. Toller Bericht, süßer Vogel...;-)

    Liebe Grüße

    Jennifer

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  16. Liebe Irmi,
    toller Spruch,man sollte sich immer etwas ruhe gönnen,ich träume auch manchmal am Tag,zum Beispiel wenn ich mich in unserem Garten mal verschnaufe.Es ist einfach Himmlich.Das Foto gefällt mir sehr.

    Hab noch einen schönen Tag und herzliche Grüße Petra

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  17. Hallo Irmi,
    viele Menschen glauben, dass wenn ein Mensch alleine mit sich ist, d.h. z.B. alleine wohnt, dass er dann auch automatisch einsam ist. Das ist glaube ich nur teilweise richtig. Meisten glauben das Menschen, die in einer Beziehung leben und sich gar nicht vorstellen können, alleine zu leben. All-eins-sein, das sollte jeder Mensch können.
    Und das Lieb darunter habe ich auch noch in der Schule und im Chor auswendig lernen dürfen.
    Liebe Grüße
    der gartenengel

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  18. Hallo Irmi,
    manches Problem lässt sich beim sinnieren lösen. Wenn die Gedanken frei sind, wird der Geist wach.
    Liebe Grüße von Ingrid

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  19. Meine liebe Irmi,
    das ist ein wunderbarer Post, den ich nur unterschreiben kann! Es gibt nichts schöneres, als ein kleiner Tagtraum zsichendurch, oder einfach mal ein paar Minuten seinen Gedanken nachhängen ... ich kann sehr gut alleine sein, ohne einsam zu sein ....abschalten, einfach mal sich wegträumen, das tut so gut ...
    Das Gedicht ist wunderbar, ich höre es noch heute gern, von Milva gesungen ....
    Ich wünsche Dir einen wunderschönen Tag!
    ♥ Allerliebste Grüße und eine ganz liebe Umärmelung, Deine Claudia ♥

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  20. :) es ist gut, dass die gedanken frei sind, stell dir vor, sie wären es nicht!
    liebe grüße!

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  21. Am tollsten finde ich die ersten Gedanken morgens, wenn ich nicht gleich aus dem Bett springen muss. Und was aus ihnen wird, wenn ich sie weiterspinne. Meistens ist dieses Liegenbleiben und Zuhören, was da heraus will, ganz gesund.
    Eines meiner Lieblingslieder, liebe Irmi,
    liebe Grüße,
    Angelika

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  22. Liebe Irmi,
    für mich persönlich war immer sehr wichtig, dass die Gedanken frei sind.
    Wir Menschen sind so gebunden durch unseren Körper, durch die äußeren Umstände in denen wir leben, durch unsere Umwelt etc., da fand ich es immer sehr beruhigend und auch befriedigend, dass wenigstens unsere Gedanken frei sind.
    Liebe Grüße
    moni

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  23. Liebe Irmi,
    ich fand es schon immer gut, zu denken, was ich will.
    Das kommt mir jetzt bei meiner Krankheit zugute.
    deine Bärbel

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  24. Ich bin gerne mit mir, ich bin eine gute Gesellschaft.
    Ich vertrete die Ansicht, dass wer nicht mit sich alleine sein kann, auch nicht gut in Beziehung sein kann. Weil da die Erwartung an den Andern zu hoch sind
    Herzlichst
    yase, die das Lied liebt!

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  25. wie ich sehe wird immer deutlicher durch die KOmmentare dass auch viele andere mittlerweile und auch schon länger überhaupt kein Problem damit haben mit sich zu sein, die Gedanken fließen und sich entfalten zu lassen, Kraft aus der inneren Ruhe zu schöpfen - gerade das ist ja das Schöne am alleine mit sich sein, man muss sich nicht fürchten davor, im Gegenteil man lernt daraus und wird still.
    ein wunderschöner Post von dir, der vielleicht noch gar manchen der nicht so gut mit sich sein kann, aufhorchen lässt..
    herzlichst Angelface

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  26. Daydreaming, it is wonderful. I do it.

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  27. Liebe Irmi,
    Ja es ist gut das die Gedanken frei sind!
    Ich weiss nicht ob es so schlimm ist um alleine zu sein in dem Sinnen, wenn man viel lesen kann und damit seine Seele versetzen kann in eine andere Welt, ist es schön. Auch vielen Erinnerungen bleiben immer am Leben...
    Ganz liebe Grüße,
    Mariette

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  28. Liebe Irmi, Du hast vollkommen Recht Träume sind wichtig. Manchmal muss man einfach in seine eigene Welt abtauchen :)

    lg kathrin

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  29. Liebe Irmi,was wären wir ohne unsere Träume? Mir fällt immer mehr auf, dass viele Menschen Stille gar nicht mehr zulassen können. Die Gedanken wandern lassen,...hoffentlich in Freiheit, das tut uns allen gut.
    LG
    Magdalena

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  30. Liebe Irmi ich danke Dir. Das ist ein schönes Bild und das Lied kenne ich auch noch. Ich versuche auch immer für mich paar Minuten Ruhe zu finden, träumen und positiv zu denken....Das hilft sehr. Manchmal kommen auch die unangenehme Dinge wieder in den Gedanken...Na ja, dann muss man sich stellen und nach Lösungen suchen. Und wenn nicht immer klappt, dann hilft etwas zu träumen.
    Liebe Grüße
    Gabi

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  31. Ich finde Tagträume sehr wichtig,und sich zwischendurch eine Auszeit nehmen.Die Gedanken sind frei wurde sehr schön von Milwa gesungen.Die gedankliche Freiheit kann einem niemand nehmen.Ein schöner Post von Dir, Irmi
    Herzlichst Klärchen

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  32. Oh, ich liebe dieses Lied! Bei mir ist das irgendwie andersherum - bin sehr gerne mit mir allein. Mir wird es mit zu viel Trubel, zu vielen Menschen und zu langen Gesprächen oft zu viel. Meine Gedanken schweifen zu lassen, Wolkenkuckucksheime zu bauen, zu träumen ... all das ist mein Lebenselixier, einfach bei-mir-sein. Da hab ich eher Mühe, im Außen verhaftet zu sein.
    Liebe Grüße
    Antje

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  33. Hallo Irmi,
    hast du wieder schön beschrieben und ausgeführt.
    Ja, die Gedanken sind gottseidank noch frei und kosten auch noch nichts.
    Wie du schreibst, viele Menschen können mit sich selber nicht mehr alleine sein, sie brauchen
    immer irgendeine Ablenkung oder Beschäftigung. Immer auf der Flucht vor dem eigenen ICH und seine Schattenwelt. Deswegen auch die oft so sinnlose Hektik.
    VG
    Oskar

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Ich freue mich über jeden Kommentar und möchte mich auf diesem Weg recht herzlich dafür bedanken. Kommentare sind wie das Salz in der Suppe. Ohne fehlt sehr viel.