Mittwoch, 15. Juni 2016

Dies und Das über das süße Nichtstun

Einfach mal nur faul sein - das kann glücklich machen. Gerade in unserer hektischen Zeit.
Logisch, wer acht Stunden arbeiten und danach noch beim Sport war, wer alles perfekt erledigt hat, der darf ruhig mal einen Moment  lang nichts tun. Dabei sollte er aber unbedingt ein kluges Buch lesen oder zumindest eine Gurkenmaske auflegen, damit er die Zeit sinnvoll nutzt. Ja, ja, erst die Pflicht, dann das Vergnügen. Ohne Fleiß kein Preis. Es ist so: Wenn übers Nichtstun geredet wird, dann wagt es kaum jemand, an puren Genuss zu denken, sondern eher daran, dass man seine Akkus möglichst effektiv aufladen muss, um bald wieder schuften und was leisten zu können. Faulenzen, ohne sich vorher (über-)anstrengt zu haben, hat keinen guten Ruf. Wenn es mal nach gepflegter Faulheit  "stinkt", dann wird schnell behauptet, sie sei aller Laster Anfang und würde schlimm enden. Wie schade! Denn das süße Nichtstun macht nicht nur Spaß und glücklich, sondern hat auch sonst noch etlich Vorteile.


Müßiggang bedeutet per Definition, dass man eine Weile die Zeit einfach ihren Gang gehen lässt, ohne irgendwelchen Pflichten nachzukommen. Der Müßiggang dient nicht zu Erholung nach Anstrengungen, sondern nur dem Vergnügen. Entweder macht man nichts oder widmet sich angenehmen Tätigkeiten. 

Es ist gar nicht so leicht, richtig zu faulenzen. Hierfür gibt es wirklich einige Ratschläge:
Alles gleich zu erledigen, ist ja vernünftig. Schluss damit. Man sollte ab und zu wirklich mal etwas aufschieben. Den Einkauf etwa. Meist kommt man mit dem, was noch da ist, gut zwei weitere Tage zurecht.
Man sollte Parkbänke für das nutzen, wofür sie vorgesehen sind: um sich ein paar Minuten hinzusetzen und spazieren zu  "schauen".
Gute Faulenzer beherrschen das Schneckentempo. Das muss man lernen. Man bezeichnet das heute als Entschleunigung.
Man sollte so oft wie möglich das Doppelte kochen. An dem Tag, an dem man die Reste aufwärmt, sollte man die gewonnene Zeit  dann bewusst fürs Nichtstun verwenden.
Und wenn Bedarf besteht, sollte man sich ein kleines Schläfchen gönnen oder ganz einfach mal vor sich hindösen.

Und ganz wichtig: Faulsein schafft eine Balance. Medizinisch gesehen ist Faulsein so wichtig wie Essen und Trinken. Warum? Nun, ganz viele Vorgänge in unserem Körper, wie Herzschlag, Atmung und so weiter, werden durch das vegetative Nervensystem gesteuert. Wenn ein Reiz den anderen jagt, muss es dauernd wie verrückt arbeiten, um angemessene Reaktionen hervorzubringen. Das führt dazu, dass es überreizt ist und die  ganzen Sache aus dem Gleichgewicht gerät. Die möglichen Folgen: Herzrasen, Schlaflosigkeit, innere Unruhe, Angst. Gönnt man diesem Nervensystem allerdings genug reizarme Zeiten, um wieder zur Ruhe zu kommen und einfach gemütlich seinen Job zu machen, dann belohnt es einen mit wunderbarer Ausgeglichenheit, einem tiefen Schlaf und einem Plus an Lebensfreude.
Ich habe lange an mir arbeiten müssen. Aber jetzt kann ich Faulsein. Die Grundlagen wurden in der Tumorklinik gelegt.






Manchmal möchte
man faulenzen
wie ein Gulli im
Sonnenschein,
wie ein Rasenmäher
im Winter,
wie eine Nachttischlampe
am Tag. 
(Josef Reding) 

Kommentare :

  1. Guten Morgen, meine liebe Irmi,
    danke für diesen tollen Beitrag, ich habe mich da gerade selber drin gefunden ....ich muss da auhc noch hart an mir arbeiten, wirkliche Ruhepausen einzulegen, mal keine Stricknadeln in der Hand, wenn gerade alle Arbeit getan ist, mal einfach die Seele baumeln lassen ....ach, das ist alles gar nicht so einfach ...aber, DANKE, daß Du mich wieder daran erinnert hast...
    Ich wünsche Dir einen wundervollen und glücklichen Tag mit vielen erholsamen Momenten!
    ♥ Allerliebste Grüße und einen lieben Drücker, Deine Claudia ♥

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  2. diese kunst der entschleunigung haben stiere (ich) erfunden.
    liebe grüsse in den tag von der kelly

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  3. Guten Morgen, das ist ein sehr schöner Beitrag von dir.
    Ich finde mich an manchen Stellen wieder...
    Liebe Grüße!

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  4. Irmi ich kenne es noch ..Ton von meiner mutter..HAST DU NICHTS zutun???
    ich schaue HEUTE gerne nur aus dem Fenster und lasse was da ist/oder nicht auf mich einwirken..WUNDERVOLL
    LG zum Wochenteiler vom katerchen

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  5. Mensch Irmi, du schreibst mir wirklich derzeit aus der Seele. All dies und noch viel mehr musste ich hart erarbeiten und wieder lernen um ein möglichst schmerzfreies Leben leben zu können. Es ist kaum zu glauben, das es so einfach sein kann und viele Menschen mit einer guten Balance in ihrem Leben eine deutlich bessere Lebensqualität erfahren würden. Vielen Dank fürs Augen öffnen. LG Marion

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  6. Hallo liebe Irmi,
    ich habe es auch auf die harte Tour gelernt. Viele Jahre mit extrem viel Arbeit und Stress haben mich mit 35 älter aussehen lassen als jetzt. Nach einem massiven seelischen Einbruch werde ich niemals mehr, so nicht unbedingt nötig, Raubbau an meinem Körper oder Geist betreiben. Warum auch, damit ist niemandem gedient außer dem Antreiber im Kopf, den ich mittlerweile meistens bändigen kann.
    Lieben Gruß
    Gabi

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  7. Hallo Irmi,
    ich erkenne mich in vielem wieder. Und sehe auch, wie so ich mich immer wieder überlaste.
    Das ist gut, die faulen Zeiten sollten nicht der Erholung nach Anstrengung dienen sondern der Kreativität, dem Genuss des Lebens. So habe ich das auch noch nicht gesehen und tappe vielleicht deswegen in diese "Erholungsfalle" wo ich erschöpft daliege und mir Zeit gebe meine Akkus aufzuladen, damit ich dann weiter machen kann. Ich werde mir das jetzt sehr gut überlegen. Es muss sich was ändern.
    Liebe Grüße
    Ganga

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  8. Liebe Irmi,
    wieder ein interessantes Thema, daß nach einer Tumorerkrankung auch bestimmt einen besonderen Blickwinkel erhält. Insgesamt arbeiten wir alle zu viel und oft fällt es schwer wirklich "runter-zu-schrauben". Andererseits empfinde ich auch immer eine gewisse Befriedigung wenn ich etwas geschafft und gemacht habe. Nur ausruhen würde mich nicht glücklich machen. Aber sicher muss die Bilanz ausgeglichen sein und in unserer hektischen Welt kommt die Entspannung meistens zu kurz.
    Wieder mal vielen Dank für diesen Denkanstoß und gute Gesundheit!
    Liebe Grüße susa

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  9. Genau das sollte man für das Wohlbefinden umsetzen, nichts tun tut der Seele gut.Ich habe es gerade eine Woche praktiziert, es hat gut getan und die Muse küsst wieder. Allerdings finde ich mich in einigen Aussagen auch wieder, sozusagen, erst die Arbeit, dann das Spiel, alles geordnet hinterlassen. Wenn man dann wiederkommt muss man ja nicht gleich loslegen, aber man tut es wenn der Akku aufgeladen ist.
    Danke für diesen schönen Beitrag, man sollte es sich zu Herzen nehmen.
    Liebe Grüße und alles Gute, Klärchen

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  10. Liebe Irmi,
    nichts tun und die Seele baumeln lassen - hört sich einfach an und ist es aber gar nicht. Das habe ich in den letzten Monaten gelernt und arbeite weiter daran. Mein Körper hat mir viele Zeichen gegeben...und grad noch rechtzeitig hab ich drauf gehört. Zum Glück! Danke für diesen tollen Beitrag!!
    Viele liebe Grüße, Anke

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  11. Moin liebe Irmi,
    das mache ich meistens nachmittags, wenn alles erledigt ist, ich bin dann auch zu nichts mehr fähig.
    LG Helga

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  12. Ich liebe das Nichtstun,einfach mal eine kurze Auszeit zum Luft holen und sammeln.

    Liebste Grüße
    Nicole

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  13. Liebe Irmi,
    oh ja, das kenne ich. Ich habe mich mein Leben lang selbst angetrieben, obwohl ich oft mehr
    Zeit für bestimmte Arbeiten gehabt hätte. Wenn ich dann wieder vollkommen erschöpft war,
    habe ich mir selber tausend mal gesagt, dass ich es langsamer angehen lassen muss. Habe
    ich aber leider immer nur eine sehr kurze Zeit durchgehalten, bevor ich wieder in das alte
    Schema verfallen bin. Erst jetzt, nachdem ich keine Verpflichtungen mehr habe, gelingt es mir das meiste in Ruhe zu machen. Ich brauche jetzt Zeit für mich und möchte dann tun und lassen können, was ich möchte. Es ist einfach herrlich.
    Viele liebe Grüße
    Sigi

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  14. Das kleine Gedicht am Schluss ist herrlich. Es ist genau, wie du beschreibst. Sobald man mal nichts tut oder einfach nur faul ist, kommt sofort das schlechte Gewissen den Nacken hoch gekrochen und klopft bei uns an. Das scheint in der Neuzeit immer schlimmer geworden zu sein. Üben wir uns wieder im Müßiggang! LG Martina

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  15. Unser Enkelsohn sagt da einfach nur: "Jetzt chillt doch mal", wenn ihm die "Hektik" in der Familie wieder mal zu mächtig wird!
    Einen "entschleunigten" Mittwoch,
    Luis

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  16. liebe irmi, es stimmt, dass faulsein gar nicht so einfach ist, da es entspannung ist und ich benötige einfach sehr viel zeit um abzuschalten.
    liebe grüße!

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  17. Was für ein wichtiger Post, in unserer heutigen Zeit, liebe Irmi!!!
    Zustimmende Grüße, Manja

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  18. Liebe Irmi
    o wie ich das kenne und ich koche auch vor um Zeit zu haben für diesen Tag dann und nicht nur Haushalt zu machen um aus zu spannen und zur Ruhe zu kommen.
    Danke dir für dieses wichtige Posting das jeder Mensch erreichen sollte auf der Welt!
    Schönen Tag dir!
    Lieben Gruss Elke

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  19. Liebe Irmi,

    da hast Du bei mir den Finger in die Wunde gelegt! Ich haste auch immer wie eine Verrückte. Dabei bin ich zu Hause und hätte ausreichend Zeit für alles! Es ist doch egal, ob die Bügelwäsche eine halbe Stunde länger wartet oder ich das Bad erst morgen putze. Aber das "Gewissen im Kopf" lässt mir einfach keine Ruhe. Und WENN ich mich dann mal hinsetze, dann immer mit dem Tablet oder dem Handy vor mir...
    Das einzige, was ich mir ab und zu gönne, ist ein kleines Schläfchen. Aber wirklich nur dann, wenn ich mal eine Nacht überhaupt nicht schlafen konnte...
    Ich sehe schon - ich muss noch sehr viel üben! Vielen Dank, dass Du mich mit Deinem Post wieder einmal daran erinnert hast...

    Übrigens ist mir gerade ein Spruch eingefallen, der zu Deinem Post passt:

    "Stets sei dir die Ruhe heilig - nur Verrückte haben's eilig..."

    Liebe Grüße
    Christine

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  20. Liebe Irmi,
    ich finde faul sein klasse.
    Früher ( als ich jung war ) durfte - konnte ich nicht faul sein, aber jetzt lasse ich mir nichts mehr vorschreiben und deshalb bin ich manchmal einfach nur faul und schaue in die Wolken.
    LG
    Käthe

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  21. Liebe Irmi!
    Eine Ausgewogenheit an Arbeit und Ruhen ist ja wichtig. Aber ohne eine Aufgabe durchs Leben zu bummeln, ist für mich kein Leben. Ich brauche eine Beschäftigung. Auch mal eine, die Mühe macht, weil es gut tut. Genugtuung schafft. Im Garten oder im Haus. Ist doch schön, wenn es dann blinkt und blüht.
    Es ist wie in allen Dingen. Waage halten.
    Ich weiß noch, wie ich nach der Rückenmarkspunktion nicht mehr aufstehen konnte. Über eine Woche konnte ich nicht mehr hoch mit dem Kopf. Unerträgliche Schmerzen waren das. Da musste ich mich hinlegen. Hinfallen lassen. Konnte nicht aufrecht stehen. Nicht runter gehen, ein Brot zu schmieren. Musste mich im Garten an Ort und Stelle in den Dreck werfen.
    Da dachte ich, wie schrecklich es sei, wenn das nie wieder wegginge und ich zum Nichtstun verdammt sein würde. Seitdem schätze ich die Gesundheit noch viel mehr als zuvor.
    Danke dir für immer neue Anregungen, liebe Irmi.

    LG Alison

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  22. Hallo liebe Irmi,

    was für ein toller Post und danke dafür. Es ist immer wieder gut solche Posts zu lesen,dass man mehr auf sich achtet- Für mich sind Ruhepausen auch sehr wichtig georden, nur wenn ich ausgeglichn und ausgeruht bin, kann ich eine gute Mutter sein.
    LG

    Barbara

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  23. Seit die Kinder erwachsen sind, genieße ich meine Faulheit jeden Tag...und schicke meinen Mann zur Arbeit :)))

    Liebe Grüße
    Arti

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  24. Liebste Irmi,
    danke für diesen Beitrag. Er ist für mich ein Fingerzeig, genauso wie der sich anbahnende Migräneschub, welcher mir klar zeigt, dass ich mal langsamer machen muss. Sehr wohl weiß ich wie man die Waage hält, aber es treibt mich etwas trotzdem weiter zu machen. Die Quittung kommt.
    Herzliche Grüße
    Jessica

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  25. Liebe Irmi,
    eigentlich sagt einem der Köper was man gerade braucht, aber viele haben ja kein Körpergefühl mehr, sind ständig in Bewegung und am Machen und Tun. Ich habe schon immer ein gewisses Schneckentempo - ist wohl angeboren :-) und habe mich da auch nie beirren lassen, wenn ich anderen mal wieder zu langsam war. Ruhepausen sind wohl das wichtigste was man seinem Körper gönnen kann.
    Danke für Deinen Beitrag zu dem Thema und die herrlichen Mohnblüten, sowie das passende Gedicht.

    ♥liche Grüße, Nele

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  26. Ach Irmi, das kenne ich. Du hast das wieder so treffend beschrieben. Ich bin sehr froh, dass ich inzwischen die Freude am Tun genießen kann, aber ohne schlechtes Gewissen auch gerne die Füße hochlege. Ich habe übrigens heute doppelt gekocht.
    LG
    Magdalena

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  27. ...ich habe den Müßigang schon vor einiger Zeit für mich entdeckt und gelernt, liebe Irmi,
    und habe kein schlechtes Gewissen dabei, wenn ich einen Gang runter schalte oder gar Nichts tue...gesundheitlich geht es mir seitdem viel besser,

    liebe Grüße
    Birgitt

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  28. faulenzen ist wunderbar.
    liebe grüße
    ingrid

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  29. liebe Irmi,
    wenn ich mir die vorhergehenden Kommentare so anschaue, hast Du gerade viele ein wenig wach gerüttelt!
    Einschließlich mich!
    Es ist schon ein Anfang wieder einmal darüber nach zu denken und auch mal was zu ändern!
    Vielen Dank für diesen Post!
    liebe Grüße
    Gerti

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  30. Es ist schon verrückt, aber so fühle ich oft: habe ich mal einen Tag nicht viel getan - ob im Haushalt oder im Garten - habe ich ein schlechtes Gewissen. Nichts geschafft heute sind dann meine Gedanken. Aber das ist falsch.
    Im Urlaub ist es doch oft ebenso: man möchte was sehen, was erleben, jeden Tag auf Achse sein und die Gegend, das Land erkunden. Wo bleibt die Erholung? Wir waren letztes Jahr zum ersten Mal seit vielen Jahren 14 Tage am Stück im Urlaub. Und haben uns mehrmals einen faulen Tag gegönnt. Frühstücken, Kreuzworträtsel lösen, ein Fischbrötchen zum Mittag holen, spazieren, dann wieder draußen sitzen und Bier trinken. Einfach nichts tun. DAS ist Erholung!
    Liebe Abendgrüße von Kerstin.

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  31. Liebe Irmi,

    früher konnte ich besser faulenzen als heute – selbst als ich schon berufstätig, aber noch ohne eigene Familie war, habe ich es oft geschafft, in den Tag zu träumen – man kann es wohl auch meditieren nennen ;o)) War eine ziemlich kreative Zeit damals und langweilig war mir nie. Aber später kam dann eine Menge Pflichtprogramm dazu, das oft nicht in einem einzigen Tag unterzubringen war… und da wurde dann einiges von meinem natürlichen Faulheitstalent zerstört… Ich riss mich quasi zusammen. Wenn ich mich heute zur Entspannung in die Badewanne lege, habe ich normalerweise ein Buch dabei (ein E-Book in einem Klarsicht-Gefrierbeutel mit Zipp ;o)), das ich dann auf meiner Badewannenablage stehen habe und lese. Aber es ist immerhin nicht unbedingt anspruchsvolle Lektüre. Manchmal blättere ich auch nur Zeitschriften durch – oder Modekataloge ;o)) Mein Mann hört in der Badewanne zumeist Musik, das ist wohl besser, aber es ist SEINE Welt, nicht so sehr meine - irgendwie würde mir da etwas fehlen… Ich bin sooo ein optischer Typ, dass mir kaum eine Beschäftigung einfällt (und auch keine „Nicht-Beschäftigung“), die nicht in irgendeiner Weise die Augen beansprucht. (Außer ev. ein Nickerchen machen, und DAS mache ich tatsächlich manchmal für eine Stunde nach einem anstrengenderen Arbeitstag.) Als ich mal wegen einer Entzündung meine Augen schonen sollte, war ich ziemlich ratlos – und fing dann mit Hörbüchern an ;o))

    Ganz herzliche rostrosige Grüße, Traude

    http://rostrose.blogspot.co.at/2016/06/a-new-life-6-zwischenbilanz.html

    PS: Aber vorgekocht wird bei uns häufig - heute gab's auch "Reste von gestern" ;o))

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  32. Wir sind Rentner und da wird nur das gemacht wozu man Lust hat
    wir geniessen das Nichts tun sehr ,einfach ab in die Natur
    und die Seele baumeln lassen !
    Also ich geniesse das in vollen Zügen das Wort Stress kenne
    ich gar nicht das ist längst vorbei !
    Meine Entspannung ist malen, lesen ,die Enkel hüten ,unsere Hunde
    was will man mehr !Eigentlich ist die Rentnerzeit Erholung pur
    und man sollte das auch geniessen !

    Herzlich grüsst dich
    Margrit

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  33. Es ist doch schon pervers in unserer Gesellschaft: Einerseits wird Leistung gefordert und gefördert - wie oft bin ich ernsthaft krank, ohne Stimme oder Muskelfaserriß im Bein und anderen Späßen von Ärzten zur Arbeit geschickt worden - und hinterher kriegt man das vorgeworfen, wenn man ausgebrannt oder bedrohlich krank geworden ist und einen längeren Klinikaufenthalts nötig hat. Im nächsten Leben ziehe ich meine Schlussfolgerung daraus...
    Gute Nacht!
    Astrid

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    1. Bei diesem Kommentar konnte ich nur nicken. Ja, das ist wohl so - zuerst muss man sich verausgaben ohne Ende und hinterher, wenn man nicht mehr kann, war man noch selbst schuld. Es ist traurig, dass man nicht schon den Kindern beibringt, wie wichtig Erholung und Ruhe sind, dann gäbe es sicher auch weniger geburnoutete Erwachsene...

      Liebe Grüsse
      Clara

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  34. Ich fand über die liebe Ganga her und kann nur sagen - wahre Worte! Allerdings muss man das auch erstmal lernen - ich jedenfalls musste es lernen und übe jeden Tag aufs Neue. In unserer Gesellschaft wird ja Leistung als die heilige Kuh betrachtet, dabei ahnen die meisten Leute gar nicht, wieviel Lebensqualität ihnen entgeht, wenn sie nur hetzen, eilen und ständig irgendwas machen. Aber das ist wohl eines dieser "Lerngeschenke" im Leben, zu erkennen, dass Müßiggang was ganz Wichtiges ist und damit eigentlich alles besser geht.

    Liebe Grüsse
    Clara

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  35. Hallo Irmi,
    früher sagte man ja immer (allerdings heute auch noch genug) Müßigang ist aller Laster Anfang!
    Besonders in den evangelischen-protestantischen Religionen war dieser Leitspruch die Offenbarung,
    Siehe: die Arbeiten von Max Weber ---> Relgion und Kapitalismus.
    Jedenfalls lasse ich mich gerne einmal in eine Nichtstunphase abfallen.
    So wie du es schreibst, gerade in der heutigen närrischen und hektischen Zeit braucht der Mensch
    Zeiten des Nichtstuns und Ruhe und Besinnlichkeit.
    Wünsche dir ein schönes Wochenende.
    VG
    Oskar

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Ich freue mich über jeden Kommentar und möchte mich auf diesem Weg recht herzlich dafür bedanken. Kommentare sind wie das Salz in der Suppe. Ohne fehlt sehr viel.