Samstag, 28. Mai 2016

Das Wunder: Lesen

Marie von Ebner-Eschenbach hat eine Abhandlung über das Lesen geschrieben, die ich euch nicht vorenthalten möchte. Sie hat mir einfach zu gut gefallen.


"Lesen ist ein großes Wunder. Was hast du vor dir, wenn du ein Buch aufschlägst? Kleine, schwarze Zeichen auf hellem Grunde. Du siehst sie an und sie verwandeln sich in klingende Worte, die erzählen, schildern, belehren. In die Tiefen der Wissenschaft führen sie dich ein, enthüllen dir die Geheimnisse der Menschenseele, erwecken dein Mitgefühl, deine Entrüstung, deinen Hass, deine Begeisterung. Sie vermögen dich in Märchenländer zu zaubern, Landschaften von wunderbarer Schönheit vor dir entstehen zu lassen, dich in die sengende Wüstenluft zu versetzen, in den starren Frost der Eisregionen.
Das Werden und Vergehen der Welten vermögen sie dich kennen, die Unermesslichkeit des Alls dich ahnen zu lassen. Sie können dir Glauben und Mut und Hoffnung rauben, verstehen deine gemeinsten Leidenschaften zu wecken, deine niedrigsten Triebe als die vor allen berechtigten zu feiern. Sie können auch die gegenteiligen, die höchsten und edelsten Gedanken und Gefühle in dir zur Entfaltung zu bringen, dich zu großen Taten begeistern, die feinsten, dir selbst kaum bewussten Regungen deiner Seele in kraftvolles Schwingen versetzen.
Was können sie nicht, die kleinen, schwarzen Zeichen, derer nur eine so geringe Anzahl ist, dass jeder einzelne von ihnen alle Augenblicke wieder erscheinen muss, wenn ein Ganzes gebildet werden soll, und sich selbst nie, sondern nur seine Stellung zu der seiner Kameraden verändert. Und hinter diese rätselhafte Eigenschaft, die ihnen anhaftet, zu kommen, uns den Weg zu ihren Geheimnissen zu eröffnen, wird einem Kind zugemutet und ein Kind vermag´s - wenn das nicht ein Wunder ist."



Nicht ganz leicht zu lesen. Aber sie hat die Dinge genau beim Namen benannt.

Von Kindheit an hatte ich eine Vorliebe fürs Lesen,
und das wenige Geld, das in meine Hände kam, 
legte ich durchweg in Büchern an.
(Benjamin Franklin)


Mit diesen Worten möchte ich mich ins Wochenende verabschieden. Habt es fein.

Kommentare :

  1. Liebe Irmi, für mich ist das Lesen auch ein grosses Wunder und ich bin immer dankbar dafür.
    Dir wünsche ich auch von Herzen ein schönes Wochenene!
    glg Susanne

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  2. Ich kann mich mich mit deinen und ihren Worten voll identifizieren, und wenn es Bücher gibt die mich schon mein ganzes Leben (auch nach hier) begleiten dann sind es meine Kinderbücher. Mir können diese kleinen schwarzen Zeichen viel geben und mich freut es immer wieder wenn ich auch Kinder heute noch so begeistert lesen sehe.

    Wünsche auch dir ein schönes Wochenende und sende viele Grüsse rüber

    N☼va

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  3. Meine liebe Irmi,
    danke für diese wundervolle Abhanldung über eine so schöne sache wie das Lesen!
    Ich liebe meine Bücher auch, es gibt welche, wo mich diese kleinen schwarzen Zeichen immer wieder verzaubern und in andere Welten eintauchen lassen!
    Ich wünsche Dir einen schönen Tag und ein wunderschönes und gemütliches Wochenende!
    ♥ Allerliebste Grüße , verbunden mit einer lieben Umärmelung, Deine Claudia ♥

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  4. Danke, für diesen Post, liebe Irmi. Neben meiner Handarbeit und dem fotografieren, liebe auch ich es, in ein tolles Buch zu versinken. Eins liegt immer "angelesen" parrat. ;-)
    glG zu dir, Manja

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  5. Das ist schön geschrieben von der Freifrau! Ein neues, sorgfältig ausgewähltes Buch nach Hause tragen und sich auf die ersten Seiten freuen.... unvergleichlich!
    Mittlerweile lese ich aus praktischen Gründen digital, und dieses Einkaufserlebnis geht mir wirklich ab.
    Lieben Gruß
    Gabi

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  6. ein Buch zu lesen ist für mich immer noch das schöne es in der Hnad zu halten jede einzelne Seite umblättern und schade sagen beim letzten umblättern!
    Ich ersetze niemals digital ein Buch so lange Büche rgibt werde ich auch so lesen wie früher.
    Toll dein Posting dadrüber!
    Ich wünsche dir ein schönes gemütliches Wochenende!
    Lieben Gruss Elke

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  7. Liebe Irmi,
    danke für deinen Beitrag, ich bin
    ein Bücherfreak, kann mich Franklin anschließen,
    habe viel Geld in meine Bücher gesteckt, doch das ist
    es mir wert.
    Lg und fröhlichen Tag.
    Sadie

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  8. Liebe Irmi,
    Lesen ist schon eine wunderbare Sache und den Worten von Marie von Ebner-Eschenbach ist im Grund genommen nichts mehr hinzuzufügen. Sie hat es auf den Punkt gebracht.
    Ich selbst liebe das geschriebene Wort und selbst im Computerzeitalter halte ich gerne Bücher in meiner Hand und lese in ihnen. Ich kann nur hoffen, dass Bücher nie ganz verschwinden werden.
    LG
    Astrid

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  9. Moin liebe Irmi,
    ich bin auch ein Bücherfreak - gelesen habe ich als Kind mehr als ich gespielt habe. Wenn ich von einem Buch gefesselt bin, vergesse ich Zeit und Raum.
    Dir auch ein schönes Wochenende
    Helga

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  10. Liebe Irmi,
    nun endlich bin ich hier bei dir und habe gleich gelesen....
    Einen tollen Text hast du da gefunden und für uns abgetippt
    und einen schönen Post daraus gemacht!!!!
    So ist es wirklich...

    Schön, dass du den Weg zu mir gefunden hast,
    das war eine nette Überraschung, lieben Dank für deine lieben Zeilen und dein Bleiben als Gast!!!
    Das freut mich wirklich sehr liebe Irmi! DANKESCHÖN!
    Hab auch du es fein, ein ganz schönes Wochenende dir!!!!
    Herzensgrüße von Monika*

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    1. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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    2. Oh sorry, hab gar nicht gemerkt, dass ich mit meinem zweiten Blog unterwegs bin....
      Die Monika* von Lebensperlenzauber....

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  11. Hallo Irmi,

    lesen tue ich auch sehr gerne, schon von Kindheitstagen an - die unterschiedlichsten Sachen und ich emfpinde es als großes Wunder, wie man in eine Geschichte eintauchen kann :)

    Lieben Gruß
    Björn :)

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  12. Liebe Irmi,
    was für eine wunderbare und wortreiche Definition des Schreibens.
    Das stammt aus einer Zeit, in der das geschriebene Wort noch schwerer gewogen hat. Heutzutage, wo jeder seine Lebensgeschichte (am besten schon mit spätestens 25!!!) schreibt, wo Bücher überwiegend von Stars und Sternchen am Film-, Sport-und Schlagerhimmel verfasst werden, gilt das leider für die überwiegende Mehrheit der gedruckten "Ware" Buch nicht mehr.
    Aber es lohnt sich auch heute noch, die wirklichen Romane, die Schriftsteller zu lesen, die es schaffen, uns in eine andere Welt zu versetzen, die unseren Träumen Worte geben.
    Ich bin ein Bücherwurm, eine Leseratte, und ich bin jedesmal echt glücklich, wenn ich ein "gutes" Buch lesen durfte.
    Ein angenehmes Wochenende und liebe Grüße
    moni

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  13. Ja, liebe Irmi,
    diese winzigen, wundersamen Zeichen, die haben mich schon als kleines Kind fasziniert, so sehr, dass ich mit vier Jahren bereits lesen konnte, weil ich merkte, dass sich mir dadurch Welten eröffnen können... und deshalb meine Mutter bei jeder Laden-Aufschrift, jeder Straßentafel fragte, was sie bedeutete... Ziffern verwirrten mich (und tun es mitunter noch heute), ich konnte in ihnen keine Bedeutung für mich erkennen, Buchstaben hingegen liebte ich von Anfang an. Schön hat sie das formuliert, die Frau von Ebner-Eschenbach!
    ♥✿♥ Alles Liebe und herzliche Wochenendgrüße,♥✿♥
    Traude ♥✿♥
    http://rostrose.blogspot.co.at/2016/05/thema-palmol-was-konnen-wir-tun-teil-2.html

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  14. Liebe Irmi,
    Das lesen ist die größte Reichtum! Es kann uns in fremden Länder reisen laßen und mitfühlen und genießen wenn ein Schriftsteller seine Emotionen auf Papier gesetzt hat. Es unterrichtet uns bis wir sterben! Dazu noch lesen zu können in Fremdsprachen ist ein wirklicher SCHATZ!
    Ganz liebe Grüße zum Wochenende,
    Mariette

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  15. Lesen eröffnet Welten, liebe Irmi.
    Aber nicht nur die große Literatur, auch der kleine Notizzettel mit der Einkaufsliste ist wichtig.
    Lesen können, für Menschen in anderen Ländern und Gesellschaften noch immer ein Privileg.
    Wie schön, dass wir uns in der Welt der Buchstaben bewegen können.

    Ein schönes Wochenende wünscht dir
    Anette

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  16. Man muß nicht alles so genau verstehen, lesen genügt auch.

    Kurt Tucholsky

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  17. lesen können..und die Welt gehört DIR..genau so ist es Irmi
    LG zum Wochenende vom katerchen der auch GERNE liest

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  18. Liebe Irmi,
    Bücher begleiten mein Leben und ohne könnte ich nicht sein. Selbstverständlich ist das Lesen ein eine große Liebe und immer wieder gerne und auch die gleichen Bücher die mir gut gefallen und das in Zeiten des Internets wo auch viel gelesen wird, das aber nicht die Bücher ersetzt zumindest bei mir. Die Abhandlung von der Marie die Du herausgesucht hast ist wunderbar, danke dafür. Dir ein sehr schönes Wochenende und die Sonne strahlt ich schicke sie zu Dir.
    Herzliche Grüße
    Ingrid

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  19. Servus Irmi,
    es ist immer wieder schön zu entdecken, wie Kinder "erwachsen" werden, wenn sie nicht mehr auf das "Vorlesen" angewiesen sind!
    Einen schönen Sonntag,
    Luis

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  20. Das ist großartig!!! Worte können dich wie Pfeile treffen oder sanft wie eine Feder berühren! - Das ist mal aus meiner Feder geflossen. - Ich liiieebe die Gedanken von Marie von Ebner-Eschenbach. Sie war eine weise Frau. Danke, dass du diese mit uns geteilt hast! - LG Martina

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  21. Liebe Irmi,
    wunderbare Worte! Ohne Bücher wäre mein Leben so viel ärmer. Ich brauche dieses Seelenfutter ganz dringend....
    Herzliche Grüße und ein schönes Wochenende,
    Mella

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  22. Stimmt liebe Irmi, das Lesen können ist eine große Bereicherung! Und auch für meinen Mann, der als gelernter Schriftsetzer noch einmal einen ganz besonderen Bezug zu den (Blei-)Buchstaben hat...

    ...hab' ein schönes Wochenende, liebe Irmi. Ich darf nachher übrigens die Speisekarte lesen, worauf ich mich jetzt flott fertig mache...

    Mit sonnigen Grüßen, Heidrun

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  23. Lach, da spricht mir Franklin aus der Seele. Kaum konnte ich lesen, ging mein Taschengeld für sämtliche Hanni und Nannis, Dollys und Karl Mays drauf...zwar nicht gerade gehobene Weltliteratur, aber so spannend, dass man Nächte mit der Taschenlampe unter der Bettdecke verbrachte :)))

    Liebe Wochenendgrüße
    Arti

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  24. Hallo Irmi,
    Lesen bereichert das Leben sehr. Viele Stunden bin ich in fremde Welten und Abenteuer, Kriminal- oder Liebesgeschichten abgetaucht.
    Liebe Grüße zum Wochenende von Ingrid

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  25. Hallo Irmi,
    in der Tat, Lesen und Bücher sind etwas fantastisches ... ich kann mir kaum vorstellen, wie Menschen existieren können, die nie ein Buch in die Hand nehmen.

    Gruß Dieter

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  26. Auch wenn ich mich abends manchmal kaum losreißen kann von meinen verschiedenen Kreativitäten, so ist es dennoch oft der Gedanke an mein temporäres Buch, der mich dann etwas früher ins Bett lockt als sonst. Denn ich lese oft und gern im Bett.
    Ich wünsche Dir ein schònes Wochenende!
    Liebgruß,
    Tigerita
    =^.^=

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  27. Auch wenn ich mich abends manchmal kaum losreißen kann von meinen verschiedenen Kreativitäten, so ist es dennoch oft der Gedanke an mein temporäres Buch, der mich dann etwas früher ins Bett lockt als sonst. Denn ich lese oft und gern im Bett.
    Ich wünsche Dir ein schònes Wochenende!
    Liebgruß,
    Tigerita
    =^.^=

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  28. Hallo Irmi,
    was für ein wunderbarer Post.Ich stimme dem nur zu.Bücher sind für mich von jeher etwas ganz wunderbares.Schon als Kind konnte ich alles um mich rum vergessen,wenn ich ein Buch in der Hand hatte.Dann hatte ich noch das große Glück und habe einen Buchhändler geheiratet(der jetzt leider arbeitslos ist).
    Ich wünsche dir ein schönes Wochenende und sende liebe Grüße
    Pippi

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  29. Liebe Irmi,
    ich mag es sehr gerne mit Büchern zu wohnen. Ich komme an keiner Buchhandlung vorbei :)
    Beim Lesen kann ich sehr gut entspannen und runterkommen. Ich war schon als Kind ein Bücherwurm und meine Kinder sind es auch, jede Woche kamen wir vollbepackt aus der Stadtbücherei.
    Lesen bereichert ungemein.
    Danke für diesen schönen Post.
    Liebe Grüße
    Silke

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  30. Liebe Irmi,
    ohne Bücher würde mir etwas fehlen. Sie entführen mich in Welten und Geschichten,bereichern mich mit Wissen und Spannung und vielen mehr.
    Alle unsere Kinder lesen gerne und viel. Das macht mich sehr froh, gerade im digitalen Zeitalter.
    Alles Liebe,
    Manuela

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  31. Liebe Irmi,

    man stelle sich vor, es gäbe keine Bücher mehr! Einfach unvorstellbar!
    Mit ihren Zeilen fesselt und schon Marie von Ebner-Eschenbach und zeigt auf, was uns beim Schmökern alles begegnen kann und auch welche Fantasien wir dabei selbst ausleben.

    Ich war schon immer ein Leseratte und auch mein Taschengeld ging zum größten Teil für Bücher drauf. Bereut habe ich es nie. :-9

    Liebe Grüße und ich wünsche dir ein schönes Wochenende
    Christa

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  32. Passender kann man es nicht formulieren liebe Irmi. Bücher muss es immer geben. Ich brauche einfach das Blättern und muss mir Notizen machen können. Ansonsten lese ich auch im E-Reader. Auf einer Reise ist das eine gute Alternative, wenn nicht so viel Gepäck mit darf.

    Liebe Grüße Sabine

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  33. Lesen ist für mich auch sehr wichtig. Ich schalte selten den Fernseher an, verbringe den Abend lieber mit einem Buch, wenn ich Zeit habe.
    Ohne Bücher wäre die Welt bedeutend leerer.
    Hab ein angenehmes Wochenende, liebe Irmi.

    ♥∗✿≫✿≪✿∗♥
    Herzlich grüßt
    Uschi

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  34. Bücher begleiten mich schon mein ganzes Leben und ohne ein paar Seiten zu lesen, kann ich
    gar nicht einschlafen. Und ich möchte immer noch ein richtiges Buch in der Hand haben, auch
    wenn ich schon nicht mehr weiß, wo ich sie alle lassen soll.
    Liebe Grüße
    Sigi

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  35. Liebe Irmi,
    wenn ich ein für mich gutes Buch gelesen hatte, war ich traurig, dass es nicht weiterging. Ich lebte so sehr darin.
    deine Bärbel

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  36. Liebe Irmi, ich fände es schrecklich, nicht lesen zu können, Analphabetin! Was man da im Leben verpasst. LG Eva

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  37. Liebe Irmi,

    ich liebe das Lesen ! Ein gutes Buch ist mir tausendmal lieber als jeder Film im Fernsehgerät. Für mich ist es Entspannung und Vergnügen in einem. Schon alleine das Stöbern in der Buchhandlung ist doch ein Genuss.

    Herzliche Grüße
    Kerstin

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  38. danke für den wunderschönen Text.

    Ich wünsche dir einen guten Start in die neue Woche.
    Herzliche Grüße von Heidi-Trollspecht

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Ich freue mich über jeden Kommentar und möchte mich auf diesem Weg recht herzlich dafür bedanken. Kommentare sind wie das Salz in der Suppe. Ohne fehlt sehr viel.